Anzeigen

Redaktion

Media-Daten

 

Friebo

Bürozeiten:
Montags bis Donnerstag: 9 bis 13 Uhr und 14:00 bis 17 Uhr
Freitags: 9 bis 12 Uhr

Kontakt
 

Friesische Wehde

Montag, 09 Oktober 2017 09:59

Großer Star auf „kleiner“ Bühne

geschrieben von
Neuenburg. Er ist bekannt aus Theater und Film, ob es große Charakterrollen oder Figuren aus Kinderbüchern sind. Am Montag, 16. Oktober, kommt Ulrich Noethen ins Vereenshuus Neuenburg (Urwaldstraße 37) und wird dort eine Lesung abhalten. Es ist nicht das erste Mal, dass Susanne Köster-Schoon von Susannes Buchhandlung und Iko Chmielewski vom Kulturbüro der Stadt Zetel es geschafft haben, große Stars für die Neuenburger Bühne zu gewinnen.
Im Frühjahr auf der Hörbuchgala in Köln hat Susanne Köster-Schoon den Film- und Theaterschauspieler einfach mal angesprochen. Die Freude war groß, als im Nachgang dann seine Zusage kam. Neben Film und Theater ist Ulrich Noethen auch als Hörbuchsprecher aktiv. So hat er gerade die Neuübersetzung von Gabriel García Márquez’ großem Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ eingelesen – die Familiensaga um das kolumbianische Dorf Macondo gehört inzwischen zu den modernen Klassikern der Weltliteratur. Auch der neue Roman von Daniel Kehlmann „Tyll“, der im Oktober erscheint, hat es Noethen angetan. So wird es den Roman im Herbst auch als Hörbuch geben. Diese literarischen Vorlagen bilden die Grundlage für den Abend mit Ulrich Noethen im Vereenshuus in Neuenburg. Er selbst hat die Textpassagen ausgewählt. Da er es liebt mit Sprache zu spielen, dürfen die Zuschauer sich auf einen anspruchsvollen Abend freuen.

Im Anschluss an die Lesung kann Ulrich Noethen noch näher erlebt werden, wenn er für das ein oder andere Foto oder Autogramm bereitsteht. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Eine Karte kostet 17,50 Euro und beinhaltet einen festen Sitzplatz. Getränke können im Neuenburger Vereenshuus erworben werden. An den Vorverkaufsstellen Susannes Buchhandlung in Wiesmoor (Tel. 04944/2194) und Buchhandlung Lübben in Zetel (Tel. 04453/938170) können die Karten ohne Vorverkaufsgebühr erworben werden.

Neben der Veranstaltung im Neuenburger Vereenshuus wird Ulrich Noethen am 17. Oktober auch im Forum der KGS Wiesmoor auftreten.

Montag, 09 Oktober 2017 09:54

Hausärztemangel stellt vor Probleme

geschrieben von
Bockhorn. Politische Arbeit auf der einen, die Versorgung von Kranken auf der anderen Seite: für Dr. Egbert Völkel (FDP) überwiegt inzwischen die Krankenversorgung. Dies ist auch der Grund, warum der Bockhorner Mediziner auf sein im September 2016 erneut erworbenes Ratsmandat verzichtet.
In der jüngsten Ratssitzung erklärte Dr. Egbert Völkel den Hintergrund für diese Entscheidung. Er arbeite seit 31 Jahren als Arzt in Bockhorn, inzwischen habe sich die Situation dahingehend gewandelt, dass es kaum noch Ärzte in der Gemeinde gebe und die übrigen niedergelassenen Mediziner mit Arbeit nahezu überschüttet würden. „Wir schaffen es nicht, abends um 19 Uhr fertig zu sein“, erklärte Dr. Egbert Völkel. Er sehe die eigene Priorität künftig in der Krankenversorgung vor Ort.
Einen Nachfolger zu finden sei äußerst schwierig. Dies sei für die inzwischen geschlossene Praxis von Dr. Helmut Eismann in der Kranenkamper Straße ebenfalls nicht möglich gewesen. Hinzu komme, dass ein weiterer Arzt in der Praxis Am Markt demnächst aufhöre und sich das hausärztliche Versorgungsproblem damit verschärfe. Es fehle vor allem an Ärzten, die sich im ländlichen Raum ansiedelten, so Dr. Egbert Völkel.

Die für den FDP-Mann nachrückende Stephanie Krebs wurde in der Sitzung als neues Gemeinderatsmitglied aufgenommen.

Dienstag, 26 September 2017 16:18

Hund verletzt Kind und Frau in Zetel

geschrieben von
Zetel. Ein freilaufender Hund hat nach Angaben der Polizei am Sonntag, 24. September, gegen 15 Uhr in Zetel, Straße Pickerei, in Höhe Hausnummer 35, ein Kind und eine Frau verletzt. Wie am Montag angezeigt worden sei, war eine 54-Jährige mit einem vierjährigen Pflegsohn und einer Freundin direkt am Waldesrand spazieren gegangen. Kurz nach Betreten des Waldes ist demnach ein großer dunkelbrauner Hund auf den Jungen zugekommen und hat diesen im Schulterbereich gebissen. Die Pflegemutter versuchte den Hund vom Kind zu lösen, dieser verbiss sich daraufhin in die Hand der Frau. Schließlich aber hat der Hund von der Frau abgelassen und ist zurück in den Wald verschwunden. Die Hunderasse ist laut Polizei unbekannt, das dunkelbraune Tier soll eine Rückenhöhe etwa wie ein Schäferhund und Schlappohren gehabt haben.
Sowohl die Frau als auch der vierjährige Junge wurden durch den Hundebiss verletzt, sie wurden zur ärztlichen Behandlung stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt eingeleitet. Zeugen, die ergänzende Hinweise, insbesondere Angaben zum Halter des Hundes machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Varel unter Tel. 04451/923-0 in Verbindung zu setzen.
Freitag, 08 September 2017 10:06

69. Bockhorner Markt steht in den Startlöchern

geschrieben von
Bockhorn. Für drei Tage wird am Wochenende die Gemeinde Bockhorn zur Marktmeile. Denn mit dem 69. Bockhorner Markt gibt es für Feinschmecker, passionierte Karussellfahrer und Schaulustige bei zahlreichen Attraktionen Gelegenheit zum ausprobieren, einsteigen und besichtigen. Von Samstag, 9., bis Montag, 11. September, bietet der Bockhorner Ortskern als großes Festgelände viele Möglichkeiten zu feiern, zu tanzen und eine schöne Zeit zu verbringen.
Auch in diesem Jahr haben die Organisatoren um Marktmeister Stephan Haaken, Siegmund Wernicke und Hartmut Hinrichs, Vorsitzender des Heimatringes, ein buntes Paket für die Besucher geschnürt. Rund 54 Schausteller sind an den drei Tagen vor Ort, darunter beliebte Klassiker wie „Breakdancer“, „Musikexpress“, Autoscooter, „Beatjumper“, für die kleinsten Besucher gibt es zudem wieder Kinderfahrgeschäfte und Spielmöglichkeiten wie Dosenwerfen und Entenangeln.
Einen ersten Höhepunkt bietet der Bockhorner Markt bereits vor der Eröffnung am Samstag. Dann zieht der Festumzug mit prächtig geschmückten Wagen durch die Straßen. „Dieses Jahr haben wir 30 Fahrzeuge und Fußgruppen“, berichtet Hartmut Hinrichs. Drei Musikzüge, darunter der Spielmannszug Schweiburg, der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen und die Musik- und Showband Grabstede, begleiten den Zug auf seiner Route. „Leider sind die Bockhorner Dörpsmus‘kanten das letzte Mal beim Umzug dabei“, bedauert Hartmut Hinrichs, „an den Seniorennachmittagen nehmen sie aber weiterhin teil.“ Eine Besonderheit wird ein Gespann der evangelischen Kirchengemeinde Bockhorn sein. „Anlässlich der zehnjährigen Partnerschaft mit Jaworze besucht uns eine zehnköpfige Delegation aus Polen“, berichtet Bürgermeister Andreas Meinen. Anmeldungen für den Umzug sind bis Montag, 4. September noch über den Heimat­ring oder die Gemeinde Bockhorn möglich. Wünschenswert sind kleine Zugmaschinen. Der Umzug am Samstag beginnt um 14 Uhr in der Hilgenholter Straße und führt auch in diesem Jahr durch die Lange Straße über die Rosenstraße bis zum Klinkerhof. Begleitet wird der Zug von der Freiwilligen Feuerwehr Bockhorn. Die Moderation übernimmt in der Langen Straße Peter Wegener, der die einzelnen Wagen und Teilnehmer vorstellen wird.
Der Markt wird um 16 Uhr vom Bürgermeister mit Freibier für Erwachsene und Freikarten für Kinder offiziell eröffnet. Abends laden DJ Westi und „Promise“ ab 20 Uhr alle Tanzliebhaber zur Party in das Festzelt ein. Am Sonntagmorgen findet um 10 Uhr ein Ökumenischer Marktgottesdienst in der St.-Cosmas-und-Damian-Kirche statt und auch der Flohmarkt Marktplatz/Urwaldstraße/Klinkerhof ist geplant. „Es gibt freie Standwahl und private Anbieter zahlen keine Standgebühr. Das betrifft lediglich gewerbliche Stände“, erläutert Marktmeister Stephan Haaken.
Am Montag findet der Seniorennachmittag mit den Dörpsmus‘kanten und dem Shantychor im Festzelt statt und der Familientag lockt mit „Happy Hour“-Angeboten. Weitere Höhepunkte sind der verkaufsoffene Sonntag von 11 bis 16 Uhr und der Auftritt von United Four und DJ Westi am Montagabend. Zusätzlich öffnet der Verein für Heimatgeschichte der Gemeinde Bockhorn am Sonntag von 13 bis 17 Uhr sein Archiv Kirchstraße/Ecke Gartenstraße mit Bildern aus der Vergangenheit der Gemeinde Bockhorn. Das traditionelle große Höhenfeuerwerk am Montagabend rundet den 69. Bockhorner Markt um 21 Uhr schließlich ab.
Freitag, 08 September 2017 10:03

Turnverein hofft auf eine neue Laufbahn

geschrieben von
Bockhorn. Sanierungsbedarf besteht bei der Laufbahn auf dem Sportplatz an der Hilgenholter Straße. Aus diesem Grund hat der Turnverein Bockhorn die Erneuerung der 400-Meter-Laufbahn beantragt. Die bisherige Fläche besteht aus 300 Meter Rasen sowie 100 Meter Kunststoffbahn. Die jetzige Rundlaufbahn sei holprig, uneben und gefährlich zum Laufen, schreibt der Vorstand des Turnvereins im Antrag an die Gemeinde.
Handlungsbedarf sieht auch der Kreissportbund, der bei einer Begehung der Sportstätten in Bockhorn im Januar die Leichtathletikanlagen als sanierungsbedürftig einstufte, wie es in der Beschlussvorlage der Gemeinde heißt. Nutzer für die erneuerte Lauffläche, die zur Gänze aus Kunststoff bestehen soll, sollen Schule und Vereine sein. Bisher wird die Laufbahn vom Turnverein für die Abnahme der Sportabzeichen sowie für den Schulsport genutzt. In einer ersten Überschlagsrechnung hatte die Gemeinde rund 350.000 Euro an Baukosten ermittelt, abhängig von der Anzahl der Laufbahnen, Untergrundbeschaffung sowie Entsorgung des möglicherweise schadstoffhaltigen Altmaterials, so die Gemeindeverwaltung. Mit dem Antrag beschäftigte sich auch der Schul-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Marktausschuss in seiner jüngsten Sitzung.
Grundsätzlich gebe es verschiedene Fördermöglichkeiten, führte Bürgermeister Andreas Meinen aus. Das Maximum betrage dabei jedoch 100.000 Euro. Eine weitere Überlegung sei, den Landkreis Friesland über den Schulsport in der Angelegenheit miteinzubinden. „Als Gemeinde haben wir noch ganz andere Brocken vor der Brust“, gab Meinen in Bezug auf die Höhe der Kosten zu bedenken. Im Erlebnisbad Bockhorn bestehe beim Babybecken sowie dem Dach aus Eternitplatten aufgrund von Undichtigkeit ebenfalls Handlungsbedarf. Ein Kostenvoranschlag stehe noch aus.
Olaf Nack (UWG) betonte, dass man in Relation zu den Kosten setzen müsse, wieviele Personen die Laufbahn tatsächlich nutzten. „Das wird ganz schön schwer zu stemmen“, so Harald Duttke (FDP). Ein solches Projekt lasse sich nur mit großer Förderung realisieren. Der Ausschuss einigte sich einstimmig darauf, den Antrag zur Kenntnis zu nehmen, im nächsten Schritt sollen Fördermöglichkeiten ermittelt werden.
Freitag, 08 September 2017 09:56

Anwohner fürchten Staub- und Lärmbelastung

geschrieben von
Zetel. Die Liste der Vorwürfe ist lang, die Unzufriedenheit einigen Anwohnern des Gewerbegebiets Roßfelde groß. Stein des Anstoßes ist das Speditionsunternehmen Tönjes, das sich aus Sicht der Anwohner nicht an die gewerblichen Lärmschutzauflagen halten und darüber hinaus den Naturschutz missachten würde.
Weil sie sich von der Gemeinde Zetel und dem Landkreis Friesland allein gelassen fühlen, haben die betroffenen Anwohner inzwischen eine Bürgerinitiative gegründet. Sie wollen verhindern, dass die Spedition mittels aktualisierter Nutzungsänderung die Möglichkeit erhält, künftig in der Werkhalle an Lastwagen TÜV-Prüfungen vornehmen zu lassen. Dafür soll an der Gebäudeseite eine Umfahrung entstehen. Nachts würden Lastwagen gestartet und minutenlang warmlaufen, bei Lackierarbeiten rieche es eindeutig nach Verdünnern, die flackernde Beleuchtung der Außenanlage leuchte die Nachbargrundstücke aus – besonders stößt den Anwohnern das Entfernen der Bäume und des Unterholzes an den Hallenseiten auf. „Mit der Wegnahme der Bäume schauen die Anwohner direkt auf die Halle der Spedition Tönjes, die nur wenige Meter entfernt steht. Sollten Lastwagen direkt am Grundstück vorbeifahren, würden die Grundstücke direkt mit Lärm, Abgasen und Erschütterungen belastet. Neben der massiven Feinstaubbelastung, die dies mit sich bringt, würden die im Bebauungsplan stehenden Obergrenzen für Lärm stark überschritten“, schreibt Angelika Börchers in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. Man habe die Gemeinde und den Landkreis auf die Probleme aufmerksam gemacht, „Reaktionen blieben größtenteils aus“, heißt es weiter in dem Schreiben.
„Die Arbeiten im ,Grünbereich’ sind in einem Ortstermin mit dem Landkreis Friesland abgestimmt worden“, erklärt Bürgermeister Heiner Lauxtermann auf Nachfrage. Die Veränderung resultieren aus der geplanten Umfahrung für Fahrzeuge zur Halle. Bei der Ortsbesichtigung seien die weiteren Vorwürfe nicht bestätigt worden, so Heiner Lauxtermann. Das Speditionsgelände ist ein sogenanntes eingeschränktes Gewerbegebiet (GEe), die Einschränkung bestehe darin, dass Gewerbebetriebe zulässig sind, die das Wohnen nicht wesentlich stören, teilt Mario Atzesdorfer vom Fachbereich Planung, Bauordnung und Gebäudemanagement des Landkreises Friesland mit. Die benachbarte Wohnbebauung liege bereits im Außenbereich und „genieße nicht den Schutzanspruch einer allgemeinen Wohnnutzung“, anders als bei per Bebauungsplan definierten Wohnsiedlungen. Künftig soll ein Wall die Anwohner vor Lärm schützen, ein schalltechnisches Gutachten wird ebenfalls erstellt.
Mittwoch, 23 August 2017 18:16

E-Junioren des BV Bockhorn fahren ins Weserstadion

geschrieben von
Bockhorn. Einen großen Erfolg feierten am vergangenen Wochenende die E-Junioren des BV Bockhorn: Sie gewannen das Qualifikationsturnier für die Finalrunde des EWE-Cups 2017/18 und reisen daher am letzten Heimspieltag des SV Werder nach Bremen, wo der Cupsieger 2018 rund ums Weserstadion ausgespielt wird. Der Bockhorner Nachwuchses lieferte beim Turnier, das auf dem BVB-Gelände an der Hilgenholter Straße stattfand, eine bemerkenswerte Leistung ab. Die Mannschaft von Coach Christian Elbers verlor keines ihrer acht Spiele, erzielte insgesamt 26 Treffer und ließ kein einziges Gegentor zu. Im Finale besiegte das BVB-Team schließlich die Altersgenossen des FC Ohmstede mit 1:0. Strahlend nahmen die BVB-Kicker den Siegerpokal aus der Hand von „Kugelblitz“ Ailton, dem einstigen Torjäger des SV Werder Bremen, entgegen. Neben den beiden Finalisten reist mit der Drittplatzierten JSG Westerloy/Ocholt ein drittes Team zum großen Finaltag nach Bremen.
Freitag, 18 August 2017 09:54

Leitfaden bringt Schönheit der Moore näher

geschrieben von
Broschüre zu Moorwanderungen im Spolsener und Bockhorner Moor
Bockhorn.
In der deutschen Naturlandschaft nehmen sie eine Sonderrolle ein und bilden für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten ein schützendes Habitat. Auch heute haftet dem Lebensraum Moor aufgrund seiner schroffen Lebensbedingungen noch ein romantisch-mystischer Hauch an, insbesondere aufgrund von Schutzmaßnahmen, welche die Moore sich weitgehend selbst entfalten und entwickeln lassen, ohne Einflussnahme durch den Menschen.
Zu diesen geschützten Flächen gehören das Spolsener und Bockhorner Moor. Bei beiden Gebieten handelt es sich um Reste ehemaliger Hochmoore, die durch Torfabbau und Bewirtschaftung stark gelitten haben. Dadurch hat sich nicht nur der Charakter, sondern auch der Lebensraum verändert. Entsprechend arbeiten Naturschutzbehörde und die staatliche Moorverwaltung seit Jahrzehnten an der Renaturierung der Flächen. „In Niedersachsen gibt es kein Moor mehr in seiner ursprünglichen Form. Das macht deutlich, welche Verantwortung wir für diese Gebiete haben“, betont Fachbereichsleiter Armin Tuinmann vom Fachbereich Umwelt.

Spaziergänger können beide Moore auf ausgewiesenen Wanderpfaden ergründen und kennenlernen. Hintergrundwissen mit aktuellen Erkenntnissen aus Forschung und Historie vermittelt dabei die von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland überarbeitete und neu herausgegebene Broschüre zu Moorwanderungen im Spolsener und Bockhorner Moor. Das Heft, an dem sich die Instititutionen „Naturerlebnis Südliches Friesland“, die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven und das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ebenfalls beteiligt haben, fasst auf 40 Seiten nicht nur alle Stationen der Wanderwege zusammen, sondern bietet neben einem Schnellfindesystem aktuelle Luftbilder, Anfahrtswegbeschreibungen zudem einen Text über die Moorschäferei. Über einen QR-Code oder die Webseite ist es außerdem möglich, an einer Umfrage teilzunehmen und somit Rückmeldung über die Inhalte und Verbesserungswünsche mitzuteilen, erklärt Alexander Pelzel von der unteren Naturschutzbehörde. Denkbar sei, in zwei Jahren eine Auflage mit Neuerungen zu drucken.

Bereits für die alte Broschüre habe es viele Nachfragen gegeben, sagt Armin Tuinmann. Die Gemeinden in der Friesischen Wehde hätten das Heft oft angefordert, um es Touristen an die Hand zu geben, weitere Abnehmer sind Schulklassen, die das Heft für den Unterricht nutzen. Zeitgemäß ist die neue Broschüre auch digital erhältlich. Wer die QR-Plaketten an den Moorstationen einliest, wird auf die Webseite mit zusätzlichen Informationen weitergeleitet. „Es gibt sogar einen Geocache“, so Alexander Pelzel.
Die Broschüre ist erhältlich beim Landkreis Friesland, Lindenallee 1, 26441 Jever, Bürgerbüro Zetel, Ohrbült 1, 26340 Zetel und der Gemeinde Bockhorn, Am Markt 1, 26345 Bockhorn. Weitere Informationen und die Broschüre als Download gibt es unter: www.friesland.de/downloads....
Freitag, 23 Juni 2017 13:08

Neues Schlosskonzept soll Besucher anziehen

geschrieben von
Neuenburg. Für das Schloss in Neuenburg soll ein zukunftsfähiges Konzept aufgestellt werden. Darin könnten auch Vorschläge und Ideen von Bürgern fließen. Der Rat stelle sich einen öffentlichen Diskussionsprozess vor, machte Bürgermeister Heiner Lauxtermann kürzlich zu Beginn des Planungsvortrages im Vereenshuus Neuenburg deutlich.
Präsentiert wurde ein erstes Vorkonzept für das historische Gebäude von Uta Müller-Glaßl und Frank Glaßl vom Landschaftsarchitekturbüro Müller-Glaßl und Partner aus Bremen. Dabei wurde deutlich, welche Akribie und Recherche im Vorfeld nötig gewesen war, um die Historie und Veränderung des Schlosses über die Jahrhunderte zu dokumentieren und auszuwerten. Ein besonderer Schwerpunkt bildete dabei die Erfassung der tatsächlichen, heute noch erhaltenen historischen Bestandteile. Starke Veränderungen stellten die Architekten im Gartenbereich fest. So fanden sich Spuren des ehemals außerhalb des Schlosses gelegenen Renaissance-Gartens ebenso wie Wegenetze des vom Hofgärtner Christian Ludwig Bosse 1806 angelegten Bereichs rund um das Schloss. Bei Probegrabungen habe sich außerdem ergeben, dass diese Wegestrukturen unter der Erde größtenteils noch erhalten sind. Auch an vielen anderen Stellen sei die Arbeit Bosses noch erhalten. Städtebaulich, künstlerisch und denkmalhistorisch ergebe sich daraus ein hoher Wert. Die Architekten skizzierten in der Vorplanung vier Bereiche. Darunter fällt der historische Schloss-park, das Museumsdorf, der Park der historischen Technik mit dem Bahnhofsgebäude und der neue Lustgarten im Bereich des Bienenlehrpfades.
Die Insellage des Gebäudes stelle eine Stärke dar, sei jedoch im östlichen und südlichen Bereich von Bebauung freizuhalten, empfahlen die Planer. Dies betreffe den Spielplatz am Wassergraben, ebenso würden die Parkplätze direkt am Schloss entfallen. Um die Exklusivität des Gebäudes zu steigern, wäre zu überlegen, die Brücke zum Museumsareal abzubauen und das Gebäude, wie auf historischen Fotos belegt, wieder mit einem Zaun zu versehen. Die Architekten regten zudem an, den Schlossgang für Fahrzeuge zu sperren. Zu verbessern wäre der Aufgang zur Aussichtsplattform am Schloss. Die derzeitige Treppe sei nicht behindertengerecht und biete keinen barrierefreien Zugang.
Um den Charakter des Gebäudes mit den umliegenden Flächen näher an der Historie anzugliedern, müsse dabei die Vegetation in Betracht gezogen werden. So versperre die Hain-Struktur der Jungbäume an den Seiten die Sicht auf das Umland und andersherum. Eine Entnahme von Bäumen oder Büschen müsse jedoch in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde erfolgen. Dies gelte auch für eine etwaige Verbreiterung der Gräben. Die bisher eher eigenständigen Areale sollten durch einen neuen Weg zwischen Lustgarten und Schloss verbunden werden. „Sie haben hier einen Schatz – das Juwel ist da, es muss nur geschliffen werden“, konstatierte Frank Glaßl zum Abschluss des Vortrags. Allerdings sei eine Konzeptlaufzeit von 20 bis 40 Jahren bei der Umgestaltung historischer Gärten einzurechnen. „Wenn wir uns hier auf den Weg machen wollen, bedeutet das viel Veränderung – das geht nicht von heute auf morgen“, betonte Bürgermeister Heiner Lauxtermann. Die Umsetzung müsse dabei vom Rat und der Bevölkerung getragen werden: „Hier ist politischer und Bürgerwille gefragt.“
Von Seiten der Zuhörer wurde angeregt, bei der Entnahme eines Baumes dafür zwei neue zu pflanzen und vor der Abschaffung der Parkfläche zunächst eine neue auszuweisen. Einig waren sich alle darin, dass die bisherige Situation der „zweiten Reihe“ mittels Neukonzeptionierung aufgebrochen und verbessert werden muss.
Freitag, 16 Juni 2017 10:33

Richtfest beim Pflegebutler

geschrieben von
Neuenburg. Noch deutet der nackte Rohbau in der Graf-Anton-Günther-Straße nicht auf einen Wohnpark hin, aber die Richtkrone schwebt bereits sichtbar über dem Gebäude. Mit einem Richtfest feierte kürzlich das Unternehmen Pflegebutler den Baufortschritt am Standort Neuenburg, der laut Geschäftsführer Heiko Friedrich zum 1. April 2018 eröffnet wird: „Die Übergabe erfolgt am 1. März, dann bleiben noch drei bis vier Wochen für die Möbeleinrichtung.“
In Neuenburg entstehen 32 Appartements, jeweils 30 Quadratmeter groß, plus acht zusätzliche Zimmer für Tagespflegegäste. Das Kostenvolumen beträgt rund 5 Millionen Euro. „Friesland hat den stärksten demografischen Wandel der nächsten zehn Jahre“, erklärt Heiko Friedrich die Motivation, auch im ländlichen Bereich Frieslands das Pflegeangebot auszubauen: „Gleichzeitig wollen wir den Menschen die Möglichkeit geben, auch im Alter im Ort bleiben zu können.“ Am Standort Neuenburg entstünden zudem 35 bis 40 neue Arbeitsplätze, so der Unternehmer.
Anmeldungen für den Wohnpark Neuenburg sind ab jetzt möglich, Anfragen nimmt Einrichtungsleiterin Brit Meyer unter der Telefonnummer 04453/483630 entgegen. Der Wohnpark Bockhorn verfügt über ein Musterzimmer, das besichtigt werden kann.
Seite 1 von 2

Online lesen...

Facebook

Adresse

Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Elisabethstr. 13
Elisabethstr. 13
26316 Varel
26316 Varel

Bürozeiten:

Montag bis Donnerstag:
Montag bis Donnerstag:
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Freitag:
Freitag:
9 bis 12 Uhr
9 bis 12 Uhr