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Einstige Kaserne verschwindet Stück um Stück:

Abriss für neues Waldviertel geht weiter


VAREL
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17.03.2017
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Varel. Rege Bautätigkeit wird in den kommenden Monaten auf dem Gelände der früheren Friesland-Kaserne einsetzen: Gleich mehrere Projekte, die auf dem einst insgesamt rund 34 Hektar großen Areal geplant sind, haben inzwischen Baureifer erreicht oder stehen kurz davor.

Das frühere Militärgelände wird bekanntlich nunmehr in eine vielfältige zivile Nachnutzung überführt, nachdem die Stadt Varel seinerzeit einen Großteil der Flächen angekauft hatte. Entstehen werden unter anderem weitere Gewerbeflächen in Anbindung an den Gewerbe- und Logistikport im Norden, ein Wohnbaugebiet ganz im Osten des Geländes sowie ein Kindergarten, ein Hospizneubau und eine neue Heimstatt für den Vareler Stadtbetrieb.  
Letztgenannte soll ganz im Südwesten des Geländes entstehen, vorhandene Fahrzeughalle können weiter genutzt werden. Es ist ferner ein Neubau in Anschluss an eines der Gebäude vorgesehen. Direkt neben dem künftigen Betriebshof soll darüber hinaus die Möglichkeit zur Errichtung eines Funkmastturmes geschaffen werden. Auf Wunsch des Investors ist dafür die maximal zulässige Bauhöhe auf 55 Meter erweitert worden.    

Neuer Kindergarten im ‚Waldviertel‘
Sowohl für den neuen Stadtbetrieb als auch für den geplanten Kindergarten einen Steinwurf weiter östlich hat eine erste Auslegung des jeweiligen Bebauungsplans stattgefunden, nennenswerte Eingaben dazu hat es nicht gegeben. Es werden bei beiden Vorhaben kaum Belange Dritter berührt, so ist die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes im Grunde nur eine Formsache. Für die mögliche Ausgestaltung des geplanten Kindergartens im Herzen des neu enstehenden Stadtteils, für den Architekt Johann Boner einst den Begriff „Waldviertel“ geprägt hatte, wurden unterdessen verschiedene Vorschläge von fünf Architekturbüros im Bauauschuss vorgestellt. Möglichst bis Mitte April soll der Auftrag zur konkreten Planung dann gleich beider neuer Kindergärten – ein weiterer muss in Büppel gebaut werden – an eines der fünf interessierten Büros vergeben werden. Entgegen der bisherigen Planung soll in diesem Jahr zunächst mit dem Bau der neuen Kita auf dem Kasernengelände begonnen werden, im nächsten Jahr soll dann der in Büppel folgen. Nur wenn die Planung nun rasch angeschoben werde sei gewährleistet, dass ein Neubau mit Platz für mindestens drei Gruppen zeitgerecht bis Sommer 2018 fertiggestellt werden kann, und das unabhängig von der gewünschten Bauweise, betonte Fachbereichsleiter Jörg Kreikenbohm.  

Bereits einen Schritt weiter ist die Planung sowohl für das stationäre Hospiz als auch für die vorgesehene Gewerbefläche im nördlichen Bereich der ehemaligen Frieslandkaserne. Hier plant bekanntlich die Papier- und Kartonfabrik Lagerhallen zu errichten und Teile der Betriebslogistik aus dem Werk zu verlagern. Für beide Bebauungspläne steht nunmehr nur noch der formelle Satzungsbeschluss durch den Stadtrat aus, dann können in Kürze Bauanträge eingereicht werden. Die Planverfahren waren in eine zweite öffentliche Auslegung gegangen, weil die Festsetzung der erlaubten Vollgeschosse verändert worden war.

Unterdessen hat die IDB, ein Tochterunternehmen der LzO,  mit dem Abriss der Gebäude im östlichen Teil der einstigen Kaserne begonnen: Hier sollen demnächst neue Einfamilien-, Doppel- und  Mehrfamilienhäuser mit bis zu sechs Wohneinheiten gebaut werden. Es müssen zunächst alle vorhandenen Gebäude abgetragen werden, bevor in der zweiten Jahreshälfte 2017 mit der Erschließung des Neubaugebietes begonnen werden kann. Mit der  Vermarktung der stadtnah gelegenen Grundstücke will die Sparkasse zur Jahresmitte 2017 beginnen. Die Bauarbeiten für die neuen Wohnhäuser in dieser attraktiven Wohnlage könnten voraussichtlich Anfang kommenden Jahres starten. Die vorgesehene Erschließungsplanung für das Baugebiet auf der ehemaligen Frieslandkaserne, das direkt an die vorhandene Wohnbebauung nördlich des Steinbrückenwegs anschließen wird, soll im Bau- und Straßenausschuss am kommenden Montag, 20. März, vorgestellt werden.


Autor: Michael Tietz



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