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Zeteler Rat möchte keine Alternativen zur Standortfrage diskutieren

Feuerwehrhaus kommt auf den Markthamm


ZETEL
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31.12.2016
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Zetel. Mit 15 gegen 13 Stimmen hat der Zeteler Gemeinderat auf seiner Dezember-Sitzung  den Antrag der UWG-Fraktion abgelehnt, Alternativen für den Standort des neuen Feuerwehrhauses in Zetel zu prüfen.

Die Vergabe der Planung für das Haus an das Architekturbüro Hartmut Kapels erfolgte im Verwaltungsausschuss, zuvor  waren die Pläne im Fachausschuss diskutiert und mehrheitlich befürwortet worden. Das Gebäude soll auf dem Grundstück hinter dem alten Feuerwehrhaus auf dem Markthamm stehen und 2018 fertig sein. Die Kosten dafür sind im Gemeinde-Haushalt 2017 festgeschrieben.
„Wenn man einen Bau plant, dann weiß man auch, wohin man  das Haus stellt“, so Bürgermeister Heiner Lauxtermann dazu, „der Markthamm ist ein sehr geeigneter Ort dafür – dieser Meinung sind auch die Verantwortlichen in der aktiven Zeteler Feuerwehr.“ Berücksichtigung habe selbstverständlich die Zeit des Zeteler Marktes gefunden, in der die Zufahrt von der Bohlenberger Straße aus erfolge.  „Auch das ist nach Auskunft der Führungskräfte in der Feuerwehr hinnehmbar und machbar. Sie bitten die Gemeinde, in diesem Sinne weiterzuplanen.“

Heiner Haesihus (UWG) bezweifelt, dass das vorgesehene Grundstück von 4.000 Quadratnern groß genug ist: „Nötig sind  5.000 Quadratmeter“, meint er, und hegt weiterhin Bedenken wegen der 80 Meter langen Zufahrt während des Zeteler Marktes: „Sie ist zu schmal für Begegungsverkehre, die hier im   Einsatzfall unvermeidlich sind. Die Gemeinde ist schließlich auch für die Sicherheit der Feuerwehrleute zuständig. Und der Brandschutzbedarfsplan schließt einen anderen Standort nicht aus.“
Diesen Argumenten schloss sich Jörg Mondorf für die CDU an. „Wir hätten uns gewünscht, dass die Standortfrage in den Fachausschüssen beraten wird.“ Und Wilhelm Wilken (Bündnis 90/Die Grünen) betonte: „Es gibt keinen klaren Beschluss für den Standort.“
Heinrich Meyer (SPD): „Wir haben im Wirtschaftsausschuss ausgiebig diskutiert, es gibt keine neuen Aspekte, wir halten an der Planung fest.“

„Sehr unglücklich“ ist Bürgermeister Heiner Lauxtermann über einen Bescheid des Landkreises, wie er auf der Ratsssitzung mitteilte.
 Der Kreis hat als zuständige Genehmigungsbehörde den Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung der Sandabbauflächen in Bohlenbergerfeld  gefasst. Die Gemeinde Zetel ist hier nur als Träger öffentlicher Belange beteiligt und hat in einer umfangreichen Stellungnahme ihre Bedenken dazu geäußert.
Aufgrund der massiven Ablehnung, auch aus der Bevölkerung, hatte der Antragsteller Thilo von Cölln (Kiesgrube Bohlenbergerfeld GmbH und Co. KG.) die ursprünglich geplante  Erweiterung um drei Abbauflächen auf zwei Flächen reduziert. Diese liegen schräg gegenüber des aktuellen Abbaugebietes direkt an der B 437.  
Der Planfeststellungsbeschluss wird in der Zeit vom 2. bis 16. Januar öffentlich ausgelegt und kann beim Landkreis unter www.friesland.de eingesehen werden.

Autor: Jutta Fink



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