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Infotafel erinnert an berühmte Sopranistin:

„Hildegard Behrens war ohne Frage ein Weltstar“


VAREL
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17.02.2017
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Varel. Leider hat sie ihren 80. Geburtstag nicht mehr erlebt: Hildegard Behrens war eine Künstlerin, die international Bekanntheit und Wertschätzung genossen hat. Am 9. Februar hätte sie Geburtstag gehabt,  und auch aus diesem Anlass wird künftig dauerhaft eine Ehrentafel an die 1937 in Varel geboren Künstlerin erinnern. Die erfolgreiche Opernsängerin starb im August 2009 im Alter von 72 Jahren während einer Konzertreise in Japan. Direkt an ihrem Geburtshaus Moltkestraße 5/Ecke Parkstraße gibt die neue Tafel nun Hinweise auf das Wirken der Sopranistin.

Hans-Georg Buchtmann und Hans Sauer vom Vareler Heimatverein stellten die mit Unterstützung durch die Stadt Varel errichtete Tafel jetzt im Beisein von Dr. Dietrich Behrens jun., dem Bruder von Hildegard Behrens, seiner Ehefrau Dr. Elga Behrens und der ehemaligen Schulkameradinnen Karin Klostermann und Inge Golibersuch der Öffentlichkeit vor.
Neben dem knapp gehaltenen Text gibt es mittels eines QR-Codes weitere vertiefende Informationen. Der Code wird in Kürze freigeschaltet. Hans-Georg Buchtmann erinnert: „Wir freuen uns, eine der bedeutendsten Varelerinnen heute ehren zu können. Hildegard Behrens war ohne Frage ein Weltstar.“
Hans Sauer hatte umfangreiche Recherchen durchgeführt und dabei viele Zeitzeugen befragt: „Als Hildegard Behrens 1957 aus Varel wegzog, hat sie nicht daran gedacht, einmal Sängerin zu werden. Das musikalische Rüstzeug dafür hat sie aber schon hier in ihrem Elternhaus mitbekommen.“ Er empfahl, noch heute erhältliche Aufnahmen aus dem Jahre 1977 aus der Titelrolle in „Salome“ oder aus Alban Bergs Oper „Wozzeck“ (in den achtziger Jahren) um sich an die Künstlerin zu erinnern.

Im Herbst plant zudem der Verein KuWi einen Liederabend mit Wiebke Lehmkuhl, die bei der Eröffnungsfeier der Elbphilharmonie auftrat. Sie wird  dabei auch Kompositionen präsentieren, die an Hildegard Behrens erinnern. „Quasi ein verspätetes Geburtstagsgeschenk, das an diese unglaublich schöne Stimme erinnern wird“, freut sich Hans Sauer.
Die ehemaligen Mitschülerinnen Karin Klostermann und Inge Golibersuch haben die Künstlerin als ganz normale Mitschülerin erlebt: „Sie war eine von uns“. Ein letztes Treffen gab es im Jahre 1986. Beide wünschten sich, dass demnächst auch eine Straße nach Hildegard Behrens benannt werden sollte.
Ein wichtiger Förderer der Künstlerin war Herbert von Karajan und schließlich brillierte sie mit Rollen in Opern von Richard Wagner. Hinzu kamen gefeierte Auftritte in „La Bôheme“, „Turandot“ und „Tosca“. In Salzburg schaffte sie den Durchbruch in die absolute Weltspitze, es folgten Verpflichtungen an allen großen Opernbühnen der Welt, von der Metropolitan Opera in New York über die Wiener Staatsoper bis zum Festspielhaus Bayreuth.
Ihre letzte Ruhestätte fand Hildegard Behrens in der Heimat, auf dem Vareler Friedhof. 

Autor: Anke Kück



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