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Batterieprojekt in Varel geplant

Japaner investieren 24 Millionen in Energiespeicher


VAREL
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17.03.2017
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Varel.
Elektrische Energie zu speichern, das ist eine der zentralen Herausforderungen im Zusammenhang mit der viel beschworenen Energiewende: Längst kann gerade der Nordwesten mit vielen Windenergie- und Photovoltaikanlagen einen Großteil der benötigten Energie selbst produzieren. Doch diese Energie vorzuhalten, das ist nach wie vor ein Problem.  
Im Zuge des Energie-Projekts Enera, mit dem durch den Einsatz intelligenter Technologien das E-Netz zukunftsfähig um- und ausgebaut werden soll, wird nun ein Vorzeigeprojekt in Varel geplant: Ein japanisches Firmenkonsortium wird am Umspannwerk in Varel einen Hybridgroßspeicher errichten und dann in Partnerschaft mit dem Oldenburger Energieversorger EWE betreiben. Die Investitionssumme, gefördert von der staatlichen, japanischen Wirtschaftsförderorganisation NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Organization) liegt bei 24 Millionen Euro. Das teilte das Niedersächsische Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. „Das Land Niedersachsen kann sich über eine außergewöhnliche Investitionsentscheidung in Friesland freuen“, so Wirtschaftsminister Olaf Lies.

Der Batteriespeicher werde fast so groß sein wie ein Fußballfeld. Systeme wie diese dienen dazu, in Zeiten der Erneuerbaren Energien mit schwankender Einspeisung die Stabilität der Stromversorgung abzusichern.
Olaf Lies erklärt dazu: „Japan ist dieses Jahr das Partnerland der weltgrößten Computermesse CeBIT. Insofern passt die aktuelle Investitionsentscheidung wunderbar ins Bild. Es geht hier um das Gelingen der Energiewende, um intelligente Stromnetze, also um die Zukunft der Energieversorgung. Eine schönere Entscheidung des CeBIT-Partners für uns Niedersachsen kann ich mir als Wirtschaftsminister gar nicht vorstellen – wobei wir als Windenergieland Nummer eins für ein solches Referenzprojekt natürlich auch ein idealer Standort sind.“

An diesem Sonntag, 19. März, wird Minister Lies kurz vor Eröffnung der Cebit in Hannover zusammen mit Vertretern der EWE-Beteiligungsgesellschaft und der japanischen NEDO eine Absichtserklärung für das Projekt unterzeichnen.
Das Enera-Netzwerk wurde von der EWE initiiert, es besteht unter anderem aus Unternehmen und Instituten wie ENERCON, TenneT, Avacon, SAP, Siemens oder Offis sowie politischen Akteuren aus der Modellregion, darunter der Landkreis Friesland.

Autor: Michael Tietz



Leserkommentare

2 Kommentare | Erstelle einen Kommentar

Axel Lange 21.03.2017 10:44
Viel heißer Dampf um wenig. So wird schon von einem "transnationalen Leuchtturmprojekt" für die Energiewende gesprochen. Interessant wird es doch erst, wenn klar wird, wir hoch die Investitionen pro installiertem KW und die Erzeugungskosten pro KWh mit diesem System sind - auf Vollkostenbasis. Dann wird sich dieses Projekt als das herausstellen, was es ist: Ein potemkinsches Dorf der letzten Verteidiger der gescheiterten Energiewende. Antworten

Peter Würdig 21.03.2017 12:25
Stimmt, vollkommen richtig.
Auffallend ist auch, dass die wichtigsten Zahlen fehlen (oder verschwiegen werden ?), wie groß ist denn die Kapazität dieser Speicher, und was kosten die insgesamt ?
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