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Friesische Wehde

Freitag, 20 April 2018 11:55

Gemeinden unterzeichnen Pachtvertrag

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Bockhorn/Zetel. Die Bahntrasse von Bockhorn nach Zetel wird von vielen Radfahrern in der Wehde genutzt. Damit die Strecke insgesamt sicherer zu befahren und zudem für Menschen mit Behinderungen barrierefrei genutzt werden kann, haben die Gemeinden Zetel und Bockhorn noch für dieses Jahr den Ausbau nebst Verbreiterung der Wege beschlossen (wir berichteten).
Die Bahntrasse ist Eigentum des Landkreises Friesland. Die nötigen Pachtverträge haben nun kürzlich im Kreishaus in Jever die Bürgermeister Andreas Meinen (Bockhorn, links) sowie Heiner Lauxtermann (Zetel, rechts) nebst Frieslands Landrat Sven Ambrosy unterzeichnet. Die Verträge sind 25 Jahre gültig.
Die Radwegeabschnitte zwischen Bockhorn und Zetel sind 2009/2010 erstellt worden und betragen 2,5 Kilometer (Abschnitt Zetel-Neuenburg) und 3,3 Kilometer (Abschnitt Zetel-Bockhorn). Die Gesamtkosten für beiden Strecken liegen bei rund 270.000 Euro. Im Vorfeld ist vom Leader-Programm „Südliches Friesland“ eine Förderung in Höhe von 70 Prozent bewilligt worden, beide Gemeinden haben beim Landkreis Friesland zusätzlich einen Förderantrag in Höhe von 30 Prozent für die nicht gedeckten Kosten gestellt.
Freitag, 20 April 2018 11:52

„Unsere Tür ist für Jedermann offen“

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Zetel. Die vormals im Gebäude befindliche Traditionsgaststätte Janssen an der Hauptstraße 7 ist längst Geschichte – aber das Haus selbst erfüllt noch heute einen gastlichen Zweck. Für viele Zeteler und auch auswärtige Besucher ist das Mehrgenerationenhaus (MGH) ein fester Anlaufpunkt im Alltag. Im Zeteler Kaffeehaus, dem offenen Café des Mehrgenerationenhauses, kommen Alt und Jung zusammen, wird geklönt oder in Gruppen gearbeitet. Es finden Flohmärkte statt, es gibt Angebote für Kinder und einen Bürgermeisterstammtisch. Frühaufsteher und Schüler können hier sogar Frühstück und Mittagessen bekommen. Kurzum: Das MGH ist eine Begegnungsstätte für Jedermann.
„Ganz am Anfang wussten viele nicht, dass es hier so ein Angebot gibt“, erzählt Kerstin von Zabiensky. Das war vor rund sechs Jahren, heute ist das Angebot auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Kerstin von Zabiensky ist Leiterin im MGH und koordiniert nicht nur die anfallende Arbeit, sondern ist als ständiges Bindeglied zwischen den Gruppen im MGH und Besuchern immer in Bewegung. „Die Nachfrage nach den Angeboten im Haus steigt stetig, viele suchen ein freies Plätzchen für sich“, erklärt die Leiterin den Erfolg der Einrichtung. Ein weiterer Grund: Im Zeteler Kaffeehaus geht alles etwas gemütlicher zu: „Das Café ist ein offener Treff, es gibt keinen Verzehrzwang.“ Wohnen tue hier allerdings keiner – „auch wenn die Frage oft aufkommt“, sagt Kerstin von Zabiensky mit einem Lachen. Für sie ist das Mehrgenerationenhaus fast wie ein zweites Zuhause. Das Miteinander möchte sie nicht missen. „Alle, die zu uns kommen, egal ob Besucher oder Mitarbeiter, sind auf ihre Art sehr liebenswert“, sagt Kerstin von Zabiensky.
Um die Gäste des Kaffeehauses kümmern sich ehrenamtliche Mitarbeiter. Als Leiterin packe sie auch mal selbst mit in der Küche an, wenn Not am Mann ist. „Wir sind immer auf der Suche, Ehrenamtliche sind bei uns etwas knapp“, gibt Kerstin von Zabiensky zu bedenken. Was die Mitarbeiter im Alltag bewerkstelligen, sei eine große Leistung: „Das kann man nicht genug honorieren.“ Der Grundgedanke der Freiwilligkeit spiegelt sich auch in der im MGH untergebrachten Ehrenamtsbörse wieder: „Wer sich als Freiwilliger einbringen möchte, kann sich bei mir melden, direkt vor Ort oder telefonisch.“ Die Börse funktioniert dabei in beide Richtungen: Vereine oder Gruppen, die Hilfe brauchen, können ein Gesuch ebenso aufgeben wie Bürger, die sich in bestimmten Bereichen einbringen möchten.
In Zetel ist das MGH nicht mehr wegzudenken. Im vergangenen Jahr hat die Einrichtung ihr fünfjähriges Bestehen gefeiert. Das Grundkonzept der Einrichtung ist von Tag Eins an übrigens unverändert geblieben. „Unsere Tür ist für Jedermann offen“, fasst Kerstin von Zabiensky zusammen.

Übrigens: Zum 1. August sucht das Mehrgenerationenhaus noch einen Bundesfreiwilligendienstler. Das Aufgabengebiet umfasst dabei Service, Kontaktpflege zu den Gästen, die Betreuung der sozialen Netzwerkseite, Einkaufsplanung und Unterstützung der Ehrenamtlichen sowie der Leitung.
Freitag, 20 April 2018 11:46

Eine Grabanlage mit Gartencharakter

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Zetel. Bisher ist die rechte Seite neben dem Lutherbaum auf dem Friedhof an der Bohlenberger Straße noch leer, lediglich ein kleiner Fußpfad verläuft auf der Grünfläche. Dort sollen noch in diesem Jahr 25 neue Grabplätze entstehen. Pro Platz wird dann sowohl eine Sarg-, als auch eine Urnenbestattung möglich sein.
Mit der neuen Anlage reagiert die Kirchengemeinde auf Veränderungen in der Bestattungskultur. „Es gibt Paare, bei denen nur einer erdbestattet werden möchte, während der andere sich eine Feuerbestattung wünscht“, sagt Pastorin Sabine Indorf. Das habe mitunter ethische oder weltanschauliche Gründe. Ein weiterer Vorteil der Gemeinschaftsanlage ist, dass der alte und neue Teil des Friedhofs an dieser Stelle künftig optisch stärker verbunden wird. „Wir bekommen immer mal wieder die Frage gestellt, warum die Gräber hier so allein stehen“, erzählt Sabine Indorf. Dieses Problem wird mit den neuen Grabplätzen gelöst.
Ähnlich wie bei der Urnengemeinschaftsanlage wird es eine Stele für Gedenkplaketten geben, sowie Sitzgelegenheiten und einen barrierefreien Zugang für Rollatoren und Rollstuhlfahrer (siehe Grafik). „Die Fläche bekommt einen Gartencharakter“, erläutert Nina Brokmann von der Friedhofsverwaltung. Die Planung und Gestaltung der Fläche geht auf ihre Entwürfe zurück: „Wenn letztlich alle Plätze belegt sind, wird nicht mehr das einzelne Grab zu erkennen sein.“ Das Areal wird eingefasst von einem handgeschmiedeten Zaun.
Die Pflege der Anlage wird durch den Friedhofsgärtner ganzjährig sichergestellt und ist jeweils in die Liegegebühr einkalkuliert. „Es wird immer etwas blühen, niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er einen Besuch des Friedhofs mal nicht einplanen kann“, sagt Sabine Indorf. Die Anlage soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden, so Detlef Kant, Vorsitzender im Ausschuss für Friedhof und Ländereien. Die Kosten für die Gemeinschaftsanlage liegen bei rund 40.000 Euro. „Das Geld kommt aus dem Friedhofsetat. Die Kirchengemeinde geht damit in Vorleistung“, berichtet Pastorin Sabine Indorf. Weil es sich bei dem Friedhof an der Bohlenberger Straße nicht um einen Defizitfriedhof handele, seien solche Projekte in dieser Größenordnung überhaupt möglich.

Weitere Informationen zu den Grabplätzen erteilt Nina Brokmann von der Friedhofsverwaltung montags von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 11 Uhr unter ☎ 04453/2033.
Die Polizei nahm den Mann fest. In Zetel verunglückte am Montag eine E-Bikefahrerin schwer.

Bockhorn/Zetel.
Am Wochenende konnte die Polizei in Bockhorn einen mutmaßlichen Einbrecher festnehmen, seit dem Samstag, 7. April, sitzt der 33-jährige Mann in Untersuchungshaft. Der Mann aus Varel hatte nach Polizeiangaben offenbar zum wiederholten Mal in einem Bockhorner Geschäft versucht, zuvor entwendeten Schmuck zu verkaufen.
Das wiederholte Angebot war dem Geschäftsinhaber verdächtig vorgekommen, so hatte er kurzerhand die Polizei informiert. Beim Polizeikommissariat in Varel ging dann kurz darauf der Hinweis auf einen Wohnungseinbruch in der Bockhorner Ulmenstraße ein. "Bei diesem Einbruch wurde auch Schmuck entwendet", erklärt Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, "so ergab ein Puzzlestein das nächste und der vermeintliche Schmuckverkäufer geriet sofort in den Fokus der Ermittler."
Bei den sich anschließenden Ermittlungsmaßnahmen konnte das im Geschäft sichergestellte Diebesgut schließlich dem vorangegangenen Einbruch in Bockhorn zugeordnet werden, der 33-Jährige wurde von den Polizeibeamten noch im Geschäft vorläufig festgenommen. Bei der Vernehmung gab der aus Varel kommende mutmaßliche Täter noch weitere Diebstähle, etwa in einer Altenwohnanlage in der Osterstraße und in einem Altenwohnheim in Büppel, zu.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wollte der Mann mit den Taten seine Spielsucht finanzieren. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg beantragte schließlich Haftbefehl, die Ermittlungen dauern an.

Einen schweren Unfall meldete die Polizei aus Zetel: Am Montag, 9. April, kam es demnach in der Bahnhofstraße in Zetel zu einem Zusammenstoß zwischen einem E-Bike und einem Pkw. Eine 56-jährige Frau war mit ihrem E-Bike auf dem Fuß-und Radweg an der Bahnhofstraße in Richtung Ohrbült unterwegs, nach Polizeiangaben allerdings entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Die Fahrerein eines Citroen bog in diesem Moment mit ihrem Auto vom Grundstück eines Verbrauchermarktes auf die Bahnhofstraße ab, dabei übersah sie die von rechts kommende Radfahrerin, es kam zum Zusammenstoß. Die E-Bike-Fahrerin stürzte auf die Fahrbahn und erlitt schwere Verletzungen am Fuß. Sie wurde vom Notarzt des Rettungshubschraubers erstversorgt und dann ins Klinikum nach Wilhelmshaven gebracht.

Freitag, 06 April 2018 12:08

Aus der Grünfläche wird ein Erlebnisbereich

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Finanzierung für Umgestaltung des Schulmuseum-Gartens in Bohlenbergerfeld steht

Bohlenbergerfeld. Viel Grün, dazu dominieren gepflegte Büsche und Bäume das Grundstück um das Schulmuseum in Bohlenbergerfeld. Nun soll die Gartenfläche der Einrichtung nicht nur eine optische, sondern auch in punkto Benutzung deutliche Aufwertung erfahren. Der Förderverein des Schulmuseums hat konkrete Pläne – aus der Grünfläche soll ein Erlebnisbereich werden.
Nun steht die Finanzierung für das mit rund 60.000 Euro an Kosten veranschlagte Projekt – anteilige Unterstützung kommt dabei vom Leader-Programm „Südliches Friesland“ (27.510 Euro) und vom Landkreis Friesland (8250 Euro). Die restliche Summe von 24.240 Euro trägt die Gemeinde Zetel. „Wir sind dabei allerdings auch auf Unterstützung außerhalb der Förderung angewiesen“, betonte Bernd Hoinke vom Förderverein jüngst während der Bescheid­übergabe im Schulmuseum. Ohne viel ehrenamtliche Arbeit von Seiten der Dorfgemeinschaft und dem Förderverein lasse sich ein solches Unterfangen nicht realisieren.
Im hinteren Gartenbereich soll ein großer Pavillon entstehen, der unter anderem als Konzertbühne und Aufenthaltsgelegenheit für Schulklassen genutzt werden soll. Rund 30.000 Euro sind für die Errichtung des Pavillons einkalkuliert. Der Außenbereich werde gut genutzt, so Hoinke, zahlreiche Gäste kämen zu großen Veranstaltungen wie Weihnachtsgrillen oder den Himmelfahrtskonzerten. Denkbar sei auch, Patenschaften für das Areal einzuführen, erklärte Hoinke: „Wir wollen den Besuchern ein schlüssiges Erlebnis bieten, müssen aber aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln und sich der Aufwand des Gartens nicht mehr händeln lässt. Das Ehrenamt dürfen wir nicht überstrapazieren.“
Geplant ist, dass der Erlebnisbereich zur Saisoneröffnung 2019 fertiggestellt ist, der Beginn der Arbeiten ist für den Herbst angesetzt.
Freitag, 06 April 2018 12:00

Bockhorner Spielplätze kommen auf den Prüfstand

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Bockhorn. Die Lebensräume für Insekten sind über die Jahre immer kleiner geworden, Versiegelung und die wirtschaftliche Nutzung ökologischer Nischen hat zu diesem Phänomen beigetragen. Die Folgen davon sind heute deutlich sichtbar: weniger Insekten und ein Rückgang der Artenvielfalt insgesamt. Welche Möglichkeiten bestehen, dieser Entwicklung zu begegnen, war Thema im jüngsten Bau, Plan- und Umweltausschuss der Gemeinde Bockhorn.
Dr. Tatjana Hoppe vom Ammerländer Landvolk stellte anhand des Ammerländer Blühstreifenprojekts eine Möglichkeit vor. Dem Projekt gehören neben dem Landvolk Kreis und Gemeinden sowie Jägerschaft, Schulen und Imker an. „Das Ziel ist, mehr Lebensräume für Insekten zu schaffen und für das Thema zu sensibilisieren“, fasste Dr. Tatjana Hoppe zusammen. Zum Einsatz kommt dabei eine spezielle Mischung aus Wild- und Kulturpflanzen, die an Fel­dern und Wegerändern sowie auf Grünflächen und Verkehrsinseln ausgebracht wird. Neben der ästhetischen Aufwertung von Flächen geht es auch um die Imageverbesserung der Landwirte. Die Skepsis sei beim Projektstart 2009 durchaus groß gewesen, berichtete Dr. Tatjana Hoppe. Sechs Landwirte nahmen damals mit einer Blühfläche von 1,2 Hektar teil, 2017 waren es 30 Landwirte mit 13,4 Hektar. „Die Rückmeldungen sind positiv und viele Landwirte verzichten inzwischen auf Entschädigung für die zur Verfügung gestellten Flächen.“ Möglichkeiten für eine Förderung bestehen auch. Allerdings habe das Projekt auch seine Grenzen, so Hoppe. Das Problem in der Landwirtschaft sei, das für die Bewirtschaftung jede Fläche genutzt werden müsse, sodass nicht immer ein Bereich als Blühstreifen zur Verfügung gestellt werden kann. Ein weiteres Problem ist aus Sicht der Referentin die Versiegelung von Boden: „In Niedersachsen sind es täglich neun Hektar.“
„Jeder kann in seinem Bereich etwas tun, auch wenn es nur die Blumenkästen am Balkon sind“, appellierte Dr. Tatjana Hoppe. Rolf Scherer (Gruppe FDP/Scherer) ergänzte: „Bei diesem Thema gibt es wie in jeder anderen Gemeinde Handlungsbedarf. Keiner kann sich zurücklehnen und annehmen, dass jemand anderes das übernimmt.“ Das Ökosystem sei in Gefahr, mahnte Rolf Scherer: „Es geht darum dieses Bewusstsein bei den Bürgern zu wecken und aufzuklären. Jeder kann in seinem Einzugsgebiet etwas dazu beitragen.“ Für Diskussion sorgte im Anschluss der Antrag der Gruppe Grüne/Linke auf Überprüfung der Spielplätze innerhalb der Gemeinde. Laut Bürgermeister Andreas Meinen ist 2017 bei einer Begehung bereits festgestellt worden, das einige Geräte nicht mehr den geltenden Standards entsprechen. Deshalb seien die Geräte demontiert oder Plätze abgesperrt worden. Dies betrifft unter anderem Plätze in Osterforde, Bockhornerfeld und dem Bockhorner Neubaugebiet. Für Unterhaltung und Anschaffung neuer Spielgeräte hat die Gemeinde rund 130.000 Euro für 2018 eingeplant.
Als Entscheidungshilfe, welche Spielplätze beibehalten, aufgewertet oder aufgegeben werden sollen, hat die Gemeinde einen Fragebogen für Kinder von fünf bis elf Jahren erstellt, der in den Grundschulen verteilt wird. Sollten Spielplätze aufgegeben werden, sollten diese nicht sofort als Baugrundstücke vergeben werden, schlug Christa Hoppenheit (UWG) vor. So bleibe die Chance bestehen, später erneut einen Spielplatz einzurichten, wenn der Bedarf sich dafür ergeben sollte. Von den Eltern gab es Kritik an der Vorgehensweise beim Abbau der Geräte. So sei im Vorfeld nicht kommuniziert worden, dass die teils von den Anwohnern geschaffenen Spielgeräte vom Bauhof mitgenommen würden.
Zuletzt beschäftigte sich der Ausschuss mit dem geplanten Naturschutzgebiet „Neuenburger Holz“. Gegen die vom Landkreis Friesland erstellte Verordnung gebe es von Seiten der Gemeinde keine Einwände. Einwohner Klaus Böttcher monierte, dass die neue Verordnung den Schutz des Neuenburger Urwalds nicht mehr gewährleiste. Mit der neuen Regelung würden auch Eingriffe in den Urwald legitimiert, obwohl dieser einen besonderen Schutzstatus genieße. Zudem gehe die Bezeichnung „Neuenburger Urwald“ in der neuen Verordnung in dem Begriff „Neuenburger Holz“ auf.
Donnerstag, 29 März 2018 14:22

Ein kulturelles Kleinod der Wehderegion

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40 Jahre Nordwestdeutsches Schulmuseum Bohlenbergerfeld – Festakt und neue Kabinettsausstellung

Zetel. Mit einem kleinen Empfang und Musik der Gruppe „Dreybartlang“ ist am vergangenen Samstag mit vielen ehemaligen Schülern, Interessierten, Freunden des Hauses und Vertretern aus Wirtschaft, Kirche und Politik, das 40-jährige Bestehen des Schulmuseums Bohlenbergerfeld gefeiert worden. Wie sehr auch die Nachbarn mit „ihrem Haus“ verbunden sind, zeigte nicht nur der gebundene Kranz über der Eingangstür, sondern auch Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann dankte den vielen Ehrenamtlichen, die mit dem Schulmuseum ein „kulturelles Kleinod“ geschaffen haben.
Er überbrachte herzliche Glückwünsche von Rat und Verwaltung und betonte: „Die Gemeinde Zetel ist sich ihrer Verantwortung dem Nordwestdeutschen Schulmuseum gegenüber bewusst.“ Prof. Dr. Antje Sander, fachliche Museumsleitung und Leiterin des Schlossmuseums Jever, unterstrich ebenfalls die Einmaligkeit des Hauses: „Das Schulmuseum ist weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Hier befindet sich nicht nur eine der bedeutendsten schulgeschichtlichen Sammlungen, sondern auch eine attraktive Ausstellung.“ Sie wies gleichzeitig auf die Kernaufgaben der musealen Arbeit hin: „Es braucht viele Hände, Zusammenarbeit ist das Zauberwort. Der Erfolg durch Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Verbänden, mit den Nachbarn und den vielen Ehrenamtlichen zeigt es.“
Bernd Pauluschke als Vertreter der Oldenburgischen Landschaft berichtete vom Aufbau des Schulmuseums, den er von Anfang an miterlebt hat: „Ich war damals Rektor an der Schule in Zetel und Bodo Wacker der Konrektor. Eines Tages wurden meine Frau und ich zum Tee eingeladen und Bodo präsentierte seinen selbstgebauten historischen Klassenraum um 1900. Wir konnten erst noch nicht viel mit dem ,Puppenkram‘ anfangen. Die tatsächliche Bedeutung wurde uns erst nach und nach klar.“
Geschäftsführerin Heike Ahlborn wies auf die Kabinettsausstellung zum 40-jährigen Bestehen hin: „Die Highlights vergangener Ausstellungen und Aktionen sind hier noch einmal zusammengetragen.“
Die Saison im Schulmuseum beginnt am 1. April und endet am 31. Oktober, die Öffnungszeiten sind samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr. Geöffnet ist zu dieser Zeit auch das Museumscafé.
Donnerstag, 29 März 2018 14:15

Selbst etwas erarbeiten und mit anderen teilen

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Die IGS Friesland-Süd Zetel bietet in diesem Jahr die Möglichkeit eines Freiwilligen Ökologischen Jahres

Zetel. Eigenständig etwas auf die Beine stellen, andere motivieren, sich selbst besser kennenlernen – allesamt Fähigkeiten, die sich später in Beruf und Studium als nützlich erweisen können, wenn es um die Bewertung der eigenen Stärken und Schwächen geht.
Eine Orientierung bietet die IGS Friesland-Süd in Zetel mit der Möglichkeit eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). Sie ist in diesem Jahr erstmals als FÖJ-Einsatzstelle anerkannt worden. Dahinter steckt eine Menge Arbeit, wie Sven Glomme, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften an der IGS, erklärt. Der Aufgabenbereich eines Freiwilligen ist klar geregelt, für den Antrag auf Anerkennung ist ein entsprechendes Konzept erstellt worden. „In erster Linie wollen wir eine vielfältige Gelegenheit zum Mitmachen und Einbringen anbieten, und das über ein ganzes Jahr“, umreißt Sven Glomme die Kernidee.
Hinzu kommt, dass die IGS als Ganztagsbetrieb den Freiwilligen größere Zeiträume ermöglicht, in denen sie aktiv an ihren Projekten arbeiten können. „Das Haupteinsatzfeld ist der Schulzoo, mit Routineaufgaben wie Betreuen und Füttern“, sagt Sven Glomme, „nachmittags geht es dann zusammen mit dem Lehrer oder Betreuer in die Schul-AGs.“ Dort können und sollen die Freiwilligen auch eigene Ideen einbringen: „Wenn die Einarbeitung abgeschlossen ist, kann je nach Neigung auch eine eigene AG betreut werden.“
Entsprechend sind Kreativität, Selbstständigkeit und Lust an der Zusammenarbeit Eigenschaften, die die Bewerber idealerweise mitbringen sollten. „Der Freiwillige kann bei uns seinen Arbeitsplatz selbst gestalten und andere junge Menschen mit seinem Engagement ansprechen“, erklärt der Fachbereichsleiter. Das könne jemand, dessen Schulzeit noch nicht lange zurückliegt, oftmals besser als ein Pädagoge: „Jugendliche haben einen anderen Zugang zueinander und bringen ihre eigenen Erfahrungen ein.“
Betreut werden die Freiwilligen nicht nur von den Lehrern der IGS, sondern auch von der Akademie für Naturschutz, wo Seminare die jungen Menschen auf ihre Aufgabe vorbereiten. „Wir orientieren uns an den Bewerbern“, betont Sven Glomme. Denn letztlich soll das FÖJ für beide Seiten einen positiven Nutzen haben. „Für Jugendliche ist es eine Möglichkeit zu schauen, ob der pädagogische Bereich etwas für ihn ist und ermit anderen jungen Menschen arbeiten möchte.“
Für ihre Tätigkeit erhalten die Freiwilligen eine kleine Vergütung über den Förderverein der IGS Friesland-Süd und die Akademie für Naturschutz. „Wünschenswert wäre für uns ein Bewerber aus der nahen Region, da wir dem Freiwilligen keine Unterkunft anbieten können.“
Viel zu bieten habe die IGS jedoch an anderer Stelle. „Wir sind eine junge Einrichtung, die sich gerade aufbaut und viele ökologische und nachhaltige Themen aufgreift. Wer sich für Natur interessiert, dürfte hier bei uns auf seine Kosten kommen.“
Derzeit ist an der IGS eine FÖJ-Stelle zu besetzen. Bewerbungen können über die Internetseite der Akademie für Naturschutz via www.nna.niedersachsen.de/foej eingereicht werden. Für weitere Informationen steht Sven Glomme per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zur Verfügung.

Grafik: Sven Glomme

Donnerstag, 29 März 2018 14:10

Barrierefreier Weg auf zwei Meter Breite

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Preisanpassung von Minigolfanlage und Erlebnisbad weitere Themen im Gemeinderat Bockhorn

Bockhorn. Der barrierefreie Ausbau des Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen An der Hasenweide in Zetel und der Urwaldstraße in Bockhorn ist beschlossene Sache. Einstimmig brachte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung auf den Weg.
Die Kosten für den Ausbau sind mit 140.038 Euro beziffert. Die Gemeinde Bockhorn trägt, da der Radweg überwiegend ihr Gebiet berührt, den Löwenanteil von 92.924 Euro. Die Leader-Gruppe „Südliches Friesland“ hat einen Zuschuss von 70 Prozent bewilligt, die Gemeinde Bockhorn hofft, dass der verbleibende Eigenmittelanteil von 27.877 Euro durch einen etwaigen Zuschuss des Landkreises Friesland zusätzlich reduziert wird. Geplant ist eine Verbreiterung des gesamten Radwegs auf zwei Meter – damit sollen sich Radfahrer, Handbiker und Rollstuhlfahrer künftig problem- und gefahrlos begegnen können.
„Auf den Weg muss man ein Auge haben, damit er nicht zweckentfremdet wird“, betonte Rolf Scherer (Gruppe FDP/Scherer). Das verbiete auch das Befahren der Strecke mit LKW, um beispielsweise Holz abzuholen, so der Ratsherr. Christel Bartelmei (CDU) regte an, dass die Einfahrten in Zetel und Bockhorn zwar gut für E-Rollstuhlfahrer zu passieren sind, aber dennoch eine Barriere geschaffen werde, um zu vermeiden, dass der Weg als „Rennstrecke“ genutzt wird.
Ebenfalls beschlossen wurde die Anpassung der Preise für Minigolf und Erlebnisbad. So kostet der Eintritt für Erwachsene in der Minigolfsaison 2018 künftig drei statt 2,50 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren beträgt das Entgeld zwei statt bisher 1,50 Euro. Beibehalten wurde dagegen der Schülergruppentarif von einem Euro je Schüler. Neu ist, das Personen mit einem Behinderungsgrad von 50 Prozent einen Euro pro Spielkarte an Ermäßigung erhalten. Ab einem Behinderungsgrad von 100 Prozent ist das Spiel kostenlos.
Im Erlebnisbad gilt der Abendtarif künftig ab 18 Uhr statt wie bisher ab 18.30 Uhr. Die Zehnerkarte ist ab dieser Saison nicht mehr erhältlich – sie wurde wegen geringer Nachfrage eingestellt. Gestiegen ist auch der Preis für die Saisonkarte: 180 Euro sind nun fällig, davor waren es 155 Euro. Begründet wird die Erhöhung der Eintrittspreise für das Bockhorner Bad durch das erwirtschaftete Defizit, in 2017 von rund 168.500 Euro.
Neueingeführt wurde die Kombikarte zur Nutzung beider Einrichtungen in der Badesaison. Der aktuelle Preis beträgt für Erwachsene fünf Euro (vorher: sechs Euro), für Kinder drei statt vier Euro.
Donnerstag, 29 März 2018 14:08

Seit 40 Jahren Treffpunkt für Jung und Alt

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Festakt mit Musik und Tag der offenen Tür im Bürger-Huus am Samstag, 21. April, von 13 bis 17 Uhr

Bockhorn. Für etliche Generationen ist der Bereich hinter dem Torbogen der Kirchstraße 9 mit vielen Erinnerungen verbunden. Hier öffneten sich vor 40 Jahren erstmals die Türen einer Einrichtung, die seit dem 21. April 1978 für Jugendliche und Senioren gleichermaßen als Anlaufstelle fungiert.
Der Grundgedanke ist bis heute gleich geblieben: Im oberen Bereich ist das Jugendzentrum untergebracht, die Räumlichkeiten im Erdgeschoss dürfen dagegen von Gruppen unentgeltlich genutzt werden. Der Seniorenbeirat hält hier unter anderem seine Sitzungen ab, die Frauengruppe trifft sich für Handarbeiten, außerdem gibt es eine ehrenamtlich geführte Bücherei. „Das Haus lebt ja gerade von und mit denjenigen, die es nutzen“, fasst Inja Boomgaarden von der Jugendpflege der Gemeinde Bockhorn zusammen.
Die Jugendpflegerin hat derzeit noch alle Hände voll zu tun. Denn das 40-jährige Bestehen soll am Samstag, 21. April, von 13 bis 17 Uhr in einem Festakt mit Musik, Redebeiträgen und einem Tag der offenen Tür gewürdigt werden. „Wir organisieren derzeit Stellwände, kaufen ein und sprechen mit den Gruppen durch, welche Technik sie benötigen“, erzählt Inja Boomgaarden, die sich darüber freut, dass sich alle Nutzer an dem Festtag beteiligen: „Alle sind motiviert und freuen sich bereits auf den Tag.“
Für die Besucher und Gäste wird es ein umfangreiches Bühnenprogramm geben, dazu verschiedene Informationsstände, Mitmachaktionen für Kinder und natürlich eine umfangreiche Cafeteria mit selbst gebackenem Kuchen und Torten sowie Bockwurst und Kartoffelsalat.
Die musikalische Untermalung übernehmen die Showband Grabstede und der Shantychor, außerdem erwartet die Besucher eine Aufführung des Kommunalen Kindergartens Grabstede und eine Hiphop-Tanzdarbietung des TV Bockhorn. Zur Eröffnung gibt es kurze Redebeiträge von Ehrengästen und dem Bürgermeister.
Ein Kreativangebot haben Tatjana Meisner vom Familien- und Kinderservicebüro (FamKi) und Jugendleiterin Matjana Gröne vorbereitet, zudem können für das Freibad und die Minigolfanlage Freikarten bei einem Luftballonweitflug-Wettbewerb gewonnen werden.
Im Flur des Bürger-Huus ist außerdem eine Ausstellung über die Einrichtung zu sehen, die der Heimatverein zusammengestellt hat.
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