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Freitag, 15 Dezember 2017 11:43

Gemeinde geht mit Anwohnern in Vorgespräche

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Im Umwelt- und Planungsausschuss gab es viele Fragen zum Gewerbegebiet Roßfelde-Nord.

Zetel.
Die jüngste Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses der Gemeinde Zetel fiel erwartungsgemäß emotional aus. Das lag vor allem an Tagesordnungspunkt 7, der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 122 für das Gewerbegebiet Roßfelde Nord. Zahlreiche Anwohner um das Gebiet herum nahmen an der Sitzung teil – und stellten zahlreiche Fragen an Bürgermeister Heiner Lauxtermann und die Verwaltung.
„Es gibt keinen Wertverlust, so lange wir uns an Recht und Gesetz halten“, lautete eine der Antworten, die Heiner Lauxtermann an dem Abend gab. Anderen Anwohnern ging es um die Gesamtbelastung, die das neue Gewerbegebiet mit sich bringe. Die Lärmpegel seien entsprechend der gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, erläuterte der Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er auf den frühen Stand der Planungen: „Welche Betriebe sich dort ansiedeln, muss noch festgestellt werden.“ Der Aufstellung des Bebauungsplans folgte der Ausschuss bei einer Gegenstimme von Bernd Janssen (Grüne).

Die direkt an das Gewerbegebiet angrenzenden Nachbarn seien zu Vorgesprächen eingeladen worden, berichtete der Erste Gemeinderat Bernd Hoinke. Eine große Zustimmung gebe es nicht, die Gemeinde habe jedoch einige Anregungen und Wünsche entgegengenommen. Um zwischen den Betrieben und Wohnhäusern eine Distanzzone zu schaffen, könnte eine rückwärtige Bebauung ermöglicht werden. Ein drei Meter hoher Lärmschutzwall könne als weitere Abgrenzung und Sichtschutz dienen. Die Belastung durch den Verkehr auf der Blauhander Straße könne durch eine neue Decke sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer abgemildert werden. Für etwaige Lichtemissionen sei eine Festlegung der Lichthöhen denkbar.
Bezüglich des geplanten zweigeschossigen Neubaus „Wohnpark Friesische Wehde“ an der Hauptstraße in Zetel gab Thomas Weinert vom Planungsbüro Weinert einen Zwischenstand ab. Er hatte im Vorfeld eingebrachte Bedenken der Anwohner geprüft. Bezüglich der Dichte des Gebäudes ging Weinert nicht von einer „aufdrängenden Wirkung“ aus. Solange die Firsthöhe von 9,50 Metern beibehalten und die Abstände zu den angrenzenden Nachbarn eingehalten würden, sei davon auszugehen, dass sich der Neubau harmonisch in das Ortsbild einfüge. Was die Einsehbarkeit bei einem zweigeschossigen Gebäude angehe, „obliegt es den Anwohnern, durch Hecken die Privatsphäre sicherzustellen“, so der Planer.
Bernd Janssen (Grüne) setzte den Erläuterungen eine Stellungnahme des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege entgegen. Gegen den Neubau sei grundsätzlich nichts einzuwenden, schreibt das Landesamt, bei der Hauptstraße handele es sich jedoch „um eine Achse, die in besonderer Weise Zetel präge“, wies Janssen hin. Entsprechend käme dort einer gestalterischen Leitidee eine wichtige Rolle zu. Thomas Weinert entgegnete, der Bereich sei stark überformt, die historische Bausubstanz teilweise verdeckt: „Es gibt einige Bausünden.“ Eine Bauvorschrift für eine Leitidee an der geplanten Stelle sei nicht vernünftig zu rechtfertigen. Janssen erneuerte den Vorwurf, es würde sich bei dem Neubau um eine Gefälligkeitsplanung handeln. Das ließ Thomas Weinert nicht gelten: „Nur weil es Interesse an einem Grundstück gibt, sind wir noch nicht bei einer Gefälligkeitsplanung.“ Mit der Änderung des Bebauungsplans gingen für mehrere Grundstückseigentümer die gleichen Rechte einher.Der Ausschuss befürwortete die Änderung des Bebauungsplans, Bernd Janssen stimmte als Einziger dagegen.

Ein weiteres Thema im Ausschuss war das Runde Moor. Dort soll eine Tageseinrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) entstehen, Interesse zeigt auch das Diakonische Werk als mögliche Erweiterungsfläche für das St.-Martins-Heim. Sollten beide Träger die Grünflächen unter sich aufteilen, bedeutet dies unter Umständen, dass das Areal nicht mehr öffentlich zu nutzen ist. Die Grünen brachten zudem einen Antrag ein, die Flächen im Nordosten nicht zu bebauen. „Das gesamte Grün in private Hand zu legen finde ich nicht gut“, erklärte Bernd Pauluschke (SPD). „Das Runde Moor geht als Grünod verloren, wenn das Areal an die Diakonie abgegeben wird“, betonte Bernd Janssen (Grüne). Jan Szengel (CDU) hielt dagegen, dass die Diakonie das Areal offen halte. „Ich sehe kein Problem in dem Verkauf.“ In der Sache gebe es zuviele ungeklärte Fragen, warf Bernd Pauluschke ein und empfahl, mit der Thematik in die Fraktionen zur weiteren Beratung zu gehen. Dem schloss sich der Ausschuss einstimmig an.
Diplom-Ingenieur Lutz Winter stellte zudem die wichtigsten Änderungen des Bebauungsplans vor: Die mittige Wasserfläche soll größer ausfallen und im Gemeindebesitz bleiben. Ein Grünstreifen um die Fläche soll die Gewässerpflege ermöglichen. Die Gebäudehöhe soll auf maximal 9,50 Meter festgelegt werden. Eine neue Verkehrsführung sowie zusätzliche Stellplätze sollen entzerren, zudem ist ein neuer Wendehammer an anderer Stelle erforderlich.
Freitag, 15 Dezember 2017 10:51

Drogenkontrolle: Vier Treffer in vier Stunden

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Ausbildung von Polizeikräften bei Kontrolle zwischen Bockhorn und Zetel: Auch Spürhund kam zum Einsatz.

Bockhorn/Wilhelmshaven.
Viele Autofahrer staunten nicht schlecht, als sie am Montag auf der Urwaldstraße zwischen Bockhorn und Zetel von Polizeibeamten gestoppt wurden. Bei dichtem Schneetreiben winkten die Einsatzkräfte ein Fahrzeug nach nach dem anderen aus dem Verkehr, damit die Kolleginnen und Kollegen die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer kontrollieren konnten. Drogen standen dabei im Fokus, Hintergrund war die Ausbildung weiterer Beamter zum Schwerpunkt „Drogenerkennung im Straßenverkehr“.
Unter diesem Motto stand die Fortbildung des Polizeikommissariats Varel, um insbesondere auch jüngere Polizeibeamte entsprechend auszubilden. „Zur Feststellung einer drogenbedingten Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit bedarf es einer besonderen Beschulung“ erklärte Daniel Birkholz, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des Polizeikommissariats Varel. Wenn jemand über den Durst getrunken hat, ist das meist leicht zu erkennen - die Symptome beim Konsum von anderen Rauschmitteln sind oft schwieriger auszumachen.

Um die insgesamt 14 teilnehmenden Beamten bestens auf den Einsatz vorzubereiten, referierte Christopher Baier, Dienstschichtleiter im PK und vermittelte wichtige Informationen über Betäubungsmittel und deren Wirkung. Außerdem zeigte er den Teilnehmern Möglichkeiten auf, rauschbedingte Ausfallerscheinungen bei Autofahrern in einer Kontrolle zu erkennen. Um Auffälligkeiten bei der Pupillenreaktion festzustellen, wurden alle Teilnehmenden von der Polizeiinspektion mit sogenannten Diagnostikleuchten ausgestattet. Ein Schwerpunkt der Fortbildung war die Verknüpfung von Theorie und Praxis, damit die Teilnehmer die neu erworbenen Kenntnisse direkt anwenden konnten.
Unterstützt wurden die Beamten im Einsatz von Rauschgiftspürhündin Neela, die immer dann zum Einsatz kam, wenn der Verdacht bestand, dass sich Betäubungsmittel im Fahrzeug befinden könnten. „Wir haben schon früher gute Erfolge in der Feststellung rauschbedingter Leistungseinbußen verzeichnet. Jetzt haben wir aber noch mehr qualifiziertes Personal, das wir für diesen wichtigen Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit gewinnen konnten“, ergänzte Daniel Birkholz.

Spürhund "Neela" unterstütze die Beamten bei der Suche nach Betäbungsmitteln in den Autos.

Rund 150 Fahrzeuge wurden in der Zeit von etwa 12 Uhr bis 16 Uhr von den Beamten kontrolliert. Bei insgesamt vier Personen verliefen die durchgeführten Drogenvortests positiv. Betroffen waren hier ein 26-Jähriger aus Zetel, ein 23-Jähriger aus Wilhelmshaven, ein 23-Jähriger aus Varel und eine 36-Jährige aus Zetel. Einer der Pkw-Fahrer versuchte noch, die kontrollierenden Beamten zu täuschen, indem er seinen Test manipulierte. Allen positiv Getesteten wurden Blutproben entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Die Blutproben werden im Anschluss in einem Labor analysiert, um festzustellen, ob noch aktive Stoffe des Betäubungsmittels im Blut vorhanden sind und somit eine rauschbedingte Leistungseinbuße zu begründen ist. „Im Gegensatz zu Alkohol bauen sich Drogen ungleichmäßig ab. So kann es vorkommen, dass der Grenzwert auch zwei oder drei Tage nach dem Konsum noch überschritten ist. In 80 bis 90 Prozent der positiven Drogenteste, finden wir den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) im Blut der getesteten Person. Dieser Stoff kommt unter anderem in Drogen wie Cannabis, Marihuana und Haschisch vor. Aber auch Amphetamine und Me- thamphetamine werden immer wieder gefunden“, so der Einsatzleiter.

Werden die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte überschritten, wird das eingeleitete Verfahren an die zuständige Bußgeldstelle abgegeben. Positiv getestete Autofahrer müssen dann mit zwei Punkten im Flensburger Register, einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:25

Große Freude über Bewegungsbox

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Bockhorn. Künftig dürfte das Spiel- und Spaßangebot im neuen evangelischen Kindergarten Bockhorn etwas größer ausfallen. Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter der Polizei Varel und Mitglied der Verkehrswacht Varel-Friesische Wehde, überbrachte kürzlich eine sogenannte „Move It“-Box, die für ein abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot sorgt: zugeschnitten auf die Jüngsten finden sich in der Kiste neben Schwungtüchern und Seilen auch Softbälle und Frisbees, die sich für drinnen und draußen eignen. Faszination übte auch das Polizeiauto vor der Tür des Kindergartens aus. Im Anschluss durfte dementsprechend die Besichtigung des Fahrzeugs nicht fehlen.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:22

Sich Zeit nehmen und dabei Positives vermitteln

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Zetel. Ohne sie wäre der Schulalltag um einiges ärmer, mit ihrer Hilfe unterstützen sie nicht nur die Lehrkräfte, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Bildungsbestandteil. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sind an der Grundschule Zetel tätig, und das in ganz verschiedenen Rollen. Sie sind Lesepaten, Helfer bei Hausaufgaben oder unterstützen Kinder mit Migrationshintergrund – und seit Jahren aus dem laufenden Schulbetrieb nicht mehr wegzudenken.
Aus diesem Grund hat das Lehrerkollegium um Schulleiterin Tanja Müller-Urban und Stellvertreterin Karin Geiger kürzlich eine kleine Adventsfeier für die Ehrenamtler ausgerichtet. Bei Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen sollte nicht nur die Möglichkeit bestehen, sich über die Hilfs- und Förderarbeit auszutauschen, sondern auch eine Rückmeldung über etwaige Wünsche an die Schulleitung erfolgen.
Drei Gruppen bilden den Stamm der Helfer. Neben den Lesepaten gibt es diejenigen, die sich um die Hausaufgabenbetreuung kümmern, sowie in Arbeitsgruppen der Schule mitwirken. Die letzte Gruppe ist 2015 dazugekommen und fördert den Sprachschatz von Flüchtlingskindern, die Leitung hat Kirsten Lindenthal inne. Mit dem Jugendzentrum „Steps“ gibt es an der Grundschule Zetel zusätzlich externe Unterstützung. Einmal die Woche kommen Mitarbeiter des Jugendzentrums in den Unterricht und bieten Gemeinschaftsspiele an. „Die Leseleistung wird gesteigert, für Flüchtlingskinder ist es wichtig, dass sie mit einzelnen Personen sprechen. Wir haben gemerkt, dass sich viele von ihnen nach zwei Jahren inzwischen gut im Alltag ausdrücken können“, berichtet Tanja Müller-Urban von den Vorteilen der Sprachförderung. 50 von den rund 350 am Zeteler Standort unterrichteten Kindern haben einen Migrationshintergrund, die Sprachangebote verlaufen parallel. Für deutsche Kinder gibt es an der Schule eine Leseförderung. „Wir sind dankbar über jeden ehrenamtlichen Helfer, nur so kann die Betreuung der Kinder gelingen“, betont die Schulleiterin. Die Helfer seien dabei deutlich mehr als nur eine Unterstützung für das Lehrerkollegium: „Sie sind Bezugspersonen für die Kinder.“
Ehrenamtlerin Adelheid Schönborn ist seit acht Jahren dabei, zweimal die Woche kümmert sie sich mit um die Sprachförderung: „Die ausländischen Kinder können hier nur Fuß fassen, wenn sie die Sprache richtig sprechen.“ Inge Urban, seit drei Jahren dabei, ist es wichtig, etwas Positives mitzugeben. „Die Kinder kommen gerne, sie wissen, dass da ein Mensch ist, der für sie Zeit hat“, schildert sie ihre Erfahrung. Lesen sei nachwievor beliebt, sagt Susanne Welm, eine der Lesepaten. Oftmals stünden die Kinder jedoch unter Leistungsdruck: „Eltern sollten für die Liebe da sein, nicht für die Leistung.“
Freitag, 17 November 2017 09:42

333. Zeteler Markt: Stimmungsvolle Eröffnung

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Zetel. Zur Eröffnung des Zeteler Marktes haben sich auch in diesem Jahr wieder viele Zeteler und Marktbesucher versammelt. Zunächst stimmten der Feuerwehrspielmannszug Zetel-Neuenburg, die Mill-Rose Jazzband und die Showband Grabstede die Gäste auf den Markt ein. Dann eröffnete Bürgermeister Heiner Lauxtermann den Markt und bedankte sich bei den vielen Helfern und Beteiligten für ihr Engagement, sodass der 333. Zeteler Markt ein voller Erfolg wurde. Es folgten der obligatorische Fassanstich und der Freibier-Ausschank. Danach machten sich die Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft zum Marktrundgang unter abwechselnd starken Schauern und strahlendem Sonnenschein auf. Zum Abschluss der Eröffnung versammelten sie sich im Hankenhof zum Grünkohlessen. Dort sorgte Matthias Huber mit seinen plattdeutschen Witzen für Schenkelklopfer-Momente. Der Bürgermeister der Gemeinde Apen zeigte so, dass er nicht nur ein Händchen für Politik, sondern auch den nötigen Humor hat. Für die Überraschung des Tages sorgte der Bürgermeister Lauxtermann selbst. Zusammen mit Franky Joseph, seinen Kollegen aus den anderen Gemeinden und Landrat Sven Ambrosy schmetterte er „Hallelujah“ und „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen.
Der Sonntag startete mit dem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt auf dem Ohrbült. Viele Geschäfte beteiligten sich am Tag der offenen Tür und um 14 Uhr war der offizielle Marktbeginn. Bei der zehnten Musikschau im Bayernzelt „Mit Pauken und Trompeten“ sorgte u.a. die Powerbrass Band Sudmerberg für ordentlich Stimmung. Von dem nasskaltem Wetter und leichtem Regen ließen sich die Marktbesucher nicht abschrecken. Bis spät in die Nacht waren die blinkenden Lichter der Fahrgeschäfte zu sehen.
Der Montag lockte zum Familientag und ermäßigten Preisen viele Kinder mit ihren Eltern an. Neben den zahlreichen süßen Köstlichkeiten, freuten sie sich über tolle Spielzeuge. Vor allem die vielen bunten Einhörner brachten in diesem Jahr die Kinderaugen zum Strahlen. Eine Woche vor Marktbeginn war zum Ärger des Marktausschusses das Fahrgeschäft „Crazy Maus“ abgesprungen. Doch die Lücke blieb dank Marktmeister Olaf Oetken nicht leer. Eingesprungen war die Familienachterbahn „Drachen“. Das traditionelle Feuerwerk am Abend rundete den Familientag ab.
Zum 333. Jubiläum gab es auch einige Besonderheiten zu entdecken. So zum Beispiel die Sonderausstellung in den neu eingerichteten Räumen am Ohrbült 8. Zu bestaunen gab es die Bilderausstellung „Gesichter“ von Fotodesigner Klaus Schreiber, Aufnahmen vom Zeteler Viehmarkt aus dem Jahre 1970, Modell des „Steiger Riesenrades“ mit 2,5 m Höhe gebaut aus ca. 20.000 Legosteinen und erste Modelle des „neuen“ Zeteler Markt Modells im Maßstab 1:87.
Highlight und Abschluss des Zeteler Marktes war erneut der Marktmittwoch mit dem Vieh- und Pferdemarkt. Vor allem die Kinder freuten sich über die zahlreichen niedlichen Tiere und hätten am liebsten eins mit nach Hause genommen. Zahlreiche Besucher von Nah und Fern ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Und auch auf dem restlichen Festgelände ging es schon in alter Tradition am Vormittag los. In allen Festzelten wurde gefeiert und getanzt.
Freitag, 17 November 2017 09:36

Investition: 52.000 Euro für Laufbahn

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Bockhorn. Die Gemeinde Bockhorn hat für die Sanierung der 100-Meter-Laufbahn auf dem Sportgelände Hilgenholter Straße rund 52.000 Euro in den Investitionshaushalt für 2018 eingestellt. Der Sanierungsbedarf war bereits im Verwaltungsausschuss am 5. September Thema gewesen. Daraufhin war der Entschluss gefasst worden, die Kosten für die Sanierung der Laufbahn, der Weitsprung- sowie Kugelstoßanlage zu ermitteln.
„Wir haben bisher keine exakten Analysen der Kosten bekommen“, teilte Bürgermeister Andreas Meinen in der jüngsten Sitzung des Schul-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Marktausschusses mit. Aus diesem Grund sind die 52.000 Euro zunächst als geplanter Ansatz zu sehen.
Dass die Laufbahn einer dringenden Modernisierung bedarf, sei auch beim Ortstermin deutlich geworden. Eine kostengünstige Möglichkeit wäre, den alten Belag zu entfernen und eine neue Schicht aufzutragen – „vorausgesetzt, das Material ist nicht belastet, dann wird es wesentlich teurer“, betonte Meinen. Neben der Erneuerung der Kantsteine liegt der Fokus auch auf dem Erhalt der bisherigen Drainage und des Regenwasserablaufs. Als möglicher Platz für eine Weitsprunganlage wurde die Verlängerung der Laufbahn in Richtung Uhlhornstraße vorgeschlagen.
Um verlässliche Kosten zu ermitteln und gleichzeitig die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten abzuwägen, wird die Sanierung von einem Fachplanungsbüro begleitet.
Freitag, 03 November 2017 10:12

Flinke Vierbeiner mit klarer Botschaft

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Neuenburg. Angefangen hat alles mit dem Wunsch nach einem Hund. „Wir haben uns gesagt, wenn wir einen nehmen, dann aus dem Tierschutz“, berichtet Thomas Coldewey aus Neuenburgerfeld. Die Suche in lokalen Tierheimen bleibt ohne Erfolg. Im Internet stößt der Tischler auf Onlinegruppen, die sich mit dem Leid der Galgos in Spanien auseinandersetzen. Ab da steht für Thomas Coldewey und seine Frau Martina fest: dieser Hund soll es sein.
Heute bereichern Asali (suaheli für „Süßer Honig“) und Nisha (indisch für „Die Schöne“) ihren Alltag. Die beiden quirligen Tiere sitzen mit auf dem Sofa, bekommen Streicheleinheiten und schlafen in großen, weich ausstaffierten Hundekörben. Ein glückliches Hundeleben – was sehr vielen ihrer Artgenossen verwehrt bleibt. Die vom Wesenszug eher sanft-gutmütigen Tiere verfügen nämlich über einen gut ausgeprägten Jagdtrieb – ein Umstand, den sich die Galgueros, die spanischen Jäger, für ihre Zwecke und ohne Rücksicht auf die Hunde zu eigen machen.
Thomas Coldewey legt einen Ordner auf den Tisch. Darin: Bilder von Hunden, die angeleint einem fahrenden Auto hinterherlaufen müssen, ausgemergelte Galgos, geschundene Pfoten. Die Bilder stammen von Tierschutzorganisationen, die sich vor Ort für die Hunde einsetzen. „50.000 Galgos werden pro Jahr getötet“, sagt Thomas Coldewey. Bei den Jägern zählt nur die Schnelligkeit der Tiere, die sie mit brutalen Methoden steigern. Wer zu alt oder zu langsam ist, wird ausgemustert, in der Einöde angepflockt und sich selbst überlassen oder an einem Baum soweit aufgehängt, dass die hinteren Pfotenspitzen gerade noch den Boden berühren. „Klavierspielen“ nennt sich diese Methode, die im Todeskampf der Tiere die Handanschläge eines Pianisten imitiert. „In Spanien hält sich der Aberglaube, dass der nächste Hund umso schneller ist, je mehr sein Vorgänger gelitten hat“, sagt Thomas Coldewey.
Auf diese Lebensumstände macht seit einem Jahr der von Marie Tenbusch und Thomas Coldewey gegründete Verein „Galgo Info“ aufmerksam: „Wir leisten Aufklärung, vermitteln jedoch keine Tiere.“ Mittels Spenden unterstützen sie die spanischen Tierschutzorganisationen, die sich für die Windhunde einsetzen, bezahlen Medikamente, Heimkosten oder notwendige Apparaturen, um die Tiere wieder aufzupäppeln. Ein gesunder Galgo im Tierheim kostet rund 120 Euro im Monat, oftmals sind 500 Tiere in einem Heim untergebracht. Die Geschichte ihrer Hunde haben Thomas und Martina Coldewey teilweise in Erfahrung bringen können. „Asali hat bei Zigeunern gelebt und war trächtig, allerdings nicht von einem Galgo. Das wäre ihr Todesurteil gewesen“, berichtet Thomas Coldewey. „Nisha haben wir vor acht Jahren auf einem Foto zum ersten Mal gesehen. Sie hatte ein Gesicht, damit hätte sie keiner genommen.“
Ihr Temperament haben die beiden Galgos der Familie Coldewey bewahrt. „Die Tiere brauchen Beschäftigung“, sagt Thomas Coldewey. Den Hund eben draußen laufen lassen – das geht nicht. Ein Vogel, oder eine Katze reicht schon, um den Hund über alle Berge laufen zu lassen: „Wenn man Glück hat, kommt der Hund irgendwann wieder.“ Allerdings lauern draußen zahlreiche Gefahren für die flinken Vierbeiner, die nicht selten von Autos angefahren werden. Die Leine ist stets dabei – nebst Sicherung am Menschen. „Galgos sind keine Tiere für Jedermann, man muss sich schon sehr mit den Rassemerkmalen auseinandersetzen“, betont Thomas Coldewey.
Im Verein kommt den Galgos eine wichtige Rolle zu. Sie sind „Botschafter mit langen Nasen“, die auch aufgrund ihrer grazilen Erscheinung für Aufmerksamkeit sorgen. „Die Tiere sind Hingucker, die Menschen kommen auf uns zu und sprechen uns an und fragen nach“, freut sich der Neuenburgerfelder. Im vergangenen Jahr haben die Coldeweys am Galgomarsch in Berlin teilgenommen. Mit 600 Galgos ging es durch das Brandenburger Tor und das Regierungsviertel. „Das war eine tolle Tour, wo ich heute noch Gänsehaut bekomme, wenn ich daran denke“, sagt Thomas Coldewey. Im Juni 2017 folgte schließlich ein „Great Global Greyhound Walk“ für britische und spanische Windhunde in Dangast, initiiert vom Verein „Galgo Info“. Ebenfalls macht der Verein mit besonderen Aktionen auf seine Arbeit aufmerksam. In der Vorweihnachtszeit läuft unter anderem eine „Galgo im Sack“-Adventskalenderaktion, wo es möglich ist, Taschen, Bilder und Kunsthandwerk, für den guten Zweck zu ersteigern. Hergestellt werden die Sachen in Handarbeit vom Ehepaar Coldewey sowie von Marie Tenbusch. Der Erlös fließt in den Tierschutz.
Für „Galgo Info“ gibt es auch künftig einiges zu tun, denn die Bedingungen, in denen die Galgos in Spanien leben, verändern sich nur langsam. „Es gibt inzwischen ein Umdenken, dass einige Jäger ihre Tiere nicht mehr töten, aber die Tradition ist nachwievor noch vielerorts vorhanden“, berichtet Thomas Coldewey.

Wer die Arbeit von „Galgo-Info“ unterstützen möchte, findet auf der Internetseite www.galgo-info.de weitere Informationen.
Freitag, 03 November 2017 10:08

Schüler pflegen das Ökosystem Moor

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Bockhorn. Statt Schulheft und Lehrbuch gibt es Gummistiefel und Sägen: Vier Klassen der IGS Friesland-Süd aus Zetel haben kürzlich die Schule für jeweils einen Vormittag gegen das Bockhorner Moor getauscht.
Unterstützt vom Landkreis Friesland sowie der mobilen Umweltbildung Mobilum gab es im Rahmen des „Moorherbst Niedersachsen“ für die jeweils 30 Schüler an einem Vormittag etliche theoretische und praktische Aufgaben zu bewältigen. Bereits im Unterricht hatten sich die Schüler der 7. Klassen über das Ökosystem Moor informiert. Dabei ging es auch um geeignete Schutzmaßnahmen, um den empfindlichen Lebensraum auch für künftige Generationen zu erhalten.
Auch das Entkusseln auf einem Teilbereich des knapp 322 Hektar umfassenden Bockhorner Moores spielte eine Rolle. Damit dem Moorboden nicht zuviel Wasser entzogen und damit die Wiedervernässung erschwert wird, mussten die Birken und Kiefern weichen – unter Anleitung durften die Schüler selbst mit Sägen die Baumreihen auf einem knapp drei Hektar großen Areal lichten. Theoretische Inhalte vermittelten Susanne Ekhoff und Petra Walentowitz von der mobilen Umweltstiftung „Mobilum“, die mit Kleingruppen Bodenproben entnahmen, das saure Waldbodenmilieu bestimmen ließen oder die Pflanzen des Moores vorstellten – allen voran das Torfmoos, das für den Wachstum des Moores sorgt.
Für Sven-Philipp Glomme, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften an der IGS Friesland-Süd und Alexander Pelzel von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland ist die Aktion ein großer Erfolg. „Die Schüler sind sehr motiviert, einige würden gerne auch außerhalb der Aktion das Moor weiter pflegen“, berichtet Sven-Philipp Glomme. Für die Schüler bedeute die Arbeit an der frischen Luft im Bockhorner Moorgebiet ein „echtes Naturerlebnis“. Möglich sei eine solche praxisbezogene Exkursion jedoch oftmals nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung, erklärte Alexander Pelzel.
Montag, 09 Oktober 2017 09:59

Großer Star auf „kleiner“ Bühne

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Neuenburg. Er ist bekannt aus Theater und Film, ob es große Charakterrollen oder Figuren aus Kinderbüchern sind. Am Montag, 16. Oktober, kommt Ulrich Noethen ins Vereenshuus Neuenburg (Urwaldstraße 37) und wird dort eine Lesung abhalten. Es ist nicht das erste Mal, dass Susanne Köster-Schoon von Susannes Buchhandlung und Iko Chmielewski vom Kulturbüro der Stadt Zetel es geschafft haben, große Stars für die Neuenburger Bühne zu gewinnen.
Im Frühjahr auf der Hörbuchgala in Köln hat Susanne Köster-Schoon den Film- und Theaterschauspieler einfach mal angesprochen. Die Freude war groß, als im Nachgang dann seine Zusage kam. Neben Film und Theater ist Ulrich Noethen auch als Hörbuchsprecher aktiv. So hat er gerade die Neuübersetzung von Gabriel García Márquez’ großem Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ eingelesen – die Familiensaga um das kolumbianische Dorf Macondo gehört inzwischen zu den modernen Klassikern der Weltliteratur. Auch der neue Roman von Daniel Kehlmann „Tyll“, der im Oktober erscheint, hat es Noethen angetan. So wird es den Roman im Herbst auch als Hörbuch geben. Diese literarischen Vorlagen bilden die Grundlage für den Abend mit Ulrich Noethen im Vereenshuus in Neuenburg. Er selbst hat die Textpassagen ausgewählt. Da er es liebt mit Sprache zu spielen, dürfen die Zuschauer sich auf einen anspruchsvollen Abend freuen.

Im Anschluss an die Lesung kann Ulrich Noethen noch näher erlebt werden, wenn er für das ein oder andere Foto oder Autogramm bereitsteht. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Eine Karte kostet 17,50 Euro und beinhaltet einen festen Sitzplatz. Getränke können im Neuenburger Vereenshuus erworben werden. An den Vorverkaufsstellen Susannes Buchhandlung in Wiesmoor (Tel. 04944/2194) und Buchhandlung Lübben in Zetel (Tel. 04453/938170) können die Karten ohne Vorverkaufsgebühr erworben werden.

Neben der Veranstaltung im Neuenburger Vereenshuus wird Ulrich Noethen am 17. Oktober auch im Forum der KGS Wiesmoor auftreten.

Montag, 09 Oktober 2017 09:54

Hausärztemangel stellt vor Probleme

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Bockhorn. Politische Arbeit auf der einen, die Versorgung von Kranken auf der anderen Seite: für Dr. Egbert Völkel (FDP) überwiegt inzwischen die Krankenversorgung. Dies ist auch der Grund, warum der Bockhorner Mediziner auf sein im September 2016 erneut erworbenes Ratsmandat verzichtet.
In der jüngsten Ratssitzung erklärte Dr. Egbert Völkel den Hintergrund für diese Entscheidung. Er arbeite seit 31 Jahren als Arzt in Bockhorn, inzwischen habe sich die Situation dahingehend gewandelt, dass es kaum noch Ärzte in der Gemeinde gebe und die übrigen niedergelassenen Mediziner mit Arbeit nahezu überschüttet würden. „Wir schaffen es nicht, abends um 19 Uhr fertig zu sein“, erklärte Dr. Egbert Völkel. Er sehe die eigene Priorität künftig in der Krankenversorgung vor Ort.
Einen Nachfolger zu finden sei äußerst schwierig. Dies sei für die inzwischen geschlossene Praxis von Dr. Helmut Eismann in der Kranenkamper Straße ebenfalls nicht möglich gewesen. Hinzu komme, dass ein weiterer Arzt in der Praxis Am Markt demnächst aufhöre und sich das hausärztliche Versorgungsproblem damit verschärfe. Es fehle vor allem an Ärzten, die sich im ländlichen Raum ansiedelten, so Dr. Egbert Völkel.

Die für den FDP-Mann nachrückende Stephanie Krebs wurde in der Sitzung als neues Gemeinderatsmitglied aufgenommen.

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