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Freitag, 19 Januar 2018 12:32

Erziehung und Bildung als große Chance

Grabstede. In einem behüteten Zuhause aufwachsen, die ersten Lebensstationen absolvieren und schließlich in die Selbstständigkeit starten. Das ist gemeinhin der klassische Verlauf des Erwachsenwerdens. Doch nicht überall ist das Gefüge Familie stabil, oftmals ist aufgrund verschiedener Gründe professionelle Hilfe notwendig – sowohl auf Seiten der Eltern, als auch der der Kinder.
Eine lokale Einrichtung, die verschiedene Hilfsprogramme anbietet, ist die Heilpädagogische Jungenwohngruppe Grabstede der Jugendhilfe Collstede. Derzeit leben hier sieben Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren. In der stationären Einrichtung sind die pädagogischen Mitarbeiter rund um die Uhr für sie da. „Das Ziel ist die Rückführung in die Familie oder der Weg in die Selbstständigkeit“, zeichnet Jugendhilfeleiter Jan Praßel einen Teilauftrag der Jungenwohngruppe nach.
Die Gründe, weshalb Jugendliche für eine bestimmte Zeit ihr familiäres Umfeld gegen den stationären Aufenthalt der Jugendhilfe tauschen, sind vielfältig. „Bevor die Jugendlichen zu uns kommen, ist im Vorfeld bereits ganz viel passiert“, weiß Jan Praßel. Eltern, die keine Energie oder nicht das Wissen haben, um ihre Kinder zu erziehen, Probleme durch Scheidung, Alkoholismus oder psychische Erkrankungen – die Liste der Faktoren ist lang. Auffällig sei dabei auch der gesellschaftliche Wandel in Bezug auf das Familienbild: „Das funktioniert heute nicht mehr so wie vor Jahrzehnten. Und auch die äußeren Bedingungen haben sich verändert.“
In ihrer Arbeit setzt die Jugendhilfe auf alle Beteiligten, ausdrücklich wird von Familienhilfe gesprochen. Parallel läuft eine enge Abstimmung mit Jugendämtern und anderen Institutionen. „Erziehung und Bildung Hand in Hand sind die Chancen für die Kinder, sich selbstständig zu entwickeln“, ist Jan Praßel überzeugt. „Die Familie bleibt im Mittelpunkt, wir sind nur die Ersatzspieler“, betont Thomas Feld, theologischer Vorstand der Diakonie im Oldenburger Land. Das sieht auch der Jugendhilfeleiter so: „Die Eltern bleiben Eltern.“
Im Schnitt leben Jugendliche zwei bis drei Jahre in der Grabsteder Einrichtung – mit Eintritt in die Volljährigkeit bieten sich auch mobile Lösungen an, wie zum Beispiel eine eigene Wohnung mit weiterer Betreuung durch die Sozial- und Heilpädagogen. In Grabstede entsteht derzeit auf dem Grundstück ein Neubau, in dem zwei Appartements Platz für Jugendliche als auch Besucher bieten. „In einem kann das selbstständige Leben erprobt werden, in dem anderen können wir Eltern, die ihre Kinder besuchen wollen, unterbringen“, erklärt Jan Praßel.
Die vom Kleinen Kreis am Dienstagvormittag übergebene Spende in Höhe von 7.100 Euro soll für die Gartengestaltung und die Anschaffung von Spielgeräten genutzt werden. Den Spendenscheck überreichte Martin Steinbrecher als Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – Der Kleine Kreis an Thomas Feld und Jan Praßel. Das Geld stammt aus dem Erlös des Schlossabends im vergangenen Jahr, zu dem als prominenter Vortragsredner Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn geladen war. Die insgesamt an dem Abend gesammelten 30.000 Euro kommen zudem drei weiteren karitativen Einrichtungen in Oldenburg, Cloppenburg und Wilhelmshaven zugute.
Zetel/Neuenburg. Was ist geplant, wohin soll die Reise gehen? Die Entwicklungsrichtung der Gemeinde ist Aufhänger des diesjährigen Zeteler Neujahrsempfangs gewesen. Bürgermeister Heiner Lauxtermann gab Einblicke in die Planung für die kommenden zwölf Monate und ergänzte um aktuelle Sachstände zu Themen, die bereits seit dem vergangenen Jahr auf der Agenda von Rat und Verwaltung stehen.
Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch den Auftritt der Sternsinger, die im Anschluss an die Gesangsdarbietung Spenden für Kinder in Not sammelten. Musikalische Akzente zwischen den Redebeiträgen setzten Eliane Menzel und Prof. Fabian Menzel mit einem klassischen Repertoire, welches, auf Violine und Oboe gespielt, von den Gästen des Empfangs mit großem Applaus bedacht wurde.

Investitionen

Heiner Lauxtermann: „Wir sind wirtschaftlich gesund und das ist das Ergebnis guten Wirtschaftens in all den Jahren.“ Die Infrastruktur sei nicht nur ausgelastet, sie muss auch erweitert werden. Eine neue Krippe soll künftig der Geburtenerwartung Rechnung tragen, ein Kindergartenangebot wird auf ganztags umgestellt werden. Die Grundschule Zetel soll mindestens vierzügig ausgebaut werden, außerdem besteht die Notwendigkeit, Ersatz für die Außenstelle Bohlenberge zu schaffen. „Wir brauchen Räumlichkeiten für die Inklusion“, betonte der Bürgermeister in seiner Rede. Die zusätzliche Krippe geht in die Haushaltsberatung für 2018 ein. Für die geplanten Projekte geht die Gemeinde von einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro aus.
Für Neuenburg steht in diesem Jahr die Städtebauförderung im Fokus. Diese soll in Abstimmung mit den Neuenburger Einwohnern erfolgen. Mittelpunkt wird zunächst der denkmalgeschützte Bereich rund um das Schloss sein.

Wohnen und Gewerbe

Zetel als Wohngemeinde erfreut sich großer Beliebtheit. Neuere Baugebiete in Bohlenberge und Lammers Kamp in Neuenburg sind bereits komplett umgesetzt. Durch einfache Bebauungspläne wurden Verdichtungen in den Ortskernen von Zetel und Neuenburg ermöglicht. In diesem Jahr soll Zetel-Süd zwischen Danziger Straße und dem Bahnweg erschlossen und angeboten werden. Rund 80 Bauplätze stehen zur Verfügung, 50 Vormerkungen sind eingegangen. Über die Ökostrom GmbH hat die Gemeinde Wohnungsbau in Süpkenhörn betrieben. Die Gewerbegebiete Roßfelde und Collstede sind praktisch belegt, in Collstede gibt es noch wenige Flächen. Über das neue Gewerbegebiet Roßfelde-Nord ist die Gemeindeverwaltung mit dem Eigentümer der niedersächsischen Landgesellschaft einig geworden. Die Überplanung der Flächen ist für dieses Jahr vorgesehen. Die Chancen für eine öffentliche Förderung der Erschließung stehen dabei laut Lauxtermann „nicht schlecht“.

Haushalt

„Ausgeglichene Haushalte sind kein Selbstgänger“, stellte Bürgermeister Heiner Lauxtermann heraus. Die Gemeinde hat im Haushaltsjahr 2017 einen Überschuss erwirtschaftet, der mit für den Ausgleich des diesjährigen Haushaltsjahres herangezogen wird. Aber: „Es wird enger. Leider wird immer vergessen, dass wir steuerschwach sind und die Einnahmen nicht beliebig gesteigert werden können.“ Der Zuschussbedarf für die Kindertagesstätten mit dem Kiga Regenbogenfisch zusammen belaufe sich auf rund 1,6 Millionen Euro. „Das ist über den Haushalt nicht mehr zu erwirtschaften“, so Lauxtermann.

Kulturelles

Zetel feiert in diesem Jahr zehn Jahre Partnerschaft mit der polnischen Stadt Szczyrk. Dies soll im Mai in Zetel und im August in Szczyrk jeweils mit einem Festakt gefeiert werden.Im Mai kommt mit „Magical Dreams“ zudem eine Ausstellung europäischen Ranges der Galerie Bator aus Szczyrk nach Zetel in das Atelier von Uwe Schmalstieg. Der Bürgermeister lobte besonders das aktive Vereinsleben und das ehrenamtliche Engagement innerhalb der Gemeinde, insbesondere am Beispiel der Feuerwehr. Im Anschluss verlieh Heiner Lauxtermann Wiebke Bruns und Prof. Dr. Uwe Meiners die Gemeindemedaille für ihr Engagement. Wiebke Bruns sammelt seit mehr als zehn Jahren Müll und hat gemeinsam mit Jonny Lüschen das EU-Projekt „Voneinander lernen“ begleitet. Ihr Engagement als Unterstützerin ist zudem vielen lokalen Vereinen zugutegekommen. Prof. Dr. Uwe Meiners erhielt die Medaille vor allem für seine Verdienste um das Restaurierungszentrum Neuenburg und seinen Einsatz für das Schulmuseum Bohlenberge. Der Leitende Direktor des Museumsdorfs Cloppenburg hatte zuvor in einem Vortrag die verschiedenen kulturellen Erbstücke der Region anhand Neuenburg beleuchtet.
Freitag, 12 Januar 2018 11:53

Sich einbringen und gemeinsam etwas bewegen

Zetel/Neuenburg/Bockhorn. Sich einbringen, Impulse setzen, gemeinsam etwas verändern: die Gemeindekirchenratswahl am 11. März bietet Gelegenheit, innerhalb der eigenen Kirchengemeinde langfristig etwas anzustoßen. Denn: der Gemeindekirchenrat trifft Grund­entscheidungen für die Entwicklung der Gemeinde. Das ist dabei keineswegs nur auf theologische Themen begrenzt.
Bis zum 22. Januar können sich Kandidaten aufstellen lassen. Das geht schriftlich über den Gemeindekirchenrat. Ein offenes Ohr für neue Anwärter haben auch die Pastoren in ihren jeweiligen Gemeinden. „Wir suchen dafür verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten“, sagt Pastorin Sabine Indorf, die im selben Atemzug mit etwaigen Vorurteilen gegenüber dem Amt aufräumt: „Es müssen keine Akademiker sein, es dürfen sich genauso jüngere Menschen angesprochen fühlen.“
Wer sich bereits für Jugendarbeit, Kirchenmusik, Gottesdienst oder die Diakonie interessiere, habe zwar einen Vorteil – „aber es geht nicht nur um Kirche. Wer sich als Gärtner einbringen möchte, kann dies ebenfalls tun“, betont Elke Osterthun. In ihrer Kirchengemeinde engagiere sich ein Finanzbeamter im Gemeindekirchenrat: „Das ist natürlich, wenn es um Gelder geht, sehr praktisch, wenn jemand mit Fachkenntnis darüber schaut.“
„Diese Arbeit ist ein Multiplikator für die Gemeinde“, ist Ute Ermerling überzeugt. Für Elke Osterthun ist der Rat „ein Gremium, wo ich als normaler Bürger etwas bewegen kann. Ich sehe, dass etwas passiert.“ Gewünscht seien neue Impulse, aber auch Fragestellungen und kritische Anmerkungen, so Sabine Indorf. „Das ist Arbeit, die mit ein paar Sitzungen allerdings nicht getan ist. Zeit und Lust sollten vorhanden sein, aber es darf auch jeder in dieses Amt hineinwachsen.“
Wahlberechtigt ist jedes getaufte Mitglied einer Kirchengemeinde ab 14 Jahren, welches länger als drei Monate in der Kirchengemeinde gemeldet ist. Wer sich zur Wahl stellen lassen möchte, muss 18 Jahre alt sein. Bis zum 22. Januar können Kandidaten vorgeschlagen werden, es ist auch möglich, sich selbst aufzustellen. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Ende Januar erfolgt eine erste Vorstellung der Kandidaten in einer Sonderausgabe der „Haltepunkte“ sowie persönlich am 11. Februar in einer Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst.
Bockhorn. Die Kindertagesstätte Steinhausen, das Einzelhandelskonzept sowie das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nebst neuem Löschfahrzeug – etliche kleine und große Meilensteine galt es für die Gemeinde Bockhorn im vergangenen Jahr zu meistern.
In einem Neujahrsgespräch haben Bürgermeister Andreas Meinen und Katja Lorenz als allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters einen Blick auf die Planung für 2018 geworfen. Das Feuerwehrgerätehaus Grabstede nimmt dabei einen großen Platz ein. „Das wird für die Gemeinde und die Wehr selbst ein großes Projekt mit viel Arbeit im Hintergrund“, ist Katja Lorenz überzeugt. Sobald die neue Fahrzeughalle steht, zieht die Feuerwehr vom alten Standort um. Dann steht die grundlegende und nach energetischen Gesichtspunkten erfolgende Sanierung des Altbaus an. Entsprechend gibt es zwei Bauabschnitte. Für Mitte 2019 ist die Fertigstellung geplant. „Das klingt zwar zunächst ambitioniert, haben allerdings auch Erfahrungen durch den Neubau des Feuerwehrhauses Bockhorn“, so Bürgermeister Andreas Meinen. Für 2019 wird auch das in Auftrag gegebene Löschfahrzeug avisiert: „Wir gehen von anderthalb Jahren Bauzeit aus.“ Das Thema Straßen steht auch dieses Jahr auf der Liste – im vergangenen Jahr betrafen baulichen Maßnahmen die Dorfstraße und Hohelieter Straße. Die Überprüfung des Zustands des Straßennetzes ist dabei schon fast ein Automatismus für die Gemeinde. Das liege vor allem am veränderten Verkehraufkommen, wie Bürgermeister Andreas Meinen erläutert.
Neuigkeiten gibt es für die Sanierung des Babybeckens im Bockhorner Erlebnisbad. „Die Zuschüsse für die Sanierung sind bewilligt, die Ausschreibung läuft“, teilt Andreas Meinen mit. Das Betriebsgebäude soll dabei ebenfalls mitsaniert werden: „Das betrifft die Gebäudehülle selbst, die aus den 1960er Jahren stammt, sowie Teile der Technik und die Umkleiden.“ Künftig soll die Beheizung des Babybeckens über die Beckentechnik miterfolgen.
Am 1. August 2018 soll schließlich die Krippe in Steinhausen eröffnen – pünktlich zum neuen Kindergartenjahr. Als Vormittagskrippe bildet sie damit den vierten Standort in der Gemeinde. „Der Bedarf wächst“, sagt Katja Lorenz. Gleichzeitig stelle ein weiteres Krippenangebot eine Attraktivitätssteigerung für die Gemeinde dar: „Wir gehen davon aus, dass das Angebot komplett in Anspruch genommen wird.“
Bockhorn. Mit dem Jahreswechsel hat sich innerhalb der Bockhorner Gemeindeverwaltung das Personalkarussell an gleich drei Stellen weitergedreht. Markanteste Änderung: Das Bauamt hat mit Kerstin Meyer-Staudt seit Jahresbeginn eine neue Leiterin.
Die 45-Jährige ist aus der Friedeburger Rathausverwaltung nach Bockhorn gewechselt. Dort war sie als Fachdienstleiterin für den Bereich Planung zuständig. Ihre ersten Schwerpunkte hat die gebürtige Westfälin bereits abgesteckt. „Oben auf der Liste stehen bei mir die Bauleitplanungen für die Gebiete Am Klinkerhof und Markt“, verweist Kerstin Meyer-Staudt auf die Areale der Supermärkte Aldi und Combi. „Und ich habe schon erfahren, dass der Straßenbau in Bockhorn zu den vordringlichen Themen gehört.“
Neben dem Beruf ist die Friedeburgerin an Sprachen und Kultur interessiert. „Mit dem Plattdeutschen tue ich mich etwas schwer“, sagt sie und setzt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Da ich Niederlandistik studiert habe, hat es mit der Verständigung in Friedeburg dennoch geklappt.“ Privat engagiert sich Kerstin Meyer-Staudt zudem im Freundeskreis der Mediothek Friedeburg.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir in der Bauleitung wieder komplett sind“, sagt Bürgermeister Andreas Meinen. Die Vakanz im Bauamt bedingt durch den Wechsel von Jörg Lorenz in die Stadtverwaltung Jever sei zum Ende des vergangenen Jahres doch deutlich zu spüren gewesen: „Man hat am Schluss die enge Personalbesetzung gemerkt.“
Einen neuen Arbeitsplatz hat auch Petra Juilfs bekommen. Zuletzt hatte sie das Vorzimmer des Bürgermeisters betreut, nun ist sie im Amt für Jugend, Schule, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit tätig – und nimmt dort den Platz von Gisela Schweers-Steindor ein, die zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten ist. Auf den Platz im Vorzimmer rückt Lea Lohse nach. Der Gemeindeverwaltung bleibt Gisela Schweers-Steindor weiterhin erhalten. Als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte ist sie jeweils donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Rathaus erreichbar.
Freitag, 08 Dezember 2017 11:25

Große Freude über Bewegungsbox

Bockhorn. Künftig dürfte das Spiel- und Spaßangebot im neuen evangelischen Kindergarten Bockhorn etwas größer ausfallen. Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter der Polizei Varel und Mitglied der Verkehrswacht Varel-Friesische Wehde, überbrachte kürzlich eine sogenannte „Move It“-Box, die für ein abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot sorgt: zugeschnitten auf die Jüngsten finden sich in der Kiste neben Schwungtüchern und Seilen auch Softbälle und Frisbees, die sich für drinnen und draußen eignen. Faszination übte auch das Polizeiauto vor der Tür des Kindergartens aus. Im Anschluss durfte dementsprechend die Besichtigung des Fahrzeugs nicht fehlen.
Zetel. Ohne sie wäre der Schulalltag um einiges ärmer, mit ihrer Hilfe unterstützen sie nicht nur die Lehrkräfte, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Bildungsbestandteil. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sind an der Grundschule Zetel tätig, und das in ganz verschiedenen Rollen. Sie sind Lesepaten, Helfer bei Hausaufgaben oder unterstützen Kinder mit Migrationshintergrund – und seit Jahren aus dem laufenden Schulbetrieb nicht mehr wegzudenken.
Aus diesem Grund hat das Lehrerkollegium um Schulleiterin Tanja Müller-Urban und Stellvertreterin Karin Geiger kürzlich eine kleine Adventsfeier für die Ehrenamtler ausgerichtet. Bei Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen sollte nicht nur die Möglichkeit bestehen, sich über die Hilfs- und Förderarbeit auszutauschen, sondern auch eine Rückmeldung über etwaige Wünsche an die Schulleitung erfolgen.
Drei Gruppen bilden den Stamm der Helfer. Neben den Lesepaten gibt es diejenigen, die sich um die Hausaufgabenbetreuung kümmern, sowie in Arbeitsgruppen der Schule mitwirken. Die letzte Gruppe ist 2015 dazugekommen und fördert den Sprachschatz von Flüchtlingskindern, die Leitung hat Kirsten Lindenthal inne. Mit dem Jugendzentrum „Steps“ gibt es an der Grundschule Zetel zusätzlich externe Unterstützung. Einmal die Woche kommen Mitarbeiter des Jugendzentrums in den Unterricht und bieten Gemeinschaftsspiele an. „Die Leseleistung wird gesteigert, für Flüchtlingskinder ist es wichtig, dass sie mit einzelnen Personen sprechen. Wir haben gemerkt, dass sich viele von ihnen nach zwei Jahren inzwischen gut im Alltag ausdrücken können“, berichtet Tanja Müller-Urban von den Vorteilen der Sprachförderung. 50 von den rund 350 am Zeteler Standort unterrichteten Kindern haben einen Migrationshintergrund, die Sprachangebote verlaufen parallel. Für deutsche Kinder gibt es an der Schule eine Leseförderung. „Wir sind dankbar über jeden ehrenamtlichen Helfer, nur so kann die Betreuung der Kinder gelingen“, betont die Schulleiterin. Die Helfer seien dabei deutlich mehr als nur eine Unterstützung für das Lehrerkollegium: „Sie sind Bezugspersonen für die Kinder.“
Ehrenamtlerin Adelheid Schönborn ist seit acht Jahren dabei, zweimal die Woche kümmert sie sich mit um die Sprachförderung: „Die ausländischen Kinder können hier nur Fuß fassen, wenn sie die Sprache richtig sprechen.“ Inge Urban, seit drei Jahren dabei, ist es wichtig, etwas Positives mitzugeben. „Die Kinder kommen gerne, sie wissen, dass da ein Mensch ist, der für sie Zeit hat“, schildert sie ihre Erfahrung. Lesen sei nachwievor beliebt, sagt Susanne Welm, eine der Lesepaten. Oftmals stünden die Kinder jedoch unter Leistungsdruck: „Eltern sollten für die Liebe da sein, nicht für die Leistung.“
Freitag, 17 November 2017 09:36

Investition: 52.000 Euro für Laufbahn

Bockhorn. Die Gemeinde Bockhorn hat für die Sanierung der 100-Meter-Laufbahn auf dem Sportgelände Hilgenholter Straße rund 52.000 Euro in den Investitionshaushalt für 2018 eingestellt. Der Sanierungsbedarf war bereits im Verwaltungsausschuss am 5. September Thema gewesen. Daraufhin war der Entschluss gefasst worden, die Kosten für die Sanierung der Laufbahn, der Weitsprung- sowie Kugelstoßanlage zu ermitteln.
„Wir haben bisher keine exakten Analysen der Kosten bekommen“, teilte Bürgermeister Andreas Meinen in der jüngsten Sitzung des Schul-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Marktausschusses mit. Aus diesem Grund sind die 52.000 Euro zunächst als geplanter Ansatz zu sehen.
Dass die Laufbahn einer dringenden Modernisierung bedarf, sei auch beim Ortstermin deutlich geworden. Eine kostengünstige Möglichkeit wäre, den alten Belag zu entfernen und eine neue Schicht aufzutragen – „vorausgesetzt, das Material ist nicht belastet, dann wird es wesentlich teurer“, betonte Meinen. Neben der Erneuerung der Kantsteine liegt der Fokus auch auf dem Erhalt der bisherigen Drainage und des Regenwasserablaufs. Als möglicher Platz für eine Weitsprunganlage wurde die Verlängerung der Laufbahn in Richtung Uhlhornstraße vorgeschlagen.
Um verlässliche Kosten zu ermitteln und gleichzeitig die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten abzuwägen, wird die Sanierung von einem Fachplanungsbüro begleitet.
Freitag, 03 November 2017 10:12

Flinke Vierbeiner mit klarer Botschaft

Neuenburg. Angefangen hat alles mit dem Wunsch nach einem Hund. „Wir haben uns gesagt, wenn wir einen nehmen, dann aus dem Tierschutz“, berichtet Thomas Coldewey aus Neuenburgerfeld. Die Suche in lokalen Tierheimen bleibt ohne Erfolg. Im Internet stößt der Tischler auf Onlinegruppen, die sich mit dem Leid der Galgos in Spanien auseinandersetzen. Ab da steht für Thomas Coldewey und seine Frau Martina fest: dieser Hund soll es sein.
Heute bereichern Asali (suaheli für „Süßer Honig“) und Nisha (indisch für „Die Schöne“) ihren Alltag. Die beiden quirligen Tiere sitzen mit auf dem Sofa, bekommen Streicheleinheiten und schlafen in großen, weich ausstaffierten Hundekörben. Ein glückliches Hundeleben – was sehr vielen ihrer Artgenossen verwehrt bleibt. Die vom Wesenszug eher sanft-gutmütigen Tiere verfügen nämlich über einen gut ausgeprägten Jagdtrieb – ein Umstand, den sich die Galgueros, die spanischen Jäger, für ihre Zwecke und ohne Rücksicht auf die Hunde zu eigen machen.
Thomas Coldewey legt einen Ordner auf den Tisch. Darin: Bilder von Hunden, die angeleint einem fahrenden Auto hinterherlaufen müssen, ausgemergelte Galgos, geschundene Pfoten. Die Bilder stammen von Tierschutzorganisationen, die sich vor Ort für die Hunde einsetzen. „50.000 Galgos werden pro Jahr getötet“, sagt Thomas Coldewey. Bei den Jägern zählt nur die Schnelligkeit der Tiere, die sie mit brutalen Methoden steigern. Wer zu alt oder zu langsam ist, wird ausgemustert, in der Einöde angepflockt und sich selbst überlassen oder an einem Baum soweit aufgehängt, dass die hinteren Pfotenspitzen gerade noch den Boden berühren. „Klavierspielen“ nennt sich diese Methode, die im Todeskampf der Tiere die Handanschläge eines Pianisten imitiert. „In Spanien hält sich der Aberglaube, dass der nächste Hund umso schneller ist, je mehr sein Vorgänger gelitten hat“, sagt Thomas Coldewey.
Auf diese Lebensumstände macht seit einem Jahr der von Marie Tenbusch und Thomas Coldewey gegründete Verein „Galgo Info“ aufmerksam: „Wir leisten Aufklärung, vermitteln jedoch keine Tiere.“ Mittels Spenden unterstützen sie die spanischen Tierschutzorganisationen, die sich für die Windhunde einsetzen, bezahlen Medikamente, Heimkosten oder notwendige Apparaturen, um die Tiere wieder aufzupäppeln. Ein gesunder Galgo im Tierheim kostet rund 120 Euro im Monat, oftmals sind 500 Tiere in einem Heim untergebracht. Die Geschichte ihrer Hunde haben Thomas und Martina Coldewey teilweise in Erfahrung bringen können. „Asali hat bei Zigeunern gelebt und war trächtig, allerdings nicht von einem Galgo. Das wäre ihr Todesurteil gewesen“, berichtet Thomas Coldewey. „Nisha haben wir vor acht Jahren auf einem Foto zum ersten Mal gesehen. Sie hatte ein Gesicht, damit hätte sie keiner genommen.“
Ihr Temperament haben die beiden Galgos der Familie Coldewey bewahrt. „Die Tiere brauchen Beschäftigung“, sagt Thomas Coldewey. Den Hund eben draußen laufen lassen – das geht nicht. Ein Vogel, oder eine Katze reicht schon, um den Hund über alle Berge laufen zu lassen: „Wenn man Glück hat, kommt der Hund irgendwann wieder.“ Allerdings lauern draußen zahlreiche Gefahren für die flinken Vierbeiner, die nicht selten von Autos angefahren werden. Die Leine ist stets dabei – nebst Sicherung am Menschen. „Galgos sind keine Tiere für Jedermann, man muss sich schon sehr mit den Rassemerkmalen auseinandersetzen“, betont Thomas Coldewey.
Im Verein kommt den Galgos eine wichtige Rolle zu. Sie sind „Botschafter mit langen Nasen“, die auch aufgrund ihrer grazilen Erscheinung für Aufmerksamkeit sorgen. „Die Tiere sind Hingucker, die Menschen kommen auf uns zu und sprechen uns an und fragen nach“, freut sich der Neuenburgerfelder. Im vergangenen Jahr haben die Coldeweys am Galgomarsch in Berlin teilgenommen. Mit 600 Galgos ging es durch das Brandenburger Tor und das Regierungsviertel. „Das war eine tolle Tour, wo ich heute noch Gänsehaut bekomme, wenn ich daran denke“, sagt Thomas Coldewey. Im Juni 2017 folgte schließlich ein „Great Global Greyhound Walk“ für britische und spanische Windhunde in Dangast, initiiert vom Verein „Galgo Info“. Ebenfalls macht der Verein mit besonderen Aktionen auf seine Arbeit aufmerksam. In der Vorweihnachtszeit läuft unter anderem eine „Galgo im Sack“-Adventskalenderaktion, wo es möglich ist, Taschen, Bilder und Kunsthandwerk, für den guten Zweck zu ersteigern. Hergestellt werden die Sachen in Handarbeit vom Ehepaar Coldewey sowie von Marie Tenbusch. Der Erlös fließt in den Tierschutz.
Für „Galgo Info“ gibt es auch künftig einiges zu tun, denn die Bedingungen, in denen die Galgos in Spanien leben, verändern sich nur langsam. „Es gibt inzwischen ein Umdenken, dass einige Jäger ihre Tiere nicht mehr töten, aber die Tradition ist nachwievor noch vielerorts vorhanden“, berichtet Thomas Coldewey.

Wer die Arbeit von „Galgo-Info“ unterstützen möchte, findet auf der Internetseite www.galgo-info.de weitere Informationen.
Freitag, 03 November 2017 10:08

Schüler pflegen das Ökosystem Moor

Bockhorn. Statt Schulheft und Lehrbuch gibt es Gummistiefel und Sägen: Vier Klassen der IGS Friesland-Süd aus Zetel haben kürzlich die Schule für jeweils einen Vormittag gegen das Bockhorner Moor getauscht.
Unterstützt vom Landkreis Friesland sowie der mobilen Umweltbildung Mobilum gab es im Rahmen des „Moorherbst Niedersachsen“ für die jeweils 30 Schüler an einem Vormittag etliche theoretische und praktische Aufgaben zu bewältigen. Bereits im Unterricht hatten sich die Schüler der 7. Klassen über das Ökosystem Moor informiert. Dabei ging es auch um geeignete Schutzmaßnahmen, um den empfindlichen Lebensraum auch für künftige Generationen zu erhalten.
Auch das Entkusseln auf einem Teilbereich des knapp 322 Hektar umfassenden Bockhorner Moores spielte eine Rolle. Damit dem Moorboden nicht zuviel Wasser entzogen und damit die Wiedervernässung erschwert wird, mussten die Birken und Kiefern weichen – unter Anleitung durften die Schüler selbst mit Sägen die Baumreihen auf einem knapp drei Hektar großen Areal lichten. Theoretische Inhalte vermittelten Susanne Ekhoff und Petra Walentowitz von der mobilen Umweltstiftung „Mobilum“, die mit Kleingruppen Bodenproben entnahmen, das saure Waldbodenmilieu bestimmen ließen oder die Pflanzen des Moores vorstellten – allen voran das Torfmoos, das für den Wachstum des Moores sorgt.
Für Sven-Philipp Glomme, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften an der IGS Friesland-Süd und Alexander Pelzel von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland ist die Aktion ein großer Erfolg. „Die Schüler sind sehr motiviert, einige würden gerne auch außerhalb der Aktion das Moor weiter pflegen“, berichtet Sven-Philipp Glomme. Für die Schüler bedeute die Arbeit an der frischen Luft im Bockhorner Moorgebiet ein „echtes Naturerlebnis“. Möglich sei eine solche praxisbezogene Exkursion jedoch oftmals nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung, erklärte Alexander Pelzel.

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