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Dienstag, 02 Mai 2017 17:00

Düngeverordnung elementar für Grundwasserschutz

geschrieben von Michael Tietz, Redaktion Jade
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Eine Führung durch das OOWV-Infohaus Wasser mit der Kaskade (im Hintergrund) bildete am Mittwoch den Abschluss der Geschäftsführertagung des Wasserverbandstages. OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht, Verbandsvorsteher Sven Ambrosy und WVT-Geschäftsführer Godehard Hennies (v. links) zogen im Anschluss ein positives Fazit nach der zweitägigen Tagung in Varel und Diekmannshausen. Eine Führung durch das OOWV-Infohaus Wasser mit der Kaskade (im Hintergrund) bildete am Mittwoch den Abschluss der Geschäftsführertagung des Wasserverbandstages. OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht, Verbandsvorsteher Sven Ambrosy und WVT-Geschäftsführer Godehard Hennies (v. links) zogen im Anschluss ein positives Fazit nach der zweitägigen Tagung in Varel und Diekmannshausen. Foto: Michael Tietz
Tagung des Wasserverbandstages in Varel und Diekmannshausen

Varel/Diekmannshausen. Wie können auch zukünftig Sicherheit und Qualität der Trinkwasserversorgung gewährleistet werden? Was bedeutet die neue Düngeverordnung für den Grundwasserschutz? Über Fragen wie diese wurde in der letzten Woche bei einer Tagung des Tagung des Wasserverbands­tages (WVT) diskutiert. Gastgeber war der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV), größter Wasserversorger in Niedersachsen und gemessen an der Fläche des Verbandsgebietes auch einer der größten bundesweit. Bei der zweitägigen Zusammenkunft in Varel und Diekmannshausen tauschten sich etwa 35 Geschäftsführer von Wasserversorgern aus ganz Niedersachsen über Entwicklungen der Branche aus.

Dabei stand natürlich unter anderem die neue Düngeverordnung im Fokus: „Sie kommt spät, aber wir sind froh, dass sie nun da ist“, erklärte OOWV-Vorsteher Sven Ambrosy, „ein realpolitischer Kompromiss, der von uns voll mitgetragen wird.“ Kein Verständnis habe man aber, so Ambrosy, für Gesprächspartner, die das Problem der steigenden Nitratbelastung immer noch verleugnen würden. Man stehe mit der neuen Gesetzeslage ferner erst am Anfang eines Prozesses, den es konsequent fortzusetzen gelte. Durch strengere Düngeregeln soll eine Trendwende bei den seit Jahren steigenden Nitratwerten im Grundwasser erreicht werden. „Der Erfolg hängt maßgeblich von der Akzeptanz und somit von der Umsetzung der neuen Vorgaben, aber auch von effektiven Kontrollen ab“, sagte Sven Ambrosy. Weitere Schritte wie beispielsweise die Einführung einer Stoffstrombilanz seien erforderlich, um die Nitrateinträge wirksam zu reduzieren, ergänzte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht.

Das Verbandsmodell könne nach wie vor überzeugen, erklärte WVT-Geschäftsführer Godehard Hennies aus Hannover, und die Arbeit des OOWV sei beispielhaft. Nicht nur, weil es dem Versorger mit Sitz in Brake gelungen sei, über nunmehr fast 25 Jahre den Wasserpreis niedrig und stabil zu halten, sondern auch wegen der umfangreichen Bemühungen des OOWV zu Information und Umweltbildung. Das lasse sich etwa am Museum Kaskade in Diekmannshausen ablesen, das von den Geschäftsführern besichtigt worden war. „Die Ausstellung, die hier zu sehen ist, ist fantastisch“, zeigte sich Hennies beeindruckt. Das Infohaus Wasser mit dem Museum Kaskade in Diekmannshausen ist vom OOWV erst unlängst renoviert und inhaltlich völlig neu aufgestellt worden.

„In unserer Region ist die Welt noch in Ordnung, was das Grundwasser angeht“, fasste Sven Ambrosy zusammen. In anderen Regionen gebe es durch Nitrat im Boden, aber auch durch Spurenstoffe aus Medikamenten, Industriechemikalien und Kosmetika deutlich größere Probleme. Dennoch gelte es auch im Nordwesten wachsam zu bleiben. So bereite die von der Küste weiter landeinwärts fortschreitende Versalzung des Grundwassers Sorgen.
Gelesen 1315 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 11 Mai 2017 11:33

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