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Freitag, 16 Juni 2017 12:30

Volles Haus beim Planungsausschuss

geschrieben von Albert Rohloff
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Der Versammlungsraum des Gemeindezentrums hatte Mühe, die interessierten Bürger aufzunehmen, die bei der Sitzung des Bauausschusses dabei sein wollten. Der Versammlungsraum des Gemeindezentrums hatte Mühe, die interessierten Bürger aufzunehmen, die bei der Sitzung des Bauausschusses dabei sein wollten. Foto: Albert Rohloff
Jaderberg. Beim Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt der Gemeinde Jade war man fast geneigt, den Tagesordnungspunkt „Anbau eines größeren Versammlungsraums“ einzufügen, so prall gefüllt war der Saal des evangelischen Gemeindezentrums in Jaderberg am Donnerstag letzter Woche.

Doch die Tagesordnung gab auch ohne diese Änderung genug her. Die Bürger, für die zusätzliche Stühle beschafft werden mussten, waren insbesondere an der Fragestunde interessiert. Sie ließen sich denn auch nicht lange bitten, die knapp bemessene Zahl an Parkplätzen zu thematisieren, unter denen die Kindertagesstätten in Jaderberg leiden würden. Für die Verwaltung stellte Danny Gerdes vorab fest, dass aus rechtlicher Sicht hinreichend Parkplätze vorhanden seien. Das sahen Vertreter und Vertreterinnen des Gemeindeelternrates aber anders. Sie sparten nicht an Kritik daran, dass das Problem bereits seit Jahren bekannt sei. Nun aber sei mit dem Beginn des Baus weiterer Stellflächen nicht vor diesem Herbst zu rechnen. Der Gemeinderat hatte das Geld für die Einrichtung eines zusätzliches Parkplatzes auf der Grünfläche vor dem Evangelischen Kindergarten unlängst mit einem Sperrvermerk versehen. Im Rahmen der Bürgerfragestunde wurde ferner darum gebeten, eine Geschwindigkeitsreduzierung für Baustellenfahrzeuge der Stindt-Flächen auf der Georg- und der Mozartstraße einzurichten. Man beschwerte sich nicht nur über die überhöhten Geschwindigkeiten der LKW, auch werde häufig auf den beiden Straßen geparkt. Schließlich gehen die Anwohner davon aus, dass die Fahrzeuge oft stark überladen seien. Bei Henning Kaars rannten die Gäste der Sitzung in dieser Sache offene Türen ein. Es seien bereits mehrfach Kontrollen durchgeführt worden, nun aber werde man ein weiteres Mal mit der ausführenden Firma Kontakt aufnehmen.

Weniger emotional aufgeladen war dann das Thema „Rathausneubau“. Beim jetzigen Rathaus muss unterschieden werden zwischen altem Altbau und neuem Altbau. Der ältere, von der Straße aus links stehende, ältere Bau werde komplett abgerissen. So entstehen weitere Stellplätze, die auch mit Blick auf die Nutzung durch die Feuerwehr bei Einsätzen dringend gebraucht werden. Der Bauantrag ist vorbereitet und wird in Kürze an den Landkreis verschickt. Ein weiteres, aufwendiges Bauvorhaben steht in Jaderberg an: Die Ampelkreuzung an der Raiffeisen- und Tiergartenstraße bedarf der Entschärfung. Hier steht die Entscheidung an, dies mit zusätzlichen Abbiegerspuren oder gar einem Kreisverkehr zu erreichen. Dass hier etwas geschehen muss, darüber herrscht im Ausschuss Einigkeit. Es wurde beschlossen, dem Verwaltungsausschuss eine rasche Änderung des Bebauungsplans zu empfehlen.
Ein Kuriosum hielt der Tagesordnungspunkt Änderung des Bebauungsplans „Ehemalige Post“ bereit: Nachdem die Post aus dem Gebäude vollständig ausgezogen ist, plant der jetzige Eigentümer, das Haus für Jugendliche zu nutzen. Genauer konnte Henning Kaars das Vorhaben noch nicht beschreiben. Es stünde zur Debatte, eine Jugendhilfe-Einrichtung oder auch zwei WG-Wohnungen in den nun frei werdenden 120 Quadratmetern Wohnfläche zu installieren. Dafür aber muss der Bebauungsplan geändert werden. Der nämlich schreibt vor, dass das vorhandene Gebäude ausschließlich für eine Post-Filiale genutzt werden darf – die es hier schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt. O-Ton Henning Kaars im Gespräch mit dem Friesländer Boten: „Fragen Sie mich nicht, wer diesen Passus in den Bebauungsplan eingebracht hat.“
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