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Büppel. Auch im 6. Jahr wird die Dorfgemeinschaft Büppel nicht müde in Sachen Sommerkonzert und kann dabei dieses Jahr mit einer besonderen Überraschung aufwarten. Mit den „Cajun Roosters“ kommen fünf der besten Cajun-Musiker Europas auf den Eekenhof. Fünf Musiker aus fünf Ländern, die sich dem Cajun und Zydeco aus Louisiana verschrieben haben. Damit ist ausgelassene Feierstimmung garantiert. Das Sommerkonzert findet in diesem Jahr am Freitag, 11. August, statt, der Kartenvorverkauf beginnt in Kürze.

Weitere Infos zu Terminen der Dorfgemeinschaft gibt es unter www.bueppel.de – und soviel sei verraten: Nach einer längeren Pause soll es im nächsten Jahr auch wieder ein Osterfeuer in Büppel geben, wie immer dann am Ostersonntag.
Hähnchenmast an der Wehgaster Straße - Vorgesehen ist eine Anlage mit Kapazität für bis zu 30.000 Tiere. Bislang gibt es in Varel keine Sondergebiete für Geflügelställe.

Varel. Der Stadt Varel liegt ein Bauantrag zur Errichtung eines Geflügelmaststalls nahe Dangast vor. Das bestätigte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner auf Nachfrage. Den Ratsmitgliedern war das Schreiben im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis gegeben worden.
Der Antragsteller beabsichtigt, an der Wehgaster Straße eine Stallanlage mit Platz für bis zu 30.000 Masthähnchen zu errichten, nunmehr aber weiter östlich als bei den ersten Überlegungen vorgesehen, mit denen sich die Stadt bereits vor gut zwei Jahren konfrontiert sah.

Im Herbst 2014 hatte es bereits eine Voranfrage zum Bau eines Geflügelstalls gegeben, die hatte der Vorhabenträger dann aber zunächst wieder zurückgezogen. Dabei hatte der Investor ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Planung keineswegs gescheitert wäre und das grundsätzlich an der Absicht zum Bau eines Geflügelstalls festgehalten werde. In der Zwischenzeit habe es nun zahlreiche Abstimmungsgespräche mit der Stadt gegeben, die nunmehr auch zu der Verlegung des Standortes weiter nach Osten geführt hätten.
Wie der Unternehmer bereits im Herbst 2014 erklärte, sei ferner nicht geplant, tatsächlich die maximal mögliche Zahl von knapp 30.000 Tieren zu halten, vielmehr sei ein Besatz mit einer vergleichsweise langsam wachsenden Rasse vorgesehen. Die Aufzucht der Hähne solle sich so weit wie möglich am Tierwohl orientieren und über die ohnehin geltenden Standards deutlich hinausgehen, teilte der Antragsteller damals mit. Vorgesehen sei „ein Nischenprodukt“, eine Mischung aus dem, was einerseits landläufig – meist negativ konnotiert – als „konventionelle Geflügelmast“ und andererseits als Bio-Haltung verstanden wird. Schließlich werde auch der Markt entscheiden, was wirtschaftlich darstellbar ist. Ein geschlossener Stall aber müsse sein, der Freilauf der Tiere komme schon aus Gründen der Seuchenprävention nicht in Frage.

Ob und inwieweit die Gremien der Stadt Einfluss nehmen können auf ein solches Vorhaben, darüber war im Planungsausschuss bereits im Herbst 2014 ausführlich diskutiert worden. Sollte die Politik den Bau zu verhindern suchen, wäre das sehr schwierig – wenn überhaupt möglich, wie Stadtplaner Olaf Freitag damals dargelegt hatte. Nicht zuletzt muss bei der Betrachtung unterschieden werden zwischen landwirtschaftlich und gewerblich betriebener Geflügelmast: Um erstere handelt es sich dann, wenn mindestens die Hälfte des für die Aufzucht der Tiere benötigten Futters auf eigenen oder dauerhaft gepachteten landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden kann. Ist diese Bedingung erfüllt, handelt es sich um ein privilegiertes landwirtschaftliches Vorhaben nach § 35 Baugesetzbuch, das grundsätzlich Anspruch auf Genehmigung hat, sofern diesem, wie es im Gesetzbuch heißt, „öffentliche Belange nicht entgegenstehen“. Einfach gesagt: Einen solchen landwirtschaftlichen Geflügelstall im Außenbereich hätte die Kommune fast zwangsläufig zu genehmigen.
Etwas anders sieht es bei gewerblich betriebener Geflügelmast aus, wie sie hier zunächst beantragt wurde: dafür kann die Stadt sogenannte Vorranggebiete ausweisen, auf die Antragsteller dann verwiesen werden können, für das übrige Stadtgebiet ergäbe sich daraus zunächst eine Ausschlusswirkung. Den Antrag, ein Sondergebiet „Geflügel-Mastställe“ im Flächennutzungsplan der Stadt auszuweisen, hatte die Fraktion der Menschenmüll-Wähleraktion im Herbst 2014 gestellt. Umgesetzt wurde er bislang nicht.

Ob und wo solch ein Sondergebiet ausgewiesen werden könnte, ist bis dato auch völlig offen geblieben, mit Vorschlägen dazu hielt man sich seinerzeit im Ausschuss geflissentlich bedeckt – wohl wissend, dass man sich diesem emotional aufgeladenen Thema immer den Unmut der jeweils betroffenen Nachbarschaft zuziehen wird.
Das weiß auch der jetzige Antragsteller: Der hatte seine Bauvoranfrage vor gut zwei Jahren zunächst zurückgezogen, obwohl dem Projekt an dem vorgesehenen Standort planerisch und rechtlich nichts im Wege gestanden hätte. Es sei aber nachzuvollziehen, dass einige Menschen sensibel auf diese Thematik reagieren, so der Unternehmer damals. Viele Bedenken seien dabei allerdings „eher emotionaler Natur“ denn durch sachliche Abwägung begründet. Das Vorhaben hatte in den Gremien für lebhafte Debatten gesorgt. Die Mehrheit der Fraktionen hatte es seinerzeit kritisch gesehen, auch im Kommunalwahlkampf 2016 spielte das Thema eine Rolle. Ein Geflügelmaststall ausgerechnet in der Nähe des Tourismuszentrums und Kurortes Dangast sei abzulehnen, so der Tenor.

Doch das Planungsrecht bietet für eine solche politische Ablehnung im Grunde kaum Spielraum. Dennoch wird der Bescheid der Stadt zu diesem Bauantrag zunächst wohl noch auf sich warten lassen: Vor dem Hintergrund des im Raume stehenden MMW-Antrages zur Ausweisung eines Sondergebietes soll den Ratsgremien Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Der städtische Planungsausschuss wird sich des Themas annehmen, die nächste Sitzung findet voraussichtlich statt am Montag, 15. Mai.
Eine neue Anbindung an die Georgstraße soll her, dabei muss eine künftige Siedlung möglichst schohn berücksichtigt werden.

Jaderberg.
Um ein neues Verkehrskonzept zur zukünftigen, verbesserten Erschließung des weiter wachsenden Wohnquartiers nördlich der Georgstraße in Jaderberg wurde jetzt im Jader Gemeinderat diskutiert. Dabei meldeten sich besorgte Anwohner zu Wort, die den aktuellen Überlegungen zur Schaffung einer neuen Verbindung zwischen der Georg- und der Gewerbestraße so gar nichts abgewinnen können, da diese Straße direkt an ihren Grundstücken vorbeiführen würde.

Hintergrund für die Überlegungen ist die Tatsache, dass durch die Erschließung weiterer Wohnbauflächen an der Mozartstraße der Verkehr in der besagten Siedlung weiter zunehmen wird. Insbesondere die jetzige Durchfahrt von der Georg­straße in die Gewerbestraße wird als Problem betrachtet. Es handelt sich um eine schmale, gepflasterte Fahrbahn ohne echte Nebenanlage, wegen des scharfen Winkels unübersichtlich – ein potenzieller Gefahrenpunkt, insbesondere bei steigenen Verkehrszahlen, da war man sich im Rathaus einig.
So war ein Planungsbüro beauftragt worden, ein Verkehrskonzept zu erstellen, das Lösungen für das Problem aufzeigen soll. Im Februar waren die Vorschläge der Ingenieure im Bauausschuss vorgestellt worden – die nunmehr von der Politik präferierte Variante „1C“ war nicht darunter. Dafür die Option, weiter westlich eine neue Verbindung direkt zwischen der Georgstraße und der Raiffeisenstraße (L 862) zu schaffen, so dass mit der Einmündung „Am Esch“ eine Kreuzung oder, noch besser, ein Kreisverkehr entstehen könnte. Das hätte den Vorteil, dass der bislang teils recht rasant in den Ort einrauschende Kfz-Verkehr hier eingebremst werden könnte. Aber das wäre einerseits sehr aufwendig und teuer, zudem müssten landwirtschaftliche Flächen durchschnitten werden. Letztlich konnte keine der vom Planer erarbeiteten Möglichkeiten im Ausschuss überzeugen. Ein Aspekt ist bei den Überlegungen zudem die Anbindung einer möglichen neuen Wohnbausiedlung östlich der Gewerbestraße, die ebenfalls über die vom Bauausschuss nun ausgetüftelten Variante „1C“ möglich wäre. Zentraler Kritikpunkt der Anwohner, die sich im Rat zu Wort meldeten: Diese Variante würde die in Rede stehenden Probleme gar nicht lösen, besser wäre es, Fahrzeuge aus der Siedlung rund um die Mozartstraße könnten weiter westlich auf die Landesstraße gelangen.
Ohnehin sei insbesondere die nördliche Georgstraße aufgrund ihrer Bauausführung gar nicht geeignet, weiteren Verkehr aufzunehmen. Das hatte zuvor schon der Fachplaner bestätigt: Als Sammelstraße tauge die schmale Straße nicht, sie zumindest abschnittsweise auszubauen, sei zusätzlich zu überlegen.
Einfach die Georgstraße (wie früher schon) ganz im Westen wieder an die L 862 anzubinden, sei keine gute Lösung, hieß es im Ausschuss: Man dürfe die Durchfahrt von der Raiffeisen- zur Vareler Straße nicht zu attraktiv machen sonst würde die Georgstraße – mehr als womöglich schon jetzt – zur Abkürzung, auf der immerhin eine Ampelkreuzung und zwei Bahnübergänge umfahren werden können. Auf die vielstimmige Kritik reagierte Bürgermeister Henning Kaars schließlich mit dem Hinweis, dass noch keine Entscheidung für den Bau der einen oder anderen Variante getroffen sei. Vielmehr gehe es nun zunächst darum, Kosten und Realisierbarkeit der zunächst Lösung 1C zu prüfen. Den entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat dann einstimmig – schließlich seien die übrigen Varianten im Planungsausschuss bereits ausgeschlossen worden.
Jade. Sowohl der Bauausschuss wie auch gut eine Stunde später der Gemeinderat in Jade haben am Dienstag den Weg frei gemacht für eine Erschließung des seit Jahren in der Schwebe stehenden Ferienhausparks in Sehestedt. Sobald der Satzungsbeschluss zur nun beschlossenen Bebauungsplanänderung rechtskräftig ist, kann mit den Vorbereitungen zur Erschließung begonnen werden. Darauf warten die Eigentümer von Hausgrundstücken bereits seit Jahren. Bekanntlich hatte es eine lange Auseinandersetzung zu der Frage gegeben, ob die Gemeinde nach der Insolvenz des damaligen Investors in die Erschließung eintreten sollte. Nach langem Hin und Her entschied der Gemeinderat letztlich, die Erschließung zu übernehmen, auch nachdem der Landkreis eine Einschätzung abgegeben hatte, nach der sich eine Erschließungspflicht der Gemeinde verdichtet habe. Alles in allem wird mit Kosten von nunmehr rund 1,4 Millionen Euro gerechnet, nach Erschließungssatzung wird die Gemeinde dabei letztlich zehn Prozent selbst tragen müssen, 90 Prozent kann die Kommune von den Anliegern wieder einfordern.

Eine Änderung des Bebauungsplans „Ferienhausgebiet Sehestedt-Süd“ war nötig geworden, um die zunächst als privat vorgesehene Verkehrsfläche sowie die Regenrückhaltebecken und Aufweitungen von Gräben in öffentliche Flächen zu ändern sowie die zukünftigen Straßenverläufe an die zuletzt durchgeführte Vermessung anzupassen.

Knut Brammer (CDU) erklärte im Bauausschuss, dass er der Vorlage nicht zustimmen könne: Es lägen noch keine ausreichend nachvollziehbaren Erläuterungen zur Verdichtung der Erschließungspflicht vor, wie sie im Dezember beantragt worden waren. Dennoch war man sich im Ausschuss mehrheitlich einig, das Thema zum Beschluss zu bringen, da bereits wiederholt und ausführlich über den Bebauungsplan debattiert worden sei. Im Gemeinderat beantragte die CDU in dieser Sache namentliche Abstimmung, bei drei Gegenstimmen der CDU gab es dennoch eine breite Mehrheit für den Abwägungs- und Satzungsbeschluss.

Den Weg bereitet hat der Rat ferner für eine neue Nutzung des einstigen Postgebäudes an der Poststraße in Jaderberg. Die Poststelle selbst ist hier schon seit vielen Jahren geschlossen, doch der Dienstleister nutzt bislang noch hintere Gebäudeteile für die Logistik. Nach Auskunft von Bürgermeister Henning Kaars wird die Post diese Aufgaben in Zukunft in ein in Varel neu geplantes Logistikzentrum verlagern und die Räume in Jaderberg aufgeben. Der Eigentümer denke diesbezüglich über eine neue Nutzung nach. Es gebe auch bereits einen Interessenten, der sich vorstellen kann, an der Poststraße eine Jugendhilfeeinrichtung zu eröffnen. Doch das lässt der bisherige Bebauungsplan nicht zu, das fragliche Grundstück ist mit der Zweckbestimmung „Post“ belegt. Deshalb sei eine Planänderung nötig. Ulrich van Triel (Grüne) merkte an, dass bei dieser Änderung dafür Sorge getragen werden solle, die Zulässigkeit für die Errichtung von Spielhallen zu unterbinden.
Freitag, 20 Januar 2017 15:06

Rundgang mit Zootierarzt

Jaderberg. Einblicke in den Arbeitsalltag von Zootierpflegern und Tierärzten gibt es beim schon traditionellen Rundgang durch den Jaderberger Tierpark mit dem zoologischen Leiter, Tierarzt Sebastian Lange. Der winterliche Rundgang erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit, weil Sebastian Lange dabei auch Blicke hinter die Kulissen des Jaderparks ermöglicht und bei Bedarf auch Tipps und Anregungen für die Haltung von Tieren aller Art liefert. Um möglichst vielen Interessenten die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben, wird der Rundgang in diesem Januar wieder an zwei Tagen angeboten: An diesem Wochenende, 21. und 22. Januar, geht es jeweils um 14.15 Uhr an der Spielscheune los.

Während des Rundgangs durch den Tierpark stellt Sebastian Lange seine Schützlinge vor. Er wird Ausführungen zum Pflege- und Personalaufwand machen. Ein weiterer Aspekt sind die behördlichen bzw. gesetzlichen Anforderungen die an die heutige Tierhaltung gestellt werden. Dazu kommt das wichtige Aufgabenfeld der veterinärmedizinischen Betreuung. Hierzu wird es Einblicke in die Behandlungsmethoden der modernen Zootiermedizin geben. Am Ende des Rundgangs steht der Tierarzt Ratsuchenden gern zur Verfügung.

Der Rundgang selbst ist kostenlos, es ist nur der jeweilige Eintrittspreis zu entrichten.
Freitag, 28 April 2017 15:51

Kein Tempo 70 in Neuenwege

Varel. Keinen Bedarf für die Anordnung von Tempo 70 auf der K 340 (Oldenburger Straße) in Varel-Neuenwege sehen Polizei und Verkehrsbehörde des Landkreises. Einen entsprechenden Antrag hatte Uwe Hinrichs an die Stadt Varel gerichtet, dazu waren nun Stellungnahmen von der Polizeiinspektion und der Verkehrsbehörde angefordert worden. Uwe Hinrichs hatte vorgeschlagen, die maximal zulässige Geschwindigkeit auf der einstigen Bundesstraße auf 70 Stundenkilometer zu begrenzen, auch im Abschnitt zwischen dem Kreisel Heubült (Wilhelmshavener Straße) und der RWG-Tankstelle in Neuenwege. Von dort bis zur Abzweigung zum Aeropark gilt bereits Tempo 70, im Kreuzungsbereich selbst gar Tempo 50. Hinrichs begründete seinen Antrag mit der vorhandenen Bus­haltestelle. Landwirtschaftliche Fahrzeuge würden auf der langen Geraden häufig mit hoher Geschwindigkeit überholt, nicht selten würden Kraftfahrer den Abschnitt „als Rennstrecke“ nutzen und selbst die derzeit erlaubten 100 km/h augenscheinlich deutlich überschreiten. Wilfried Alberts vom Fachbereich Ordnung schilderte im Verkehrsausschuss nun die Rechtslage, die eine Temporeduzierung nur zulasse, wenn eine besondere Gefahrenlage oder andere wichtige Gründe dies erforderlich machten. Dies sei für den genannten Abschnitt aber nicht erkannt worden, es handele sich auch nicht um einen Unfallschwerpunkt. Der Antrag von Herrn Hinrichs sei insofern abzulehnen. Im Ausschuss nahm man den Hinweis zur Kenntnis. Raimund Recksiedler (SPD) regte dazu an, es müsse vielmehr erwogen werden, ob nicht für das Teilstück der Oldenburger Straße vom Umspannwerk entlang den Einmündungen Tannenkamp und Moorweg Tempo 70 angeordnet werden könnte: „Dort haben wir einen wirklich gefährlichen Bereich, insbesondere für Radfahrer und Fußgänger, die zwischen Brunsdamm und Tannenkamp die Kreisstraße queren“, so Recksiedler.
Jaderegion. Wasser ist die Grundlage allen Lebens, das weiß heute jedes Kind. Sauberes Wasser ist ebenso existenziell wichtig wie in unseren Breiten selbstverständlich und scheinbar unbegrenzt verfügbar. Das Leben mit und am Wasser ist insbesondere an der Nordseeküste alltäglich. Zuviel Regen im Sommer, Sturmfluten im Herbst: Nicht selten haben wir es im Nordwesten gar mit mehr Wasser zu tun, als uns lieb ist.

Wie vielfältig und sensibel aber die Gewässerlandschaft in der Region, wie sehr die Landschaft rund um den Jadebusen durch die Vielzahl verschiedenster Gewässer buchstäblich vernetzt und geprägt ist, das erschließt sich erst beim genaueren Hinsehen. Aufmerksam machen auf die Bedeutung der Gewässerlandschaft soll nun die erste „Gewässerwoche Jaderegion“ vom 14. bis zum 21. Mai 2017.

Die Jaderegion, das ist in diesem Zusammenhang das hydrologische Einzugsgebiet rund um den Jadebusen: Die westliche Wesermarsch, Teile des Ammerlandes, die Kreise Friesland und Wittmund sowie die Stadt Wilhelmshaven. Über das Wasser und die Gewässer ist in der Jaderegion alles miteinander verbunden: die Natur und Landschaften, die Siedlungen und Menschen, der Handel und die Landwirtschaft. Ziel der Gewässerwoche Jaderegion ist es, das Gefühl für die Verbundenheit über das Wasser zu wecken, über den Stellenwert und die Bedeutung der Gewässer zu informieren, die Schönheit und Naturreichtümer der Region erfahrbar zu machen und Erkenntnisse für zukünftiges gemeinsames Handeln abzuleiten. Acht Tage lang können Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Jaderegion nun erstmals im Rahmen eines umfangreichen Aktionsprogramms entdecken, wie sehr „Die Jade verbindet!“, so nämlich lautet das Motto der Gewässerwoche. Fast einhundert Aktionen an verschiedenen Orten von Wettbewerben über Exkursionen und einer Fachkonferenz bis hin zu spielerischen Aktivitäten werden geboten – ein Programmheft zur Gewässerwoche listet alle Veranstaltungen nach Datum und Veranstaltungsort auf. Die Aktionen werden von lokalen Akteuren wie Kommunen, Verbänden, Schulen, Heimatvereinen, Naturschutzverbänden und Sportvereinen angeboten.

Leinen los ab Wilhelmshaven, Konferenz in Schortens

< Zum Auftakt der Gewässerwoche legt die „MS Harle Kurier“ am Sonntag, 14. Mai, um 11 Uhr von Wilhelmshaven ab. Bei der Schifffahrt mit Schaufischen stehen das Wattenmeer und der Jadebusen im Vordergrund. Für die etwa zweistündige Fahrt werden 120 Tickets verlost: Zur Teilnahme gilt es ein Kreuzworträtsel zu lösen und das Lösungswort bis zum 2. Mai einzusenden – Infos dazu im Programmheft, Seite 5. Ferner findet am 16. Mai im Rahmen der Gewässerwoche eine Jade-Fachkonferenz in Schortens statt mit dem Ziel, Fachwissen zusammenzuführen und so dazu beizutragen, die Jaderegion mit ihren Geest- und Marschengewässern sowie Mooren als nachhaltig funktionsfähiges aber auch lebendiges, artenreiches Element der Kulturlandschaft zu fördern. Es referieren unter anderem Vertreter vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Hochschule Bremen und dem Wasserverbandstag. Anmeldungen zur Konferenz sind noch bis zum 3. Mai möglich, Infos im Programmheft, S. 33.

Zu den Veranstaltungsorten gehören auch Dangast, Varel und Diekmannshausen: In Dangast wird unter anderem am Sonntag, 14. Mai, die Ausstellung „Badekultur im Nordseebad Dangast in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ eröffnet (18 Uhr), es schließen sich über die Woche verteilt verschiedene Vorträge, Exkursionen und Führungen an.

Familientag beim OOWV in Diekmannshausen

Mit mehreren Veranstaltungen in und beim Infohaus Wasser „Kaskade“ in Diekmannshausen beteiligt sich der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) an der Gewässerwoche. Im Mittelpunkt stehen dabei ein Themenabend zu den Herausforderungen des Klimawandels am 15. Mai und ein Familientag am 20. Mai. Kinder und Erwachsene können dabei auf dem Gelände der Kaskade zahlreiche Aktionen kostenfrei nutzen. Bei einer Erkundungstour wird eingetaucht in die Welt des Wassers und historische Exponate, Mitmach- und Medienstationen rund um das älteste Speicherpumpwerk werden entdeckt. Die Freiwillige Feuerwehr informiert über Gewässer- und Deichschutz, das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) klärt über das Thema „Makroplastik in der Nordsee“ auf und eine Malaktion für Kinder sowie Experimente rund ums Watt sind weitere Angebote des Familientages. Initiator und Veranstalter der Gewässerwoche ist der Verein „Kommunale Umwelt-AktioN“ in Kooperation mit einer regionalen Steuerungsgruppe, der unter anderem die Landkreise Friesland, Wesermarsch und Wittmund, die Gemeinden Jade, Jever, Varel, Wilhelmshaven und Wangerland sowie die Wasser- und Bodenverbände Wesermarsch, die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, die Oldenburgische Landschaft, und der OOWV angehören. >> Das Programmheft mit allen Informationen rund um die Aktionen ist zum Download verfügbar unter www.gewaesserwoche.de sowie erhältlich bei den Akteuren und vielen öffentlichen Stellen.
Dangast. Die Naturschutzorganisation „Sea Shepherd“ lädt ein zu einer Strandputzaktion sowie zu einem Infovortrag im Nationalpark-Haus Dangast am Samstag, 13. Mai: Bei der Aktion „Beach Cleanup“, die um 10 Uhr am Strand beim Kurhaus beginnen wird, können die Teilnehmer eine einfache, aber effektive Methode zum aktiven Meeresschutz kennen lernen. Dabei werden die erfahrenen Aktivisten das Problem der zunehmenden Meeresvermüllung aufzeigen und erläutern, welche Folgen damit verbunden sind. Rund 80 Prozent des Mülls in den Meeren wird über Flüsse eingetragen und durch Meeresströmungen weiter verteilt. Die Verschmutzung von Meeren und Flüssen stellt nicht nur eine Gefahr für die heimische Umwelt dar, sondern ist ein weltweites Problem. Wer Lust und Zeit hat, an der Strandsäuberung in Dangast teilzunehmen und so Teil der internationalen „Marine Debris Campaign“ von Sea Shepherd zu werden, ist herzlich eingeladen. Empfohlen werden festes Schuhwerk und Handschuhe. Kinder sollen bitte nur in Begleitung der Eltern teilnehmen. Die Aktion wird voraussichtlich bis etwa 15 Uhr andauern.

Um 16.30 Uhr beginnt dann im Nationalpark-Haus „Alte Schule“ Dangast ein Vortrag der Organisation mit dem Titel „Wie wir jeden Tag die Meere schützen können“. Er ist Teil einer Sea-Shepherd-Vortragsreihe zum „Wissenschaftsjahr 2016/2017 – Meere und Ozeane“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Deutschland ist für über ein Viertel des Plastikverbrauchs in Europa verantwortlich. Hinzu kommen andere Verschmutzungen, etwa durch Agrar- und Energiewirtschaft sowie durch die Fischerei und die Schifffahrt. Allein in der Nordsee befinden sich nach Schätzungen 20.000 Millionen Tonnen Müll. Die Leidtragenden dieser Verschmutzung sind neben den Meeresbewohnern vor allem auch wir selbst. Welche Folgen unser täglicher Konsum und die Verschmutzung der Meere haben, stellt Sea Shepherd in einem spannenden Vortrag vor. Beginn ist um 16.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Darüber hinaus werden die Mitglieder von Sea Shepherd Deutschland im Nationalpark-Haus Dangast einen Info- und Merchandisestand aufbauen. Dort können sich Besucher über die Arbeit der Umweltschützer informieren, Fragen zum Thema Meeresschutz und den Erhalt des Ökosystems stellen und natürlich auch den einen oder anderen Merchandise-Artikel erwerben.

Sea Shepherd ist eine 1977 gegründete Naturschutzbewegung, die nach eigenen Angaben im Rahmen der UN-Weltcharta Natur und anderer Naturschutzabkommen agiert, um die Artenvielfalt zu erhalten. Sea Shepherd wendet innovative Taktiken der direkten Aktion an, um zu ermitteln, zu dokumentieren und wenn nötig einzugreifen, um illegale Aktivitäten auf hoher See aufzudecken und ihnen entgegenzutreten. Bekannt geworden ist die Organisation durch spektakuläre Einsätze auf See, bei denen Aktivisten mit Schlauchbooten zwischen Harpunen und Walen manövrieren, um letztere vor dem Abschuss zu bewahren.

>> Weitere Infos zu den Aktionen und Zielen von Sea Sheperd gibt es im Internet unter www.sea-shepherd.de.

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