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Freitag, 15 September 2017 11:22

Grüner Stadtgarten statt grauem Betonklotz?

geschrieben von Michael Tietz
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Das alte Postgebäude an der B 437 soll abgerissen werden. Was auf dem Grundstück dann aber geschehen soll, ist noch unklar. Das alte Postgebäude an der B 437 soll abgerissen werden. Was auf dem Grundstück dann aber geschehen soll, ist noch unklar. Foto: M. Tietz
Varel. Das Schicksal des früheren Postgebäudes an der B 437 scheint besiegelt – die Stadtverwaltung empfiehlt den Abriss des klobigen Gebäudes, das seit dem Auszug der Hauptpost in den Neubau am Cityparkplatz nahezu vollständig leer steht.
Nachdem jahrelang nach Strategien für eine gewerbliche Nachnutzung des Bauwerks und/oder des Grundstücks gesucht worden war, läuft nun die Zeit ab: Das Gebäude liegt im Stadtsanierungsgebiet, der Abriss ist somit förderfähig, die Stadt muss nur etwa ein Drittel der Kosten von geschätzt etwa 200.000 Euro tragen.

Im Rahmen der Stadtsanierung hatte die Stadt das große, L-förmige Gebäude vor einigen Jahren gekauft, der Kauf war ebenfalls mit Sanierungsmitteln zu zwei Dritteln von Bund und Land gefördert worden. Die Stadt wollte so die Hoheit darüber bekommen, was hier künftig geschehen soll: Von einem neuen „Tor zur Innenstadt“ war immer wieder gesprochen worden, Handelsmarken mit Magnetfunktion sollten sich hier niederlassen. Geworden ist daraus nichts, so soll das gut 4.000 Quadratmeter große Grundstück im kommenden Jahr zunächst einfach eingeebnet werden, wenn auch der Zustellstützpunkt der Post in den Neubau im Logistikport umgezogen ist.
Im Ratsausschuss für Bauen und Liegenschaften wies Fachbereichsleiter Jörg Kreikenbohm am Montag darauf hin, dass am Standort ein Bodenrichtwert von 250 Euro je Quadratmeter gelte, und das könnte für die Stadt einen Pferdefuß mit sich bringen: Nach Abschluss der Stadtsanierung würde auch die Stadt als Eigentümer des Objekts zu einem sogenannten Wertausgleich herangezogen. Ein kompliziertes Verfahren – im Ergebnis könnte das die Stadt etwa 670.000 Euro kosten, sie müsste dann den seinerzeit durch Fördermittel gedeckten Anteil der einstigen Kaufsumme erstatten.
Ein solcher Wertausgleich erfolgt aber nicht, wenn das Areal künftig als sogenannte Gemeinbedarfsfläche genutzt wird, etwa als Parkplatz oder öffentliche Grünfläche. Und genau dieser Vorschlag lag dem Ausschuss nun vor: „Vor dem Hintergrund der schlecht nutzbaren Gebäude wird empfohlen, diese abzubrechen und über Nachnutzungsmöglichkeiten zum Beispiel als öffentliche Parkplatzfläche, im Rahmen eines Bebauungsplanes zu entscheiden.“ Der Erhalt der Gebäude ohne Perspektive, ob und wie sie künftig genutzt werden könnten, sei für die Stadt mit einem erheblichen Risiko verbunden, so Jörg Kreikenbohm.
Im Ausschuss zierte man sich zunächst vor einer klaren Empfehlung: Heinz-Peter Boyken (Zukunft Varel) wies darauf hin, dass nach seiner Kenntnis ein Wertausgleich nicht erforderlich sei. Cornelia Papen (SPD) forderte schließlich, das Thema noch einmal zur Beratung in die Fraktionen zu geben. „Ich sehe da viele offene Fragen. Die Zukunft des Gebäudes beschäftigt auch viele Vareler.“
Bürgermeister Gerd-Christian Wagner wies darauf hin, dass die vorhandenen Gebäude keine Zukunft hätten: „Die Investition ist zu hoch, die entsprechend notwendigen Erlöse sind in Varel nicht zu erzielen.“ Jörg Kreikenbohm ergänzte, dass bis Jahresende ein Auftrag zum Abriss vergeben sein müsste, um die Zuschüsse zu sichern. Am 23. Oktober soll das Thema wieder auf die Tagesordnung, der Verwaltungsausschuss könnte dann eine Ausschreibung beschließen.

Schon in der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung gab Norbert Ahlers, Mitglied der Gruppe „KunstRaum“, den Politikern einen Appell mit auf den Weg: Die Schaffung weiterer Parkplätze könne nicht im Interesse der Stadt sein, damit würde ein „vernachlässigter Hinterhof“ geschaffen. Wünschenswert wäre vielmehr eine Begrünung, die Schaffung eines kleines Stadtgartens, eine kreative Gestaltung – das stadteigene Grundstück in allerbester Lage könnte so ein neues Aushängeschild werden. „Die Entscheidung obliegt letztlich dem Stadtrat, die Planung ist ja noch nicht abgeschlossen“, erklärte der Bürgermeister daraufhin, „wir sind gut beraten, uns damit intensiv zu beschäftigen.“
Gelesen 2151 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 September 2017 11:45

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