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Dienstag, 05 Dezember 2017 10:08

„Gewaltige Schäden von Holland bis Dänemark“

geschrieben von Pascal Fianke
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Klaas-Heinrich Peters, Michael Remmers, Michael Recke und Frank Klimmeck (v.l.) sowie die weiteren Aktiven haben die Gedenkveranstaltungen zur Weihnachtsflut ins Leben gerufen. Klaas-Heinrich Peters, Michael Remmers, Michael Recke und Frank Klimmeck (v.l.) sowie die weiteren Aktiven haben die Gedenkveranstaltungen zur Weihnachtsflut ins Leben gerufen. Fotos: Pascal Fianke
Ausstellung „300 Jahre Weihnachtsflut“ wird am 5. Dezember eröffnet.

Dangast.
Es hatte wie immer ein friedliches Weihnachtsfest werden sollen, doch es kam ganz anders, vor 300 Jahren: In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1717 ereignete sich eine der schwersten Naturkatastrophen im deutschen Raum, die allein in Deutschland rund 9.000 Menschen das Leben kostete. Die Sturmflut, die fortan als „Weihnachtsflut“ in die Geschichtsbücher einging, brachte nicht nur Tod und Zerstörung mit sich, sondern hatte für die Menschen darüber hinaus noch jahrelange Armut und Hungersnöte zur Folge.

Da sich diese Katastrophe in diesem Jahr zum 300. Mal jährt, präsentiert die Akademie Dangast nun eine Ausstellung zum Gedenken an die Weihnachtsflut von 1717. Geleitet wird das Projekt von den Kuratoren Michael Remmers, Michael Recke und Klaas-Heinrich Peters. Das Besondere an der Weihnachtsflut war, dass sie im Gegensatz zu anderen großen Fluten, deren Wirkung oft regional begrenzt waren, von Holland bis Dänemark fast überall gleich schlimm wütete. Bereits nachmittags kam die erste Flut. Als die Menschen sich dann in Sicherheit wogen, ins Bett gingen und dachten, dass sie das Schlimmste überstanden hätten, brach die eigentliche Katastrophe über sie hinein.
Die Wanderausstellung wird an verschiendenen Orten in Friesland und Ostfriesland zu sehen sein. Über die ganze Winterzeit wird zudem ein umfangreiches Rahmenprogramm im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven vorbereitet. Eine Sonderrolle in der Ausstellung nimmt die Chronik von Pastor Johann Friedrich Jansen aus Neuende ein, der dort den Verlauf der dramatischen Nacht dokumentiert hat. „Zu damaliger Zeit war die Deichsituation desolat. Deswegen werden wir auch auf die Bedeutung der Deiche eingehen. Damals haben die Ortspastoren Hilfspakete verteilt und dafür gesorgt, dass Hilfe organisiert wurde. Außerdem ist es auffällig, dass das Geschehen besonders von Pastoren verbreitet wurde. Aus diesem Grund war es uns sehr wichtig, dass die Kirche sich an diesem Projekt beteiligt“, erzählt der ehemalige Pastor Frank Klimmeck.
So gibt es insgesamt 25 Gedenkveranstaltungen, die sich mit Themen rund um die Weihnachtsflut und dessen Folgen beschäftigt. „Wir freuen uns sehr, dass ein so großes Netzwerk entstanden ist, um an die Weihnachtsflut von 1717 zu erinnern“, so Pastor Tom Oliver Brok aus Varel. Und Pastor Jörg Zimmermann aus Sande ergänzt: „Wenn Katastrophen geschehen, fühlen sich die Menschen ohnmächtig und fragen sich nach dem Warum. Damals waren die Menschen ratlos und fragten sich, warum die Flut ausgerechnet zu Weihnachten kam und versuchten Antworten in ihrem Glauben zu finden, da die Kirche ein Ort der Hoffnung ist. Auch diese Punkte werden wir in unseren Gottesdiensten aufgreifen.“

Die Karte, die im Jahr 1718 entworfen wurde, dokumentiert das Ausmaß der Katastrophe.

Rund 20 Großposter präsentieren den Ablauf der Flut, beschreiben die Zahlen der Opfer und den Umfang der Schäden in den einzelnen Regionen und Orten entlang der Küste. Außerdem werden Briefe ausgestellt, in denen Augenzeugen von der Not der Bevölkerung berichten.
Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 5. Dezember, um 17.17 Uhr im Weltnaturerbeportal in Dangast, sie kann zu den Öffnungszeiten des Weltnaturerbeportals besucht werden. Musikalisch untermalt wird die Eröffnung von Gaby Menzel.
Gelesen 592 mal Letzte Änderung am Dienstag, 05 Dezember 2017 10:21

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