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Mittwoch, 24 Januar 2018 12:52

Löschfahrzeug wird nach 31 Jahren ausgetauscht

geschrieben von Michael Tietz
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Das Löschgruppenfahrzeug (LF) 16 wird nach 31 Jahren im Dienst der Vareler Feuerwehr ausgemustert. Das nun bestellte HLF bietet moderne Technik, eine vielseitigere Ausrüstung sowie mehr Platz und Sicherheit. Das Löschgruppenfahrzeug (LF) 16 wird nach 31 Jahren im Dienst der Vareler Feuerwehr ausgemustert. Das nun bestellte HLF bietet moderne Technik, eine vielseitigere Ausrüstung sowie mehr Platz und Sicherheit. Archivbild: Michael Tietz
Im Jahr 2020 soll außerdem das Drehleiterfahrzeug ersetzt werden. Kostenpunkt: mehr als 700.000 Euro.

Varel.
Mehr als eine Million Euro wird die Stadt Varel innerhalb von wenigen Jahren in neue Einsatzfahrzeuge für die Ortsfeuerwehr Varel investieren: Noch möglichst in diesem Jahr soll das Löschgruppenfahrzeug LF 16 ausgemustert werden, es ist inzwischen 31 Jahre alt und mithin ein echter Oldtimer.
Als Ersatz soll nach Abstimmung mit dem Orts- und Stadtkommando der Feuerwehr ein sogenanntes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) angeschafft werden. Diese Fahrzeugkategorie ist vielfältiger ausgerüstet und trägt somit einem verändeten Einsatzspektrum Rechnung, das sich von der Brandbekämpfung verstärkt zur technischen Hilfeleistung etwa nach Verkehrsunfällen verschoben hat.
Die Anschaffung des HLF 20 war bereits im vergangenen Jahr in die Wege geleitet worden, das Verfahren war kompliziert: Es musste europaweit ausgeschrieben werden, zudem unterteilt in drei Lose. Die eingegangenen Angebote wurden dann vom Rechnungsprüfungsamt der Region Hannover geprüft, nunmehr gibt es ein Ergebnis: Ein Fahrgestell liefert MAN zum Preis von gut 80.000 Euro, hinzu kommen der Feuerwehraufbau (180.000 Euro) und die Ausrüstung mit einem Volumen von 58.000 Euro. So wurde das eingeplante Budget von 320.000 Euro just unterschritten. Gegengerechnet werden kann zudem womöglich noch ein Erlös aus dem Verkauf des Altfahrzeuges, mit ein wenig Glück lassen sich dafür noch einige tausend Euro erzielen, erklärte Gerriet Ostendorf, im Rathaus zuständig für Feuerwehrbelange, am Dienstag im Ratsausschuss für Feuerwehr-, Markt- und Ordnungsangelegenheiten. Eingeplant werden kann ferner ein Zuschuss des Landes aus der Feuerschutzsteuer in Höhe von rund 28.000 Euro. Stadtbrandmeister Volker Sermond zeigte sich froh darüber, dass nach der langen Vorbereitung nun endlich die Bestellung erfolgen könne: „Dieses Verfahren war ja neu für uns alle, wir hatten natürlich gehofft, das würde etwas schneller gehen.“ Sermond geht davon aus, dass der neue Lastwagen wohl erst Anfang 2019 in Dienst gestellt werden kann.

Thematisiert wurde in der Sitzung auch der Austausch des Drehleiterfahrzeuges der Ortswehr Varel: Das Leiterfahrzeug wurde 1990 in Dienst gestellt und blickt mithin auch dem 30. Einsatzjahr entgegen. Die Gruppe „G6“ hatte nunmehr einen Antrag gestellt mit dem Vorschlag, die zu erwartende Investitionssumme von rund 750.000 Euro für eine neue Drehleiter auf drei Haushaltsjahre aufzuteilen, beginnend in diesem Jahr. Zudem solle die Stadt zeitnah Verhandlungen mit Herstellern aufnehmen und ausloten, ob im Rahmen der „Interschutz“ 2020, eine Fachmesse für den Brand- und Katastrophenschutz, womöglich ein vergleichsweise günstiges Vorführfahrzeug zu bekommen ist. Die Chancen dafür bezeichneten Gerriet Ostendorf wie auch der Erste Stadtrat Dirk Heise als gering: Im Gegensatz zu Löschgruppen- und Tank­löschfahrzeugen, die mehr oder weniger in Serie gefertigt werden, seien Drehleiterfahrzeuge schon wegen des hohen Preises Einzelstücke. Dirk Heise zeigte sich irritiert über den Antrag, schließlich war schon im vergangenen Jahr in der Finanzplanung für das Jahr 2020 ein Ansatz von 600.000 Euro berücksichtigt worden. „Wir werden das Geld bereitstellen, schließlich handelt es sich auch um eine Pflichtaufgabe.“ Man war sich einig im Ausschuss, eine Ersatzbeschaffung so rechtzeitig einzuleiten, dass man sich die umfangreiche und entsprechend kostspielige Sicherheitsüberprüfung des jetzigen Drehleiterfahrzeuges sparen kann, die nach 30 Dienstjahren fällig wird. „Der Wartungs- und Reparaturbedarf nimmt mit jedem Jahr zu“, betonte der Stadtbrandmeister, „auch Reifen sind dabei ein Thema“. Hersteller Iveco habe zudem die Ersatzteilversorgung für den Fahrgestelltyp inzwischen eingestellt. Eine neue Drehleiter sollte, so Volker Sermond, nach Möglichkeit etwas leistungsfähiger sein: Das jetzige Modell bringt maximal zwei Personen im Korb auf höchstens 18 Meter Höhe. Außer in Varel gibt es in ganz Friesland nur eine weitere Drehleiter in Jever. Das Vareler Fahrzeug kommt bei Bedarf auch in den Nachbargemeinden Zetel, Bockhorn sowie in Jade zum Einsatz – vor diesem Hintergrund sollten sich die Landkreise an den Anschaffungskosten beteiligen, so der Tenor im Ausschuss.

Auch abgesehen von den Fahrzeugen nimmt die Stadt in diesem Jahr viel Geld in die Hand für die Ausstattung der drei Ortswehren: Neben dem Generalbudget von 53.000 Euro summieren sich der zunächst angemeldete Investitionsbedarf auf rund 128.000 Euro. Allein 48.000 Euro entfallen dabei auf den Einbau von Abgasabsauganlagen in den Gerätehäusern in Varel und Borgstede. Hinzu kommen ferner etwa Ersatzbeschaffungen für Schutzhelme, neue, einheitliche Warnmarkierungen an den Einsatzfahrzeugen und neue Digitalfunkgeräte.
Die Unterhaltung der Feuerwehren sei schon eine finanzielle Anstrengung für die Stadt, fasste Jürgen Bruns (SPD) zusammen, doch es handele sich zweifellos um gut angelegtes Geld: „Wir müssen die Feuerwehren stets auf Stand halten, auch damit der freiwillige Dienst weiter attraktiv bleibt.“ Varel sei da auf einem guten Weg, bilanzierte Bruns, der auch an den für dieses Jahr geplanten Neubau für die Ortswehr Obenstrohe erinnerte.
Gelesen 1007 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 24 Januar 2018 14:26

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