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Mittwoch, 14 Februar 2018 10:07

Bürger wollen Gelbe Säcke gegen Tonne tauschen

geschrieben von Jörg Stutz
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Solche Bilder sind in Friesland vielleicht bald Geschichte: In einer Umfrage gab es jetzt eine deutliche Mehrheit für die Gelbe Tonne als Ersatz für die ungeliebten Säcke. Solche Bilder sind in Friesland vielleicht bald Geschichte: In einer Umfrage gab es jetzt eine deutliche Mehrheit für die Gelbe Tonne als Ersatz für die ungeliebten Säcke. Symbolfoto, pixabay.com
Fazit nach Umfrage: Gelbe Tonne vor Wertstofftonne
Friesland.
Das könnte der Anfang vom Ende der „Gelben Säcke“ im Landkreis Friesland sein: Bei einer Bürger­umfrage zur Änderung der Verpackungssammlung haben sich nur 20 Prozent der Befragten für die Beibehaltung dieser Sammelart ausgesprochen, 48 Prozent fordern hingegen die Einführung einer „Gelben Tonne“. 31 Prozent wünschen sich eine Wertstofftonne, in der nicht nur Verkaufsverpackungen, sondern auch „stoffgleiche Nichtverpackungen“ entsorgt werden können. Auf Grundlage dieser Ergebnisse soll die Kreisverwaltung nun die fachlichen Rahmenbedingungen für die weiteren politischen Beratungen erarbeiten.
Das Thema lud zu Wortspielen geradezu ein: Das Einholen einer öffentlichen Meinungsbildung in Sachen Verpackungssammlung sei „nicht für die Tonne“ gewesen, sagte Thorben Wehmeyer am Dienstag im Ausschuss für Umwelt, Abfall und Landwirtschaft des Landkreises Friesland. Der Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbehörde präsentierte das Ergebnis der Umfrage, zu der 5.477 Stimmen eingegangen waren, das entspricht einer Beteiligung von gut zehn Prozent der friesländischen Haushalte. Kurz und knapp brachte Wehmeyer das Fazit der Befragung auf den Punkt: „Der Friese will die Tonne.“

Vier Wochen lang hatten die Friesländer die Gelegenheit, per Online-Umfrage, Telefon, E-Mail und Postsendung ihr Votum in Sachen Verpackungsmüll-Sammlung abzugeben. Landrat Sven Ambrosy bedankte sich bei den Bürgern für die „wertvollen Hinweise“. Auf Grundlage der Ergebnisse erarbeitet die Kreisverwaltung nun eine Vorlage für die weitere Beratung bis zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 17. Mai.
Wehmeyer erläuterte die Vor- und Nachteile der drei Möglichkeiten, die für die Verpackungsmüll-Abfuhr in Frage kommen. Die derzeitige Vereinbarung mit dem „Dualen System“ besteht aus einer Abfuhr mit „gelben Säcken“ im Zwei-Wochen-Rhythmus. Positiv sind aus Wehmeyers Sicht die Mengen-Flexibilität sowie die „Sichtbarkeit der Abfälle“, das heißt, dass durch die transparenten Säcke erkennbar ist, ob auch tatsächlich die vorgeschriebenen Stoffe entsorgt werden. Negativ-Punkte sind die teilweise auftretenden Lieferengpässe wegen der hohen Nachfrage – auch durch Zweckentfremdung. Auch gilt der „gelbe Sack“ als unhygienisch.
Eine Alternative ist die „gelbe Tonne“, in denen Verkaufsverpackungen für die Abfuhr aufbewahrt werden. Die Tonnen gelten als hygienischer und erleichtern die Abfuhr. Minuspunkt ist die zunächst vierwöchentliche Abfuhr, wobei eine Abfuhr im Zwei-Wochen-Rhythmus angestrebt wird. Auch könnte eine Tonne für den anfallenden Verpackungsmüll unter Umständen nicht ausreichen.
Eine dritte Möglichkeit ist die „Wertstofftonne“, mit der nicht nur Verkaufsverpackungen entsorgt werden. In diese Tonne gehören auch „stoffgleiche Nichtverpackungen“, also Wertstoffe aus dem gleichen Material, die keine Verpackungen sind und bisher über den Restmüll entsorgt werden – wie beispielsweise eine Küchenschüssel aus Kunststoff oder ein Kochtopf aus Aluminium. Dieses System stärkt aus Wehmeyers Sicht den Nachhaltigkeitsgedanken, fördert das Wertstoff-Recycling und vermindert damit die Restmüll-Menge.

Zum weiteren Vorgehen: Nach der Fachausschusssitzung im Mai soll es erste „ergebnisoffene Gespräche“ mit dem „Dualen System“ geben. „Wir müssen sehen, was möglich ist und was nicht“, so Wehmeyer, der von einer „komplett unklaren Rechtslage“ sprach. Im Anschluss an die Gespräche soll die Verwaltung Alternativen erarbeiten, bei denen die Auswirkungen auch auf Abfallgebühren berücksichtigt werden.
Gelesen 1968 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 14 Februar 2018 10:13

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