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Donnerstag, 29 März 2018 14:09

Sportboote prägen den Vareler Hafen

geschrieben von Michael Tietz
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Dass die Atmosphäre am Vareler Hafen heute vor allem durch zahlreiche schmucke Sportboote geprägt wird, ist in erster Linie dem beherzten Engagement des Wassersportvereins zu verdanken, der in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder investiert und mit viel Eigenleistung die Strukturen am Hafen ausgebaut hat. Rechts im Bild das 2006 errichtete Vereinsheim mit verpachtetem Bistro. Dass die Atmosphäre am Vareler Hafen heute vor allem durch zahlreiche schmucke Sportboote geprägt wird, ist in erster Linie dem beherzten Engagement des Wassersportvereins zu verdanken, der in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder investiert und mit viel Eigenleistung die Strukturen am Hafen ausgebaut hat. Rechts im Bild das 2006 errichtete Vereinsheim mit verpachtetem Bistro. Archivfoto: Michael Tietz
Der Wassersportverein Varel (WSV) feiert 50-jähriges Bestehen. Heute hat der Verein fast 300 Mitglieder und kann 120 Liegeplätze anbieten.

Varel.
In erster Linie aus der Not eine Tugend gemacht hatten Vareler Bootseigner im Frühjahr 1968 – und damit zugleich den Grundstein gelegt für eine Erfolgsgeschichte, die nunmehr seit 50 Jahren andauert.
Um Geld zu sparen, gründeten 28 Freizeitkapitäne seinerzeit kurzerhand den Wassersportverein Varel (WSV). So konnte vermieden werden, dass für die Sportboote auf Grundlage einer neuen Gebührenordnung für niedersächsische Häfen Liegegebühren in Höhe von 2 bis 8 D-Mark pro Tag (!) erhoben wurden, denn die Verordnung sah Ausnahmen für vereinseigene Liegeplätze vor. So war am Abend des 29. März 1968 kurzerhand der WSV aus der Taufe gehoben – exakt 50 Jahre später, am Gründonnerstag 2018, wird nun im vereinseigenen „Bistro Vareler Schleuse“ auf der Landzunge zwischen altem und neuem Tief das Jubiläum gefeiert.

„Es hat sich einiges getan in den letzten 50 Jahren, im Hafen und auch im Verein“, stellen der Vorsitzende Burckhard Eigenfeld und der WSV-Ehrenvorsitzende Gerold Lühken rückblickend fest. Einen maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung habe dabei das Engagement der immer wieder einsatzfreudigen Vereinsmitglieder, sind sich die beiden einig. „Die Eigenleistung durch die Mitglieder hat im Wassersportverein einen hohen Stellenwert“, sagt Eigenfeld. Etwa 70.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind bisher insgesamt geleistet worden, hat er nachgerechnet.
Ganz handfest hat auch die Geschichte des Vereins begonnen: Mit einer Aufräum- und Entrümpelungsaktion im Frühjahr `68. Dann konnten die ersten Liegeplätze eingerichtet werden. Schon nach rund einem Jahr hatte der Verein mehr als 100 Mitglieder und über 30 Liegeplätze. 1970 wurde der sogenannte „Halbmondhafen“ an der Zufahrt zur alten Schleuse geschaffen, 30 weitere Liegeplätze kamen hinzu.


Bau des Halbmondhafens an der Zufahrt zur damaligen Schleuse (im Hintergrund), heute "altes Tief", 1969/70. Foto: Archiv WSV

Inzwischen sind es fast 120, die sich auf sechs verschiedene Steganlagen im gesamten Hafen verteilen. Es gibt noch freie Liegeplätze, natürlich stets auch für Gäste. Von den knapp 290 Mitgliedern kommt gut die Hälfte aus Varel und der näheren Umgebung, aber viele Wassersportfreunde aus praktisch dem ganzen Bundesgebiet schätzen die Atmosphäre und das Angebot beim WSV: „Das hat sicher auch mit unserer Gebührengestaltung zu tun und damit, dass wir in Varel praktisch das südliche Tor zur Nordsee sind“, sagt Burckhard Eigenfeld. Viele Mitglieder würden zudem das Umfeld des Vareler Hafens schätzen – überschaubar, aber mit reicher Geschichte, zudem gezeitenunabhängig und das gesamte Jahr über nutzbar.
Ein wichtiger Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der Ausbau auf der Landzunge zwischen dem alten und dem neuen Tief anno 2006. An der Zufahrt zur heutigen Schleuse entstand eine weitere Steganlage, an der nun auch reichlich Platz für größere Boote gegeben ist. Obendrein wurde nebenan ein neues Vereinsheim mit zeitgemäßen sanitären Anlagen und einem komfortablen Bistro errichtet. Die Gastronomie ist verpachtet, steht aber natürlich auch dem Verein für Feste und Versammlungen zur Verfügung – wie etwa für das Jubiläumsfest an diesem Donnerstag.


Burckhard Eigenfeld (li.) ist seit 2014 Vorsitzender des Wassersportvereins Varel. Gerold Lühken übte das Amt von 1989 bis 2010 aus, er ist heute Ehrenvorsitzender des Vereins. Foto: Michael Tietz

Der WSV steht auch für Kontinuität: Nachwuchssorgen gebe es (noch) nicht, die Zahl der Mitglieder sei in den vergangenen Jahren stets stabil geblieben. Und nach 50 Jahren weist die Chronik gerade einmal 5 Vorsitzende aus: Auf Helmut Petersen folgte 1982 Wilfried Brinkmann, von 1989 bis 2010 lenkte Gerold Lühken die Geschicke des Vereins. Er war zuvor Kassenwart gewesen und somit über 33 Jahre im Vorstand tätig. So wurde Lühken, der heute als „Hafenbuttjer“ Besuchergruppen durch den Hafen führt und dabei manche Anekdote zu erzählen weiß, von den Mitgliedern einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des WSV gewählt. Ab 2011 übernahm Holger Schrage für drei Jahre den Vorsitz, seit 2014 übt Burckhard Eigenfeld das Amt aus.
Selbstredend macht sich der WSV auch für die Jugendarbeit stark: Mit der eigenen Jugendgruppe hat sich der Verein 1994 dem Deutschen Seglerverband angeschlossen, die Ausbildung findet mit vereinseigenen 420er Jollen und Optimisten statt, außerdem verfügt der WSV über zwei Kajaks. Seit vergangenem Sommer ist es dank Aufbau eines Schwimmsteges auch möglich, „draußen“ vor den Schleusentoren zu fahren und das Segeln im Tidengewässer zu lernen.

>> So sieht sich der Wasersportverein gut aufgestellt für das 51. Vereinsjahr und folgende. Wer Interesse am Bootssport, ist jederzeit herzlich willkommen: Der WSV lädt an jedem ersten Donnerstag im Monat ab 20 Uhr zum Treffen im „Bistro Vareler Schleuse“, vielfältige Informationen gibt es außerdem unter www.wsv-varel.de.

Gelesen 580 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 29 März 2018 14:55

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