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Mittwoch, 17 Mai 2017 10:14

Zukunft der Fertigung liegt im 3D-Druck

geschrieben von Redaktion
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Unterzeichneten im Aeropark Varel die Kooperationsvereinbarung; vorn: Dr. Stefan Kienzle (Daimler AG), Dr. Hans J. Langer (EOS) und Dr. Thomas Ehm (Premium Aerotec). Hinten: Dr. Thomas Behr (Projektleiter Daimler), Nikolai Zaepernick (Projektleiter EOS) und Gerd Weber (Projektleiter Premium Aerotec). 	Unterzeichneten im Aeropark Varel die Kooperationsvereinbarung; vorn: Dr. Stefan Kienzle (Daimler AG), Dr. Hans J. Langer (EOS) und Dr. Thomas Ehm (Premium Aerotec). Hinten: Dr. Thomas Behr (Projektleiter Daimler), Nikolai Zaepernick (Projektleiter EOS) und Gerd Weber (Projektleiter Premium Aerotec). Foto: PAG
Premium Aerotec, EOS und Daimler entwickeln in Varel ein neues System für additive Serienfertigung.

Varel. Mit einer feierlichen Zeremonie haben Vertreter von Premium Aerotec, den Unternehmen EOS und Daimler am Dienstag das Projekt „NextGenAM“ auf den Weg gebracht. Mit dem Vorhaben soll die technologische Grundlage für die Großserienfertigung im 3D-Druck gelegt werden, im Technologiezentrum Varel am Aeropark Neuenwege unterzeichneten Spitzenvertreter der drei Partnerunternehmen nun die Projektvereinbarung. In den kommenden 18 Monaten werden Luftfahrtzulieferer Premium Aerotec, der führende Anbieter im industriellen 3D-Druck EOS und der Automobilhersteller Daimler gemeinsam die nächste Generation der additiven Fertigung (AM) entwickeln.
Ziel des Vorhabens ist es, den Gesamtprozess des industriellen 3D-Drucks weiter zu automatisieren. Dazu wird das NextGenAM-Projektteam den gesamten additiven Fertigungsprozess auf Automatisierungspotenziale hin prüfen – von der Zuführung des Metallpulvers bis zu den Verarbeitungsschritten nach dem eigentlichen Bauvorgang. Davon versprechen sich die Partner deutliche Kostenvorteile und wichtige Grundlagen, um die Technologie zukünftig für Großserien nutzen zu können. Die dem eigentlichen Bauvorgang vor- und nachgelagerten Prozessschritte machen rund 70 Prozent der Herstellkosten aus. Neben einer weiterentwickelten Systemtechnologie soll im Zuge des Projekts auch die Qualifizierung von Aluminium für die Verwendung im industriellen 3D-Druck erreicht werden.

Zum Projektstart kamen neben Spitzenvertretern der drei Partnerunternehmen auch zwei weltweit anerkannte Vordenker im Bereich des 3D-Drucks. Terry Wohlers und Prof. Dr. Marc Sachon ermöglichten den Teilnehmern einen Einblick in die vielfältigen Trends der modernen additiven Fertigung.
Terry Wohlers ist ein weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der additiven Fertigung. Für seinen jährlich erscheinenden Branchenreport spürt er die Trends und Chancen dieser Technologie auf. Mit diesem Fachwissen ordnete er das nun begonnene NextGenAM-Projekt in die erste Reihe der aktuellen Weiterentwicklung ein.
Marc Sachon ist Professor für Technology & Operations Management an der IESE Business School und befasst sich mit den Herausforderungen von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Als Moderator einer Podiumsdiskussion ergründete Sachon gemeinsam mit Dr. Thomas Ehm (Premium Aerotec, Vorsitzender der Geschäftsführung), Dr. Hans J. Langer (EOS Gruppe, Vorstandsvorsitzender) und Dr. Stefan Kienzle (Daimler AG, Leiter Vorentwicklung Karosserie und Komponenten) die Perspektiven und Erwartungen der Projektpartner.
Jeder der drei Partner bringt spezielle Fähigkeiten und Erfahrungen in das Projekt ein: Premium Aerotec ist der weltweit erste Hersteller, der 3D-gedruckte Strukturbauteile für Airbus-Flugzeuge in Serie liefert. Bislang kommt dabei Titanpulver als Werkstoff zum Einsatz. EOS ist weltweiter Technologie- und Qualitätsführer für High-End-Lösungen im Bereich industrieller 3D-Druck. Mit Hilfe von EOS soll es gelingen, den AM-Produktionsprozess in eine automatisierte Fertigungslinie zu integrieren. Im Zentrum der Fertigung steht dabei das hochproduktive Vier-Laser-System EOS M 400-4 zur additiven Fertigung von Metallbauteilen. Der Automobilhersteller Daimler wiederum verfügt über umfassende Erfahrung in der Großserienproduktion. Das im Zuge von NextGenAM gemeinsam zu entwickelnde wirtschaftliche, aluminiumbasierte Gesamtsystem soll im Automobilbau als auch – mit entsprechender Adaption – in der Luftfahrt zum Einsatz kommen. Dies bietet die Chance, die innovative 3D-Druck-Fertigungstechnologie für einen breiteren Anwendungsbereich zu öffnen.

Die drei Partner arbeiten gemeinsam daran, wegweisende Weiterentwicklungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Prozesszeiten zu erreichen. Gemeinsam investieren sie dafür mehrere Millionen Euro in Planung und Aufbau einer automatisierten Produktionsstätte zur additiven Serienfertigung. Im Technologiezentrum Varel entsteht dazu in eine entsprechende Entwicklungs- und Test­umgebung. Nun erfolgte der offizielle Projektstart. Mit einer multimedialen Installation erhielten die Besucher der Veranstaltung einen Eindruck davon, mit welchen Herausforderungen sich das Projektteam in den kommenden Monaten befassen wird. Rund um die zum Projektstart gemeinsam in Betrieb genommene Anlage vom Typ EOS M400-4 verdeutlichten Bildschirmanimationen jene Elemente des industriellen 3D-Druckprozessens, die im Zuge von NextGenAM in ein durchgängiges Produktionssystem integriert werden sollen:
1. Pulverzufuhr
2. AM-Bauprozess
3. Entfernen von ungeschmolzenem Pulver
4. Bauteilentnahme, Wärmebehandlung und Qualitätssicherung
5. weitere individuelle Nachbearbeitung
Gelesen 1918 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 17 Mai 2017 10:21

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