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Donnerstag, 01 Juni 2017 20:49

Jost Etzold will für die Liberalen in den Landtag

geschrieben von Michael Tietz
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Der FDP-Kreisvorsitzende Gerhard Ratzel (li.) gratulierte dem kurz zuvor nominierten Kandidaten Jost Etzold zum 100-%-Ergebnis. Der FDP-Kreisvorsitzende Gerhard Ratzel (li.) gratulierte dem kurz zuvor nominierten Kandidaten Jost Etzold zum 100-%-Ergebnis. Foto: Michael Tietz
Varel. Jost Etzold aus Büppel wird als Kandidat der FDP im Wahlkreis 70 (Friesland-Jade) zur Landtagswahl im Januar 2018 antreten. Am Donnerstagabend wurde Etzold im "Büppeler Krug" bei der Wahlkreismitgliederversammlung der Freien Liberalen aus dem Kreis Friesland und der zur Wesermarsch gehörenden Gemeinde Jade einstimmig gewählt – alle 19 stimmberechtigten Mitglieder votierten in geheimer Abstimmung für den 68-Jährigen, der bereits bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren als Direktkandidat für die FDP in Friesland angetreten war.
Der Diplom-Volkswirt, geboren im Ruhrgebiet, lebt seit vielen Jahren in Varel, ist verheiratet und hat vier Kinder. Von 2006 bis 2009 gehörte er als FDP-Mitglied sowohl dem Vareler Stadtrat als auch dem friesländischen Kreistag an. Von 1991 bis zu seiner Pensionierung war er als Vorstand beim Industrie-Pensions-Verein tätig, der bis 2010 seinen Verwaltungssitz in Varel hatte. Wegen des „dienstlichen“ Umzuges nach Berlin hatte Etzold seinerzeit die Mandate in Stadt und Landkreis abgegeben.

Jost Etzold bezeichnete sich selbst in der Vergangenheit als „liberales Kerngewächs“: 1968 während des Studiums bei den Jungliberalen eingetreten, wurde er 1972 Mitglied der FDP. Insbesondere die Bildungspolitik habe ihn einst, wie auch später seine Frau Ilonka, in die Politik gebracht, verriet der Bewerber bei seiner kurzen Vorstellung.
Jost Etzold war vom Kreisvorstand um den Vorsitzenden Gerhard Ratzel erneut als Kandidat vorgeschlagen worden, weitere Vorschläge gab es bei der Versammlung am Donnerstag nicht. Als Gast war auch der FDP-Abgeordnete Horst Kortlang aus Elsfleth gekommen. Er sprach kurz über die Entwicklung in der Landespolitik und übte dabei teils scharfe Kritik insbesondere an den Grünen-Ministern, allen voran Landwirtschaftsminister Christian Meyer, der „kein Fettnäpfchen ausgelassen“ habe. Ein ausdrückliches Lob hingegen ging an Wirtschaftsminister Olaf Lies, der trotz jüngster Verwerfungen innerhalb des Ministeriums vieles richtig gemacht habe: „Der Olaf hätte auch gut zu uns gepasst“, erklärte Kortlang, der bei der kommenden Wahl wieder als FDP-Kandidat im Wahlkreis 71 (Wesermarsch) antreten wird. Nachdem der Kreisvorsitzende Gerhard Ratzel auch zum Versammlungsleiter bestimmt worden war, ging der Wahlgang rasch vonstatten. „Ein 100-Prozent-Ergebnis für unseren Kandidaten“ konnte Ratzel schließlich verkünden, Etzold bedankte sich für das einstimmige Votum.
Zuvor hatte der Bewerber ausgeführt, dass er sich insbesondere für die Bildungspolitik einsetzen wolle. Die Abschaffung von Förderschulen bezeichnete er als Fehler. „Das geht letztlich zu Lasten aller Kinder, man sollte ein etabliertes System nicht ohne Not aufgeben“, so Etzold. Die Idealvorstellungen im Zusammenhang mit der Inklusion seien mit der Realität an den Schulen kaum in Einklang zu bringen. Er plädiert ferner für eine stärkere Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft: „Ich habe die Hoffnung, dass künftig ein verantwortungsvoller Praktiker das Ruder im Kultusministerium übernimmt“, erklärte Jost Etzold, der nicht zuletzt die klassische Berufsausbildung gestärkt sehen würde: Gymnasien würden überrannt, während Oberschulen ausbluten und Berufsschulen über große Lücken in der Unterrichtsversorgung klagen würden. Über seine Chancen, in den Landtag einzuziehen, mache er sich angesichts vieler etablierter und verdienter Mitbewerber um die Listenplätze keine Illusionen, ließ Jost Etzold verlauten, er freue sich dennoch auf einen fairen Wahlkampf.

Schließlich war es an Gerhard Ratzel, noch ein wenig Aufbruchstimmung in der Runde zu verbreiten: Die Freien Demokraten befänden sich im Aufwind, nicht erst seit den Ergebnissen der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Und das zeige Wirkung auch in Friesland: „Wir haben erst heute bei einer Vorstandssitzung gleich sechs neue Mitglieder im FDP-Kreisverband aufnehmen können“, berichtete der Vorsitzende.
Gelesen 1038 mal Letzte Änderung am Freitag, 02 Juni 2017 16:25

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