Dangast. Das Parken „Am alten Deich“ vor der Kuranlage in Dangast wird künftig nicht mehr gratis sein. Im Ausschuss für den Eigenbetrieb Dangast einigte man sich jetzt auf den Vorschlag, in diesem Bereich einen Parkautomaten zu installieren um die 83 Stellpätze gewinnbringend zu bewirtschaften.
Laut Vorschlag kostet ein solarbetriebener Parkautomat rund 4.000 Euro, für etwaige Kontrollen sind Kosten von rund 2.500 Euro im Jahr zu veranschlagen. Erwartet werden aber Einnahmen in der Größenordnung von 20.000 Euro.
Die erste Stunde soll 50 Cent Gebühr kosten, danach sind jeweils 50 Cent für jede weitere halbe Stunde zu entrichten. Damit komme man den Besuchern der Kuranlage entgegen, die dort medizinische Angebote in Anspruch nehmen, so Rolf Heeren von der Stadtverwaltung.
Helmut Sauer vom Kurverein sprach sich zunächst dagegen aus, den Platz zu bewirtschaften, da man auch im Zuge der Dorferneuerung ein Konzept für Parkflächen ausarbeite, dem das Verkehrsmodell des Ingenieurbüros Schwerdhelm zu Grunde liegen soll. Demnach soll ein gestuftes Parksystem eingeführt werden – je näher man am Wasser parken will, desto mehr Gebühren werden fällig. Am liebsten würde man den großen Verkehr ganz aus dem Dorf heraushalten, aber dafür fehle es, so Sauer, derzeit an einem großen Parkplatz vor den Toren des Ortes.
Dauercamper zahlen mehr
Teurer wird auch das Anmieten eines Stellplatzes auf dem städtischen Campingplatz in Dangast. Die Preise für Dauercamper sollen um 15 Euro pro Jahr und Platz erhöht werden, außerdem die Müllgebühren um ebenfalls 15 Euro je Platz.
Erneut nicht durchringen konnte man sich im Ausschuss dazu, dem Antrag des Kurvereins auf Freigabe des städtischen Badestrandes zu entsprechen. Für Verwirrung sorgt dabei allerdings das Zahlenwerk: Gut 40.000 Euro werden laut Kurverwaltung im Jahr an der Strandkasse eingenommen – allerdings wird auch gemunkelt, dass die damit in Zusammengang stehenden Kosten zumindest annähernd ebenso hoch seien. Karlheinz Bäker brachte es auf den Punkt: „Wir müssen da mal Klarheit bekommen, ob wir da an der Kasse einen namhaften Erlös erzielen oder gar zusetzen. Darüber habe ich keine klaren Informationen.“
Ins Feld geführt wurde erneut das Problem mit den Hunden und der Sauberkeit am Strand. „Der Strand ist sehr klein, da kann man sich nicht aus dem Weg gehen, wie etwa an der Ostsee“, erklärte Ingrid Funke. Ilonka Etzold (FDP) bezeichnete es zwar als „wunderbare Vorstellung“, auch im Sommer kostenlos an den Strand zu können, doch es sei schlicht aus finanziellen Gründen nicht zu machen. Auch Peter Tischer (CDU) sah „kaum eine Chance“, dass diesem Antrag stattgegeben werden könnte. Abschlägig beschieden wurde allerdings auch nicht – es soll nun eine Kostenanalyse vorgenommen werden, dann kommt das Thema erneut aufs Tapet.
Autor: Michael TietzDatum: 11.03.2010
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