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Donnerstag, 18 Juni 2020 21:51

Alles neu, von der Straßendecke bis zum Kanal

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Der Ausbau der Weißenmoorstraße soll Mitte 2021 beendet sein – Gesamtstrecke von 1,2 Kilometern

Bockhorn.
Der Ausbau der Weißenmoorstraße in Bockhorn geht in die zweite Runde. Am Donnerstagvormittag stellten Bürgermeister Thorsten Krettek und Michael Haaken vom Bockhorner Bauamt die weitere Planung des Straßenausbaus vor. Der erste Bauabschnitt von der Langen Straße bis zur Eichenstraße ist bereits fertiggestellt. Erneuert wurde nicht nur die Straße, sondern auch der Schmutz- und Regenwasserkanal. Da von der EWE noch Glasfaserleitungen verlegt werden müssen, wurden die entsprechenden Leerrohre gleich mitverlegt.

Die Runderneuerung der Weißenmoorstraße wird seit Baubeginn im Juni 2019 auf einer Gesamtlänge von 1,2 Kilometern vorgenommen. Das Projekt weist ein Kostenvolumen von rund 2,465 Millionen Euro auf, davon werden 1,552 Millionen aus Fördermitteln bestritten. Wie Stephan Hennings von der Baufirma Wilhelm Meyer berichtete, ist mehr als die Hälfte der Weißenmoorstraße fertiggestellt, der Schmutzwasserkanal zu zwei Dritteln. Der zweite Bauabschnitt reicht von der Mühlen-/Eichenstraße bis zur Steinhauser Straße. Das der Abschnitt verspätet angegangen wurde, hänge mit der Entscheidung eines Versorgers, dort noch Gasleitungen legen zu lassen, zusammen, erläuterte Thorsten Krettek.
Die Fertigstellung der gesamten Strecke ist für Mitte 2021 ge­plant. Entlang der Straße wird zudem die Beleuchtung ausgetauscht; dort werden künftig 30 dämmerungsgesteuerte LED-Straßenlampen den Bereich ausleuchten.
Der Eschweg wird von der Weißenmoorstraße vorübergehend aus komplett gesperrt, der Eschweg kann dann nur über das Neubaugebiet/Hermelinspur erreicht werden. Wie Stephan Hennings und Kai Redeker von der Baufirma mitteilen, werden die betroffenen Anwohner frühzeitig informiert, entsprechende Umleitungen werden ebenfalls installiert.
Die Gemeindeverwaltung und die ausführende Baufirma bedanken sich ausdrücklich bei allen Anwohnern für die Geduld und das kooperative Miteinander.
Montag, 03 Februar 2020 10:58

Lkw verunglückt: B 437 gesperrt

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Bockhorn. Gegen viertel nach acht ist am Montagmorgen auf der B 437 ein Sattelzug verunglückt. Der 59-jährige Fahrerd des Lkw war in Richtung Neuenburg unterwegs, als er mit seinem Lastzug, der mit 25,5 Tonnen Feldspatmehl beladen ist, alleinbeteiligt nach links von der Fahrbahn abkam, in eine Hecke fuhr und schließlich schräg im Seitenraum der Bundesstraße zum Stehen kam.

Der Fahrer musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zur Unfallursache machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Feuerwehren aus Bockhorn und Grabstede waren im Einsatz, die B 437 ist für die Bergung des Sattelzuges zwischen den Kreuzungen Grabsteder und Vareler Straße voll gesperrt. Gegen 15 Uhr meldete die Polizei, dass die Sperrung aufgehoben sei.
Montag, 03 Februar 2020 09:11

"Wir wollen keine Bauernmilliarde"

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Bei Stockbrot und Punsch suchten die Bauern in Neuenburg den Dialog.

Neuenburg.
„Land schafft Verbindung“ - unter diesem Motto tun sich seit geraumer Zeit viele Landwirte in der Region zusammen, um mit unterschiedlichen Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen. So auch am vergangenen Samstag auf dem Dörpplatz in Neuenburg.
Zu einem "Mahnfeuer" hatten die Landwirte die Bürger eingeladen, um bei selbstgebackenem Kuchen, Kakao und Stockbrot miteinander zu sprechen – und nicht übereinander.
Denn die Bauern sehen sich zunehmend im Kreuzfeuer der Kritik, und beklagen unter anderem eine zunehmende Regulierung, die ihnen das Wirtschaften schwer mache: „Seit Jahren gibt es immer neue Verordnungen; letztes Jahr hat die Düngeverordnung das Fass zum Überlaufen gebracht“, sagt etwa Hinnerk Eilers, Landwirt aus Neuenburg. Immer mehr müsste investiert werden, um überhaupt die gesetzlichen Regelungen einhalten zu können. Heike Langediers, Zetel sagt: „Wir meinen, dass die Gesetze nicht nachhaltig angelegt sind.“ Auch seien sie nicht wissenschaftlich untermauert.
Und Hinnerk Eilers fügt hinzu: „Wir wollen keine weiteren Subventionen, auch keine 'Bauernmilliarde'. Wir wollen vernünftige Preise bei vernünftigen gesetzlichen Grundlagen.“ Gabi Heyne, Landwirtin aus Neuenburg sagt: „Früher hieß es immer „wachse oder weiche. Aber müssen wir denn immer größere Betriebe haben, nur um einigermaßen wirtschaftlich arbeiten zu können?“ Heike Langediers treibt noch ein weiteres Thema um: „Es heißt, die Landwirte würden die Umwelt zerstören. Aber warum sollten wir das tun wollen? Wir leben doch von und mit ihr. Wenn es den Kühen schlecht geht, können wir nicht davon leben.“
Auch viele junge Leute beteiligen sich an den Protestaktionen. Unter anderem Rico Struß: „Man traut sich in der Schule nicht mehr zu sagen, dass man zu Hause Landwirtschaft hat.“ Die Wertschätzung für die landwirtschaftliche Arbeit sei verloren gegangen.

Heike Langediers: „Landwirte lassen sich eigentlich nicht schnell aus der Ruhe zu bringen. Und demonstrieren schon gar nicht.“ Aber nun seien Landwirte aus allen Berufsgruppen zusammengerückt. „Das hat es so noch nicht gegeben“, meint Heike Langediers. Aber das sei wichtig, denn sollte sich die Gesetzgebung weiter so negativ für die Landwirtschaft gestalten, würde das für den ländlichen Raum große strukturelle Veränderungen mit sich bringen. Es würden weitere landwirtschaftliche Betriebe schließen müssen. Und damit auch viele Schlossereien, Landhandelsbetriebe und Raiffeisenmärkte.“ Hinnerk Eilers: „Wir stehen hier, weil wir mit den Verbrauchern sprechen wollen. Der Verbraucher soll direkt mit uns in Kontakt kommen können.“ Ähnliche Aktionen haben auch schon in Oldenburg und Wilhelmshaven stattgefunden.

Auch die Nachwuchslandwirte machen sich Sorgen: Max Schulze, Rico Struß und Cedrik Bädecker (v. li.) beteiligten sich an der Aktion in Neuenburg.
Donnerstag, 23 Januar 2020 14:20

HSG will sich als Tabellenführer absetzen

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Spitzenduell in der Landesklasse Nord gegen Elsfleth. In Bookholzberg gab es am Mittwoch zunächst einen Dämpfer.

Neuenburg.
Nach der Niederlage unter der Woche wollen die Neuenburger Landesklasse-Handballer sich am Ende der "englischen Woche" rehabilitieren und doch noch ein Ausrufezeichen in Hinblick auf die Abschlussplatzierung in der Tabelle setzen. Nachdem sich bis auf drei schon alle übrigen Mannschaften vorläufig aus dem Meisterschaftskampf verabschiedet haben, hoffen die Neuenburger nach dem Sieg in der Vorwoche und der Niederlage im Nachholspiel am Mittwochabend an diesem Samstag, 25. Januar, den direkten Verfolger Elsflether TB II wieder weiter distanzieren zu können. Dass dies im Topspiel der Liga (Tabellenführer gegen den derzeitigen Tabellendritten) nicht einfach werden wird, zeigte bereits das Hinspiel, das die Südfriesländer deutlich verloren – sie fuhren im September in einem torreichen Spiel die erste von bislang zwei Niederlagen ein.
Schwierig wird dieses Unterfangen zusätzlich, da Trainer Bernd Frosch nicht auf seinen vollen Kader zurückgreifen kann, denn mit Simon Carstens fällt ein Spieler definitiv aus. Ansonsten hofft man bei der HSG freilich, dass alle übrigen Spieler einsatzfähig sind, damit man möglichst viele Alternativen zur Verfügung hat.

Einen herben Dämpfer mussten die Neuenburger Landesklassen-Handballer am Mittwochabend im Nachholspiel gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hinnehmen: Beim nunmehr Tabellenvierten kassierten die Friesländer eine deutliche 37:25-Niederlage.
Vor allem in der ersten Halbzeit fand die Mannschaft nach Auskunft von HSG-Sprecher Florian Prill kaum ins Spiel. Das sei freilich auch dem kleinen Kader geschuldet, so fehlten in Bookholzberg unter anderem die Spielmacher Simon Carstens und Jochen Silk. Zum Wochenende sollte Trainer Frosch wieder einen breiteren Kader präsentieren können, was in Anbetracht des Topspiels der Liga enorm wichtig sein wird, um den ersten Tabellenplatz zu verteidigen.

Ein Sieg wäre also in jeder Hinsicht Gold wert, da man so mit Blick auf die weitere Saison ein deutliches Ausrufezeichen setzen könne, betont Florian Prill. Mit zwei Punkten könnte die HSG den Abstand zum Tabellenzweiten TuS Hoykenkamp, der an diesem Samstag bei der SG Obenstrohe/Dangastermoor zu Gast ist (17 Uhr, Obenstrohe), wahren oder gar ausbauen. Doch dazu müsse am Samstagabend erst einmal alles passen. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Neuenburger Sporthalle – die Mannschaft hofft zu diesem Spitzenspiel natürlich auf besonders viele Unterstützer.
Bereits um 17 Uhr empfängt die 2. Herren der HSG Neuenburg/Bockhorn in der Regionsliga den TSV Holtrop - mit einem Sieg bliebe für das Team, derzeit auf Platz 2, die Tabellenführunge in Reichweite.
Bockhorn. An diesem Wochenende kommen all jene, die in vorweihnachtliche Stimmung kommen möchten, auf dem Bockhorner Weihnachtsmarkt auf ihre Kosten. Rund um die geschmückte Tanne auf dem Marktplatz haben die Organisatoren aus dem Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe nebst Vereinen und Gruppen ein kunterbuntes Paket geschnürt, das jeweils am 7. und 8. Dezember in der Zeit von 14 bis 19 Uhr (7. Dezember: 14 bis 20 Uhr) wieder viel Kurzweil, Unterhaltung und kulinarische Überraschungen bietet.
Geboten werden neben einer feinen Auswahl an Handwerkskunst leckere Spezialitäten und kleine Attraktionen. Dabei kommen sowohl die Jüngsten als auch die erwachsenen Besucher auf ihre Kosten. Der Weihnachtsmann hat an beiden Tagen ebenfalls seinen Besuch angekündigt. Wie jedes Jahr öffnet der Verein für Heimatgeschichte der Gemeinde Bockhorn anlässlich des Weihnachtsmarktes seine Tür. In diesem Jahr können Interessierte am Sonntag, 8. Dezember, von 14 bis 17 Uhr einen Blick in die Archivwerkstatt in der Gartenstraße/Ecke Kirchstraße werfen.
Mittwoch, 21 August 2019 09:21

Feuerwehr löscht brennendes Auto

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Zetel. Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Zetel: Am frühen Dienstagmorgen ist in der Straße Klein-Schweinebrück nahe der Kreuzung Neuenburger Straße ein Auto in Brand geraten. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Fahrzeug bereits komplett in Flammen.

Während der Löscharbeiten mussten die Einsatzkräfte auf Atemschutzgeräte zurückgreifen, der Fahrer des Fahrzeuges wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.
Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Zetel mit 15 Einsatzkräften rund 45 Minuten im Einsatz.
Dienstag, 20 August 2019 14:34

Autobahnbrücke Zetel wird zum Nadelöhr

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Der Zustand des östlichen Brückenteils ist schlechter als bislang angenommen, die Fahrbahn wird gesperrt. Beide Brücken werden neu gebaut, gut zwei Jahre wird das dauern.

Zetel. Buchstäblich enger zusammenrücken müssen Autofahrer auf der A 29 im Bereich der Anschlussstelle Zetel – und das für die kommenden zweieinhalb Jahre: Die Brücke, die die Autobahn über die Blauhander Straße führt, ist marode und nach Feststellung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nicht mehr ausreichend tragfähig. Das gilt insbesondere für das östliche Brückenbauwerk, das die Fahrbahn in Richtung Wilhelmshaven trägt. Hier läuft der Verkehr bereits seit geraumer Zeit nur einspurig, um die Belastung zu reduzieren. Doch das reicht nicht aus, wie Sebastian Mannl von der Landesbehörde in Oldenburg jetzt mitteilte: „Neue Erkenntnisse nach der Entnahme von Materialproben aus dem Brückenbauwerk haben zu der Entscheidung geführt, den Verkehr hier komplett herunterzunehmen.“
So wird in diesen Tagen der Wechsel der Verkehrsführung auf die Gegenfahrbahn vorbereitet: Künftig müssen sich die Kraftfahrer auf der westlichen Brücke auf der A 29 in beide Richtungen mit jeweils einer Spur begnügen. Zugleich wird die Auffahrt Zetel in Richtung Wilhelmshaven voll gesperrt, weil es nach Auskunft von Sebastian Mannl nicht möglich ist, den Verkehr von dort aus auf die Gegenfahrbahn zu führen. Die Abfahrt Zetel aus Richtung Oldenburg kommend bleibt aber offen, ebenso wie die Auf- und Abfahrt in Fahrtrichtung Süden.

Zunächst hatte eine sogenannte statische Brückennachrechnung ergeben, dass das Bauwerk nicht mehr zukunftsfähig ist. Diese Berechnung erfolgt insbesondere mit Blick auf den in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegenen Verkehr und der Fortentwicklung der Bautechnik. Fällt eine Brücke bei der Kalkulation durch, heißt das nicht, dass sie akut einsturzgefährdet ist, sondern dass sie lediglich nicht mehr den aktuellen baulichen Anforderungen entspricht. „Das ist bei vielen Brückbauwerken der Fall“, berichtet Sebastian Mannl, betroffen ist davon beispielsweise auch die Brücke, die bei Borgstede die B 437 über die A 29 führt.
Im Falle des östlichen Teilbauwerks an der Anschlussstelle Zetel ist der Zustand aber tatsächlich deutlich kritischer. „Hier wurde ein Überwachungssystem installiert, das die Brücke permanent scannt“, berichtete Sebastian Mannl auf Nachfrage, „zudem haben wir Materialproben entnommen.“ Und insbesondere der Zustand des im Beton verbauten Spannstahls mache dabei Sorgen. „Hier war nun kurzfristig Handlungsbedarf gegeben“, so der zuständige Ingenieur. Die Erstmaßnahme, die bislang bestehende einstreifige Verkehrsführung über das Teilbauwerk, war nicht mehr ausreichend.
Bereits in dieser Woche wird im Bereich der Zeteler Anschlussstelle die Querung des Mittelstreifens eingerichtet. Dabei müssen sich Autofahrer wiederum auf vorübergehende verkehrslenkende Maßnahmen einstellen, „denn diese Arbeiten erfordern wiederum eine eigene Verkehrsführung, um die Arbeitsstellensicherheit zu gewährleisten“, wie Sebastian Mannl ausführt. Ab dem 30. August verläuft schließlich auf dem „Teilbauwerk West“ der gesamte Verkehr in beiden Richtungen.

Beide Teilbrücken werden abgebrochen und durch Neubauten ersetzt – die östliche Brücke ist zuerst dran. „Wir gehen damit nun in die Ausschreibung“, erklärte Sebastian Mannl. Insgesamt ist für jedes Bauwerk mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr zu rechnen, im kommenden Winter soll es losgehen. Nach Fertigstellung des östlichen Neubaus wird gewechselt, dann wird die Brücke in Fahrtrichtung Oldenburg abgebrochen. Vorteil hier: Die Auffahrt führt hinter der Brücke auf die Autobahn, kann also aller Voraussicht nach während der Bauzeit geöffnet bleiben.
Ab dem 30. August wird nun aber die Auffahrt Zetel in Richtung Norden gesperrt, es gilt die Umleitung U 27 bis zur Auffahrt Sande. Die Kosten für die gesamte Erneuerungsmaßnahme liegen nach überschlägiger Schätzung bei etwa sieben bis acht Millionen Euro.
Dienstag, 13 August 2019 11:18

Tarbarger Landstraße bekommt ein neues Gesicht

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Zetel/Astederfeld. Die Tarbarger Landstraße kurz vor Popken Damm in Richtung Ammerland ist in keinem guten Zustand. Wo der Straßenverlauf von Asphalt auf Klinker wechselt, haben der Zahn der Zeit und der Verkehrsfluss deutliche Spuren hinterlassen: Zwischen den Klinkern wächst Moos und Gras, vereinzelte Asphaltflicken gleichen Unebenheiten und kleinere Löcher aus, die Straßenränder sind abgesackt.
Seit Montag wird auf dem Teilstück hinter der Einmündung der Kloppenburgstraße auf einer Strecke von rund 1,3 Kilometern mit schweren Maschinen gearbeitet, der Landkreis Friesland lässt hier die Straße erneuern. Ende September, so die Planung, soll das Klinkerstraßenbild dann der Vergangenheit angehören.
Die Arbeiten an der K311/Tarbarger Landstraße gehören zum letzten Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme „Moorstrecke“, die 2015 respektive 2018 mit den ersten Grunderneuerungen begonnen und fortgeführt wurden. Der aufwendigen Straßensanierung der K311 steht ein moderater Kostenrahmen von 400.000 Euro gegenüber. Aufwendig deshalb, weil nicht nur der Klinker aufgenommen werden muss, sondern auch der im Untergrund befindliche Sand und Mutterboden in einer Tiefe von rund 30 Zentimetern ausgehoben wird. Danach folgt der Neubau der Straße in Asphaltbauweise. Die aufgehobenen Klinker gehen zu gleichen Teilen an die Gemeinde Zetel und die Stadt Westerstede. Darüber hinaus wird die Straße durchgehend auf 5,50 Meter verbreitert und ist damit 50 Zentimeter breiter als bisher.
„Die K311 war mal ein großes Sorgenkind, hier ging es auf und ab“, erklärt Landrat Sven Ambrosy bei der Begehung der Kreisstraße. Am Ende der langen politischen Beratung über eine mögliche Straßensanierung habe schließlich der Plan gestanden, die sogenannte Moorstrecke in drei Bauabschnitten zu sanieren. Die gesamte Finanzierungssumme aller Abschnitte beträgt 1,26 Millionen Euro.
Nicht nur der Zustand der Straßen, auch der morastige Untergrund haben eine Erneuerung notwendig gemacht. Um den Untergrund langfristig zu stabilisieren, ist bei beiden bisher erfolgten Sanierungen viel Torf ausgebaggert worden. „Das ist auf dem dritten Abschnitt, der aktuell vor uns liegt, lediglich auf den ersten 60 bis 70 Metern der Fall“, sagt Thorsten Hinrichs vom Fachbereich Straßenverkehr des Landkreises. Nach erfolgreicher Sanierung der K311 stehen weitere Investitionen im Rahmen des Masterplans für Straßen und Radwege an, stellt Landrat Sven Ambrosy in Aussicht.
Für Autofahrer bedeutet die Sanierung bis Ende September Umleitungen in Kauf zu nehmen. Eine solche Straßenerneuerung sei am effizientesten mittels Vollsperrung umzusetzen, erläutert Thorsten Hinrichs. Die bauausführende Firma habe mit den Anwohnern im Vorfeld bereits Gespräche geführt.

Aufgrund der Baumaßnahme wird bis voraussichtlich Ende September 2019 die Fahrbahn voll gesperrt: K 311 aus Neuenburg kommend über Bredehorn – Halsbek – Tarbarg nach Westerstede; K 311 aus Westerstede kommend über Tarbarg – Halsbek – Bredehorn – Collstede. Entsprechende Umleitungen sind ausgeschildert.
Freitag, 09 August 2019 12:37

Weberei-Areal soll neuer Wohnraum werden

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Entwurfsvorstellung des „Wohnpark Achterweg“ im Zeteler Planungsausschuss

Zetel.
Die alte Zeteler Weberei, hinter dem Ortseingang von Blauhand kommend links liegend, hat ihre besten Zeiten lange hinter sich. Das ehemalige Fabrikgelände befindet sich optisch in keinem guten Zustand. Das soll sich bald ändern. Der von einem Investor bereits aufgekaufte Bereich soll abgerissen werden und das langgestreckte Areal gegenüber der Polizeistation an der Jakob-Borchers-Straße und der Einmündung zum Achterweg zum Wohngebiet werden.

Im Mai diesen Jahres war im Umwelt- und Planungsausschuss über das geplante Vorhaben „Wohnpark Achterweg“ gesprochen worden, nun wurde im jüngsten Planungsausschuss der Gemeinde Zetel ein Entwurf für das Gelände von Architekt Tobias Matschke vom Architekturbüro Kapels vorgestellt. Insgesamt sind auf dem Gelände der alten Weberei zehn Häuser geplant. Die vordere, an der Jakob-Borchers-Straße gelegene Häuserreihe bietet dabei jeweils acht Wohneinheiten, die hinteren sieben Gebäude jeweils fünf. Als Zufahrtsweg zum Wohnareal soll der Achterweg dienen.
Architekt Tobias Matschke machte während der Entwurfsvorstellung deutlich, dass es dabei auch um die optische Einpassung des neuen Wohnareals in die bestehende Bebauung geht – so sollen die Gebäude in der Straßenfront durch vor- und zurückspringende Außenwände aufgelockert und in den zurückspringenden Bereichen Baum- und Grünpflanzungen ermöglicht werden. Insgesamt sollen die Häuser mit seitlich größeren Abständen optisch die kleinteilige Bebauung im Bereich der alten Weberei aufgreifen.
Die maximale Höhe der Gebäude beträgt elf Meter, im Entwurf weniger als zehn Meter. Geplant sind drei Ebenen pro Haus, die dritte soll Raum für Wohnungen mit Dachterrassen vorhalten. Damit sei eine vollwertige Dreigeschossigkeit nicht gegeben, so der Architekt.
Ebenfalls vorgestellt wurde die Lösung, die Gebäudefassade von der Jakob-Borchers-Straße abzurücken und in das Planungsgebiet hineinzuschieben. „Dadurch gewinnen wir mehr Luft, auch im Verkehrsraum“, gab Tobias Matschke zu bedenken. Möglich sei es, an der Straße weitere Bäume zu pflanzen, um den existierenden Bestand zu ergänzen. Letztlich werde damit, so Matschke weiter, der Ankunftsbereich im Ortseingang deutlich attraktiviert.

Details zum Planungsgebiet stellte Lutz Winter von Thalen Consult vor. Die Grundfläche des „Wohnparks Achterweg“ umfasst insgesamt 1,3 Hektar, die Gesamtversiegelung des Areals beträgt anhand des derzeitigen Entwurfs 60 Prozent. Stichstraßen und Wendehammer sollen das Areal zusätzlich erschließen. Für den im hinteren Teil der ehemaligen Weberei befindlichen Wald sind bei Rodung Kompensationsmaßnahmen erforderlich: 0,42 Hektar Waldfläche stehen einer Neuaufforstung von 0,72 Hektar gegenüber.
Die vorgestellte Planung hinterließ bei den Ausschussmitgliedern viele offene Fragen. Bürgermeister Heiner Lauxtermann monierte, dass im Entwurf des Bebauungsplanes die Konzeption des Architekten kaum berücksichtigt worden sei. Der Ausschuss verblieb mit der Bitte um Nachbesserung – die entsprechend korrigierte Planung wird in der kommenden Sitzung nochmal auf die Tagesordnung kommen.
Freitag, 05 Juli 2019 12:02

Handschellen statt fetter Beute

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Bockhorn. Die umsichtige Reaktion einer 66-jährigen Frau aus Bockhorn hat am vergangenen Mittwoch dazu geführt, dass die Polizei zwei mutmaßliche Trickbetrüger festnehmen konnte.
Die Frau war am Vormittag von ihrem angeblichen Neffen angerufen worden, der am Telefon berichtete, einen schweren Verkehrsunfall gehabt zu haben. Um seinen Führerschein nicht zu verlieren, benötige er für den Unfallgegner umgehend 30.000 Euro in bar, die er dann per Blitzüberweisung zurückerstatten wolle.
Durch diesen Anruf sollte die Frau unter Druck gesetzt werden. "Die Bockhornerin war jedoch offenkundig gut über die Machenschaften der bundesweit agierenden Betrüger informiert", erklärte Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und lobte das weitere Verhalten der Frau: "Sie tat am Telefon zunächst so, als wenn sie den Neffen kennen würde und gab auf die Geldforderung an, dass sie erst einen Blick in ihr Sparbuch werfen müsse - "Neffe Gunnar" solle ein wenig Geduld haben."

In der Zwischenzeit alarmierte die Frau aber mit ihrem Mobiltelefon aus einem anderen Zimmer die Polizei, die weitere Maßnahmen veranlassen konnte. Es folgten im Tagesverlauf weitere Anrufe bei der Frau in Bockhorn: So gab sich eine zweite männliche Person mit dem Namen "König" als Versicherungsvertreter aus und es rief eine angebliche Mitarbeiterin einer Bank an, um die Seriennummern der Scheine zu erfragen.
"Das professionelle Vorgehen der Täter zeigen die vielen Anrufe in unterschiedlichsten Funktionen" betont Papenroth und warnt: "Bevor die Geldabholer geschickt werden, will man auf Nummer sicher gehen!"
Tatsächlich erschien dann am späten Nachmittag ein Mann, der die präparierten Scheine von der Frau entgegen nahm. Unmittelbar nach der Übergabe konnte er von versteckt postierten Beamten festgenommen werden, ebenso wie eine weitere Person, die in einem etwas abseits geparkten Fahrzeug mit auswärtigem Kennzeichen auf die Rückkehr des Geldabholers wartete. Einer der beiden ist 30 Jahre alt und kommt aus der Rheinland-Pfalz, der andere ist 18 Jahre und hat keinen festen Wohnsitz. Beide vorläufig festgenommenen Personen wurden zur Dienststelle gebracht, der Wagen beschlagnahmt.
"Das Zusammenspiel aller Beteiligten hat schließlich zum Erfolg geführt", lobte Andrea Papenroth. Angefangen von der 66-Jährigen, die durch ihr couragiertes Handeln den Grundstein gelegt habe, sowie die im Umfeld agierenden Personen, die letztendlich die Festnahme der beiden Personen möglich gemacht haben.

Immer wieder warnt die Polizei vor dreisten Betrügern und appelliert eindringlich, sich nicht auf häufig fiese Druckmittel einzulassen und sich nicht täuschen zu lassen:
"Seien Sie misstrauisch, wenn Personen am Telefon Geldbeträge oder Schmuck/Gold von ihnen fordern!
Geben Sie keine Details zu ihren familiären Verhältnissen preis!
Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen immer direkte Rücksprache mit den angeblich betroffenen Angehörigen!
Verständigen Sie über Notruf 110 die Polizei!"
Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang insbesondere an die jüngeren Angehörigen älterer Menschen, über die Gefahren zu sprechen, die sich hinter der dreisten Masche dieser Betrüger verbergen.

Für ein persönliches Beratungsgespräch stehendie Beauftragte für Kriminalprävention Katja Reents unter Tel. 04421/942-108 sowie Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter des Polizeikommissariats Varel, unter Tel. 04451/923-146 zur Verfügung.

24-Jähriger berauscht in gestohlene Auto festgenommen
Ebenfalls nach Hinweis eines aufmerksamen Zeugen war in der Nacht zum Mittwoch ein 24-jähriger Mann aus dem Emsland in Büppel vorläufig festgenommen worden. Um kurz nach Mitternacht kontrollierten Beamten den Mann, der in einem auf einem Parkplatz Am Tannenkamp abgestellten VW Golf saß. Bei der Personenüberprüfung stellten die Beamten eine Alkohol- und Betäubungsmittelbeeinflussung fest. Der freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Ferner sollte sich herausstellen, dass das Auto bereits Mitte Juni gestohlen worden und zuletzt bei mehreren Tankbetrügereien aufgefallen war. Der 24-Jährige hatte das Fahrzeug außerdem geführt, ohne im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Im Fahrzeug fanden die Beamten zudem diverse Lebensmittel und Getränke, die am Tag zuvor in zwei verschiedenen Verbrauchermärkten in Hooksiel und Schillig entwendet wurden.
Der 24-Jährige räumte bei der polizeilichen Vernehmung neben dem Pkw-Diebstahl auch die beiden Ladendiebstähle und den dauerhaften Konsum von THC ein.
Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen, schließlich leitete die Polizei diverse Ermittlungsverfahren ein. Die Ermittlungen, insbesondere die Zuordnung möglicher weiterer Straftaten, dauern an.
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