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Montag, 13 August 2018 15:08

Bürgermeisterwahl: Meinen tritt 2019 nicht wieder an

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Bockhorn. Der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Bockhorn, Andreas Meinen, wird bei der nächsten Wahl im September 2019 nicht wieder antreten. Das gab Meinen am Montag in einer schriftlichen Stellungnahme an die Presse bekannt. Der parteilose Andreas Meinen war bei der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 mit gut 59 Prozent zum Nachfolger von Ewald Spiekermann gewählt worden. Zuvor war der 58-Jährige als Erster Gemeinderat und Fachbereichsleiter Finanzen bei der Gemeinde Bockhorn tätig gewesen.
Im Februar 1997 hat Andreas Meinen seinen Dienst bei der Gemeinde Bockhorn angetreten. "Seitdem sind über 21 Jahre vergangen, in denen viel Positives für unsere schöne Gemeinde auf den Weg gebracht werden konnte. Ich bin froh und dankbar, dass ich in all den Jahren Teil der Entwicklung sein durfte und mich mit meinen Gedanken und Ideen einbringen konnte", so Meinen in seiner Erklärung vom Montag. "Dass bei der Bürgermeisterwahl 2011 so viele Wählerinnen und Wähler mir ihre Stimme und damit auch ihr Vertrauen gegeben haben, hat mich mit großem Stolz erfüllt." Es sei viel erreicht worden: "Bockhorn hat sich zu einer sehr attraktiven und aufstrebenden Gemeinde entwickelt. Dadurch konnten wir viele Neubürger gewinnen und somit dem demografischen Wandel erfolgreich begegnen", sagte Meinen nun, der auch auf die geordneten Finanzen der Gemeinde hinweist. Aus seiner Sicht eine sehr gute Bilanz: "Doch wie heißt es so treffend: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich glaube, dass hierin eine Menge Wahrheit liegt. Daher habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, einen Schnitt zu machen und bei der Bürgermeisterwahl 2019 in der Gemeinde Bockhorn nicht erneut anzutreten." Weitere Angaben zu den Beweggründen für seinen Verzicht machte Meinen am Montag auch auf Nachfrage nicht.

Bei der Wahl anno 2011 war die Kandidatur von Andreas Meinen von UWG und SPD unterstützt worden. Durchgesetzt hatte er sich damals gegen den CDU-Kandidaten Thorsten Krettek, der bereits angekündigt hat, zur Wahl im nächsten Jahr erneut anzutreten.
Freitag, 03 August 2018 10:22

Verkauf von Grundstücken beginnt im August

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Zetel. Der Verkauf der Grundstücke innerhalb des Neubaugebietes „Zetel Süd“ beginnt ab dem 28. August. Dies teilt die Gemeinde Zetel in einer E-Mail mit, die an alle Interessenten, die sich für ein Grundstück haben vormerken lassen, verschickt worden ist.
Wie Detlef Kant von der Bauleitplanung der Gemeinde erläutert, waren die Planungen zur Ausweisung des Baugebietes sehr viel aufwendiger, als es sich zu Beginn der Planungen abzeichnete. „Zunächst musste der ursprüngliche Plan insgesamt wegen der notwendigen Verlegung des Regenrückhaltebeckens überarbeitet werden. Aber auch die Lösung zur Entwässerung des Gebietes hat Zeit in Anspruch genommen. Daher kann die Vermarktung leider erst jetzt beginnen“, erklärt Detlef Kant. Die Vermessung des Baugebietes ist inzwischen in Auftrag gegeben worden, die Erschließungsarbeiten sind ausgeschrieben. Nach der vorläufigen Zeitplanung kann mit den Tiefbaumaßnahmen im September 2018 begonnen werden. Bei normaler Witterung werden die Arbeiten dieses Jahr abgeschlossen sein.
Wie in der Mitteilung weiter ausgeführt, wird die Verlegung der Versorgungsleitungen (Strom, Gas, Wasser, Telefon) nicht von der Gemeinde Zetel beauftragt. Auf die zeitliche Abfolge zur Verlegung der Versorgungsleitungen hat die Gemeinde Zetel keinen Einfluss, sei jedoch bestrebt, die Leitungen im Zuge der Erschließungsarbeiten mit verlegen zu lassen.
Die genaue Bezifferung der Preise steht noch aus, vorbehaltlich des Beschlusses des Zeteler Rates werden die Kaufpreise in der Kategorie I (oberer Kategorie) 75, in der Kategorie II 70 und in der Kategorie III (untere Kategorie) 65 Euro pro Quadratmeter kosten. Darin sind bereits die Kosten der Erst­erschließung, also des Straßenbaus, der Lampen und der Straßenentwässerung sowie die Kosten für den Anschluss an die Schmutzwasserkanalisation, enthalten. Für Familien mit Kindern ist eine Förderung geplant, worüber der Rat noch zu beschließen hat.
Vorbehaltlich des Ratsbeschlusses beginnen die Verkäufe der Grundstücke am Dienstag, 28. August. Dazu sind Interessenten für 18 Uhr in den „Wehdehof“ (Gaststätte Tepe), eingeladen. Dort wird das Baugebiet nochmals vorgestellt und auf Fragen zum Baugebiet oder zum weiteren Ablauf eingegangen.
„Soweit Sie ein Grundstück erwerben möchten, können Sie an dem Abend verbindlich ein Grundstück aussuchen. Dabei ist den Interessenten, die ein eigengenutztes Wohnheim errichten möchten, zunächst der Vorzug gegeben. Die Auswahl erfolgt entsprechend der Reihenfolge der Reservierungsliste“, so Detlef Kant. Sollte nicht selbst oder per Vertreter der Termin wahrgenommen werden, werde davon ausgegangen, dass kein Interesse mehr besteht. Dann rücken die anderen Interessenten auf. Nach Vormerkung des gewünschten Grundstückes ist außerdem kurzfristig ein Kaufvertrag zu schließen oder, um das Grundstück weiterhin reservieren zu lassen, der Finanzierungsnachweis der Bank innerhalb von drei Monaten vorzulegen.
Für Rückfragen steht Detlef Kant unter ☎ 04453/935215 während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zur Verfügung.
Freitag, 03 August 2018 10:20

Erinnerungstafel ziert prächtige Eiche

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Bohlenbergerfeld. Eine besondere Ehrung hat am vergangenen Samstag am Schulmuseum in Bohlenbergerfeld stattgefunden. Unter einer 66 Jahre alten Eiche wurde eine Tafel enthüllt, die von den beiden Brüdern Armin und Klaus Lang in Erinnerung an ihren Vater Emil Lang angebracht wurde. Ihre Inschrift verweist zum einen auf das Geburts- und Todesdatum Emil Langs, erinnert jedoch vor allem an folgende Stationen seines Lebens: Von 1950 bis 1957 war er Lehrer in der Volksschule Bohlenbergerfeld, in den Jahren zwischen 1962 und 1972 hatte er das Amt des Schulleiters in der kleinen Dorfschule inne. Von 1972 bis 1979 war Emil Lang Rektor der Grundschule Zetel. Auch was es mit der alten Eiche auf sich hat, verrät die Tafel-Inschrift.
Zu der Enthüllung der Tafel waren zahlreiche ehemalige Schüler der Volksschule gekommen. Nach einer musikalischen Begrüßung auf einer Drehorgel berichtete er, im Jahr 1952 habe sein Vater die Geburt seines Sohnes Klaus zum Anlass genommen, die heute prächtige Eiche zu pflanzen − ganz gemäß dem Leitspruch „Ein Mann muss in seinem Leben einen Sohn gezeugt, ein Haus gebaut und einen Baum gepflanzt haben“, wie Armin Lang mit einem Augenzwinkern ergänzte.
In einem kurzen Abriss erzählte Armin Lang die Lebensgeschichte seines Vaters, der 1914 in Bessarabien in der Nähe von Odessa an der Schwarzmeerküste geboren wurde und bereits mit 18 Jahren ausgebildeter Lehrer war. Als solcher wurde er in verschiedenen Landesteilen unter rumänischer Verwaltung eingesetzt, wo er auf Deutsch und Rumänisch unterrichtete. Nachdem Emil Lang zunächst durch das rumänische Militär und anschließend die Deutsche Wehrmacht eingezogen worden war, wurde das rumänische Dorf, in dem er lebte, schließlich nach Westpreußen umgesiedelt. Hier lernte Emil Lang seine Ehefrau Helene kennen, die er 1943 heiratete, bevor er bis zum Jahr 1948 in russische Gefangenschaft kam.
Im Jahr 1950 schließlich erfolgte der Umzug nach Bohlenbergerfeld, wo Emil Lang seine Lehrertätigkeit begann und sein Sohn Armin, noch keine sechs Jahre alt, sofort in die erste Klasse eingeschult wurde. Armin Lang erinnert sich noch gut an die beengten Lehrerwohnungen, die völlig überfüllten Klassenräume, an den Gebrauch von Schiefertafeln und Griffeln und natürlich an die Pflanzung der Eiche, unter der die gegenwärtige Ehrung stattfand. Sehr stolz sei sein Vater auf seinen Baum gewesen, berichtete Armin Lang, und es habe ihn sehr geschmerzt, dass seine eigenen Schüler immer wieder Zweige abbrachen.
Heike Ahlborn, Leiterin des Schulmuseums, dachte zum Abschluss des Zusammentreffens an, eine halbrunde Bank um den Baum zu setzen − eine Idee, über die sich Emil Lang gewiss gefreut hätte.
Freitag, 03 August 2018 10:18

Viel anzupacken in den kommenden Jahren

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Zetel. Herbert Oltmanns ist ein echter Tausendsassa, jemand, der es sich nicht nehmen lässt, sich unermüdlich für verschiedene Dinge einzusetzen. Die Vita des 79-Jährigen, der seit 1999 dem Heimatverein Zetel als Vorsitzender vorsteht, umfasst Tätigkeit im Gemeindekirchenrat, der Synode des ehemaligen Kirchenkreises Varel, außerdem ist der Zeteler nach wie vor Vorstand im Diakonischen Werk Zetel.
Sein Engagement hat sich ausgezahlt – im April ist er mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft für seine Verdienste um das Oldenburger Land ausgezeichnet worden. Heimatkunde und die plattdeutsche Sprache sind die beiden Hauptthemen, denen sich Herbert Oltmanns seit 1999 und dem damit verbundenen Eintritt ins Rentenalter mehr und mehr gewidmet hat. Als Vorsitzender des Heimatvereins lag die Verantwortung für den Betrieb des Schulmuseums in Bohlenbergerfeld in seinen Händen – welches sich unter der Trägerschaft positiv entwickelte.
Das Wissen um die Heimat gibt der Zeteler auch öffentlich weiter – der Heimatverein bietet einmal im Monat eine Aktivität an, sei es ein Vortrag eines Referenten oder eine heimatkundliche Fahrt. „Wir haben inzwischen zahlreiche Gäste von außerhalb, die an dem Programm teilnehmen“, erläutert Herbert Oltmanns die Entwicklung der letzten Jahre. Bis zu 100 Gäste kämen inzwischen an den Vortragsabenden in das Zeteler Lichtspielhaus, so der 79-Jährige.
225 Mitgliedern zählt der Heimatverein aktuell – „allerdings haben wir einen sehr hohen Altersschnitt“, gibt Herbert Oltmanns zu bedenken. Neue Mitglieder kämen oft erst hinzu, wenn sie das Rentenalter erreicht haben. Sorge bereitet dem Vorsitzenden zudem die Nachfolge im Amt: „Da mache ich mir persönlich große Gedanken. Wenn wir nach Neuenburg oder Varel blicken, sind die Heimatvereine dort sehr gut aufgestellt und haben eine Regelung gefunden. Es ist wichtig, dass wir das, was wir aufgebaut haben, erhalten.“
Derzeit sind einige Großprojekte in Planung – dazu gehört auch eine Chronik des Heimatvereins. Ein zeitaufwendiges Unterfangen – aber der Zeteler ist optimistisch: „Das müssen wir hinbekommen.“ Der Heimatverein verfügt über ein großes Bilderarchiv mit vielen unveröffentlichten Aufnahmen. Die Sortierung und Lagerung der teils seltenen Originalnegative und Aufnahmen ist ein weiteres Thema, mit dem sich der Heimatverein die kommenden Jahre auseinandersetzen wird. Darin eingeschlossen sind die noch zu sortierenden Schriften, Bilder sowie Nachlässe mit Zeitungsartikeln, die im Schulmuseum Bohlenbergerfeld lagern.
Auf den Zeteler warten noch zahlreiche Aufgaben, aufgeben oder die Hände in den Schoß legen kommt Herbert Oltmanns nicht in den Sinn – er setzt sich weiterhin für die Dinge ein, die ihm seit Jahrzehnten am Herzen liegen.
Wer den Heimatverein unterstützen möchte, bekommt Informationen direkt bei Herbert Oltmanns unter ☎ 04453/939678.
Freitag, 03 August 2018 10:15

Auszeichnung für langjähriges Engagement

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Bockhorn. „Was getan werden muss, muss getan werden, dann aber ordentlich“ – das ist die Maxime, die der Bockhorner Paul Weber seit nunmehr 20 Jahren im sozialen und kommunalpolitischen Bereich verfolgt.
Der 75-Jährige ist ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen tätig. Allem voran seit 1987 in der Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK), mittlerweile als Vorsitzender des VDK-Ortsverbands Bockhorn. Zu seinem Engagement gehört auch die Arbeit mit der Oberschule Bockhorn, wo Paul Weber regelmäßig die Schüler über die Arbeit des Volksbundes aufklärt. Für die Organisation und Gestaltung der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag zeichnet der Bockhorner ebenfalls verantwortlich.
Auch im Ortsbild Bockhorn findet sich die Arbeit Paul Webers wieder. 2004 initierte er mit dem Heimatring Bockhorn die Pflege und Neugestaltung der sowjetischen Kriegsgefangengräber auf dem Bockhorner Friedhof. Die Entwicklung der Gemeinde selbst hat der 75-Jährige als langjähriges CDU-Ratsmitglied von 2001 bis 2011 mit vorangetrieben. Auch in der Flüchtlingshilfe ist Paul Weber ehrenamtlich seit 2015 aktiv, des Weiteren ist er Gründungsmitglied und Mitorganisator der Jahrestreffen der Deutsch-Ungarischen Freundschaft zwischen Bockhorn und der Partnergemeinde Vertéssomló.
Für seine Verdienste ist Paul Weber vor kurzem mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Sven Ambrosy überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Neuenburg – „eine hochverdiente Auszeichnung“, wie Landrat Sven Ambrosy anmerkte, „die sich auch stets stellvertretend an Partner und Freunde richtet, denn ohne deren Verständnis und Unterstützung ist Ehrenamt nicht möglich.“
Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen lobte den Einsatz des Geehrten in den Schulen in Bezug auf die Sammlungen der Kriegsgräberfürsorge: „Es sind viele Jugendliche, die mitmachen und mit großem Eifer dabei sind. Damit trägst Du eine wichtige Aufgabe in die nächste Generation hinein.“ Die durch die Flüchtlingskrise 2015 entstandenen Aufgaben habe man dadurch meistern können, dass jemand die Planung und Koordinierung übernommen habe: „Du warst dabei ein ganz wichtiges Glied. Für Deine Arbeit sage ich von Herzen vielen Dank.“
Ans Aufhören denkt Paul Weber nicht – „auch wenn ich inzwischen gelernt habe, in dem ein oder anderen Fall Nein zu sagen“, wie der 75-Jährige mit einem Augenzwinkern anmerkte.
Freitag, 27 Juli 2018 11:24

Zwölf neue Grundstücke in zentraler Lage

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Spatenstich für neues Baugebiet „Wittenmoor“ – Große Nachfrage

Bockhorn. Noch sind die Bagger auf der ehemaligen Wiese zwischen Adlerweg und Mühlenstraße in Bockhorn aktiv, die Erschließung ist jedoch bereits im vollen Gange. Ganz offiziell wurde es kürzlich mit dem symbolischen Spatenstich – vorraussichtlich im Herbst können hier die künftigen Grundstücksbesitzer mit dem Hausbau beginnen. Das Areal trägt den Namen „Wittenmoor“.
Mit dem vor zwei Jahren gefassten Beschluss sollten ursprünglich auf der Wiese acht Baugrundstücke ausgewiesen werden – zwei Jahre später sind vier weitere dazugekommen. Die größe der Bauflächen liegt zwischen 524 und 898 Quadratmetern, bei einem Verkaufspreis von 79 Euro pro Quadratmeter. Anbieter der Grundstücke ist die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) in Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landesbank (OLB).
Der Anschluss von „Wittenmoor“ soll über einen Wendehammer erfolgen, der den Adlerweg verlängert. Dies betrifft jedoch nur acht der zwölf Grundstücke, die restlichen direkt an der Mühlenstraße gelegenen sollen weiterhin von der Mühlenstraße aus erreichbar bleiben. Um den Adlerweg zu schonen, wird eine temporäre Baustraße von der Mühlenstraße zum Wendehammer hin für den Baustellenverkehr eingerichtet.
Wer sich für eines der Grundstücke interessiert, sollte sich jedoch beeilen. Zum Redaktionsschluss am Donnerstag waren von den insgesamt zwölf Bauplätzen nur noch zwei zu vergeben.
Freitag, 27 Juli 2018 11:20

Älteren Mitbürgern eine Stimme geben

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Die Unabhängige Wählergemeinschaft Zetel-Neuenburg setzt sich für einen Seniorenbeirat ein

Zetel. Rat und Hilfe im Alltag, gemeinsame Aktivitäten, sich gegenseitig um sich kümmern, auf Bedürfnisse, Wünsche und Notwendigkeiten aufmerksam machen – ein Seniorenbeirat lenkt den Fokus auf die ältere Generation, die oftmals einen anderen Blickwinkel auf ihre Lebenswelt in den Städten und Gemeinden hat. Ein solches Gremium nimmt oftmals zudem die Mittlerrolle zwischen der älteren Bevölkerung und der jeweiligen Verwaltung ein – und schafft einen Austausch, von dem beide Seiten profitieren.
Die Unabhängige Wählergemeinschaft Zetel-Neuenburg (UWG) um Heiner Haesihus, Imke Koring und Hans-Jürgen Tebben setzt sich seit längerem für die Einrichtung eines Seniorenbeirates in der Gemeinde Zetel ein. „Leider hat sich bisher die Idee eines Seniorenbeirates aufgrund mangelnder politischer Mehrheit nicht durchgesetzt“, bedauert Imke Koring.
Zwar gebe es in der Gemeinde Zetel einen Besuchsdienst für die ältere Generation – „aber die Schaffung eines Beirats könnte vieles mehr leisten und auch bewirken“, ist die UWG-Ratsfrau überzeugt. Der Wählergemeinschaft liegt dabei vor allem der soziale Aspekt am Herzen, alleinstehenden oder einsamen Senioren die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen, aber auch mit ihren persönlichen Wünschen gehört zu werden. „Unsere ältere Generation sollte genauso wie das Jugendparlament eine Stimme haben“, sagt Imke Koring.
Die UWG hat bereits im Vorfeld skizziert, wie die Arbeit eines parteilosen, konfessionsneutralen und gemeinnützigen Seniorenbeirats in der Gemeinde Zetel aussehen könnte:
Um Kontakte zu knüpfen könne der Beirat den vorhandenen Besuchsdienst unterstützen. Die Kontaktaufnahme soll jedoch aus aus Eigeninitiative erfolgen: „Die Mitglieder des aktiven Seniorenbeirates hätten eine sinnvolle Aufgabe und dadurch selbst eine neue Lebensqualität.“ Jung gebliebene Ältere könnten so den Älteren helfen. Gleichzeitig schaffe der Beirat eine Motivation sich einzubringen oder gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen. Deshalb ist aus UWG-Sicht der Zusammenschluss mit der IAV-Stelle der Gemeinde Zetel sinnvoll und wichtig. „Der Seniorenbeirat könnte die Anliegen und Interessen der hiesigen Senioren an die IAV-Stelle vermitteln und auch als Berater und das Mitwirken von Planungen für Senioren unterstützen“, sagt Imke Koring.
Die Mitglieder des Gremiums wären Ansprechpartner und könnten Infos als Vermittler für ein besseres Leben der Senioren an die Gemeindeverwaltung oder Ratsmitglieder der Gemeinde Zetel weiterleiten.
„Wir können alle nicht auf die Erfahrung und die Kompetenzen unserer Senioren verzichten“, sagt Imke Koring, „seit 2007 gibt es einen Seniorenbeirat in der Nachbargemeinde Bockhorn. Viele Ältere würde sich sicherlich freuen, wenn auch unsere Gemeinde einen Beirat hätte, der ihre Interessen und Vieles mehr vertreten könnte. Vor allem sehen wir vielleicht wieder viele Mitbürger, die dadurch eine sinnvolle Aufgabe bekommen und mit Spaß und Lebensfreude dabei sind.“
Dienstag, 24 Juli 2018 16:08

„Immer für Bockhorn, immer gemeinnützig“

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Holger Ammermann und Ulrich Martens veranstalten am 4. August den 1. Bockhorner Charity Ride

Bockhorn. Eine Motorrad-Ausfahrt für den guten Zweck? Warum eigentlich nicht, haben sich die beiden Bockhorner Ulrich Martens und Holger Ammermann gedacht. Die beiden Männer stehen hinter dem 1. Bockhorner Charity Ride – „eine Aktion, die es so vorher in der Gemeinde noch nicht gegeben hat“, wie Ulrich Martens erklärt.
Das Prinzip des Bockhorner Charity Rides: Während der Ausfahrt werden Lose verkauft, die Gewinne stammen von lokalen Sponsoren und Unternehmen. Der Erlös aus dem Losverkauf kommt einem gemeinnützigen Verein oder einer Einrichtung in der Gemeinde Bockhorn zugute. „Uns ist wichtig, dass das Geld der Gemeinde zugute kommt“, sagt Holger Ammermann.
In diesem Jahr geht der Erlös an den Verein zur Förderung von Menschen mit Behinderung. Der Verein finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Mit dem Erlös sollen Tagesfahrten und kleinere Anschaffungen ermöglicht werden, erläutert Daniela Feige-Kuchta als 1. Vorsitzende, die sich über das Engagement der beiden Bockhorner sehr freut: „Für die Unterstützung bin ich den Jungs sehr dankbar.“
Neun Tourguides werden die Ausfahrt begleiten und dafür sorgen, dass alle wohlbehalten am Ziel Augustfehn eintreffen. „Wir rechnen derzeit mit 50 bis 100 Maschinen“, sagt Ulrich Martens. Je mehr, desto besser – willkommen sind alle Motorradfahrer, egal ob mit Straßenmaschine, Enduro oder Chopper.
Die zwei Macher hinter dem Projekt sind gedanklich bereits bei der zweiten Auflage. „Wir wollen definitiv weitermachen“, sagt Holger Ammermann. Dann würde der Erlös an eine andere Institution gehen. „Immer für Bockhorn, immer gemeinnützig“, bekräftigen die beiden Männer.

>> Alle Motorradfahrer treffen sich am Samstag, 4. August, um 12 Uhr beim Malerfachbetrieb Holger Ammermann, Alte Bahnlinie 3. Die Ausfahrt erfolgt gegen 13 Uhr, für 14.30 Uhr ist die Ankunft in Augustfehn geplant, wo es auch eine Kaffeepause geben wird. Die Ankunft in Bockhorn ist um 17 Uhr geplant, mit anschließender Verlosung.

Freitag, 13 Juli 2018 12:10

„Hier werden alle Kinder aufgenommen!“

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Integrationsgruppe in der Kinderkrippe Emkenburg − Förderung von Anfang an

Zetel. Seit einem Jahr gibt es in der Kinderkrippe Emkenburg in Zetel eine Integrationsgruppe für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Bereits im Jahr zuvor war die kleine Rieke, die als Frühchen einen solchen Förderbedarf hat, in die Krippe aufgenommen worden. „Diesem Bedarf konnten wir jedoch damals noch nicht gerecht werden“, erzählt Krippenleiterin Birte Marschalk, und so sprang zunächst eine Heilpädagogische Fachkraft aus einer anderen gemeindeeigenen Einrichtung aushilfsweise ein. Nach vielen Gesprächen mit der Mutter des Mädchens und in enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister der Gemeinde Zetel, Heiner Lauxtermann, wurde schließlich ein Konzept entwickelt, um Integration und Inklusion in der Kinderkrippe Emkenburg umsetzen zu können: Die in der Einrichtung beschäftigte Erzieherin Imke Molenda wurde im Rahmen einer berufsbegleitenden Ausbildung in Rastede zur Heilpädagogischen Fachkraft geschult. Hierbei habe der grundsätzliche Umgang mit Menschen im Hinblick auf Inklusion und Gleichberechtigung für alle im Mittelpunkt gestanden, erzählt Imke Molenda. Die Integrationskinder erhalten Unterstützung, um ohne eine Sonderstellung zu beziehen den Alltag in der Kinderkrippe miterleben zu können. „Das ist eine ganz spannende Aufgabe und mit jedem Kind eine ganz neue, andere Arbeit“, so Imke Molenda begeistert.
Anders als in den Kindergärten sei das Konzept der Integration im Krippenbereich noch immer sehr unbekannt, berichtet Birte Marschalk. Dabei ist der Bedarf da und die Umsetzung des Konzepts eine positive Erfahrung auch für alle anderen Kinder. Wer im nächsten Jahr einen Krippenplatz für sein Kind benötigt, sollte sich bereits jetzt nach den Sommerferien anmelden. Das Jahr Vorlaufzeit ermögliche es, sich auf die individuellen Bedarfe der Kinder einzustellen. Hier werde Inklusion gelebt, so Birte Marschalk, alle Kinder werden in der Kinderkrippe Emkenburg aufgenommen. Auch ein blindes Kind könne sich hier beispielsweise gut zurechtfinden, erläutert die Krippenleiterin weiter, schließlich sei die Einrichtung komplett barrierefrei. Ein Kind mit erhöhtem Förderbedarf ist bereits für das nächste Krippenjahr angemeldet.
„Das geballte Fachwissen und der geballte Austausch der verschiedenen Berufsgruppen in der Kinderkrippe Emkenburg ist eine wunderbare Sache“, beschreibt Maike Damrau die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachkräfte im Rahmen der Integration. Sie begleitet die Integrationskinder in der Kinderkrippe als Selbstständige Sprachheilpädagogin. Heutzutage gebe es erheblich mehr Kinder mit einem Sprachförderbedarf als früher, berichtet sie, außerdem habe sich die Problematik verändert: Während es früher hauptsächlich Lautstörungen zu therapieren galt, leiden die Mädchen und Jungen heute eher unter Kommunikationsstörungen. Sie können ihre Gefühle nicht in Worte fassen und Dinge nicht mehr detailliert beschreiben. Als Grund für diese Entwicklung führt Maike Damrau beispielsweise an, dass viele Kinder heute immer weniger Feedback von ihren Eltern erhalten. Der Blick auf das Smartphone scheine oft wichtiger als in den Dialog mit dem Kind so treten, sodass der Nachwuchs in vielen Fällen komplett abgeschirmt sei. Die Generation der Mütter und Väter, die heute vielfach in isolierten Kleinfamilien oder Einkindfamilien leben, haben ein alternatives Verhalten oft selbst nicht mehr gelernt.
Physiotherapeutin Stephanie Ende begleitet die Integrationskinder in der Kinderkrippe Emkenburg ebenfalls − beispielsweise durch eine gezielte Förderung ihrer Motorik. Auch sie freut sich sehr über den interdisziplinären Austausch der verschiedenen Berufsgruppen und somit die Verquickung der zu fördernden Bereiche Sprache, Soziales und Motorik. Auch die Mutter der bisher in der Einrichtung geförderten heute dreijährigen Rieke sei kontinuierlich mit in den Austausch eingebunden worden, erzählt die Physiotherapeutin. Das Mädchen habe ganz tolle Fortschritte gemacht, berichtet Stephanie Ende, und Riekes Mutter habe sich sehr darüber gefreut, dass die Therapie ihrer Tochter direkt in der Krippe stattfinden konnte. Stephanie Ende erzählt weiter, dass bei der in der Gruppe stattfindenden Therapie viele andere Kinder einfach mitgemacht haben. „Toll, dass in der Krippe Integration angeboten wird“, hebt die Physiotherapeutin hervor. Der Bedarf sei auch in diesem Alter schon da, so Stephanie Ende, und bei vielen ihrer jungen Patienten in ihrer Praxis habe sie gedacht: „Wenn es die Integration in der Krippe vorher gegeben hätte, hätten viele Kinder eine bessere Förderung bekommen.“ Durch das Konzept sei es zudem für die Betroffenen möglich, nachmittags einfach nur in ihrer Familie zu sein, ohne Fokus auf die Krankheit und den Förderbedarf.
Diesen Aspekt hebt auch Riekes Mutter Grit Arnold hervor: Weil sich die Förderung ihrer Tochter in der Krippe abgespielt hat, sei der Familienalltag deutlich entlastet worden. Schon frühzeitig habe sie gemerkt dass bei ihrer Tochter Rieke, die als Frühchen geboren wurde, ein Förderbedarf besteht. Nach diesbezüglichen Gesprächen mit Birte Marschalk habe diese sofort Kontakt zum Zeteler Bürgermeister aufgenommen, bevor Erzieherin Imke Molenda mit ihrer Zusatzausbildung begann. Rieke habe im Rahmen der Förderung in der Kinderkrippe zum Beispiel Handsignale erlernt, die ihr die Kommunikation wesentlich erleichtern, erzählt Grit Arnold und freut sich, dass ihre Tochter die Kinderkrippe Emkenburg von Anfang an sehr gerne besucht habe.
Auch Bürgermeister Heiner Lauxtermann zeigt sich glücklich über die Entwicklung in der Kinderkrippe Emkenburg: Nach fünf Jahren des Bestehens können man schon von einer Erfolgsgeschichte sprechen, die Entwicklung und die Veränderungen − auch baulich − seien enorm. Die demographische Entwicklung zeige, dass Eltern ihre Kinder immer früher in die Krippe geben, so Heiner Lauxtermann. „Wir werden als Kommune immer in diesem Bereich auf die Bedarfe reagieren müssen“, so Heiner Lauxtermann, der diesbezüglich auf die Unterstützung von Bund und Ländern hofft.
Derzeit gibt es in der Kinderkrippe Emkenburg eine Vormittagsgruppe, die zugleich die Integrationsgruppe ist. Diese Gruppe beinhaltet 14 Plätze. Außerdem existiert eine Ganztagsgruppe mit 15 Plätzen. Die Nachfrage sei höher als das Angebot, so Krippenleiterin Birte Marschalk:„Im August sind wir voll, bisher bestand immer ein Puffer von drei bis vier Plätzen, das gibt es nicht mehr, man ist krippenoffener geworden“, so die Krippenleiterin. Birte Marschalk hebt zudem hervor, dass die Gemeinde Zetel sehr schnell auf entsprechende Bedarfe reagiere, dies sei nicht überall selbstverständlich. Auf dem Weg von der Kinderkrippe bis zur Schule haben die Kinder nur profitiert, berichtet Birte Marschalk von den positiven Rückmeldungen der Eltern und Fachkollegen. Der Aufenthalt der Mädchen und Jungen in der Krippe sei als Familienergänzung zu verstehen: „Uns ist es das Wichtigste, dass es den Kindern hier gut geht.“
Freitag, 13 Juli 2018 12:01

„Illusion und Magie“ Motto der 36. Kunstwoche

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Neuenburg. Ohne Unterstützung geht es nicht: Die Neuenburger Kunstwoche lebt vom Schulterschluss des Kunstvereins „Bahner“ mit der Gemeinde Zetel sowie zahlreichen Sponsoren und ehrenamtlichen Unterstützern. Die Erfahrung aus mittlerweile 35 Kunstwochen fließt Jahr für Jahr in die Planung und Vorarbeit ein – eine Arbeit, die sich auszahlt, wie der Vorsitzende Wolfgang Andrée bei der jüngsten Sitzung der „Bahner“ am Montagabend in der Wohngalerie Streithorst in seinem Resümee zur diesjährigen Kunstwoche „Recycling“ festhielt.
„Wir haben einen sehr guten Zuspruch von Seiten der Zuhörer und Zuschauer gehabt“, fasste Wolfgang Andrée zusammen. Die Künstler hätten sich während des einwöchigen Stipendiums in Neuenburg sehr wohlgefühlt. „Die Kunstwoche ist insgesamt wieder sehr gut gelaufen, finanziell sind wir ebenfalls im Kostenrahmen geblieben, auch dank Spender und Unterstützer“, so der Vorsitzende.
Für die 36. Kunstwoche stimmten die Mitglieder für den zweitfavorisierten Vorschlag des vergangenen Jahres, „Illusion und Magie“. Der Fokus soll dabei nicht nur auf Bildern oder Illustrationen liegen, sondern physikalische Objekte und Performanceaspekte miteinschließen. Angesetzt ist die Kunstwoche für den Zeitraum vom 24. bis 30. Juni.
Fortgesetzt werden soll im nächsten Jahr die „Offene Atelier“-Route, wo Kunstschaffende aus dem Neuenburger Raum für ein Wochenende in Ateliers und Werkstätten einladen, um dort ihre Arbeitsmethoden und Werke zu präsentieren. Für die kommende Ausgabe der „Offenen Ateliers“ soll die rund sechs Jahre alte Begleitbroschüre in überarbeiteter Form neu aufgelegt werden. „Die Gemeinde Zetel hat uns signalisiert, uns dabei zu unterstützen“, teilte Wolfgang Andrée mit. In der Neuauflage sollen außerdem die zwischenzeitlich dazugekommenen Künstler aufgenommen werden.
Die von Doris Hauptmann gestaltete Litfaßsäule an der Röbendiekenstraße/B 437 soll eine Pflasterfläche mit eingebettetem Motiv erhalten – einen ersten Entwurf brachte Wolfgang Andrée ein. An der Vorderseite der Säule soll eine Pflasterfläche anschließen, die in einem aus Blaubasalt, Grauwacke und Klinker gefertigtem Notenband ausläuft.

Termine zum Vormerken:

• Weißes Dinner auf der Wiese an der Rauchkate am Samstag, 21. Juli, 18 Uhr (nur bei trockenem Wetter). Sitzgelegenheit sowie Essen und Trinken sind mitzubringen, schwarze oder weiße Kleidung wird gewünscht.
• Fahrt am Samstag, 11. August, Augusteum Oldenburg zur Bilderausstellung „‚Exotische Pflanzen‘ – Bilder von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff“ mit Führung. Abfahrt um 14.45 Uhr am Dörp­platz Neuenburg, Anmeldung bei Familie Andrée unterTel. 04452/948662. Es sind lediglich 25 Plätze frei.

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