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Freitag, 15 Dezember 2017 11:43

Gemeinde geht mit Anwohnern in Vorgespräche

geschrieben von Thorsten Soltau
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Im Umwelt- und Planungsausschuss gab es viele Fragen zum Gewerbegebiet Roßfelde-Nord.

Zetel.
Die jüngste Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses der Gemeinde Zetel fiel erwartungsgemäß emotional aus. Das lag vor allem an Tagesordnungspunkt 7, der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 122 für das Gewerbegebiet Roßfelde Nord. Zahlreiche Anwohner um das Gebiet herum nahmen an der Sitzung teil – und stellten zahlreiche Fragen an Bürgermeister Heiner Lauxtermann und die Verwaltung.
„Es gibt keinen Wertverlust, so lange wir uns an Recht und Gesetz halten“, lautete eine der Antworten, die Heiner Lauxtermann an dem Abend gab. Anderen Anwohnern ging es um die Gesamtbelastung, die das neue Gewerbegebiet mit sich bringe. Die Lärmpegel seien entsprechend der gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, erläuterte der Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er auf den frühen Stand der Planungen: „Welche Betriebe sich dort ansiedeln, muss noch festgestellt werden.“ Der Aufstellung des Bebauungsplans folgte der Ausschuss bei einer Gegenstimme von Bernd Janssen (Grüne).

Die direkt an das Gewerbegebiet angrenzenden Nachbarn seien zu Vorgesprächen eingeladen worden, berichtete der Erste Gemeinderat Bernd Hoinke. Eine große Zustimmung gebe es nicht, die Gemeinde habe jedoch einige Anregungen und Wünsche entgegengenommen. Um zwischen den Betrieben und Wohnhäusern eine Distanzzone zu schaffen, könnte eine rückwärtige Bebauung ermöglicht werden. Ein drei Meter hoher Lärmschutzwall könne als weitere Abgrenzung und Sichtschutz dienen. Die Belastung durch den Verkehr auf der Blauhander Straße könne durch eine neue Decke sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer abgemildert werden. Für etwaige Lichtemissionen sei eine Festlegung der Lichthöhen denkbar.
Bezüglich des geplanten zweigeschossigen Neubaus „Wohnpark Friesische Wehde“ an der Hauptstraße in Zetel gab Thomas Weinert vom Planungsbüro Weinert einen Zwischenstand ab. Er hatte im Vorfeld eingebrachte Bedenken der Anwohner geprüft. Bezüglich der Dichte des Gebäudes ging Weinert nicht von einer „aufdrängenden Wirkung“ aus. Solange die Firsthöhe von 9,50 Metern beibehalten und die Abstände zu den angrenzenden Nachbarn eingehalten würden, sei davon auszugehen, dass sich der Neubau harmonisch in das Ortsbild einfüge. Was die Einsehbarkeit bei einem zweigeschossigen Gebäude angehe, „obliegt es den Anwohnern, durch Hecken die Privatsphäre sicherzustellen“, so der Planer.
Bernd Janssen (Grüne) setzte den Erläuterungen eine Stellungnahme des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege entgegen. Gegen den Neubau sei grundsätzlich nichts einzuwenden, schreibt das Landesamt, bei der Hauptstraße handele es sich jedoch „um eine Achse, die in besonderer Weise Zetel präge“, wies Janssen hin. Entsprechend käme dort einer gestalterischen Leitidee eine wichtige Rolle zu. Thomas Weinert entgegnete, der Bereich sei stark überformt, die historische Bausubstanz teilweise verdeckt: „Es gibt einige Bausünden.“ Eine Bauvorschrift für eine Leitidee an der geplanten Stelle sei nicht vernünftig zu rechtfertigen. Janssen erneuerte den Vorwurf, es würde sich bei dem Neubau um eine Gefälligkeitsplanung handeln. Das ließ Thomas Weinert nicht gelten: „Nur weil es Interesse an einem Grundstück gibt, sind wir noch nicht bei einer Gefälligkeitsplanung.“ Mit der Änderung des Bebauungsplans gingen für mehrere Grundstückseigentümer die gleichen Rechte einher.Der Ausschuss befürwortete die Änderung des Bebauungsplans, Bernd Janssen stimmte als Einziger dagegen.

Ein weiteres Thema im Ausschuss war das Runde Moor. Dort soll eine Tageseinrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) entstehen, Interesse zeigt auch das Diakonische Werk als mögliche Erweiterungsfläche für das St.-Martins-Heim. Sollten beide Träger die Grünflächen unter sich aufteilen, bedeutet dies unter Umständen, dass das Areal nicht mehr öffentlich zu nutzen ist. Die Grünen brachten zudem einen Antrag ein, die Flächen im Nordosten nicht zu bebauen. „Das gesamte Grün in private Hand zu legen finde ich nicht gut“, erklärte Bernd Pauluschke (SPD). „Das Runde Moor geht als Grünod verloren, wenn das Areal an die Diakonie abgegeben wird“, betonte Bernd Janssen (Grüne). Jan Szengel (CDU) hielt dagegen, dass die Diakonie das Areal offen halte. „Ich sehe kein Problem in dem Verkauf.“ In der Sache gebe es zuviele ungeklärte Fragen, warf Bernd Pauluschke ein und empfahl, mit der Thematik in die Fraktionen zur weiteren Beratung zu gehen. Dem schloss sich der Ausschuss einstimmig an.
Diplom-Ingenieur Lutz Winter stellte zudem die wichtigsten Änderungen des Bebauungsplans vor: Die mittige Wasserfläche soll größer ausfallen und im Gemeindebesitz bleiben. Ein Grünstreifen um die Fläche soll die Gewässerpflege ermöglichen. Die Gebäudehöhe soll auf maximal 9,50 Meter festgelegt werden. Eine neue Verkehrsführung sowie zusätzliche Stellplätze sollen entzerren, zudem ist ein neuer Wendehammer an anderer Stelle erforderlich.
Gelesen 1061 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 Dezember 2017 11:48

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