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Freitag, 21 Dezember 2018 11:42

„Ein Feuerwehrgerätehaus ist kein Hexenwerk“

geschrieben von Anja Süßmuth-Gerdes
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Zetel. In der letzten Sitzung des Zeteler Gemeinderates in diesem Jahr sind die Mehrkosten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Zetel eines der großen Themen gewesen. Von dem erheblichen Interesse zeugte das große Aufgebot der Feuerwehrkameraden, die aufmerksam die Sitzung verfolgten.
Nachdem anfänglich ein Modell des Feuerwehrhauses mit Erd- und Obergeschoss für rund 2,4 Millionen Euro geplant worden war, wurde zur Kosten­einsparung 2017 von der Gemeinde ein ebenerdiges Modell in einer Kostenhöhe von 2,3 Millionen Euro entworfen. Die Kosten hierfür waren dann allerdings im Rahmen der Planungen auf 3,3 Millionen gestiegen. In Zusammenarbeit mit den Planern hat die Gemeinde nun versucht, diese Kosten zu reduzieren und eine „abgespeckte“ Version des Feuerwehrhauses für drei Millionen Euro entworfen − ein Vorschlag, der vor allem aufgrund der reduzierten Quadratmeterzahl und des veränderten Grundrisses bei der Feuerwehr nicht auf Gegenliebe stößt.
„Wir sehen uns durchaus in der Lage, die Kosten zu reduzieren“, äußerte Bürgermeister Heiner Lauxtermann. Man brauche nun den haushaltsfähigen Beschluss, „dass wir drei Millionen ausgeben dürfen“. Die ersten Ausschreibungen sind für Januar geplant und 2019 soll gebaut werden, so Heiner Lauxtermann weiter. Jörg Mondorf (CDU) merkte an, bereits beim Bau des Feuerwehrhauses Neuenburg habe die CDU die Bildung eines Arbeitskreises mit Beteiligung von Politik, Feuerwehr und Planern beantragt, um rechtzeitig die Weichen stellen und Grenzen ziehen zu können. Dies sei nicht geschehen, und nun werde man erneut vor die planerischen Endresultate gestellt. Es seien massive planerische Fehler aufgetreten − hinsichtlich des Standortes, der Art des Gebäudes und der Kostenexplosion. „Das kann man dem Bürger gar nicht mehr erklären“, so Jörg Mondorf. Die CDU werde deshalb den Beschlussvorschlag ablehnen.
Auch Heiner Haesihus (UWG) sagte, die UWG werde dem Beschlussvorschlag auf keinen Fall zustimmen. Es gehe hier um 687.000 Euro Mehrkosten mit einem stark zusammengestrichenen Grundriss. Man solle nicht über die Erhöhung der Finanzierung reden, sondern, „wie von der CDU schon lange gefordert“, eine Planungsgruppe einsetzen, so Haesihus. Wilhelm Wilken (Bündnis 90/Die Grünen) äußerte, die Fraktion hätte dem Beschlussvorschlag grundsätzlich zugestimmt, jedoch sei an planerischer Stelle etwas „total schiefgelaufen“, sodass die Fraktion sich nun beraten möchte. Heinrich Meyer (SPD) äußerte, die SPD wolle sich ebenfalls beraten.
Heiner Lauxtermann betonte, es liege hier keine Fehlplanung vor, sondern eine Planung, die abgestimmt sei. Ihm sei durchaus bewusst, dass die Kostenentwicklung im Baubereich in den letzten 30 Jahren enorm gestiegen sei, und bezüglich der Finanzierung des Feuerwehrhauses Neuenburg „haben wir einfach nur Glück gehabt“. „Das ist ja kein Hexenwerk − ein Feuerwehrhaus“, fuhr der Bürgermeister fort und bat darum, „das hier und heute auf den Weg zu bringen. Wir laufen Gefahr, dass wenn wir alles immer wieder in Frage stellen, sich das um Jahre verschiebt.“ Jetzt noch einmal ganz von vorne anzufangen, finde er nicht richtig: „Es ist sehr sehr schwer, hier ein neues Pferd zu satteln, ohne der Gemeinde erheblichen Schaden zuzufügen. Wir haben Hunderttausende von Planungskosten.“
Heinrich Meyer merkte an: „Wir haben schon von Anfang an auf die Kosten geachtet, jetzt müssen wir gucken, wo wir weiter abspecken können. Ein abgespecktes Feuerwehrhaus sehen wir schon als Grundlage“, so Heinrich Meyer. Die SPD werde sich bei der Abstimmung enthalten. Es sei mittlerweile der Eindruck entstanden, dass die Feuerwehr „mit allem nicht mehr ganz einverstanden“ sei, sodass man hier ein Meinungsbild einholen müsse. Auch Wolfgang Brauers (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, die Feuerwehr sei mit der abgespeckten Version nicht mehr zufrieden, und dabei gehe es nicht nur um die Standortfrage. Dazu äußerte Wilhelm Wilken: „Alles in Frage zu stellen ist nicht zielfördernd, wir wollen ja auch mal fertigwerden.“
Jörg Mondorf regte an, im Januar ein Gespräch mit Mitarbeitern des Architekturbüros, Verwaltungsmitgliedern sowie Vertretern der Feuerwehr zu führen. Gemeinderatsvorsitzender Bernd Pauluschke verkündete abschließend, die Beschlussfassung werde vertagt, im Januar werde es eine entsprechende Sondersitzung geben.
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