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Dienstag, 20 August 2019 14:34

Autobahnbrücke Zetel wird zum Nadelöhr

geschrieben von T. Soltau / M. Tietz
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Die Autobahnbrücke Zetel muss aufgrund von Schäden der Bausubstanz erneuert werden. Die Auffahrt Zetel in Richtung Wilhelmshaven wird gesperrt. Die Autobahnbrücke Zetel muss aufgrund von Schäden der Bausubstanz erneuert werden. Die Auffahrt Zetel in Richtung Wilhelmshaven wird gesperrt. Foto: Thorsten Soltau
Der Zustand des östlichen Brückenteils ist schlechter als bislang angenommen, die Fahrbahn wird gesperrt. Beide Brücken werden neu gebaut, gut zwei Jahre wird das dauern.

Zetel. Buchstäblich enger zusammenrücken müssen Autofahrer auf der A 29 im Bereich der Anschlussstelle Zetel – und das für die kommenden zweieinhalb Jahre: Die Brücke, die die Autobahn über die Blauhander Straße führt, ist marode und nach Feststellung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nicht mehr ausreichend tragfähig. Das gilt insbesondere für das östliche Brückenbauwerk, das die Fahrbahn in Richtung Wilhelmshaven trägt. Hier läuft der Verkehr bereits seit geraumer Zeit nur einspurig, um die Belastung zu reduzieren. Doch das reicht nicht aus, wie Sebastian Mannl von der Landesbehörde in Oldenburg jetzt mitteilte: „Neue Erkenntnisse nach der Entnahme von Materialproben aus dem Brückenbauwerk haben zu der Entscheidung geführt, den Verkehr hier komplett herunterzunehmen.“
So wird in diesen Tagen der Wechsel der Verkehrsführung auf die Gegenfahrbahn vorbereitet: Künftig müssen sich die Kraftfahrer auf der westlichen Brücke auf der A 29 in beide Richtungen mit jeweils einer Spur begnügen. Zugleich wird die Auffahrt Zetel in Richtung Wilhelmshaven voll gesperrt, weil es nach Auskunft von Sebastian Mannl nicht möglich ist, den Verkehr von dort aus auf die Gegenfahrbahn zu führen. Die Abfahrt Zetel aus Richtung Oldenburg kommend bleibt aber offen, ebenso wie die Auf- und Abfahrt in Fahrtrichtung Süden.

Zunächst hatte eine sogenannte statische Brückennachrechnung ergeben, dass das Bauwerk nicht mehr zukunftsfähig ist. Diese Berechnung erfolgt insbesondere mit Blick auf den in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegenen Verkehr und der Fortentwicklung der Bautechnik. Fällt eine Brücke bei der Kalkulation durch, heißt das nicht, dass sie akut einsturzgefährdet ist, sondern dass sie lediglich nicht mehr den aktuellen baulichen Anforderungen entspricht. „Das ist bei vielen Brückbauwerken der Fall“, berichtet Sebastian Mannl, betroffen ist davon beispielsweise auch die Brücke, die bei Borgstede die B 437 über die A 29 führt.
Im Falle des östlichen Teilbauwerks an der Anschlussstelle Zetel ist der Zustand aber tatsächlich deutlich kritischer. „Hier wurde ein Überwachungssystem installiert, das die Brücke permanent scannt“, berichtete Sebastian Mannl auf Nachfrage, „zudem haben wir Materialproben entnommen.“ Und insbesondere der Zustand des im Beton verbauten Spannstahls mache dabei Sorgen. „Hier war nun kurzfristig Handlungsbedarf gegeben“, so der zuständige Ingenieur. Die Erstmaßnahme, die bislang bestehende einstreifige Verkehrsführung über das Teilbauwerk, war nicht mehr ausreichend.
Bereits in dieser Woche wird im Bereich der Zeteler Anschlussstelle die Querung des Mittelstreifens eingerichtet. Dabei müssen sich Autofahrer wiederum auf vorübergehende verkehrslenkende Maßnahmen einstellen, „denn diese Arbeiten erfordern wiederum eine eigene Verkehrsführung, um die Arbeitsstellensicherheit zu gewährleisten“, wie Sebastian Mannl ausführt. Ab dem 30. August verläuft schließlich auf dem „Teilbauwerk West“ der gesamte Verkehr in beiden Richtungen.

Beide Teilbrücken werden abgebrochen und durch Neubauten ersetzt – die östliche Brücke ist zuerst dran. „Wir gehen damit nun in die Ausschreibung“, erklärte Sebastian Mannl. Insgesamt ist für jedes Bauwerk mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr zu rechnen, im kommenden Winter soll es losgehen. Nach Fertigstellung des östlichen Neubaus wird gewechselt, dann wird die Brücke in Fahrtrichtung Oldenburg abgebrochen. Vorteil hier: Die Auffahrt führt hinter der Brücke auf die Autobahn, kann also aller Voraussicht nach während der Bauzeit geöffnet bleiben.
Ab dem 30. August wird nun aber die Auffahrt Zetel in Richtung Norden gesperrt, es gilt die Umleitung U 27 bis zur Auffahrt Sande. Die Kosten für die gesamte Erneuerungsmaßnahme liegen nach überschlägiger Schätzung bei etwa sieben bis acht Millionen Euro.
Gelesen 2528 mal Letzte Änderung am Freitag, 23 August 2019 11:43

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