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Montag, 03 Februar 2020 09:11

"Wir wollen keine Bauernmilliarde"

geschrieben von Andrea Bartels
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Bei einem "Mahnfeuer" am Rande des Dörpplatzes wollten die Landwirte aus Neuenburg und Umgebung mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen. Bei einem "Mahnfeuer" am Rande des Dörpplatzes wollten die Landwirte aus Neuenburg und Umgebung mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen. Foto: Andrea Bartels
Bei Stockbrot und Punsch suchten die Bauern in Neuenburg den Dialog.

Neuenburg.
„Land schafft Verbindung“ - unter diesem Motto tun sich seit geraumer Zeit viele Landwirte in der Region zusammen, um mit unterschiedlichen Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen. So auch am vergangenen Samstag auf dem Dörpplatz in Neuenburg.
Zu einem "Mahnfeuer" hatten die Landwirte die Bürger eingeladen, um bei selbstgebackenem Kuchen, Kakao und Stockbrot miteinander zu sprechen – und nicht übereinander.
Denn die Bauern sehen sich zunehmend im Kreuzfeuer der Kritik, und beklagen unter anderem eine zunehmende Regulierung, die ihnen das Wirtschaften schwer mache: „Seit Jahren gibt es immer neue Verordnungen; letztes Jahr hat die Düngeverordnung das Fass zum Überlaufen gebracht“, sagt etwa Hinnerk Eilers, Landwirt aus Neuenburg. Immer mehr müsste investiert werden, um überhaupt die gesetzlichen Regelungen einhalten zu können. Heike Langediers, Zetel sagt: „Wir meinen, dass die Gesetze nicht nachhaltig angelegt sind.“ Auch seien sie nicht wissenschaftlich untermauert.
Und Hinnerk Eilers fügt hinzu: „Wir wollen keine weiteren Subventionen, auch keine 'Bauernmilliarde'. Wir wollen vernünftige Preise bei vernünftigen gesetzlichen Grundlagen.“ Gabi Heyne, Landwirtin aus Neuenburg sagt: „Früher hieß es immer „wachse oder weiche. Aber müssen wir denn immer größere Betriebe haben, nur um einigermaßen wirtschaftlich arbeiten zu können?“ Heike Langediers treibt noch ein weiteres Thema um: „Es heißt, die Landwirte würden die Umwelt zerstören. Aber warum sollten wir das tun wollen? Wir leben doch von und mit ihr. Wenn es den Kühen schlecht geht, können wir nicht davon leben.“
Auch viele junge Leute beteiligen sich an den Protestaktionen. Unter anderem Rico Struß: „Man traut sich in der Schule nicht mehr zu sagen, dass man zu Hause Landwirtschaft hat.“ Die Wertschätzung für die landwirtschaftliche Arbeit sei verloren gegangen.

Heike Langediers: „Landwirte lassen sich eigentlich nicht schnell aus der Ruhe zu bringen. Und demonstrieren schon gar nicht.“ Aber nun seien Landwirte aus allen Berufsgruppen zusammengerückt. „Das hat es so noch nicht gegeben“, meint Heike Langediers. Aber das sei wichtig, denn sollte sich die Gesetzgebung weiter so negativ für die Landwirtschaft gestalten, würde das für den ländlichen Raum große strukturelle Veränderungen mit sich bringen. Es würden weitere landwirtschaftliche Betriebe schließen müssen. Und damit auch viele Schlossereien, Landhandelsbetriebe und Raiffeisenmärkte.“ Hinnerk Eilers: „Wir stehen hier, weil wir mit den Verbrauchern sprechen wollen. Der Verbraucher soll direkt mit uns in Kontakt kommen können.“ Ähnliche Aktionen haben auch schon in Oldenburg und Wilhelmshaven stattgefunden.

Auch die Nachwuchslandwirte machen sich Sorgen: Max Schulze, Rico Struß und Cedrik Bädecker (v. li.) beteiligten sich an der Aktion in Neuenburg.
Gelesen 1389 mal Letzte Änderung am Montag, 03 Februar 2020 09:35

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