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Donnerstag, 06 August 2020 16:11

„Die Kinder brauchen was zu beißen“

geschrieben von Anja Süßmuth-Gerdes
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Neuer Catering-Service sorgt für die Mittagsverpflegung in Kita und Grundschule. Neuer Catering-Service sorgt für die Mittagsverpflegung in Kita und Grundschule. Symbolfoto: Pixabay
Zetel. Bei einer Sitzung des Zeteler Schul-, Jugend- und Sozialausschusses im Neuenburger Vereenshuus war kürzlich die Mittagsverpflegung in den Kindertagesstätten Emkenburg und Schloss Neuenburg sowie in der Zeteler Grundschule Thema. Hierzu erläuterte Bürgermeister Heiner Lauxtermann, die Mittagsverpflegung sei wegen Wegfalls des bisherigen Catering-Services kurzfristig „weggebrochen“.
Ab dem 16. August werde es somit nun ein neues Catering geben, denn kurzfristig sei es „nicht machbar, dies selbst zu übernehmen“, so der Bürgermeister. „Wenn wir als Gemeinde anfangen zu kochen, müssen Gesundheitsamt und Veterinäramt involviert werden“, so Heiner Lauxtermann – bis zum 16. August sei dies zu kurzfristig, die Änderung sei sehr plötzlich gekommen. Es habe in den Kindergärten bereits ein Probeessen mit dem Caterer „meerBlick“ Wilhelmshaven gegeben, der nach Vorgaben für Kindergärten und Krippen koche. Dieses Probeessen habe der Leitung sehr gut gefallen. Für das nächste Kindergarten-Jahr solle das Unternehmen engagiert werden. Die Grundschule werde künftig von dem Cateringservice „Le Patron am Meer“, ebenfalls in Wilhelmshaven ansässig, versorgt.
Uwe Koopmann (Die Linke) erkundigte sich nach dem finanziellen Aufwand für die Eltern und fragte zudem nach einer eventuellen diesbezüglichen Kooperation mit der hiesigen Gastronomie. Anke Ulferts-Büscherhoff antwortete, für die Eltern werde sich nicht viel ändern: Bei „meerBlick“ koste das Essen auf Monatsbasis 49 Euro, und es gebe hier keinen Unterschied zum vorigen Caterer. Aus der hiesigen Gastronomie vor Ort habe sich auf Anfrage niemand für diese Aufgabe bereiterklärt.
Hans-Werner Kammer (CDU) schlug vor, man könne „zum nächsten Jahr entscheiden, ob die Gemeinde noch einen Koch einstellt.“ Zu der jetzigen Lösung äußerte er: „Wenn das Essen schmeckt und vor allem gesund ist, ist es ja gut.“ Wiebke Schröder (SPD) stimmte zu: Bei der kurzfristig notwendigen Entscheidung solle man erstmal das befristete Angebot annehmen, um danach dann eventuell über nachhaltige und regionale Angebote nachzudenken: „Jetzt müssen wir erstmal sehen, dass die Kinder ‚was zu beißen‘ bekommen.“
Wilhelm Wilken (Die Grünen) hob hervor, es sei wichtig, soziale und kulturelle Unterschiede zu berücksichtigen und eine entsprechende Auswahl an Essen anzubieten. „Zahlen die Eltern das komplett?“ wollte er wissen. Ein ökologisch/biologisches Angebot müsse bezahlbar bleiben, gab er zu bedenken. Hans Bitter (SPD) äußerte, man solle „sich jetzt nicht in irgendwas verzetteln – bis August können wir jetzt nicht mehr viel diskutieren.“ Christian Keller (SPD) fragte nach, wie es in einem Jahr weitergehen solle und ob es vom Grundsatz her möglich sei, „dass man sich über eine Eigenverpflegung Gedanken macht?“ Heiner Lauxtermann führte erneut an, dass in diesem Fall „eine Begehung der entsprechenden Gebäude mit Gesundheits- und Veterinäramt erforderlich“ sei, um zu überprüfen, wie diese verändert werden müssten.
Hans-Werner Kammer äußerte: „Wir können doch nicht ernsthaft darüber diskutieren, ob wir hier eine Zentralküche mit Personal, Urlaubsvertretung etc. einrichten.“ Auch Heiner Lauxtermann sagte, er könne sich nicht vorstellen, „dass wir bei unserer Gemeindegröße eine Großküche bauen. „Das ist vom Realismus so weit weg“, so der Bürgermeister. „Das sehe ich anders“, äußerte hierzu Wiebke Schröder.
Christian Keller plädierte dafür, alle Vorschläge hinsichtlich einer eventuellen zukünftigen Versorgung der Kindergärten – ob im Rahmen eines Caterings, einer dezentralen oder einer zentralen Versorgung – gegeneinander abzuwägen. Abschließend wurde einstimmig beschlossen, der Fachausschuss werde dem Verwaltungsausschluss vorschlagen, die zukünftige Versorgung der Kindergärten in ihren verschiedenen Varianten zu untersuchen.
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