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Freitag, 21 Mai 2021 10:27

Weniger weiße Flecken im Kreisgebiet

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Staatssekretär Stefan Muhle (2. von links) überreichte den Förderbescheid an Rolf Neuhaus (2. von rechts) und Landrat Sven Ambrosy (rechts) von der Breitbandfördergesellschaft Friesland. Für Bockhorns Bürgermeister Thorsten Krettek (links) ist mit der Landesförderung ein weiterer Schritt im Ausbau ermöglicht worden. Der Termin selbst fand im Bockhorner Gewerbegebiet Am Geeschendamm statt, vor der von Unternehmer Jörn Lubitz (Mitte) gestalteten Wendehammer-Insel. Staatssekretär Stefan Muhle (2. von links) überreichte den Förderbescheid an Rolf Neuhaus (2. von rechts) und Landrat Sven Ambrosy (rechts) von der Breitbandfördergesellschaft Friesland. Für Bockhorns Bürgermeister Thorsten Krettek (links) ist mit der Landesförderung ein weiterer Schritt im Ausbau ermöglicht worden. Der Termin selbst fand im Bockhorner Gewerbegebiet Am Geeschendamm statt, vor der von Unternehmer Jörn Lubitz (Mitte) gestalteten Wendehammer-Insel. Foto: Thorsten Soltau
Bockhorn. Auf die Grund- und weiterführenden Schulen folgen die Gewerbegebiete: Der Breitbandausbau im Landkreis Friesland nimmt sich in der nächsten Stufe der lokalen Unternehmerschaft an. Diese sollen künftig im Rahmen einer flächendeckenden Versorgung Zugriff auf eine zeitgemäße und schnelle Datenleitung haben. Die Kosten für den Ausbau trägt der Landkreis Friesland über seine angeschlossene Breitbandfördergesellschaft. Zuschüsse dafür gibt es sowohl vom Bund als auch vom Land.

Für die moderne Infrastruktur ist eine stabile und schnelle Internetleitung nicht mehr wegzudenken. Allerdings existieren gerade im ländlichen Bereich noch immer viele der sogenannten weißen und grauen Flecken. Zur Erklärung: In den weißen Flecken, wo es kein schnelles Internet gibt, darf der Landkreis selbst einen Ausbau vornehmen, in den grauen Flecken, die im Besitz eines Telekommunikationsdienstleisters sind, dagegen nicht.
Rund 17 Gewerbegebiete im gesamten Landkreis sollen schrittweise angekabelt werden, erklärte Rolf Neuhaus bei einem Vor-Ort-Termin im Bockhorner Gewerbegebiet Am Geeschendamm, die Gebiete umfassen rund 400 Adressen kreisweit. „Finanziell sind große Konzerne in der Lage, sich eine schnelle Datenleitung leisten zu können, das ist kleineren Betriebe jedoch oftmals nicht möglich.“ An dieser Stelle setze die vom Landkreis vorgesehene Ausbaustufe an. Denn: „Mit 30 Mbit pro Sekunde lässt sich heute nicht mehr viel machen“, sagte Landrat Sven Ambrosy zusammenfassend. Dafür seien die technologischen Anforderungen im wirtschaftlichen Bereich mittlerweile zu hoch. Mehr noch: Die demografische Entwicklung zeige, dass im Kreisgebiet die Zeichen auf Zuzug von außerhalb stehen: „Die schnelle Anbindung an das Internet sorgt für Attraktivität. Und es ist etwas, was die Jugend ebenfalls schon lange fordert: Einen funktionierenden ÖPNV und Breitbandversorgung.“
Verließe man sich ganz auf die Marktgesetze im digitalen Bereich, dürften die Veränderungen erst 2025 und 2026 durchschlagen, so der Landrat. So lange habe man als Landkreis jedoch nicht warten wollen und bereits 2015 den Beschluss gefasst, als Kreis den Kampf gegen die digitale Unterversorgung aufzunehmen.
Für diese frühzeitige Entwicklung eines Ausbauplans gab es von Staatssekretär Stefan Muhle vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung ein großes Lob in Richtung Kreis- und Gemeindevertreter. Der Staatssekretär war aus Hannover in das Bockhorner Gewerbegebiet gereist, im Gepäck Förderbescheide für die Gemeinden Sande, Zetel und Bockhorn (siehe Info am Ende des Artikels). „Etliche Kommunen kümmern sich seit Jahren drum, andere fangen jetzt erst an, das Thema Breitbandausbau anzugehen“, so Stefan Muhle, der betonte, dass der digitale Ausbau keineswegs Kreisaufgabe, sondern die der Anbieter sei. Deshalb sei das Engagement des Kreises mit den angeschlossenen Gemeinden und Städten keineswegs als selbstverständlich zu erachten.
Bockhorns Bürgermeister Thorsten Krettek erklärte, mit dem Ausbauprogramm des Kreises habe man lokal einen „riesigen Schritt“ nach vorne machen können: „Wenn man das als Sechs-Gang-Betriebe betrachtet, befinden wir uns derzeit im fünften Gang.“

Kurz zusammengefasst:
Die Kosten für den Breitbandausbau der Gemeinden Sande, Bockhorn und Zetel betragen 804.210 Euro. Von den Kosten trägt der Bund 60 Prozent, das Land Niedersachsen fördert den Ausbau mit einer Summe von 170.431 Euro. In den vorgenannten Gemeinden sind in den jeweiligen Gewerbegebieten insgesamt 163 Adressen enthalten. Die Förderung für die Gemeinden und Städte im Landkreis Friesland liegt in Summe bei 1,9 Millionen Euro (1,4 Millionen Euro vom Bund sowie 500.000 Euro vom Land Niedersachsen).
Gelesen 954 mal Letzte Änderung am Freitag, 21 Mai 2021 10:31

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