Anzeigen

Redaktion

Media-Daten

 

Friebo

Bürozeiten:
Montags bis Donnerstag: 9 bis 13 Uhr und 14:00 bis 17 Uhr
Freitags: 9 bis 12 Uhr

Kontakt

MdB Siemtje Möller besucht Integrationsverein „Zusammen in Varel“ und das „Fundus“

Varel. Auf Tuchfühlung mit Berliner Politik konnten die Mitglieder des Integrationsvereins „Zusammen in Varel e.V.“ (ZiV) mit der Vareler Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller (SPD) am vergangenen Dienstagabend gehen. Siemtje Möller ist zur Sommersitzungspause aus Berlin in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und so konnte endlich der von ihr seit langem geplante Besuch bei ZiV stattfinden.
„Wir freuen uns sehr, dass es jetzt – nach über einem Jahr – geklappt hat“ so die erste Vorsitzende des Vereins, Hildegard Korell. „Wir wissen, dass es in Berlin momentan hoch her geht und schätzen es sehr, dass Frau Möller sich die Zeit für diesen Besuch hier bei uns in Varel nimmt.“ Bei dieser Gelegenheit schaute sich die Abgeordnete auch das Second-Hand-Ladenprojekt „FUNDUS“ in der Langen Straße 61 an, wo so manches alte Schmuckstück bei Möbeln und Geschirr ihre besondere Aufmerksamkeit erregte.
Vor allem an den praktischen Erfahrungen der Vereinsmitglieder war die Abgeordnete interessiert. So kamen auch die Geflüchteten zu Wort und konnten ganz direkt die Fragen stellen, die ihnen auf den Nägeln brennen. Die afghanischen Familien, zum Beispiel, bewegt aktuell, warum Menschen aus Afghanistan kein Asyl bekommen, auch wenn sie arbeiten und alles dafür tun, um sich gut zu integrieren. Sichtlich schwer fiel es der Parlamentarierin, darauf zu antworten, denn positiv konnte ihre Antwort nicht ausfallen: „Es ist schwer zu vermitteln, dass Afghanistan ein sicheres Land sein soll, in das man Menschen abschieben kann, obwohl die Bedrohungslage durch Anschläge und andere Gewalt tatsächlich gegeben ist. Aber so ist leider nun einmal die Rechtslage. Denn im Gegensatz zu Syrien findet in Afghanistan kein offener Krieg statt.“
Auch für die Klage der deutschen Integrationshelfer über Bürokratie in schwer verständlichem Beamtendeutsch und Anträge für Fördergelder, deren Ausfüllen nahezu ein eigenes Studium erfordert, hatte Siemtje Möller großes Verständnis. Dieses Problem höre sie immer wieder bei ihren Gesprächen mit ehrenamtlich Aktiven und sogar mit hauptamtlichen Antragstellern bei großen Organisationen. Die Ehrenamtlichen von ZiV beklagten in diesem Zusammenhang auch das Fehlen kompetenter Beratungsstellen.
„Insgesamt sind auch die Asylprozesse viel zu langwierig“, befand die Parlamentarierin im Laufe der Diskussion. „Es ist wichtig, dass die Menschen nicht jahrelang über ihren Status im Unklaren gelassen werden. Dazu muss es eine Möglichkeit geben, dass Menschen, die seit Jahren gut integriert sind, dann auch in Deutschland bleiben dürfen, denn hier ist dann ihre wirkliche Heimat, gerade für die Kinder.“ Auch sprach sie sich klar für ein gut geregeltes Einwanderungsgesetz aus und äußerte die Zuversicht, dass dieses nun auch bald beschlossen werde. Positive Vorbilder dafür gebe es bereits in vielen europäischen Nachbarländern.
Insgesamt war der Besuch für alle Seiten bereichernd und anregend. Die engagierten Mitglieder von „Zusammen in Varel“ freuten sich, das ihre Anliegen gehört wurden und Siemtje Möller wollte gern die Eindrücke und Anregungen mit in ihre Arbeit in Berlin einfließen lassen.

Ehrenamtliche schenken den Menschen, die sich einsam fühlen, ihre Zeit – Kostenloses Angebot

Varel. Fast 30 Ehrenamtliche schenken einsamen Menschen in Varel ihre Zeit und Aufmerksamkeit, hören ihnen zu, begleiten sie bei Arzt- und Behördengängen oder gehen gemeinsam spazieren. Horst-Dieter Willms vom Seniorenbüro der Stadt Varel koordiniert diese Besuche und organisiert außerdem Schulungen und Fortbildungen. So konnten kürzlich die Ehrenamtlichen an einem interessanten Vortrag zum Thema Demenz und Alzheimer von Rainer Schmidt (Johanniter) teilnehmen. „Wir erhielten dabei wertvolle Tipps und Ratschläge“, freut sich Willms.
Die Ehrenamtlichen des Besuchsdienst möchten „die einsamen Menschen erreichen, um sie wieder am Leben teilhaben zu lassen“, erklärt der Sozialpädagoge. Er hat das Angebot – das völlig kostenlos ist – vor fast zehn Jahren ins Leben gerufen. Häufig sind die Senioren am Anfang skeptisch, doch mit der Zeit öffnen sie sich. Besonders wichtig ist es, dass die Ehrenamtlichen zuhören können, denn meistens haben die Betreuten viel zu erzählen. Auch kleine Ausflüge zur nächsten Eisdiele oder der gemeinsame Besuch eines Festes in der Innenstadt sind oft sehr schöne Erlebnisse. Mindestens einmal pro Woche besucht ein Ehrenamtlicher die jeweilige Person, die den Besuchsdienst in Anspruch nimmt. In vielen Fällen treffen sie sich häufiger, da sich mit der Zeit Freundschaften entwickeln.
Regelmäßig kommen die Ehrenamtlichen zusammen, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Dabei dienen die Gespräche als Anregung für Unternehmungen, aber auch als Möglichkeit, um über Erfahrungen und Probleme zu reden und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Der Besuchsdienst übernimmt allerdings keine pflegerischen Aufgaben oder Arbeiten im Haushalt. Jedoch helfen sie, Hilfe und Unterstützung zu organisieren, wenn diese benötigt wird.
Häufig sind es Nachbarn oder Ärzte, die sich an Horst-Dieter Willms wenden, wenn sie das Gefühl haben, dass jemand einsam ist. Dabei richtet sich der Besuchsdienst keineswegs nur an Senioren, denn auch jüngere Menschen leiden unter Einsamkeit. Auch sie können das Angebot nutzen.
Willms würde sich darüber freuen, wenn noch weitere Interessierte ihre Zeit schenken möchten. Wichtig für dieses Ehrenamt ist, dass man offen und aufgeschlossen mit anderen Menschen umgehen kann. Außerdem ist ein eigenes Auto von Vorteil, um auch diejenigen erreichen zu können, die in den Ortsteilen am Stadtrand wohnen.
Sehr gerne können sich auch diejenigen an das Seniorenbüro wenden, die den Besuchsdienst gerne in Anspruch nehmen möchten. Informationen gibt es unter Tel. 04451/126214.
Freitag, 04 Mai 2018 10:51

25 Jahre Kinderbetreuung mit Herz

Grabstede. Bereits seit 1993 gibt es den kommunalen Kindergarten in Grabstede – nun feiert die Einrichtung ihr 25-jähriges Bestehen und lädt dazu herzlich am Samstag, 5. Mai, zum Tag der offenen Tür, in den Achterlandsweg 4a in Bockhorn-Grabstede ein.
Eröffnet wird die Jubiläumsfeier um 14 Uhr durch eine Begrüßungsrede von Bürgermeister Andreas Meinen. Im Anschluss daran zeigen die Krippen- und Kindergartenkinder bei einer Vorführung ihr Können.
Des Weiteren wird es auf dem Fest nicht nur eine große Hüpfburg und viele Mal- und Bastelaktionen geben, auch können sich die Kleinen mit bunten Glitzertattoos verzieren oder mit verschiedenen Motiven schminken lassen. Ponyreiten, ein Clown, der Luftballontiere macht sowie einige Spiele, bei denen die Kinder etwas gewinnen können, runden das Programm ab. Für die Verköstigung der Besucher sorgt eine eingerichtete Caféteria. Die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr.

Bis heute wird das Angebot des kommunalen Kindergartens der Gemeinde Bockhorn sehr gut angenommen. „Der Bedarf war schon immer vorhanden und ist gerade in den letzten Jahren enorm gestiegen“, erklärt Einrichtungsleiterin Kirsten Janssen.
Im Gegensatz zu der Anfangszeit, in der die Kinder erst mit vier, fünf Jahren in den Kindergarten gekommen sind, werden die Kleinen heute bereits ab dem neunten Lebensmonat in die Krippe gebracht. „Heutzutage werden die Kinder immer jünger und bleiben immer länger – bis zu fünf Jahre können die Kleinen unser Haus besuchen und bis zu sieben Stunden täglich betreut werden“, so Kirsten Janssen.
Neben dem sozialen Miteinander, Kontakt zu Gleichaltrigen, den Umgang mit Regeln und Grenzen oder der Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, lernen die Kinder einige grundlegende Dinge, die für das spätere Leben unerlässlich sind. „Mittlerweile übernehmen wir Erzieher viele Sachen, die früher in der Familie selbstverständlich waren – das fängt zum Teil schon bei den Tischmanieren an.“
Zu der Zeit vor 25 Jahren habe sich eine Menge verändert, auch das Spielen der Kinder selber. „Früher mussten die Kleinen viel kreativer sein, sie hatten weniger vorgefertigtes Spielmaterial oder Medien zum Bespaßen und bedienten sich eher ihrer Fantasie. Zudem hatten sie auch einfach mehr Zeit zum Spielen und keinen engen Terminplan wie heutzutage“, berichtet die Einrichtungsleiterin.
Nach dem schockierenden Ergebnis der PISA-Studie im Jahr 2001 ging man dazu über, die Bildung bereits im Kindergarten-alter aufzubauen. Fördervorgaben und der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung ließen die Erwartungen an die Einrichtungen erheblich steigen. „Wir sind nicht mehr nur eine Erziehungs- und Betreuungsstätte, sondern zu einem großen Teil auch ein essentieller Ort zur Frühbildung“, erläutert Kirsten Janssen.
Eine weitere Besonderheit des Kindergartens ist die enge Zusammenarbeit mit der Grundschule Grabstede. Gerade im Brückenjahr vor der Einschulung betreuen die beiden Stätten viele Projekte gemeinsam. „Unsere Kinder lernen die Grundschule auf diese Weise bereits vor der Einschulung kennen und fühlen sich bei Schulbeginn dort nicht mehr fremd oder unsicher – das bringt für jeden Vorteile,“so Kirsten Janssen.
Der Kindergarten arbeitet integrativ und umfasst insgesamt fünf Gruppen, aufgeteilt in zwei Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe im Kindergartenbereich, sowie eine Krippengruppe am Vor- und Nachmittag. Eine zusätzliche Vormittagskindergartengruppe befindet sich in der Grundschule Grabstede. Zudem gehört eine Integrationsgruppe mit 18 Kindern zu der Einrichtung.
„Die Entwicklung an sich finde ich gut, aber nicht in diesem Tempo. Um jedem Kind gerecht zu werden brauchen wir mehr Zeit“, fasst Kirsten Janssen zusammen.

Online lesen...

Leserreisen 2018

Facebook

Adresse

Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Elisabethstr. 13
Elisabethstr. 13
26316 Varel
26316 Varel

Bürozeiten:

Montag bis Donnerstag:
Montag bis Donnerstag:
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Freitag:
Freitag:
9 bis 12 Uhr
9 bis 12 Uhr