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Freitag, 04 September 2020 09:51

Zeteler Markt 2020 fällt aus

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Zetel. Nun ist es offiziell: Auch der traditionsreiche Zeteler Markt wird in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ausfallen müssen. Im Marktausschuss der Gemeinde Zetel wurde am Donnerstag mitgeteilt, dass die Gemeinde in enger Abstimmung mit dem Schaustellerverband Oldenburg entschieden hat, den Zeteler Markt für dieses Jahr abzusagen. In der Sitzung des Marktausschussses im Neuenburger Schloss erläuterten Marktmeister Olaf Oetken und Michael Hempen als Vorsitzender des Schaustellerverbands Oldenburg die Hintergründe.
Dass bis Ende des Jahres sämtliche Großveranstaltungen ausgesetzt sind, ist einer der Hauptgründe für die Absage des Zeteler Marktes. Wie Marktmeister Olaf Oetken ausführte, habe man vor der Entscheidung den am 27. August gefassten Erlass des Landes Niedersachsen noch abgewartet. Bund und Länder hatten sich Ende August darauf verständigt, dass Großveranstaltungen, bei denen die Corona-Auflagen nicht eingehalten werden können, bis Ende des Jahres grundsätzlich verboten bleiben. Dies erklärt, warum bisher keine offizielle Stellungnahme seitens der Gemeinde Zetel erfolgte, obwohl in den sozialen Netzwerken bereits gemutmaßt worden war, dass das Volksfest in diesem Jahr wohl ausfallen würde.

Ein temporärer Freizeitpark, wie er derzeit in einigen größeren Städten von Marktbeschickern und Schaustellern angeboten wird, ist dagegen für Zetel nicht vorgesehen. Dies hängt einerseits mit einer zu kurzen Vorlaufzeit für die Umsetzung des zwingend erforderlichen Hygienekonzepts zusammen. Zudem besteht in der Gemeinde keine Möglichkeit, ein entsprechendes Gelände für einen solchen Park vorzuhalten. Das Gelände müsste umzäunt sein, Registrierungen der Gäste und die Einhaltung der Hygienevorgaben kontrolliert werden. Vor diesem Hintergrund sprach sich Michael Hempen gegen eine solche Lösung für Zetel aus. Es stehe zu befürchten, dass ein alternatives Konzept wie dieses von der Bevölkerung nicht ausreichend angenommen werde.

Ein ausführlicher Hintergrundbericht wird der kommenden Friebo-Ausgabe zu entnehmen sein.
Donnerstag, 13 August 2020 14:34

Autohof Ellens: Protest geht in die nächste Runde

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Zetel. Der Protest der Klimagruppe Friesische Wehde geht in die nächste Runde. In einem Offenen Brief wünscht sich die Gruppe „ausführliche Antworten“ der hiesigen Politik auf Fragen. Gleichzeitig fordern sie „den Stopp aller aktuellen und bisherigen Bauaktivitäten inklusive der vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände“.
Gleichzeitig sollen die Zeteler Politiker eine „zeitnahe erneute ausführliche Prüfung des Projektes unter Beachtung der Klimarisiken und der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung“ beschließen und zeitnah umsetzen. „Wir haben Angst um unser Wattenmeer, unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder, die Bewahrung unserer Heimat und die Zukunft unserer Gemeinde“, führen die Unterzeichner im Brief als Gründe für den Protest an.
Im Nachfolgenden die gestellten Fragen der Klimagruppe in voller Länge:

„Ökologische Aspekte:
1. Können Ausgleichsflächen tatsächlich die direkte Landschaftszerstörung und lokale Schäden und Einflüsse wie Flächenversiegelung, Lärm, Licht, Emissionen in Form von Müll, Abgasen und Staub wieder gut machen?
2. Das Gelände liegt direkt in der Zeteler Marsch, die es zu schützen gilt. Die Marschböden trocknen aus und verdichten sich durch die Bebauung, was ökonomische und ökologische Folgen hat. Sind diese Folgen sowie der Verlust des Bodens als CO2-Speicher mit einkalkuliert?
3. Rund 17% der Treibhausgasemissionen weltweit entstehen in der Zement- und Stahlproduktion. Halten Sie die Verwendung von Beton bzw. dem enthaltenen Zement und Stahl in dieser Größenordnung für vertretbar? Gibt es nachhaltige Baupläne, die dies berücksichtigen?
4. Gibt es konkrete Pläne für zukünftige Wasserstoffproduktion?
5. Sind die Strukturen leicht zurück zu bauen, wenn das Projekt sich wirtschaftlich nicht rentieren sollte?

Wirtschaftliche Aspekte:
6. Der Autohof fördert eine Transportlogistik, die der Vergangenheit angehört/angehören sollte, die Weichen werden an dieser Stelle mittel- und langfristig falsch gestellt: Derzeit wird die Bahnverbindung zum Jade-Weser-Port ausgebaut. Der JWP zeichnet sich immer wieder durch nachhaltiges Wirtschaften aus, sollte da nicht angedockt werden? Der Güterverkehr über die Schiene sollte zukünftig die wichtigste Rolle einnehmen aufgrund von Effizienz und Klimafreundlichkeit.
7. Welche Firmen wollen die Strukturen des LogisticPorts nutzen und wofür? Gibt es schon feste Verträge? Wieso sind direkt am Jade-Weser-Port noch große Logistikflächen frei, die einen größeren Standortvorteil haben durch die direkte Anbindung? Sollte bei so einem kostenintensiven Projekt wie dem Autohof Ellens nicht eine konkrete Nachfrage da sein?
8. Können wir mit unbefristeten Arbeitsplätzen mit einem angemessenen Einkommen rechnen, mit Ausbildungsplätzen und Aufstiegsmöglichkeiten? Werden diese Arbeitsplätze in 50 Jahren noch Bestand haben, wenn sich die Logistik weiterentwickelt? Um welche Anzahl an Arbeitsplätzen handelt es sich?
9. Sind die Kosten, die die Gemeinde übernehmen muss für die Erschließung des Geländes in den ausgeglichenen Haushaltsplan eingeplant nach so vielen Jahren Stillstand? Und auch die Mehrkosten der Klimaschäden, die durch den Bau des Autohofes entstehen? Sind die diesbezüglichen Verträge der Gemeinde mit dem Investor von (externen) Sachverständigen (Baurecht, Planungsrecht, Erschließung, Anforderungen) geprüft worden? Ist die Übernahme von zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbaren Folgekosten durch die Gemeinde vertraglich ausgeschlossen?
10. Sind die Investoren bzw. die von ihnen mit der Realisierung von Autohof und Logistikzentrum beauftragten Unternehmen im Vorfeld der Vertragsschließung von der Gemeinde auf Bonität und Liquidität geprüft worden? Hat man Referenzen und vorherige Projektrealisierungen durch die Investoren überprüft?
11. Hat die Gemeinde Zetel eine Berechnung der zu erwartenden Gewerbesteuer- und sonstigen kommunalen Einnahmen durch den Autohof/das Logistikzentrum vorgenommen? Ist sichergestellt, dass Steuern von den Firmen des LogisticPorts auch tatsächlich hier vor Ort gezahlt werden, das heißt der Gemeinde zugutekommen? Ist geprüft worden, ob die beteiligten Firmen, z.B. durch einen Sitz im Ausland, tatsächlich hier vor Ort steuerpflichtig sein werden?
12. Die Zukunft des Jade-Weser-Ports ist für uns nicht glasklar. Wie lang wird es dauern, bis der Schiffsverkehr sich erholt hat von der Corona-Krise? 10 Jahre wie nach der Wirtschaftskrise 2008? Wird die Obergrenze des Containerwachstums von rund 11 Millionen TEU mitbedacht, die schon die Elbvertiefung irrelevant macht?
Was für ein Friesland wollen wir? Verantwortung gegenüber der Gesellschaft:
13. Der Tourismus ist unverzichtbar für unsere regionale Wirtschaft und basiert auf den landschaftlichen Vorzügen für Radfahrer und Küstenliebhaber. Derzeit schlängelt sich neben dem zu bebauenden Gelände eine kleine Straße durch die Landschaft, durch den Ort Ellens, in die friedliche Zeteler Marschenlandschaft hinein. Die Besucher bekommen in Ellens den ersten Eindruck der Friesischen Wehde: Heute Wiesen mit Kühen, morgen eine bebaute Fläche mit 15 m hohen Hallen? Müssen wir unser Landschaftsbild so verschandeln?
14. Ist die negative Entwicklung der Lebensqualität von Anwohnern durch die ökologischen Einbußen und den Verkehr bei so einer Projektplanung völlig irrelevant?
15. Die als Abkürzungs-Route beworbene Strecke durch die Orte Neuenburg und Zetel ist ein Schulweg und bereits jetzt für alle Verkehrsteilnehmer*innen durch unübersichtliche Kurven (z.B. Ohrbült) gefährlich. Ist vermehrter Verkehr zu verantworten mit Blick auf die Sicherheit, Gesundheit und die Lebensqualität? Sicherheitsmaßnahmen können Ampeln sein – doch ist die Abkürzung von 30 Minuten dann noch gegeben? Hebt sich durch eine solche Entwicklung der wichtigste Standortvorteil der Fläche wieder auf?“
Donnerstag, 06 August 2020 16:11

„Die Kinder brauchen was zu beißen“

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Zetel. Bei einer Sitzung des Zeteler Schul-, Jugend- und Sozialausschusses im Neuenburger Vereenshuus war kürzlich die Mittagsverpflegung in den Kindertagesstätten Emkenburg und Schloss Neuenburg sowie in der Zeteler Grundschule Thema. Hierzu erläuterte Bürgermeister Heiner Lauxtermann, die Mittagsverpflegung sei wegen Wegfalls des bisherigen Catering-Services kurzfristig „weggebrochen“.
Ab dem 16. August werde es somit nun ein neues Catering geben, denn kurzfristig sei es „nicht machbar, dies selbst zu übernehmen“, so der Bürgermeister. „Wenn wir als Gemeinde anfangen zu kochen, müssen Gesundheitsamt und Veterinäramt involviert werden“, so Heiner Lauxtermann – bis zum 16. August sei dies zu kurzfristig, die Änderung sei sehr plötzlich gekommen. Es habe in den Kindergärten bereits ein Probeessen mit dem Caterer „meerBlick“ Wilhelmshaven gegeben, der nach Vorgaben für Kindergärten und Krippen koche. Dieses Probeessen habe der Leitung sehr gut gefallen. Für das nächste Kindergarten-Jahr solle das Unternehmen engagiert werden. Die Grundschule werde künftig von dem Cateringservice „Le Patron am Meer“, ebenfalls in Wilhelmshaven ansässig, versorgt.
Uwe Koopmann (Die Linke) erkundigte sich nach dem finanziellen Aufwand für die Eltern und fragte zudem nach einer eventuellen diesbezüglichen Kooperation mit der hiesigen Gastronomie. Anke Ulferts-Büscherhoff antwortete, für die Eltern werde sich nicht viel ändern: Bei „meerBlick“ koste das Essen auf Monatsbasis 49 Euro, und es gebe hier keinen Unterschied zum vorigen Caterer. Aus der hiesigen Gastronomie vor Ort habe sich auf Anfrage niemand für diese Aufgabe bereiterklärt.
Hans-Werner Kammer (CDU) schlug vor, man könne „zum nächsten Jahr entscheiden, ob die Gemeinde noch einen Koch einstellt.“ Zu der jetzigen Lösung äußerte er: „Wenn das Essen schmeckt und vor allem gesund ist, ist es ja gut.“ Wiebke Schröder (SPD) stimmte zu: Bei der kurzfristig notwendigen Entscheidung solle man erstmal das befristete Angebot annehmen, um danach dann eventuell über nachhaltige und regionale Angebote nachzudenken: „Jetzt müssen wir erstmal sehen, dass die Kinder ‚was zu beißen‘ bekommen.“
Wilhelm Wilken (Die Grünen) hob hervor, es sei wichtig, soziale und kulturelle Unterschiede zu berücksichtigen und eine entsprechende Auswahl an Essen anzubieten. „Zahlen die Eltern das komplett?“ wollte er wissen. Ein ökologisch/biologisches Angebot müsse bezahlbar bleiben, gab er zu bedenken. Hans Bitter (SPD) äußerte, man solle „sich jetzt nicht in irgendwas verzetteln – bis August können wir jetzt nicht mehr viel diskutieren.“ Christian Keller (SPD) fragte nach, wie es in einem Jahr weitergehen solle und ob es vom Grundsatz her möglich sei, „dass man sich über eine Eigenverpflegung Gedanken macht?“ Heiner Lauxtermann führte erneut an, dass in diesem Fall „eine Begehung der entsprechenden Gebäude mit Gesundheits- und Veterinäramt erforderlich“ sei, um zu überprüfen, wie diese verändert werden müssten.
Hans-Werner Kammer äußerte: „Wir können doch nicht ernsthaft darüber diskutieren, ob wir hier eine Zentralküche mit Personal, Urlaubsvertretung etc. einrichten.“ Auch Heiner Lauxtermann sagte, er könne sich nicht vorstellen, „dass wir bei unserer Gemeindegröße eine Großküche bauen. „Das ist vom Realismus so weit weg“, so der Bürgermeister. „Das sehe ich anders“, äußerte hierzu Wiebke Schröder.
Christian Keller plädierte dafür, alle Vorschläge hinsichtlich einer eventuellen zukünftigen Versorgung der Kindergärten – ob im Rahmen eines Caterings, einer dezentralen oder einer zentralen Versorgung – gegeneinander abzuwägen. Abschließend wurde einstimmig beschlossen, der Fachausschuss werde dem Verwaltungsausschluss vorschlagen, die zukünftige Versorgung der Kindergärten in ihren verschiedenen Varianten zu untersuchen.
Dienstag, 14 Juli 2020 15:32

Lastwagen kippt in den Graben

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Zetel. Um Haushalte und Gehöfte im Außenbereich mit Heizöl zu beliefern, war am Dienstagmorgen eine 21-Jährige mit einem Tanklaster auf der Straße Ellens im gleichnamigen Zeteler Ortsteil unterwegs. Als ihr auf der schmalen Straße ein Radfahrer entgegenkommt, weicht die Fahrerin nach rechts aus und gerät mit dem schweren Lastwagen in die aufgeweichte Berme. Das Fahrzeug rutscht nach rechts weg und stürzt um, es bleibt afu der Seite in einem kleinen Graben neben einem Maisfeld liegen. Die Fahrerin bleibt unverletzt, ein Teil des geladenen Heizöls tritt aus und läuft in den Graben. Die Freiwillige Feuerwehr Zetel wird alarmiert, um das Heizöl aufzunehmen und Lecks zu verschließen, benachrichtigt wird außerdem die Untere Wasserbehörde des Landkreises. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, wird die Sperrung der Straße Ellens für die Bergung des Lastwagens noch bis zum Abend gesperrt sein.

Bereits am vergangenen Donnerstag, 9. Juli, ereignete sich ein Unfall auf der B 437 in Borgstede, für den nun Zeugen gesucht werden: Gegen 13.30 Uhr war demnach eine 16-Jährige aus Zetel mit ihrem Leichtkraftrad auf der Bundesstraße in Richtung Neuenburg unterwegs, als ein vor ihr fahrender Transporter in Borgstede kurz vor der Autobahnanschlussstelle plötzlich die Fahrspur wechselte ohne dies anzuzeigen: Die Fahrerin musste stark bremsen und stürzte, sie zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Der Transporter entfernte sich von der Unfallstelle. Es sollen zwei Personen in dem Transporter gesessen haben.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu diesem Unfall geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Zetel unter Tel. 04451 9230 zu melden.
Donnerstag, 18 Juni 2020 21:51

Alles neu, von der Straßendecke bis zum Kanal

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Der Ausbau der Weißenmoorstraße soll Mitte 2021 beendet sein – Gesamtstrecke von 1,2 Kilometern

Bockhorn.
Der Ausbau der Weißenmoorstraße in Bockhorn geht in die zweite Runde. Am Donnerstagvormittag stellten Bürgermeister Thorsten Krettek und Michael Haaken vom Bockhorner Bauamt die weitere Planung des Straßenausbaus vor. Der erste Bauabschnitt von der Langen Straße bis zur Eichenstraße ist bereits fertiggestellt. Erneuert wurde nicht nur die Straße, sondern auch der Schmutz- und Regenwasserkanal. Da von der EWE noch Glasfaserleitungen verlegt werden müssen, wurden die entsprechenden Leerrohre gleich mitverlegt.

Die Runderneuerung der Weißenmoorstraße wird seit Baubeginn im Juni 2019 auf einer Gesamtlänge von 1,2 Kilometern vorgenommen. Das Projekt weist ein Kostenvolumen von rund 2,465 Millionen Euro auf, davon werden 1,552 Millionen aus Fördermitteln bestritten. Wie Stephan Hennings von der Baufirma Wilhelm Meyer berichtete, ist mehr als die Hälfte der Weißenmoorstraße fertiggestellt, der Schmutzwasserkanal zu zwei Dritteln. Der zweite Bauabschnitt reicht von der Mühlen-/Eichenstraße bis zur Steinhauser Straße. Das der Abschnitt verspätet angegangen wurde, hänge mit der Entscheidung eines Versorgers, dort noch Gasleitungen legen zu lassen, zusammen, erläuterte Thorsten Krettek.
Die Fertigstellung der gesamten Strecke ist für Mitte 2021 ge­plant. Entlang der Straße wird zudem die Beleuchtung ausgetauscht; dort werden künftig 30 dämmerungsgesteuerte LED-Straßenlampen den Bereich ausleuchten.
Der Eschweg wird von der Weißenmoorstraße vorübergehend aus komplett gesperrt, der Eschweg kann dann nur über das Neubaugebiet/Hermelinspur erreicht werden. Wie Stephan Hennings und Kai Redeker von der Baufirma mitteilen, werden die betroffenen Anwohner frühzeitig informiert, entsprechende Umleitungen werden ebenfalls installiert.
Die Gemeindeverwaltung und die ausführende Baufirma bedanken sich ausdrücklich bei allen Anwohnern für die Geduld und das kooperative Miteinander.
Montag, 03 Februar 2020 10:58

Lkw verunglückt: B 437 gesperrt

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Bockhorn. Gegen viertel nach acht ist am Montagmorgen auf der B 437 ein Sattelzug verunglückt. Der 59-jährige Fahrerd des Lkw war in Richtung Neuenburg unterwegs, als er mit seinem Lastzug, der mit 25,5 Tonnen Feldspatmehl beladen ist, alleinbeteiligt nach links von der Fahrbahn abkam, in eine Hecke fuhr und schließlich schräg im Seitenraum der Bundesstraße zum Stehen kam.

Der Fahrer musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zur Unfallursache machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Feuerwehren aus Bockhorn und Grabstede waren im Einsatz, die B 437 ist für die Bergung des Sattelzuges zwischen den Kreuzungen Grabsteder und Vareler Straße voll gesperrt. Gegen 15 Uhr meldete die Polizei, dass die Sperrung aufgehoben sei.
Montag, 03 Februar 2020 09:11

"Wir wollen keine Bauernmilliarde"

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Bei Stockbrot und Punsch suchten die Bauern in Neuenburg den Dialog.

Neuenburg.
„Land schafft Verbindung“ - unter diesem Motto tun sich seit geraumer Zeit viele Landwirte in der Region zusammen, um mit unterschiedlichen Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen. So auch am vergangenen Samstag auf dem Dörpplatz in Neuenburg.
Zu einem "Mahnfeuer" hatten die Landwirte die Bürger eingeladen, um bei selbstgebackenem Kuchen, Kakao und Stockbrot miteinander zu sprechen – und nicht übereinander.
Denn die Bauern sehen sich zunehmend im Kreuzfeuer der Kritik, und beklagen unter anderem eine zunehmende Regulierung, die ihnen das Wirtschaften schwer mache: „Seit Jahren gibt es immer neue Verordnungen; letztes Jahr hat die Düngeverordnung das Fass zum Überlaufen gebracht“, sagt etwa Hinnerk Eilers, Landwirt aus Neuenburg. Immer mehr müsste investiert werden, um überhaupt die gesetzlichen Regelungen einhalten zu können. Heike Langediers, Zetel sagt: „Wir meinen, dass die Gesetze nicht nachhaltig angelegt sind.“ Auch seien sie nicht wissenschaftlich untermauert.
Und Hinnerk Eilers fügt hinzu: „Wir wollen keine weiteren Subventionen, auch keine 'Bauernmilliarde'. Wir wollen vernünftige Preise bei vernünftigen gesetzlichen Grundlagen.“ Gabi Heyne, Landwirtin aus Neuenburg sagt: „Früher hieß es immer „wachse oder weiche. Aber müssen wir denn immer größere Betriebe haben, nur um einigermaßen wirtschaftlich arbeiten zu können?“ Heike Langediers treibt noch ein weiteres Thema um: „Es heißt, die Landwirte würden die Umwelt zerstören. Aber warum sollten wir das tun wollen? Wir leben doch von und mit ihr. Wenn es den Kühen schlecht geht, können wir nicht davon leben.“
Auch viele junge Leute beteiligen sich an den Protestaktionen. Unter anderem Rico Struß: „Man traut sich in der Schule nicht mehr zu sagen, dass man zu Hause Landwirtschaft hat.“ Die Wertschätzung für die landwirtschaftliche Arbeit sei verloren gegangen.

Heike Langediers: „Landwirte lassen sich eigentlich nicht schnell aus der Ruhe zu bringen. Und demonstrieren schon gar nicht.“ Aber nun seien Landwirte aus allen Berufsgruppen zusammengerückt. „Das hat es so noch nicht gegeben“, meint Heike Langediers. Aber das sei wichtig, denn sollte sich die Gesetzgebung weiter so negativ für die Landwirtschaft gestalten, würde das für den ländlichen Raum große strukturelle Veränderungen mit sich bringen. Es würden weitere landwirtschaftliche Betriebe schließen müssen. Und damit auch viele Schlossereien, Landhandelsbetriebe und Raiffeisenmärkte.“ Hinnerk Eilers: „Wir stehen hier, weil wir mit den Verbrauchern sprechen wollen. Der Verbraucher soll direkt mit uns in Kontakt kommen können.“ Ähnliche Aktionen haben auch schon in Oldenburg und Wilhelmshaven stattgefunden.

Auch die Nachwuchslandwirte machen sich Sorgen: Max Schulze, Rico Struß und Cedrik Bädecker (v. li.) beteiligten sich an der Aktion in Neuenburg.
Donnerstag, 23 Januar 2020 14:20

HSG will sich als Tabellenführer absetzen

geschrieben von
Spitzenduell in der Landesklasse Nord gegen Elsfleth. In Bookholzberg gab es am Mittwoch zunächst einen Dämpfer.

Neuenburg.
Nach der Niederlage unter der Woche wollen die Neuenburger Landesklasse-Handballer sich am Ende der "englischen Woche" rehabilitieren und doch noch ein Ausrufezeichen in Hinblick auf die Abschlussplatzierung in der Tabelle setzen. Nachdem sich bis auf drei schon alle übrigen Mannschaften vorläufig aus dem Meisterschaftskampf verabschiedet haben, hoffen die Neuenburger nach dem Sieg in der Vorwoche und der Niederlage im Nachholspiel am Mittwochabend an diesem Samstag, 25. Januar, den direkten Verfolger Elsflether TB II wieder weiter distanzieren zu können. Dass dies im Topspiel der Liga (Tabellenführer gegen den derzeitigen Tabellendritten) nicht einfach werden wird, zeigte bereits das Hinspiel, das die Südfriesländer deutlich verloren – sie fuhren im September in einem torreichen Spiel die erste von bislang zwei Niederlagen ein.
Schwierig wird dieses Unterfangen zusätzlich, da Trainer Bernd Frosch nicht auf seinen vollen Kader zurückgreifen kann, denn mit Simon Carstens fällt ein Spieler definitiv aus. Ansonsten hofft man bei der HSG freilich, dass alle übrigen Spieler einsatzfähig sind, damit man möglichst viele Alternativen zur Verfügung hat.

Einen herben Dämpfer mussten die Neuenburger Landesklassen-Handballer am Mittwochabend im Nachholspiel gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hinnehmen: Beim nunmehr Tabellenvierten kassierten die Friesländer eine deutliche 37:25-Niederlage.
Vor allem in der ersten Halbzeit fand die Mannschaft nach Auskunft von HSG-Sprecher Florian Prill kaum ins Spiel. Das sei freilich auch dem kleinen Kader geschuldet, so fehlten in Bookholzberg unter anderem die Spielmacher Simon Carstens und Jochen Silk. Zum Wochenende sollte Trainer Frosch wieder einen breiteren Kader präsentieren können, was in Anbetracht des Topspiels der Liga enorm wichtig sein wird, um den ersten Tabellenplatz zu verteidigen.

Ein Sieg wäre also in jeder Hinsicht Gold wert, da man so mit Blick auf die weitere Saison ein deutliches Ausrufezeichen setzen könne, betont Florian Prill. Mit zwei Punkten könnte die HSG den Abstand zum Tabellenzweiten TuS Hoykenkamp, der an diesem Samstag bei der SG Obenstrohe/Dangastermoor zu Gast ist (17 Uhr, Obenstrohe), wahren oder gar ausbauen. Doch dazu müsse am Samstagabend erst einmal alles passen. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Neuenburger Sporthalle – die Mannschaft hofft zu diesem Spitzenspiel natürlich auf besonders viele Unterstützer.
Bereits um 17 Uhr empfängt die 2. Herren der HSG Neuenburg/Bockhorn in der Regionsliga den TSV Holtrop - mit einem Sieg bliebe für das Team, derzeit auf Platz 2, die Tabellenführunge in Reichweite.
Bockhorn. An diesem Wochenende kommen all jene, die in vorweihnachtliche Stimmung kommen möchten, auf dem Bockhorner Weihnachtsmarkt auf ihre Kosten. Rund um die geschmückte Tanne auf dem Marktplatz haben die Organisatoren aus dem Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe nebst Vereinen und Gruppen ein kunterbuntes Paket geschnürt, das jeweils am 7. und 8. Dezember in der Zeit von 14 bis 19 Uhr (7. Dezember: 14 bis 20 Uhr) wieder viel Kurzweil, Unterhaltung und kulinarische Überraschungen bietet.
Geboten werden neben einer feinen Auswahl an Handwerkskunst leckere Spezialitäten und kleine Attraktionen. Dabei kommen sowohl die Jüngsten als auch die erwachsenen Besucher auf ihre Kosten. Der Weihnachtsmann hat an beiden Tagen ebenfalls seinen Besuch angekündigt. Wie jedes Jahr öffnet der Verein für Heimatgeschichte der Gemeinde Bockhorn anlässlich des Weihnachtsmarktes seine Tür. In diesem Jahr können Interessierte am Sonntag, 8. Dezember, von 14 bis 17 Uhr einen Blick in die Archivwerkstatt in der Gartenstraße/Ecke Kirchstraße werfen.
Mittwoch, 21 August 2019 09:21

Feuerwehr löscht brennendes Auto

geschrieben von
Zetel. Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Zetel: Am frühen Dienstagmorgen ist in der Straße Klein-Schweinebrück nahe der Kreuzung Neuenburger Straße ein Auto in Brand geraten. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Fahrzeug bereits komplett in Flammen.

Während der Löscharbeiten mussten die Einsatzkräfte auf Atemschutzgeräte zurückgreifen, der Fahrer des Fahrzeuges wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.
Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Zetel mit 15 Einsatzkräften rund 45 Minuten im Einsatz.
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