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Freitag, 02 November 2018 12:22

Biosphärenreservat: Mehr Chancen als Risiken?

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Zetel. Marsch, Geest und Moor, von den in der Wehde lebenden Menschen über Jahrhunderte geformt und kultiviert, bilden eine besondere Kulturlandschaft, die im nördlichen Teil Deutschlands eine besondere Rolle einnimmt. Wie lässt sich dieser Bereich des Binnendeiches auch für zukünftige Generationen sichern und unter nachhaltigen Gesichtspunkten voranbringen? Eine Möglichkeit bietet hier die Zertifizierung der Gemeinde Zetel als Biosphärenreservatsgemeinde.
Den genauen Prozess hinter der UNESCO-Auszeichnung stellte in der jüngsten Umwelt- und Planungsausschuss-Sitzung Peter Südbeck als Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer vor. Die Zertifizierung soll vor allem eines schaffen: Eine nachhaltige Regionalentwicklung, „die eine gerechte, lebensfähige und lebenswerte Welt schafft“, wie der Peter Südbeck erläuterte.
Das Biosphärenreservat gliedert sich in drei Teile. In der Mitte liegt die geschützte Kernzone, umgeben von einer Pufferzone. Um diese gruppieren sich die jeweiligen Gemeinden als sogenannte Entwicklungszone. Während im Kern- und Puffergebiet Naturschutz- und Landschaftsgebietsregelungen Anwendung finden, ist die Entwicklungszone frei von Naturschutzauflagen. Das liege daran, dass die Entwicklungszone nicht nach dem Bundesnaturschutzgesetz definiert ist, wie Peter Südbeck erklärte: „Wir legen keiner Kommune hinterher einen Zehn-Punkte-Plan vor. Es gibt keine Vorschriften, vieles kann, aber nichts muss.“
Das gesamte Konzept basiert laut Südbeck auf Freiwilligkeit und Interesse an einer gemeinschaftlichen Gemeindeentwicklung in kleinen Schritten. Das macht auch die Zielsetzung deutlich, unter anderem Partnerschaften mit Tourismusorganisationen, Restaurants sowie Hotel- und Herbergsbetreibern zu bilden oder den Nahverkehr von Bus und Bahn weiter voran zu bringen. Hinzu kommt der Erhalt regionaler Kultur – die Perspektiventwicklung schließt dabei die Landwirtschaft mit ein. Ein Punkt ist dabei die Förderung der biologischen Landwirtschaft und der Biodiversität, beispielsweise durch Bauerngärten oder Kompensationsflächen. Auch die Förderung regionaler Erzeugnisse, etwa unter der Marke „Wattenmeer-Produkt“, sei möglich.
Peter Südbeck sprach in diesem Zusammenhang von Chancen statt Risiken: Die Ängste vor einer Entwicklungszone nach dem Bundesnaturschutzgesetz, einem zwanghaften Naturschutz oder Einschränkungen im Baurecht seien unbegründet. Die Gemeinden erhielten die Möglichkeit, ihr Image nach außen und die Identität nach innen auszubauen und ferner von Fördermöglichkeiten durch die Zertifizierung zu profitieren.
Der nächste Beitrittsprozess beginnt im Januar 2019. Für die interessierten Gemeinden besteht damit die Möglichkeit, zur Jahresmitte 2020 über den Beitritt abzustimmen.

Die Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses verfolgte auch Hartmut Seetzen als Kreislandvolk-Vorsitzender. In der Sitzung durften allerdings ausschließlich Zeteler Einwohner Fragen zur Thematik Biosphärenreservat stellen. Auf Nachfrage des Friesländer Boten erläutert Hartmut Seetzen nach der Sitzung die Hintergründe für die ablehnende Haltung der Landwirtschaft gegenüber einer Zertifizierung als Biosphärenreservatsgemeinde.
So befürchten die Landwirte unter anderem, dass nach einem Wechsel in der Landesregierung die in der Entwicklungszone befindlichen Flächen der jeweiligen zertifizierten Gemeinden unter Landschafts- oder Naturschutz gestellt werden könnten. Zwar werde seitens der Nationalparkverwaltung eine solche Vorgabe verneint, doch „die Erfahrungen in den letzten 30 Jahren haben gezeigt, dass immer etwas oben drauf kommt“. so Hartmut Seetzen.
Mit der Zertifizierung würde sich die jeweilige Gemeinde zudem in vielen Bereichen verbindlich festlegen, was nachträglich nicht mehr so einfach geändert werden könne. Auch den seitens der Nationalparkverwaltung erwähnten touristischen Vorteil hält Hartmut Seetzen für überschaubar: „Wenn wir einen heißen Sommer haben, zieht es die Urlauber ohnehin in die Küstenregion.“ Ein weiteres Problem zeichnet sich laut dem Kreislandvolk-Vorsitzenden auch bei der Verteilung der Fördermittel ab. „Wenn viele zertifizierte Gemeinden dabei sind, geht es zwangsläufig nach einer Rangliste“, so Hartmut Seetzen. Dann könne es auch sein, dass die Fördermittel wegen der Vielzahl der sich bewerbenden Gemeinden gering ausfallen.
Ausschlaggebendes Kriterium in der Diskussion sei jedoch die Sorge, dass es bei der freien Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen zu Einschränkungen kommt. „Von Seiten der Landwirtschaft lehnen wir das deshalb für Friesland ab. Da gibt es kein Verhandeln“, sagt Hartmut Seetzen mit Nachdruck. Auf lange Sicht sei die Landwirtschaft Verlierer, „was von den Gemeinden wiederum aufgefangen werden muss.“ Gleichwohl, fügt der Kreislandwirt hinzu, sei man mit der Politik in Friesland sehr zufrieden, viele Projekte würden von der hiesigen Landwirtschaft wohlwollend begleitet.
Freitag, 02 November 2018 12:10

Premiere im Zeli: Wenn Träume in Erfüllung gehen

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Zetel. Es gibt viele Möglichkeiten zu träumen – und ebenso viele Wege diese zu erfüllen. Das zeigt das inklusive Filmexperiment „Geiht nich, gifft’t nich“ der GPS-Werkstatt Jeringhave und der NDR-Journalistin Carola Schede. Die Lebensträume von GPS-Werkstattmitgliedern sind zentraler Inhalt des Films – mit der Premiere im Zeteler Zeli dürfte auch gleich der Zwölfte in Erfüllung gegangen sein. Denn die Organisatoren des Premierenabends zogen alle Register, um in die Veranstaltung ein wenig Hollywood-Flair einzubringen: ein sprichwörtlicher roter Teppich mit Sektempfang und frisches, selbstgemachtes Popcorn und eine erste Reihe exklusiv für die Darsteller bildeten den festlichen Rahmen des gutbesuchten Abends. Nicht jeder Besucher erhielt einen Sitzplatz und zeitweise war das Kino so voll, dass niemand mehr eingelassen wurde. Abhilfe schaffte eine zweite Vorführung, die Zeit konnten die Wartenden bei kulinarischer Bewirtung im Café des Mehrgenerationenhauses überbrücken.
Landrat Sven Ambrosy sprach in seiner Begrüßungsrede von einem „Herzensprojekt“, welches ein buntes und vielfältiges Friesland zeige und dabei deutliche Akzente im Miteinander setze. Die vielfältige Region mit ihren Besonderheiten für diese Kulturlandschaft sei ein tragendes Element des Films, machte Werkstattleiterin Heike Sander deutlich: „Die Wünsche der Darsteller sind dabei der rote Faden, der uns durch ganz Friesland führt.“
Worum geht es in dem Film? Ohne zuviel vom Inhalt zu verraten: Es geht um die Arbeit einer Hochzeitsplanerin, einen jungen Mann, der einmal gerne James Bond sein möchte und sein Glück auf dem Bockhorner Oldtimermarkt findet. Und da wären noch zwei Bürgermeister, die sich eine gesellschaftliche Teilhabe auf Augenhöhe wünschen. All diese einzelnen Motive laufen auf einen Höhepunkt zu – bei dem ein singender Kellner noch eine besondere Rolle spielt …
„Geiht nich, gifft’t nich“ berührt, ist jedoch gleichzeitig ein mit viel Humor und Authentizität eingefangenes Porträt. Wenn zu Beginn des Films die Darsteller ihre Träume vorstellen, fängt die Kamera unmittelbar die Persönlichkeit des jeweiligen Menschen und seiner Tätigkeit in der GPS-Werkstatt Jeringhave ein.
Mit ruhigen Schwenks und Überblendungen entsteht ein sich langsam entfaltendes Filmwerk, das an vielen Stellen deutlich macht, wie lebensnah einige der im Film dargestellten Träume sind: sei es eine Hochzeit oder der Retter in der Not, der zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Besonders hervorzuheben ist die Spielfreude, die Darsteller gehen in ihren Rollen spürbar auf. Ein feiner Witz und die authentische Art machen den Film zu einem kurzweiligen Vergnügen mit einer Botschaft, die auch nach der Vorführung noch lange im Kopf bleibt.
Das Zeli zeigt „Geiht nich, giff’t nich“ am Mittwoch, 21., und Dienstag, 27. November, nochmals auf der großen Leinwand. Eine DVD ist in Planung, Bestellungen sind möglich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Freitag, 02 November 2018 12:07

Neue Ampel soll für mehr Sicherheit sorgen

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Bockhorn. Bisher waren auf der Alten Bahnlinie/K 102 neben dem Bockhorner Neubaugebiet „Am Urwald“ 100 Stundenkilometer erlaubt, mit der Entscheidung des Landkreises Friesland aus dem Ergebnis der jüngsten Verkehrsschau ist das vorbei: Für Autofahrer gilt hier maximal 70 (wir berichteten).
Das ist der Bockhorner SPD zu wenig. „Tempo 70 reicht nicht“, macht Rainer Brunken deutlich. Trotz der reduzierten Geschwindigkeit sei auf der Querungshilfe neben der Einfahrtsstraße zum Neubaugebiet ein gefahrloses Wechseln der Straßenseite nicht möglich: „Eine Ampel ist unerlässlich.“ Ob und inwiefern weitere Regelungen auf der Alten Bahnlinie und insbesondere im Bereich der Querungshilfe die Sicherheit erhöhen können, war Thema eines Ortstermins mit Thorsten Hinrichs, Leiter des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Friesland. Auch Anwohner und Vertreter der Gemeindeverwaltung nahmen an der Begehung teil.
Woher kommt die Entscheidung für eine Anpassung von 70 Stundenkilometern? Thorsten Hinrichs: „Die Verkehrserhebung 2015 hat gezeigt, dass von den täglich 2500 Fahrzeugen 85 Prozent die Geschwindigkeit von 66 Stundenkilometern nicht überschreiten.“ Das spreche für eine Regelung von 70 Stundenkilometern.
Die Installation einer Ampel ist an verkehrsrechtliche Vorgaben geknüpft. Im Fall der Alten Bahnlinie bedeutet das, so Hinrichs, dass rund 450 Fahrzeuge pro Stunde die Straße frequentieren müssten. Dazu kommt, dass die Zahl der Querungen durch Erwachsene bei 100 pro Stunde liegen muss, um eine Ampel erforderlich zu machen. „Bei besonders schutzbedürftigen Personen wie Schülern müssten es immer noch 50 Querungen pro Stunde sein. Obwohl wir zum Querungsverhalten keine Zahlen haben, bezweifle ich, dass wir diese Zahlen hier erreichen“, gab der Leiter des Straßenverkehrsamtes zu bedenken. Sollte jedoch die Gemeinde selbst eine Ampel an der Stelle für sinnhaft erachten, könne diese aufgestellt werden, sofern die Gemeinde für die Unterhaltungskosten selbst aufkommt, so Thorsten Hinrichs weiter. Wie Anwohner Marcel Niemeyer berichtete, nutzen derzeit rund 35 Kinder unter sechs Jahren den Schulweg aus dem Neubaugebiet heraus. Diese würden auch die Alte Bahnlinie überqueren. Die Kinder aufgrund von Sicherheitsbedenken zur Schule zu fahren, sei keine Lösung, so Marcel Niemeyer: „Die Schule möchte nicht, dass die Kinder allesamt mit dem Auto zur Schule gebracht werden, weil dadurch der Busverkehr beeinträchtigt werden kann.“
Wie geht es weiter? Johann Helmerichs, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bockhorn, erklärte, dass man mit einem Antrag auf eine „freiwillige“ Ampel ähnlich wie in Steinhausen an die Gemeindeverwaltung Bockhorn herantreten werde.
Neuenburg. Für die plattdeutsche Bühne des Neuenburger Theaters steht die 1. Inszenierung der neuen Saison 2018/2019 an. Und diese beginnt gleich mit einem Highlight, denn das Stück „Im weißen Rössl“ verspricht auch musikalische Unterhaltung. Das Singspiel dreht sich um die Gastwirtschaft „Im weißen Rössl“ und deren Kellner Leopold, der sich um die Gunst seiner Chefin, der Wirtin Josepha Vogelhuber, bemüht. Diese hat aber ein Auge auf ihren Stammgast, Rechtsanwalt Dr. Siedler, geworfen. Und das Liebes-Wirr-Warr nimmt seinen Lauf, denn Dr. Siedler interessiert sich für Ottilie, die mit ihrem Vater, dem Fabrikanten Giesecke, im „Weißen Rössl“ abgestiegen ist. Ottilie soll aber Sigismund Sülzheimer heiraten, den Sohn von Gieseckes größtem Konkurrenten, um dem Konkurrenzkampf zwischen den beiden Firmen ein Ende zu bereiten. Sigismund bemüht sich indessen aber lieber um das reizende Klärchen, die Tochter des armen Professors Hinzelmann. Leopold schließlich lässt alle Hoffnung auf Josepha fahren, als er diese bei der Ankunft des Kaisers neben Dr. Siedler stehen sieht und von ihr noch entlassen wird.
Das Singspiel wurde von Philip Lüsebrink ins Niederdeutsche übersetzt. Dieser hat auch die Regie übernommen. Lüsebrink ist kein Unbekannter für die Niederdeutsche Bühne in Neuenburg, hat er doch das bisher erfolgreichste Stück geschrieben. Die aus seiner Feder stammende Schlagerrevue der 50er „Wi sünd woller wer – von Petticoat und Wirtschaftswunder“ hatte im Jahr 2016 ganze 20 Zusatztermine gespielt.
Aufführungstermine sind der 9., 11., 12. und 14. Oktober jeweils um 20 Uhr im Neeborger Vereenshuus. Weitere Termine und Informationen unter www.buehne-neuenburg.de.
Montag, 08 Oktober 2018 15:10

Kontroverse Diskussion um Veränderungssperre

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Bockhorn. Bereits im Bauauschuss gingen über die Frage, ob die Gemeinde Bockhorn für das Gebiet „Klinkerhof“ eine Veränderungssperre erlassen soll, die Meinungen auseinander. Derzeit ist das Gebiet „Klinkerhof“ ohne Bebauungsplan, ein Bauleitverfahren läuft derzeit. Eine Veränderungssperre bedeutet, dass in dem Gebiet ohne Genehmigung der Gemeinde weder neu- noch umgebaut werden darf, ein Abriss von Gebäuden ist damit ebenfalls verboten. Allerdings: Betroffen wäre im „Klinkerhof“-Gebiet damit die Planung von Aldi, dort einen 1200 Quadratmeter großen neuen Discounter zu errichten.
In der jüngsten Ratssitzung kam es zu einer kontroversen Diskussion. Horst Hoffschnieder (SPD) erneuerte in der Sitzung seine Kritik, dass damit einem Gewerbetreibenden, der ein Bauvorhaben in dem Bereich umsetzen wolle, Fesseln angelegt würden. Thorsten Krettek (CDU) lehnte die Veränderungssperre ebenfalls mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren der Firma Schomaker gegen den Landkreis Friesland ab. Da die Gemeinde Bockhorn in dem Rechtsstreit als Beisitzer geladen sei, bestehe die Gefahr, dass die Gemeinde Bockhorn in Regress genommen werde. „Wir sollten außerdem potentielle Investoren nicht abschrecken.“
„Ich sehe das völlig anders. Die Veränderungssperre ist nichts anderes als ein Flächennutzungsplan auf Zeit. Es geht nicht darum, etwas zu verhindern, wir brauchen die Veränderungssperre, um Rechtssicherheit zu bekommen“, wandte Rolf Scherer (FDP/Scherer) ein, der zudem eine namentliche Abstimmung beantragte: „Ich möchte, dass die Ratsmitglieder Verantwortung für ihre Entscheidung übernehmen.“ Gleichzeitig kritisierte der Ratsherr, dass an der rechtlichen Vorberatung zu dem Thema durch einen Fachanwalt einige Bauausschussmitglieder nicht teilgenommen hätten. „Wie die Ratsmitglieder mit dem Thema umgehen, ist kritikwürdig“, so Rolf Scherer.
Christa Hoppenheit (UWG) sprach sich für die Veränderungssperre aus und bekräftigte, dass sie eine Sicherheit sei, bis der Bebauungsplan rechtskräftig sei. „Wir können zwar heute eine Veränderungssperre erlassen, können es aber auch dann tun, wenn ein Bauantrag vorliegt“, erklärte Dirk Ihmels (CDU). „Es gibt doch bereits einen Antrag von dem Investor, mit dem wir im Rechtsstreit liegen“, entgegnete Rolf Scherer. Bürgermeister Andreas Meinen bestätigte, dass es einen Antrag des Investors gebe, der auch am 27. Juni den Fraktionsvorsitzenden zur Kenntnisnahme zugegangen sei.
Olaf Nack (UWG) äußerte Unverständnis über die Haltung der CDU. Es entstehe der Eindruck, die CDU wüsste etwas, von dem der übrige Rat nichts wisse. Diese Aussage ließ Thorsten Krettek nicht gelten: „Ich wundere mich über die Schärfe in der Diskussion. Ich weise entschieden zurück, dass wir mehr wissen als alle anderen.“

Am Ende votierte der Rat mit zehn Nein-Stimmen gegen die Veränderungssperre, nur acht sprachen sich bei einer Enthaltung dafür aus.
Dienstag, 18 September 2018 09:02

Vermisster Mann tot aufgefunden

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Neuenburg. Ein trauriges Ende hat am Montagabend die Suche nach einem vermissten Mann genommen: Nachdem Einsatzkräfte zwei Tage lang nach einem 40-Jährigen aus Wilhelmshaven gesucht hatten, ist er am Montag im Neuenburger Urwald bei Zetel tot aufgefunden worden.
Bereits am Samstag, 15. September, war der Wilhelmshavener als vermisst gemeldet worden. Die Ermittlungen der Polizei führten schließlich nach Zetel, da auf einem Parkplatz nahe der Tennisanlage in der Nähe des Urwaldes das verschlossene Auto des Mannes entdeckt wurde. Eine groß angelegte Suchaktion mit Unterstützung von Feuerwehr, Rettungshundestaffel und eines Hubschraubers verlief zunächst ohne Ergebnis. Auch am Sonntag war die Suche fortgesetzt worden.

Mit einem nochmals verstärkten Kräfteaufgebot, unter anderem mit Helfern der Feuerwehren aus Zetel und Neuenburg, der Rettungshundestaffeln Ems/Jade, Aurich, Wilhelmshaven/Friesland, Weser-Ems, dem DRK Aurich-Ostfriesland, der Diensthundführergruppe der Polizeidirektion Oldenburg sowie Beamten der Zentralen Polizeidirektion aus Lüneburg wurde das Gebiet am Montag erneut durchkämmt. Gegen 19 Uhr schließlich wurde eine leblose männliche Person gefunden, bei der es sich laut Polizei um den 40-jährigen vermissten Wilhelmshavener handelt. Nach bisherigem Ermittlungsstand könne ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit.
Dienstag, 11 September 2018 17:53

Feuerwehren kämpfen gegen Feuer in Wohnhaus

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Gegen 16 Uhr war das Feuer in Bockhorn ausgebrochen, Menschen waren nicht im Haus.

Bockhorn.
Zu einem Wohnhausbrand am Deichweg in Bockhorn sind am Dienstagnachmittag die Feuerwehren aus Bockhorn und Umgebung ausgerückt. Zunächst war ein Brand eines Anbaus gemeldet worden, als die Polizei eintraf, hatte das Feuer aber bereits auf das Wohnhaus übergegriffen.
Alarmiert wurden die Feuerwehren aus Bockhorn, Grabstede und Zetel, zur Unterstützung wurde dann außerdem die Drehleiter der Vareler Feuerwehr angefordert. Etwa 50 Einsatzkräfte waren vor Ort, um das in Vollbrand stehende Wohnhaus abzulöschen. Nach Auskunft des Bockhorner Gemeindebrandmeisters Holger Reuter ging es auch darum, angrenzende Grundstücke und Gebäude vor Flammen und Funkenflug zu schützen. Der starke Wind fachte den Brand zusätzlich an und erschwerte die Löscharbeiten, ebenso wie eine enorme Rauchentwicklung. Nach etwa einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Personen befanden sich nicht im Haus. Die Brandursache ist zunächst unklar, ebenso konnten noch keine Angaben zur Höhe des Schadens gemacht werden.
Freitag, 07 September 2018 12:25

Spaß für die Jüngsten geht in die zweite Runde

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Präventionsrat Zetel veranstaltet am 15. September Kinderfest im Hankenhof

Zetel.
Das Kinderfest des Präventionsrates Zetel geht in die zweite Runde, am Samstag, 15. September, stehen die Jüngsten in der Gemeinde im Mittelpunkt und dürfen sich auf ein buntes Programm mit viel Mitmachpotenzial freuen. „Die Aktion im vergangenen Jahr am Hankenhof war trotz des Dauerregens ein Riesenerfolg“, sagt Joann Hagen vom Präventionsrat Zetel, „alle haben nach dem Fest gesagt: ,lasst uns das im nächsten Jahr nochmal machen.‘“
Um dem Regen in diesem Jahr ein Schnippchen schlagen zu können, haben die Organisatoren beschlossen, die diesjährige Veranstaltung sowohl am als auch im Hankenhof stattfinden zu lassen. „Wir haben dieses Jahr ein paar Gruppen, die einfach ein Dach über dem Kopf benötigen“, so Joann Hagen. Besonders freut sich der Präventionsrat, dass die „Blindfische“ ihr Kommen wieder zugesagt haben. Die Gruppe wird wieder mit kindgerechter Rockmusik und humorvollen Showeinlagen für Stimmung bei Groß und Klein sorgen.

Das Catering hat die Freiwillige Feuerwehr Zetel übernommen, der Erlös kommt der Jugendfeuerwehr zugute. Zu den Ausstellern, die Mitmachaktionen anbieten, gehören unter anderem das Jugendparlament Zetel, die DRLG, die Katholische Jugend Zetel, der Jugendtreff „Steps“, das Soziale Kaufhaus Friesland, das Kleidergeschäft „Stoffwechsel“, der TuS sowie der FCFW Zetel sowie die Fördervereine der Grundschulen. Der Eiswagen wird ebenfalls wieder dabei sein, wo sich die Kinder gegen einen Gutschein kostenlos ein Eis holen können. „Stoffwechsel“ verkauft an seinem Stand Kinderbekleidung für 50 Cent. Die Brass Band Zetel zeigt ihre Instrumente, der Präventionsrat veranstaltet einen Ballonweitflug.

Übrigens: Wer die Arbeit des Präventionsrates unterstützen möchte, kann auf dem Kinderfest eine Spende geben. „Freiwillig natürlich“, ergänzt Joann Hagen. Der Eintritt ist nachwievor frei, die Veranstaltung haben in diesem Jahr wieder großzügige Spenden des Sozialen Kaufhauses „Stoffwechsel“ und der Firma Röben möglich gemacht.
Das Kinderfest am und im Hankenhof beginnt am Samstag, 15. September, um 11 Uhr und endet gegen 16 Uhr.
Freitag, 31 August 2018 11:47

Miniabsätze und defekter Fahrstuhl als Alltagshürde

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Neuenburg. Wie ist es um die Barrierefreiheit im Neuenburger Ortskern bestellt? Eine Frage, die der SOVD im Kreis Friesland kürzlich im Rahmen einer Ortsbegehung nachgegangen ist. Der Vorsitzende des SOVD-Ortsvereins Neuenburg, Hans Meine, Frauen der umliegenden Ortsvereine des Kreisverbandes Friesland und zeitweise Bürger und Anwohner nebst Mitgliedern des Zeteler Gemeinderates waren ebenfalls beteiligt und schauten sich mit der Kreisfrauensprecherin Ingeborg Brunken die örtlichen Problemfälle an.
Ausgestattet mit Rollstuhl und Rollator, ging es in erster Linie um die Wege und Überquerungen und deren Tauglichkeit für Menschen mit Gehbehinderung oder mit Rollator. Im Laufe der Begehung kam die optimale Breite der Gehwege zur Sprache, die Länge einer Ampelschaltung wurde überprüft und der problematische Miniabsatz bei abgesenktem Bordstein wurde als bleibendes Hindernis für Rollstuhlfahrer erkannt.
Der defekte Fahrstuhl am Schloss wurde moniert, insbesondere das Zuparken von Gehwegen am Schloss und am Senfpott fielen mit Rollstuhl sehr negativ auf. So fehlen Parkplätze mit ausreichender Breite, die es auch Rollatorfahrern ermöglichen, aus ihrem Auto auszusteigen. „Diese Missstände können jetzt bei der Planung des Ortskerns Neuenburg verhindert werden“, so die Mitglieder des SOVD.
Nach der Veranstaltung trafen sich die Frauensprecherinnen der Ortsvereine: Ingrid Huger (Neuenburg), Maria Bolenski (Bockhorn), Waltraud von Waaden (Varel) sowie die Kreisfrauensprecherin Ingeborg Brunken und der Vorsitzende des Planungs- und Umwelt-Ausschusses, Klaus-Dieter Huger, in kleinerem Kreis. Hierbei wurde das Ergebnis zusammengefasst und das weitere Vorgehen abgesprochen. Von Seiten der Gemeinde ist zwischenzeitlich zugesagt worden, die Ampelschaltung überprüfen zu lassen, den Fahrstuhl am Schloss zu ersetzen und die Erkenntnisse des Rundganges in die Planungen einfließen zu lassen. Ingrid Huger: „Dabei sind wir auch auf die Anregungen und Vorschläge der Menschen angewiesen, um die es geht. Bei unserem Rundgang haben wir in erster Linie die Schwierigkeiten von Rollstuhl- und Rollatornutzern betrachtet. Es gibt aber wesentlich mehr und unterschiedliche Handicaps, bei denen es auch oft Einzelfallentscheidungen sind, die mehr oder weniger leicht zu klären sind.
So hilft eine längere Ampelphase auf dem Schulweg beim Übergang der Landesstraße den Schulkindern, Müttern mit Kinderwagen und den Nutzern von Rollstühlen und Rollatoren ebenso wie Menschen mit Gehbehinderungen.“
Das Ziel der Barrierefreiheit sei ein laufender Prozess und könne nur im laufenden Gespräch und im Miteinander aller Einwohner stetig verbessert werden. „Wir haben bei dem Rundgang gemerkt, dass der SOVD, der sich für die sozialen Belange der Menschen einsetzt, sich mehr zu Wort melden muss, wenn es um die Probleme vor Ort geht.“

☛ Wer Anregungen geben möchte, kann sich an den Ortsvorsitzenden des SOVD, Hans Meine, unter ☎ 04452/8724 oder die beiden Frauensprecherinnen Ingrid Huger (☎ 04452/918442) oder Barbara Elsner (☎ 04453/3956) wenden.
Freitag, 31 August 2018 11:44

Decken und Tücher halten schön warm

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Bockhorn/Zetel. Unermüdlich, von Oktober 2017 bis jetzt, haben die Strickerinnen von „Betty’s Strickgruppe“ an Tüchern und Decken gearbeitet, am vergangenen Mittwoch haben die Frauen drei volle Reisekoffer mit Decken und Schultertüchern als Spende nach Bockhorn gebracht – künftig wärmen die Strickteile die Bewohner des Senioren- und Pflegeheims Osterforde.
20 Decken und 25 Schultertücher in verschiedenen Variationen sorgten schon beim Auspacken für anerkennende Blicke bei den Pflegekräften des Seniorenheims, die die Stücke stellvertretend in Empfang nahmen. Neben viel Lob für die Fleißarbeit gab es für die Strickerinnen einen Blumenstrauß als Dankeschön.
Die Frauen in „Betty’s Strickgruppe“ arbeiten ausschließlich mit gespendeter Wolle – die daraus entstehenden Stücke gehen kostenlos an Heimeinrichtungen, werden jedoch auch auf Basaren und Adventsmärk­ten veräußert. Der dabei entstehende Erlös wird wiederum gespendet.
Am 17. November ist „Betty’s Strickgruppe“ an einem Basar im Marianne-Sternberg-Haus Jever, am 25. November an einem vorweihnachtlichen Basar im Senioren- und Pflegeheim Osterforde beteiligt.
Wollspenden werden stets gerne entgegengenommen (auch Einzelknäuel). Einrichtungen, die Wollsachen benötigen, können sich bei Gruppenleiterin Betty Balkow unter ☎ 04453/484565 melden.
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