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Freitag, 31 August 2018 11:47

Miniabsätze und defekter Fahrstuhl als Alltagshürde

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Neuenburg. Wie ist es um die Barrierefreiheit im Neuenburger Ortskern bestellt? Eine Frage, die der SOVD im Kreis Friesland kürzlich im Rahmen einer Ortsbegehung nachgegangen ist. Der Vorsitzende des SOVD-Ortsvereins Neuenburg, Hans Meine, Frauen der umliegenden Ortsvereine des Kreisverbandes Friesland und zeitweise Bürger und Anwohner nebst Mitgliedern des Zeteler Gemeinderates waren ebenfalls beteiligt und schauten sich mit der Kreisfrauensprecherin Ingeborg Brunken die örtlichen Problemfälle an.
Ausgestattet mit Rollstuhl und Rollator, ging es in erster Linie um die Wege und Überquerungen und deren Tauglichkeit für Menschen mit Gehbehinderung oder mit Rollator. Im Laufe der Begehung kam die optimale Breite der Gehwege zur Sprache, die Länge einer Ampelschaltung wurde überprüft und der problematische Miniabsatz bei abgesenktem Bordstein wurde als bleibendes Hindernis für Rollstuhlfahrer erkannt.
Der defekte Fahrstuhl am Schloss wurde moniert, insbesondere das Zuparken von Gehwegen am Schloss und am Senfpott fielen mit Rollstuhl sehr negativ auf. So fehlen Parkplätze mit ausreichender Breite, die es auch Rollatorfahrern ermöglichen, aus ihrem Auto auszusteigen. „Diese Missstände können jetzt bei der Planung des Ortskerns Neuenburg verhindert werden“, so die Mitglieder des SOVD.
Nach der Veranstaltung trafen sich die Frauensprecherinnen der Ortsvereine: Ingrid Huger (Neuenburg), Maria Bolenski (Bockhorn), Waltraud von Waaden (Varel) sowie die Kreisfrauensprecherin Ingeborg Brunken und der Vorsitzende des Planungs- und Umwelt-Ausschusses, Klaus-Dieter Huger, in kleinerem Kreis. Hierbei wurde das Ergebnis zusammengefasst und das weitere Vorgehen abgesprochen. Von Seiten der Gemeinde ist zwischenzeitlich zugesagt worden, die Ampelschaltung überprüfen zu lassen, den Fahrstuhl am Schloss zu ersetzen und die Erkenntnisse des Rundganges in die Planungen einfließen zu lassen. Ingrid Huger: „Dabei sind wir auch auf die Anregungen und Vorschläge der Menschen angewiesen, um die es geht. Bei unserem Rundgang haben wir in erster Linie die Schwierigkeiten von Rollstuhl- und Rollatornutzern betrachtet. Es gibt aber wesentlich mehr und unterschiedliche Handicaps, bei denen es auch oft Einzelfallentscheidungen sind, die mehr oder weniger leicht zu klären sind.
So hilft eine längere Ampelphase auf dem Schulweg beim Übergang der Landesstraße den Schulkindern, Müttern mit Kinderwagen und den Nutzern von Rollstühlen und Rollatoren ebenso wie Menschen mit Gehbehinderungen.“
Das Ziel der Barrierefreiheit sei ein laufender Prozess und könne nur im laufenden Gespräch und im Miteinander aller Einwohner stetig verbessert werden. „Wir haben bei dem Rundgang gemerkt, dass der SOVD, der sich für die sozialen Belange der Menschen einsetzt, sich mehr zu Wort melden muss, wenn es um die Probleme vor Ort geht.“

☛ Wer Anregungen geben möchte, kann sich an den Ortsvorsitzenden des SOVD, Hans Meine, unter ☎ 04452/8724 oder die beiden Frauensprecherinnen Ingrid Huger (☎ 04452/918442) oder Barbara Elsner (☎ 04453/3956) wenden.
Freitag, 31 August 2018 11:44

Decken und Tücher halten schön warm

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Bockhorn/Zetel. Unermüdlich, von Oktober 2017 bis jetzt, haben die Strickerinnen von „Betty’s Strickgruppe“ an Tüchern und Decken gearbeitet, am vergangenen Mittwoch haben die Frauen drei volle Reisekoffer mit Decken und Schultertüchern als Spende nach Bockhorn gebracht – künftig wärmen die Strickteile die Bewohner des Senioren- und Pflegeheims Osterforde.
20 Decken und 25 Schultertücher in verschiedenen Variationen sorgten schon beim Auspacken für anerkennende Blicke bei den Pflegekräften des Seniorenheims, die die Stücke stellvertretend in Empfang nahmen. Neben viel Lob für die Fleißarbeit gab es für die Strickerinnen einen Blumenstrauß als Dankeschön.
Die Frauen in „Betty’s Strickgruppe“ arbeiten ausschließlich mit gespendeter Wolle – die daraus entstehenden Stücke gehen kostenlos an Heimeinrichtungen, werden jedoch auch auf Basaren und Adventsmärk­ten veräußert. Der dabei entstehende Erlös wird wiederum gespendet.
Am 17. November ist „Betty’s Strickgruppe“ an einem Basar im Marianne-Sternberg-Haus Jever, am 25. November an einem vorweihnachtlichen Basar im Senioren- und Pflegeheim Osterforde beteiligt.
Wollspenden werden stets gerne entgegengenommen (auch Einzelknäuel). Einrichtungen, die Wollsachen benötigen, können sich bei Gruppenleiterin Betty Balkow unter ☎ 04453/484565 melden.
Freitag, 31 August 2018 11:41

„Stoffwechsel“: Nachhaltigkeit mit sozialem Zweck

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Zetel. Der Erfolgsgeschichte des Zeteler Vereins „Stoffwechsel“ steht eine kleine Anekdote voran, die vielen Menschen bekannt vorkommen dürfte. „Ich habe mir irgendwann gedacht, ich könnte meinen Kleiderschrank mal aufräumen – aber zum Wegwerfen waren mir die Sachen zu schade“, erinnert sich die Vorsitzende Margrit Weydemans. Das war vor sieben Jahren. Gemeinsam mit sechs anderen Frauen entstand damals die Idee, etwas Sinnvolles mit Kleidung anzustellen, die nicht mehr benötigt wird. Aus dieser Überlegung wurde „Stoffwechsel“.
Das Konzept dahinter ist, gut erhaltene beziehungsweise neuwertige Kleidung für wenig Geld anzubieten. Der Clou: Der Erlös wird nach Abzug der Kosten komplett gespendet, wo Hilfe benötigt wird. Eine intensive Zusammenarbeit besteht unter anderem mit der Gemeinde Zetel, den Freien Sozialen Diensten, dem Hospiz, der Tafel sowie den Vereinen „Schlüsselblume“ und „Flugkraft“. Der gemeinnützige Verein ist selbstständig und unabhängig von der Gemeinde Zetel.
Was mit sieben Frauen anfing, ist heute auf 23 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen angewachsen. „Alle sind sehr engagiert und mit viel Spaß bei der Sache“, sagt Margrit Weydemans, die sich vor allem darüber freut, dass viele der Frauen im Kleiderladen von Anfang an bis heute dem Konzept treu geblieben sind. Jeweils vier Frauen bilden eine Gruppe, die sich um das kümmert, was gerade anfällt: Annehmen von Kleidung, das Sichten oder die Sortimentspflege des Kleiderladens. Dieses ist recht umfangreich, von festlicher Mode, über Kinderkleidung zu Röcken und Saisonmode sowie Tischdecken und Bettwäsche.
Wichtig ist, dass die abgegebene Kleidung sauber und unbeschädigt ist. Kleinere Aufbereitungen, wie einen Knopf annähen, der fehlt, übernehmen die Damen bei der Annahme. Selbst nach sieben Jahren kommt im „Stoffwechsel“ täglich eine große Menge an Kleidung an. „Das zeigt, wieviele das Konzept annehmen und unterstützen“, freut sich Margrit Weydemans, „ohne die Spender und Kunden könnten wir nicht so weitermachen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich bei allen.“
Großer Wert wird im „Stoffwechsel“ auf Kundenbedienung gelegt. „Wir haben viele Stammkunden, darunter auch ältere Menschen. Da wird auch mal beim An- oder Auskleiden geholfen, wenn es notwendig ist“, betont Margrit Weydemans. Viele, die in den Kleiderladen kommen, kennen die engagierten Frauen beim Namen. „Wenn jemand etwas Besonderes sucht, suchen wir so lange, bis wir etwas für den Kunden gefunden haben. Und wenn gerade nichts da ist, halten wir die Augen offen.“
Die Kundschaft ist bunt gemischt, kaufen darf hier jeder. Es sind keineswegs ausschließlich bedürftige Bürger, die hier für wenig Geld gut erhaltene Kleidung bekommen – unter den Besuchern sind auch viele, die ungewöhnliche Stücke suchen, die man andernorts nur schwer bekommt. Auf die Frage, ob sie sich für die nächsten sieben Jahre etwas Besonderes wünschen, reagiert Margrit Weydemans mit einem Schmunzeln. „Wir wünschen uns, dass es so weiterläuft wie bisher.“

Übrigens: Derzeit läuft bis zum 7. September eine 50-Prozent-Aktion auf alle Kleidungsstücke, zusätzlich hat der Kleiderladen an dem Tag durchgehend von 9 bis 18 Uhr geöffnet, für die Kunden gibt es einen Sektempfang und kleine Überraschungen für Groß und Klein. Am 12. September kommt die Herbst-Winter-Kollektion in die Auslage. Zu finden ist „Stoffwechsel“ in der Neuenburger Straße 17 (Aldi-Parkplatz).
Montag, 13 August 2018 15:08

Bürgermeisterwahl: Meinen tritt 2019 nicht wieder an

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Bockhorn. Der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Bockhorn, Andreas Meinen, wird bei der nächsten Wahl im September 2019 nicht wieder antreten. Das gab Meinen am Montag in einer schriftlichen Stellungnahme an die Presse bekannt. Der parteilose Andreas Meinen war bei der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 mit gut 59 Prozent zum Nachfolger von Ewald Spiekermann gewählt worden. Zuvor war der 58-Jährige als Erster Gemeinderat und Fachbereichsleiter Finanzen bei der Gemeinde Bockhorn tätig gewesen.
Im Februar 1997 hat Andreas Meinen seinen Dienst bei der Gemeinde Bockhorn angetreten. "Seitdem sind über 21 Jahre vergangen, in denen viel Positives für unsere schöne Gemeinde auf den Weg gebracht werden konnte. Ich bin froh und dankbar, dass ich in all den Jahren Teil der Entwicklung sein durfte und mich mit meinen Gedanken und Ideen einbringen konnte", so Meinen in seiner Erklärung vom Montag. "Dass bei der Bürgermeisterwahl 2011 so viele Wählerinnen und Wähler mir ihre Stimme und damit auch ihr Vertrauen gegeben haben, hat mich mit großem Stolz erfüllt." Es sei viel erreicht worden: "Bockhorn hat sich zu einer sehr attraktiven und aufstrebenden Gemeinde entwickelt. Dadurch konnten wir viele Neubürger gewinnen und somit dem demografischen Wandel erfolgreich begegnen", sagte Meinen nun, der auch auf die geordneten Finanzen der Gemeinde hinweist. Aus seiner Sicht eine sehr gute Bilanz: "Doch wie heißt es so treffend: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich glaube, dass hierin eine Menge Wahrheit liegt. Daher habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, einen Schnitt zu machen und bei der Bürgermeisterwahl 2019 in der Gemeinde Bockhorn nicht erneut anzutreten." Weitere Angaben zu den Beweggründen für seinen Verzicht machte Meinen am Montag auch auf Nachfrage nicht.

Bei der Wahl anno 2011 war die Kandidatur von Andreas Meinen von UWG und SPD unterstützt worden. Durchgesetzt hatte er sich damals gegen den CDU-Kandidaten Thorsten Krettek, der bereits angekündigt hat, zur Wahl im nächsten Jahr erneut anzutreten.
Freitag, 03 August 2018 10:22

Verkauf von Grundstücken beginnt im August

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Zetel. Der Verkauf der Grundstücke innerhalb des Neubaugebietes „Zetel Süd“ beginnt ab dem 28. August. Dies teilt die Gemeinde Zetel in einer E-Mail mit, die an alle Interessenten, die sich für ein Grundstück haben vormerken lassen, verschickt worden ist.
Wie Detlef Kant von der Bauleitplanung der Gemeinde erläutert, waren die Planungen zur Ausweisung des Baugebietes sehr viel aufwendiger, als es sich zu Beginn der Planungen abzeichnete. „Zunächst musste der ursprüngliche Plan insgesamt wegen der notwendigen Verlegung des Regenrückhaltebeckens überarbeitet werden. Aber auch die Lösung zur Entwässerung des Gebietes hat Zeit in Anspruch genommen. Daher kann die Vermarktung leider erst jetzt beginnen“, erklärt Detlef Kant. Die Vermessung des Baugebietes ist inzwischen in Auftrag gegeben worden, die Erschließungsarbeiten sind ausgeschrieben. Nach der vorläufigen Zeitplanung kann mit den Tiefbaumaßnahmen im September 2018 begonnen werden. Bei normaler Witterung werden die Arbeiten dieses Jahr abgeschlossen sein.
Wie in der Mitteilung weiter ausgeführt, wird die Verlegung der Versorgungsleitungen (Strom, Gas, Wasser, Telefon) nicht von der Gemeinde Zetel beauftragt. Auf die zeitliche Abfolge zur Verlegung der Versorgungsleitungen hat die Gemeinde Zetel keinen Einfluss, sei jedoch bestrebt, die Leitungen im Zuge der Erschließungsarbeiten mit verlegen zu lassen.
Die genaue Bezifferung der Preise steht noch aus, vorbehaltlich des Beschlusses des Zeteler Rates werden die Kaufpreise in der Kategorie I (oberer Kategorie) 75, in der Kategorie II 70 und in der Kategorie III (untere Kategorie) 65 Euro pro Quadratmeter kosten. Darin sind bereits die Kosten der Erst­erschließung, also des Straßenbaus, der Lampen und der Straßenentwässerung sowie die Kosten für den Anschluss an die Schmutzwasserkanalisation, enthalten. Für Familien mit Kindern ist eine Förderung geplant, worüber der Rat noch zu beschließen hat.
Vorbehaltlich des Ratsbeschlusses beginnen die Verkäufe der Grundstücke am Dienstag, 28. August. Dazu sind Interessenten für 18 Uhr in den „Wehdehof“ (Gaststätte Tepe), eingeladen. Dort wird das Baugebiet nochmals vorgestellt und auf Fragen zum Baugebiet oder zum weiteren Ablauf eingegangen.
„Soweit Sie ein Grundstück erwerben möchten, können Sie an dem Abend verbindlich ein Grundstück aussuchen. Dabei ist den Interessenten, die ein eigengenutztes Wohnheim errichten möchten, zunächst der Vorzug gegeben. Die Auswahl erfolgt entsprechend der Reihenfolge der Reservierungsliste“, so Detlef Kant. Sollte nicht selbst oder per Vertreter der Termin wahrgenommen werden, werde davon ausgegangen, dass kein Interesse mehr besteht. Dann rücken die anderen Interessenten auf. Nach Vormerkung des gewünschten Grundstückes ist außerdem kurzfristig ein Kaufvertrag zu schließen oder, um das Grundstück weiterhin reservieren zu lassen, der Finanzierungsnachweis der Bank innerhalb von drei Monaten vorzulegen.
Für Rückfragen steht Detlef Kant unter ☎ 04453/935215 während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zur Verfügung.
Freitag, 03 August 2018 10:20

Erinnerungstafel ziert prächtige Eiche

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Bohlenbergerfeld. Eine besondere Ehrung hat am vergangenen Samstag am Schulmuseum in Bohlenbergerfeld stattgefunden. Unter einer 66 Jahre alten Eiche wurde eine Tafel enthüllt, die von den beiden Brüdern Armin und Klaus Lang in Erinnerung an ihren Vater Emil Lang angebracht wurde. Ihre Inschrift verweist zum einen auf das Geburts- und Todesdatum Emil Langs, erinnert jedoch vor allem an folgende Stationen seines Lebens: Von 1950 bis 1957 war er Lehrer in der Volksschule Bohlenbergerfeld, in den Jahren zwischen 1962 und 1972 hatte er das Amt des Schulleiters in der kleinen Dorfschule inne. Von 1972 bis 1979 war Emil Lang Rektor der Grundschule Zetel. Auch was es mit der alten Eiche auf sich hat, verrät die Tafel-Inschrift.
Zu der Enthüllung der Tafel waren zahlreiche ehemalige Schüler der Volksschule gekommen. Nach einer musikalischen Begrüßung auf einer Drehorgel berichtete er, im Jahr 1952 habe sein Vater die Geburt seines Sohnes Klaus zum Anlass genommen, die heute prächtige Eiche zu pflanzen − ganz gemäß dem Leitspruch „Ein Mann muss in seinem Leben einen Sohn gezeugt, ein Haus gebaut und einen Baum gepflanzt haben“, wie Armin Lang mit einem Augenzwinkern ergänzte.
In einem kurzen Abriss erzählte Armin Lang die Lebensgeschichte seines Vaters, der 1914 in Bessarabien in der Nähe von Odessa an der Schwarzmeerküste geboren wurde und bereits mit 18 Jahren ausgebildeter Lehrer war. Als solcher wurde er in verschiedenen Landesteilen unter rumänischer Verwaltung eingesetzt, wo er auf Deutsch und Rumänisch unterrichtete. Nachdem Emil Lang zunächst durch das rumänische Militär und anschließend die Deutsche Wehrmacht eingezogen worden war, wurde das rumänische Dorf, in dem er lebte, schließlich nach Westpreußen umgesiedelt. Hier lernte Emil Lang seine Ehefrau Helene kennen, die er 1943 heiratete, bevor er bis zum Jahr 1948 in russische Gefangenschaft kam.
Im Jahr 1950 schließlich erfolgte der Umzug nach Bohlenbergerfeld, wo Emil Lang seine Lehrertätigkeit begann und sein Sohn Armin, noch keine sechs Jahre alt, sofort in die erste Klasse eingeschult wurde. Armin Lang erinnert sich noch gut an die beengten Lehrerwohnungen, die völlig überfüllten Klassenräume, an den Gebrauch von Schiefertafeln und Griffeln und natürlich an die Pflanzung der Eiche, unter der die gegenwärtige Ehrung stattfand. Sehr stolz sei sein Vater auf seinen Baum gewesen, berichtete Armin Lang, und es habe ihn sehr geschmerzt, dass seine eigenen Schüler immer wieder Zweige abbrachen.
Heike Ahlborn, Leiterin des Schulmuseums, dachte zum Abschluss des Zusammentreffens an, eine halbrunde Bank um den Baum zu setzen − eine Idee, über die sich Emil Lang gewiss gefreut hätte.
Freitag, 03 August 2018 10:18

Viel anzupacken in den kommenden Jahren

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Zetel. Herbert Oltmanns ist ein echter Tausendsassa, jemand, der es sich nicht nehmen lässt, sich unermüdlich für verschiedene Dinge einzusetzen. Die Vita des 79-Jährigen, der seit 1999 dem Heimatverein Zetel als Vorsitzender vorsteht, umfasst Tätigkeit im Gemeindekirchenrat, der Synode des ehemaligen Kirchenkreises Varel, außerdem ist der Zeteler nach wie vor Vorstand im Diakonischen Werk Zetel.
Sein Engagement hat sich ausgezahlt – im April ist er mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft für seine Verdienste um das Oldenburger Land ausgezeichnet worden. Heimatkunde und die plattdeutsche Sprache sind die beiden Hauptthemen, denen sich Herbert Oltmanns seit 1999 und dem damit verbundenen Eintritt ins Rentenalter mehr und mehr gewidmet hat. Als Vorsitzender des Heimatvereins lag die Verantwortung für den Betrieb des Schulmuseums in Bohlenbergerfeld in seinen Händen – welches sich unter der Trägerschaft positiv entwickelte.
Das Wissen um die Heimat gibt der Zeteler auch öffentlich weiter – der Heimatverein bietet einmal im Monat eine Aktivität an, sei es ein Vortrag eines Referenten oder eine heimatkundliche Fahrt. „Wir haben inzwischen zahlreiche Gäste von außerhalb, die an dem Programm teilnehmen“, erläutert Herbert Oltmanns die Entwicklung der letzten Jahre. Bis zu 100 Gäste kämen inzwischen an den Vortragsabenden in das Zeteler Lichtspielhaus, so der 79-Jährige.
225 Mitgliedern zählt der Heimatverein aktuell – „allerdings haben wir einen sehr hohen Altersschnitt“, gibt Herbert Oltmanns zu bedenken. Neue Mitglieder kämen oft erst hinzu, wenn sie das Rentenalter erreicht haben. Sorge bereitet dem Vorsitzenden zudem die Nachfolge im Amt: „Da mache ich mir persönlich große Gedanken. Wenn wir nach Neuenburg oder Varel blicken, sind die Heimatvereine dort sehr gut aufgestellt und haben eine Regelung gefunden. Es ist wichtig, dass wir das, was wir aufgebaut haben, erhalten.“
Derzeit sind einige Großprojekte in Planung – dazu gehört auch eine Chronik des Heimatvereins. Ein zeitaufwendiges Unterfangen – aber der Zeteler ist optimistisch: „Das müssen wir hinbekommen.“ Der Heimatverein verfügt über ein großes Bilderarchiv mit vielen unveröffentlichten Aufnahmen. Die Sortierung und Lagerung der teils seltenen Originalnegative und Aufnahmen ist ein weiteres Thema, mit dem sich der Heimatverein die kommenden Jahre auseinandersetzen wird. Darin eingeschlossen sind die noch zu sortierenden Schriften, Bilder sowie Nachlässe mit Zeitungsartikeln, die im Schulmuseum Bohlenbergerfeld lagern.
Auf den Zeteler warten noch zahlreiche Aufgaben, aufgeben oder die Hände in den Schoß legen kommt Herbert Oltmanns nicht in den Sinn – er setzt sich weiterhin für die Dinge ein, die ihm seit Jahrzehnten am Herzen liegen.
Wer den Heimatverein unterstützen möchte, bekommt Informationen direkt bei Herbert Oltmanns unter ☎ 04453/939678.
Freitag, 03 August 2018 10:15

Auszeichnung für langjähriges Engagement

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Bockhorn. „Was getan werden muss, muss getan werden, dann aber ordentlich“ – das ist die Maxime, die der Bockhorner Paul Weber seit nunmehr 20 Jahren im sozialen und kommunalpolitischen Bereich verfolgt.
Der 75-Jährige ist ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen tätig. Allem voran seit 1987 in der Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK), mittlerweile als Vorsitzender des VDK-Ortsverbands Bockhorn. Zu seinem Engagement gehört auch die Arbeit mit der Oberschule Bockhorn, wo Paul Weber regelmäßig die Schüler über die Arbeit des Volksbundes aufklärt. Für die Organisation und Gestaltung der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag zeichnet der Bockhorner ebenfalls verantwortlich.
Auch im Ortsbild Bockhorn findet sich die Arbeit Paul Webers wieder. 2004 initierte er mit dem Heimatring Bockhorn die Pflege und Neugestaltung der sowjetischen Kriegsgefangengräber auf dem Bockhorner Friedhof. Die Entwicklung der Gemeinde selbst hat der 75-Jährige als langjähriges CDU-Ratsmitglied von 2001 bis 2011 mit vorangetrieben. Auch in der Flüchtlingshilfe ist Paul Weber ehrenamtlich seit 2015 aktiv, des Weiteren ist er Gründungsmitglied und Mitorganisator der Jahrestreffen der Deutsch-Ungarischen Freundschaft zwischen Bockhorn und der Partnergemeinde Vertéssomló.
Für seine Verdienste ist Paul Weber vor kurzem mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Sven Ambrosy überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Neuenburg – „eine hochverdiente Auszeichnung“, wie Landrat Sven Ambrosy anmerkte, „die sich auch stets stellvertretend an Partner und Freunde richtet, denn ohne deren Verständnis und Unterstützung ist Ehrenamt nicht möglich.“
Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen lobte den Einsatz des Geehrten in den Schulen in Bezug auf die Sammlungen der Kriegsgräberfürsorge: „Es sind viele Jugendliche, die mitmachen und mit großem Eifer dabei sind. Damit trägst Du eine wichtige Aufgabe in die nächste Generation hinein.“ Die durch die Flüchtlingskrise 2015 entstandenen Aufgaben habe man dadurch meistern können, dass jemand die Planung und Koordinierung übernommen habe: „Du warst dabei ein ganz wichtiges Glied. Für Deine Arbeit sage ich von Herzen vielen Dank.“
Ans Aufhören denkt Paul Weber nicht – „auch wenn ich inzwischen gelernt habe, in dem ein oder anderen Fall Nein zu sagen“, wie der 75-Jährige mit einem Augenzwinkern anmerkte.
Freitag, 27 Juli 2018 11:24

Zwölf neue Grundstücke in zentraler Lage

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Spatenstich für neues Baugebiet „Wittenmoor“ – Große Nachfrage

Bockhorn. Noch sind die Bagger auf der ehemaligen Wiese zwischen Adlerweg und Mühlenstraße in Bockhorn aktiv, die Erschließung ist jedoch bereits im vollen Gange. Ganz offiziell wurde es kürzlich mit dem symbolischen Spatenstich – vorraussichtlich im Herbst können hier die künftigen Grundstücksbesitzer mit dem Hausbau beginnen. Das Areal trägt den Namen „Wittenmoor“.
Mit dem vor zwei Jahren gefassten Beschluss sollten ursprünglich auf der Wiese acht Baugrundstücke ausgewiesen werden – zwei Jahre später sind vier weitere dazugekommen. Die größe der Bauflächen liegt zwischen 524 und 898 Quadratmetern, bei einem Verkaufspreis von 79 Euro pro Quadratmeter. Anbieter der Grundstücke ist die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) in Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landesbank (OLB).
Der Anschluss von „Wittenmoor“ soll über einen Wendehammer erfolgen, der den Adlerweg verlängert. Dies betrifft jedoch nur acht der zwölf Grundstücke, die restlichen direkt an der Mühlenstraße gelegenen sollen weiterhin von der Mühlenstraße aus erreichbar bleiben. Um den Adlerweg zu schonen, wird eine temporäre Baustraße von der Mühlenstraße zum Wendehammer hin für den Baustellenverkehr eingerichtet.
Wer sich für eines der Grundstücke interessiert, sollte sich jedoch beeilen. Zum Redaktionsschluss am Donnerstag waren von den insgesamt zwölf Bauplätzen nur noch zwei zu vergeben.
Freitag, 27 Juli 2018 11:20

Älteren Mitbürgern eine Stimme geben

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Die Unabhängige Wählergemeinschaft Zetel-Neuenburg setzt sich für einen Seniorenbeirat ein

Zetel. Rat und Hilfe im Alltag, gemeinsame Aktivitäten, sich gegenseitig um sich kümmern, auf Bedürfnisse, Wünsche und Notwendigkeiten aufmerksam machen – ein Seniorenbeirat lenkt den Fokus auf die ältere Generation, die oftmals einen anderen Blickwinkel auf ihre Lebenswelt in den Städten und Gemeinden hat. Ein solches Gremium nimmt oftmals zudem die Mittlerrolle zwischen der älteren Bevölkerung und der jeweiligen Verwaltung ein – und schafft einen Austausch, von dem beide Seiten profitieren.
Die Unabhängige Wählergemeinschaft Zetel-Neuenburg (UWG) um Heiner Haesihus, Imke Koring und Hans-Jürgen Tebben setzt sich seit längerem für die Einrichtung eines Seniorenbeirates in der Gemeinde Zetel ein. „Leider hat sich bisher die Idee eines Seniorenbeirates aufgrund mangelnder politischer Mehrheit nicht durchgesetzt“, bedauert Imke Koring.
Zwar gebe es in der Gemeinde Zetel einen Besuchsdienst für die ältere Generation – „aber die Schaffung eines Beirats könnte vieles mehr leisten und auch bewirken“, ist die UWG-Ratsfrau überzeugt. Der Wählergemeinschaft liegt dabei vor allem der soziale Aspekt am Herzen, alleinstehenden oder einsamen Senioren die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen, aber auch mit ihren persönlichen Wünschen gehört zu werden. „Unsere ältere Generation sollte genauso wie das Jugendparlament eine Stimme haben“, sagt Imke Koring.
Die UWG hat bereits im Vorfeld skizziert, wie die Arbeit eines parteilosen, konfessionsneutralen und gemeinnützigen Seniorenbeirats in der Gemeinde Zetel aussehen könnte:
Um Kontakte zu knüpfen könne der Beirat den vorhandenen Besuchsdienst unterstützen. Die Kontaktaufnahme soll jedoch aus aus Eigeninitiative erfolgen: „Die Mitglieder des aktiven Seniorenbeirates hätten eine sinnvolle Aufgabe und dadurch selbst eine neue Lebensqualität.“ Jung gebliebene Ältere könnten so den Älteren helfen. Gleichzeitig schaffe der Beirat eine Motivation sich einzubringen oder gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen. Deshalb ist aus UWG-Sicht der Zusammenschluss mit der IAV-Stelle der Gemeinde Zetel sinnvoll und wichtig. „Der Seniorenbeirat könnte die Anliegen und Interessen der hiesigen Senioren an die IAV-Stelle vermitteln und auch als Berater und das Mitwirken von Planungen für Senioren unterstützen“, sagt Imke Koring.
Die Mitglieder des Gremiums wären Ansprechpartner und könnten Infos als Vermittler für ein besseres Leben der Senioren an die Gemeindeverwaltung oder Ratsmitglieder der Gemeinde Zetel weiterleiten.
„Wir können alle nicht auf die Erfahrung und die Kompetenzen unserer Senioren verzichten“, sagt Imke Koring, „seit 2007 gibt es einen Seniorenbeirat in der Nachbargemeinde Bockhorn. Viele Ältere würde sich sicherlich freuen, wenn auch unsere Gemeinde einen Beirat hätte, der ihre Interessen und Vieles mehr vertreten könnte. Vor allem sehen wir vielleicht wieder viele Mitbürger, die dadurch eine sinnvolle Aufgabe bekommen und mit Spaß und Lebensfreude dabei sind.“
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