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Mittwoch, 30 Mai 2018 11:29

Alle vier Feuerwehren sollen erhalten bleiben

geschrieben von Michael Tietz
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Gerätehaus und Fahrzeughalle der Feuerwehr Jaderberg: „Die gravierenden Sicherheitsdefizite können nur durch bauliche Maßnahmen beseitigt  werden“, heißt es dazu im Bericht der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen vom Januar 2016. Gerätehaus und Fahrzeughalle der Feuerwehr Jaderberg: „Die gravierenden Sicherheitsdefizite können nur durch bauliche Maßnahmen beseitigt werden“, heißt es dazu im Bericht der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen vom Januar 2016. Foto: Michael Tietz
Debatte um Entwicklungskonzept in Jade: An allen Standorten muss erheblich investiert werden

Jade.
Wie geht es weiter mit den Gerätehäusern der vier Feuerwehren in der Gemeinde Jade? Diese Frage wurde unlängst im Feuerwehrausschuss des Gemeinderats diskutiert. Neue Erkenntnis dabei: Die Überlegung, künftig womöglich auf eine Feuerwehr zu verzichten, ist vom Tisch. Alle Fraktionen wiesen darauf hin, dass die Ortswehren in Jade, Jaderberg, Schweiburg und Bollenhagen erhalten bleiben sollen. Insofern könne auf ein entsprechendes Gutachten, ob extern oder von Seiten der Verwaltung erarbeitet, verzichtet werden.
„Ich bin überrascht von diesem Sinneswandel“, erklärte dazu der Jader Ortsbrandmeister Peter Scholz, schließlich war in der Vergangenheit immer wieder die Überlegung laut geworden, ob nicht mit einer Ortswehr weniger auszukommen wäre, das würde Kräfte bündeln und Geld sparen. Nicht von der UWG allerdings: Wie Helmut Höpken betonte, war man sich seitens der Fraktion immer darin einig, dass alle vier Ortswehren unverzichtbar seien.

Denn es muss erheblich investiert werden, und zwar in die Feuerwehr-Immobilien. Für die Stützpunktwehren in Jaderberg und Schweiburg wird es voraussichtlich sogar auf Neubauten hinauslaufen, wie im Ausschuss betont wurde. Denn in den Gebäuden aller vier Feuerwehren hat die Feuerwehrunfallkasse (FUK) Niedersachsen als zuständiger Unfallversicherungsträger teils eklatante Mängel festgestellt.
Der entsprechende Bericht der Unfallkasse war schon vor fast zwei Jahren Thema im Feuerwehrausschuss, nachdem im Januar 2016 eine Begehung aller Feuerwehrgebäude mit einem Sachverständigen der Unfallkasse und den Orts- und Gemeindebrandmeistern stattgefunden hatte. Auf 19 Seitenlistete die FUK daraufhin verschiedene Mängel und Probleme auf. Diese sind in erster Linie bautechnischer Art – die Gebäude entsprechen nicht mehr den Anforderungen an zeitgemäßes Feuerwehrwesen, sie sind teils nicht mit der Arbeitsstättenverordnung in Einklang zu bringen, teils bergen die Gegebenheiten Gefahren für die Kameraden, gerade wenn diese im Einsatzfall in Eile sind. Tordurchfahren sind zu schmal, es gibt keine ausreichenden sanitären Einrichtungen, keine ausreichenden Dekontaminationsvorrichtungen und keine sogenannte Schwarz-weiß-Trennung, also klar separierte Bereiche für verschmutzte Kleidungs und Ausrüstung und einen sauberen Arbeits- bzw. Aufenthaltsbereich. Sowohl für die Fahrzeughallen der Feuerwehren in Jaderberg wie auch in Jade wurde festgestellt, dass die Mindestanforderungen an die Stellplatzgrößen und damit an die Verkehrswege um die Fahrzeuge nicht erfüllt sind.
Nun ist zunächst klar, dass es an allen Gebäuden Handlungsbedarf gibt – in welcher Reihenfolge der abgearbeitet werden soll, ist aber offen. „Es gibt keine Feuerwehren zweiter Klasse“, bekräftigte Bollenhagens Ortsbrandmeister Jan Hauerken ungehalten auf den Vorschlag, man möge sich zunächst auf die beiden größeren Stützpunktwehren konzentrieren.
Bürgermeister Henning Kaars teilte mit, dass die Gemeinde gegenüber dem Versicherungsträger in der Pflicht sei, alle aufgezeigten Mängel zu beseitigen. Grundsätzlich innerhalb einer Frist von fünf Jahren ab Erstellung des Berichtes. Davon ist die Hälfte bereits verstrichen, ohne dass baulich etwas passiert ist. „Wenn wir jedoch aufzeigen, was und wie wir es angehen werden, wird diese Frist auch verlängert werden können“, betonte Kaars.

Im Ausschuss einigte man sich schließlich zunächst grundsätzlich darauf, dass die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen an den Feuerwehrstandorten auf Grundlage des Berichtes der Feuerwehrunfallkasse umsetzen und Haushaltsmittel für die notwendigen Planungen im Haushalt einstellen soll. Was das konkret heißen wird, bleibt abzuwarten. In ersten, nur überschlägigen Kalkulationen war ein Gesamtinvestitionsvolumen von fast 4,4 Millionen Euro ermittelt worden, davon entfallen drei Million allein auf (noch nicht beschlossene) Neubauten in Jaderberg und Schweiburg. Etwaige Kosten für den Ankauf von Grundstücken kämen noch hinzu. Geprüft werden soll auch die Möglichkeit, die Maßnahmen einem privaten Bauträger zu übertragen, damit die Gemeinde nicht die zwangsläufig über Darlehen zu finanzierenden Investitionen tragen muss. Bürgermeister Henning Kaars erklärte dazu allerdings, dass aus seiner Sicht Eigentum gegenüber einer Mietverpflichtung zu bevorzugen sei.
Gelesen 1870 mal Letzte Änderung am Montag, 04 Juni 2018 10:16

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