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Freitag, 15 März 2019 09:41

Weg durchs Schwimmende Moor ist gesperrt

geschrieben von Michael Tietz
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Kein Zutritt: Der Zugang zum Bohlenweg über das Schwimmende Moor ist gesperrt, das Tor zugeschraubt. Durch die Bewegungen des Moores bei Sturmfluten ist der Weg in Mitleidenschaft gezogen worden und wartet nun auf Instandsetzung. Kein Zutritt: Der Zugang zum Bohlenweg über das Schwimmende Moor ist gesperrt, das Tor zugeschraubt. Durch die Bewegungen des Moores bei Sturmfluten ist der Weg in Mitleidenschaft gezogen worden und wartet nun auf Instandsetzung. Foto: Michael Tietz
Der Bohlenweg in Sehestedt ist in schlechtem Zustand – Gemeinde will bei Instandsetzung helfen

Sehestedt.
Wer sich dieser Tage aufmachen will zu einem Spaziergang durch das Schwimmende Moor in Sehestedt, wird enttäuscht: Der Zugang zum Bohlenweg, der durch das Moorgelände bis zu einer Beobachtungshütte kurz vor der Wasserkante führt, ist nach den vergangenen Sturmfluten zu Jahresbeginn gesperrt. Das Tor ist zugeschraubt, ein Verkehrsschild weist auf die Sperrung des Weges hin.
Der gut 150 Meter lange Bohlenweg, der seit dem Jahr 2008 den Zugang ins Schwimmende Moor ermöglicht, ist durch die massive Bewegung des Untergrundes in Mitleidenschaft gezogen worden. Immer wieder hatte er in den vergangenen Jahren instand gesetzt werden müssen, besonders im Dezember 2013 war er nach einer schweren Sturmflut stark beschädigt worden.

Der Bohlenweg war im Sommer 2007 von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern im Rahmen eines internationalen „Workcamps” gebaut worden, unter Mitwirkung der Jugendwerkstatt Meyershof aus Brake. Im Jahr darauf war die Beob­achtungshütte errichtet worden. Zuvor war das Betreten des Schwimmenden Moores tabu.
Das Moor ist ein noch rund 10 Hektar großer Rest des riesigen Hochmoores, das einst den gesamten Jadebusen bedeckte. Das Gelände wurde bereits 1938 unter Schutz gestellt, es lassen sich hier viele gefährdete Vogelarten zur Brut nieder. Das Moor, die vorgelagerten Salz­wiesen und natürlich das Watt des Jadebusens sind wichtiges Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten. Neben Regenpfeifern, Brachvögeln, Strandläufern und anderen Wat- und Wasservögeln finden sich in Sehestedt zeitweise auch Säbelschnäbler ein.
Zu sehen sind die Tiere von der Infohütte am Ende des Bohlenweges, von dort aus kann das umliegende Gelände beobachtet werden, ohne dass Vögel dadurch gestört werden. Im Inneren bieten Schaubilder Infos zu den vorkommenden Vogelarten und zur Entstehung des Schwimmenden Moores.

So sah der Bohlenweg mitsamt der Beobachtungsstation im Schwimmenden Moor kurz nach Fertigstellung im Sommer 2008 aus. Foto: Rüdiger von Lemm

Wann der Weg zur Hütte wieder passierbar sein wird, ist noch nicht klar. Zuständig ist in erster Linie die Nationalparkverwaltung, in der Vergangenheit hatte sich nach Absprachen mit Gemeinde und Nationalparkverwaltung der Bauhof des II. Oldenburgischen Deichbandes um Reparaturen gekümmert.
Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven hatten nach Auskunft von Bürgermeister Henning Kaars kürzlich bei der Gemeinde Jade nachgefragt, ob die Gemeinde Jade sich an der Instandsetzung des Bohlenweges beteiligen könne. „Ich habe grundsätzlich Unterstützung angeboten“, erklärte Henning Kaars dazu, man warte nun auf eine Kostenschätzung und einen konkreten Plan zur Sanierung des Weges. „Gleichzeitig habe ich vorgeschlagen, die Zuständigkeiten für den Bohlenweg und auch den Salzwiesenerlebnispfad in Sehestedt für die Zukunft verbindlich zu klären“, berichtet Kaars weiter, dazu habe es aber noch keine konkreten Vorschläge gegeben. Der sprichwörtliche Ball liege also nun bei der Nationalparkverwaltung: „Als Gemeinde Jade sind wir sehr daran interessiert, den Bohlenweg in Sehestedt für die Bürger und unsere Gäste zu erhalten“, so Bürgermeister Kaars.

Auch Biologe Rüdiger von Lemm, der als Wattführer die Nationalpark-Erlebnisstation in Sehestedt betreut, hofft, dass der Bohlenweg in Kürze wieder für die Besucher passierbar sein wird: „Es wäre zu schade, wenn die Möglichkeit, das Schwimmende Moor aus nächster Nähe zu erkunden, verloren gehen würde.“ Schließlich wird in dieser Saison Jubiläum gefeiert: Vor zehn Jahren wurde das Wattenmeer zum UNESO-Weltnaturerbe ernannt. Und das Schwimmende Moor ist ohne Frage ein ganz besonders wertvolles Stück Nationalpark.
Gelesen 691 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 21 März 2019 09:54

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