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Donnerstag, 05 September 2019 22:34

Station in Jaderberg: Bahn kann Termin nicht halten

geschrieben von Michael Tietz
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Die Signale stehen auf Rot: Der Bau des Haltepunktes in Jaderberg verzögert sich wohl um weitere Monate. Die Signale stehen auf Rot: Der Bau des Haltepunktes in Jaderberg verzögert sich wohl um weitere Monate. Foto: Michael Tietz
Fertigstellung des Haltepunktes erst im April 2020. Kaars: "Ein Stück aus dem Tollhaus"

Jaderberg.
Eine Hiobsbotschaft ging kürzlich im Jader Rathaus ein: Die Bauarbeiten für die neue Bahnstation in Jader­berg werden sich nach Mitteilung der Deutschen Bahn verzögern. Mit einer Fertigstellung ist statt zum Dezember nun wohl erst im April 2020 zu rechnen. Die Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes an der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven muss also um Monate verschoben werden. Das teilte Bürgermeister Henning Kaars jetzt mit.

Ein Vertreter der DB Station und Service AG in Hannover habe erklärt, dass bei der Bauausführung Probleme aufgetreten seien. Konkret ist nun aufgefallen, dass im Bereich der geplanten Bahnsteige Streckenkabel im Boden liegen, die nicht überbaut werden dürfen. Die vorhandenen Kabel müssen also verlegt werden. Insbesondere die Beschaffung des dafür benötigten Materials nehme einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten in Anspruch, heißt es von Seiten der DB Station und Service. Die „Möglichkeiten zur Beschleunigung“ seien ausgeschöpft, insofern sei es nicht möglich, die neue Verkehrsstation vor April 2020 in Betrieb zu nehmen. Denn die DB Netz als Streckenbetreiber habe "auf das geltende Regelwerk" hingewiesen, nach dem selbst eine nur vorübergehende Überbauung der Bestandskabel während der Bauzeit nicht zulässig ist. Das bedeutet, dass mit dem Bahnsteigaufbau gewartet werden muss, bis die Streckenkabel aus dem Baufeld verlegt sind.

Die erneute Verzögerung ist bitter, zumal mit der Maßnahme schon mehr als ein Jahr später begonnen worden war als ursprünglich geplant. Bekanntlich hatte das Eisenbahnbundesamt in letzter Minute doch noch ein Planfeststellungsverfahren angeordnet. Nach ursprünglicher Planung hätten die Bauarbeiten bereits 2017 beginnen sollen. Entsprechend ungehalten zeigte sich nun Bürgermeister Kaars: „Es ist kaum zu fassen, dass wir erneut vertröstet werden. Von den Kabeln hätte die DB als Vorhabenträger doch von Beginn an wissen müssen." Kaars informierte am Donnerstag die Mitglieder des Planungsausschusses über die Mitteilung der Bahn und nannte die Panne "ein Stück aus dem Tollhaus". Er werde auch das Verkehrsministerium und die Landtagsabgeordneten über die erneute Verzögerung informieren. "Das ist sehr ärgerlich, weil Jaderberg nun nicht wie vorgesehen zum kommenden Fahrplanwechsel von der Nordwestbahn eingeplant werden kann.“ Dieser Wechsel geschieht nur einmal jährlich im Dezember, im schlimmsten Fall würden also durch die erneute Verschiebung der Inbetriebnahme die Züge erst Ende 2020 in Jaderberg halten. Kaars will sich aber dafür einsetzen, dass eine Ausnahme im Frühjahr gemacht wird und in Jaderberg umgehend nach Freigabe des Neubaus auch die Züge halten können.

Immerhin: Derzeit laufen die Bauarbeiten am Bahnübergang Raiffeisenstraße weiter, es wird derzeit die Umsetzung der Lärmschutzwand im Bereich der künftigen Station vorbereitet. Der Bahnsteig in Fahrtrichtung Oldenburg wird südlich des Überganges gebaut, der in Richtung Wilhelmshaven nördlich.
Gelesen 2491 mal Letzte Änderung am Freitag, 06 September 2019 10:51

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