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Freitag, 13 Dezember 2019 12:13

Kommt der Kompromiss für die Kreuzung?

geschrieben von Michael Tietz
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Draufsicht: Von der Jader Straße (re.) kommend, soll es dereinst auch eine Rechtsabbiegespur geben, die Kreuzung könnte insgesamt durch Anpflanzungen grüner gestaltet werden. Die frühere Kaffeerösterei, rechts im Bild noch dargestellt, wird nach jüngsten Erkenntnissen angesichts des maroden Zustandes nicht erhalten werden können. Draufsicht: Von der Jader Straße (re.) kommend, soll es dereinst auch eine Rechtsabbiegespur geben, die Kreuzung könnte insgesamt durch Anpflanzungen grüner gestaltet werden. Die frühere Kaffeerösterei, rechts im Bild noch dargestellt, wird nach jüngsten Erkenntnissen angesichts des maroden Zustandes nicht erhalten werden können. Grafik: Büro Diekmann u. Mosebach
Bürgermeister wirbt für neue Gespräche mit Eigentümer – Schandfleck im Ortskern beseitigen

Jaderberg.
Gibt es eine Perspektive für die Entwicklung des seit Jahren brach liegenden Geländes rund um die frühere Gaststätte „Zollhaus“ in Jader­berg? Bürgermeister Henning Kaars hat jetzt einen neuen Anlauf gestartet und im Bauausschuss des Gemeinderats eine Ideenskizze präsentiert, mit der er für einen Kompromiss warb, um eine Veränderung der Situation zu erreichen.
Seit Jahren ist das Grundstück an der Ecke Vareler Straße/Jader Straße bekanntlich ein Schandfleck, wenngleich sich die Jaderberger inzwischen an den traurigen Anblick gewöhnt haben mögen. Das Gelände ist nach wie vor mit einem Bauzaun abgegrenzt, dahinter: Schrottautos mit eingeschlagenen Scheiben, wucherndes Unkraut, die Gebäude sind dem Verfall anheim gegeben. Es gibt Löcher in den Dächern, Fenster sind eingeschlagen, Türen mit Brettern notdürftig zugenagelt. Eine gezielte Provokation des Eigentümers sei dieser Anblick, hieß es in der Vergangenheit in den politischen Gremien.
Denn das Gelände soll nach Vorstellung des Investors künftig für den Verkauf von Fahrzeugen genutzt werden, wie schon die Grundstücke auf den gegenüberliegenden Straßenseiten. Genau das ist aber derzeit nach dem gültigen Bebauungsplan nicht zulässig. Der Gemeinderat hatte sich 2016 dazu entschieden, den Plan aus städtebaulichen Gründen dahingehend zu ändern, dass Kfz-Handelsbetriebe einschließlich entsprechender Ausstellungsflächen nicht zulässig sind. In der Begründung steht zu lesen, dass eine Ansiedlung von weiteren Betrieben dieser Art nachteilige Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des Kreuzungsbereiches, auf die Ortsstruktur und die vielfältigen Funktionen des Mischgebietes haben könnten. So wurde mit der Planung exakt das verhindert, was der neue Eigentümer vorhatte. Ein Pyrrhussieg für die Gemeinde, denn der nun seit Jahren andauernde Zustand ist fraglos seinerseits für das Erscheinungsbild des Ortes nicht eben förderlich.
Ein Teil der Fläche war in dem Zuge außerdem dahingehend überplant worden, den Verkehrsraum auf das Grundstück so zu erweitern, dass dereinst eine Rechtsabbiegerspur auf der Jader Straße zur Vareler Straße geschaffen werden könnte. Zukunftsmusik ist das freilich, derweil befindet sich auch dieser Grundstücksstreifen nach wie vor in Privateigentum.

Der Eigentümer hat gegen das Vorgehen der Gemeinde Klage beim Oberverwaltungsgericht eingereicht, es handele sich danach um eine Verhinderungsplanung, die nicht zulässig sei. Der Ausgang des Streits ist offen, Bürgermeister Kaars wies im Ausschuss darauf hin, dass das Gericht bislang nur den Eingang der Klage bestätigt habe. Bis zu einer Entscheidung könnten weitere Jahre ins Land gehen.
Kaars stellte nun also Skizzen vor, wie das Kreuzungsgelände nach Abbruch der Ruinen gestaltet werden könnte. „Wir sollten daran interessiert sein, eine Lösung ohne die Beteiligung von Gerichten zu finden“, warb der Bürgermeister, immer wieder habe er wahrgenommen, dass die Einwohner aus Dorf und Gemeinde sich eine Veränderung wünschten. Der Eigentümer habe ihm zudem Gesprächsbereitschaft signalisiert. Nun sei es an der Politik, sich für einen Kompromiss offen zu zeigen, dann könnten konkrete Vorschläge zur nächsten Sitzung vorbereitet werden.
Die Skizzen zeigen eine reduzierte Bebauung auf der Nordost-Ecke der Ampelkreuzung auf, mit vorgelagertem Grünstreifen und Baumbepflanzung, gleiches könne gegenüber passieren: „So wird der Ortseingang grüner und freundlicher“, fasste Henning Kaars zusammen.

Mehrheitlich zeigte man sich im Ausschuss dafür offen, zumindest das Gespräch zu suchen. Knut Brammer (CDU) sowie Ulrich van Triel (Grüne) warnten aber davor, einen Präzendenzfall zu schaffen, die Gemeinde dürfe sich nicht erpressbar machen. Für die UWG äußerten sowohl Helmut Höpken als auch Finn Hanke Zustimmung, es müsse nun nach vorn geschaut werden. Dem stimmte auch Michael Rettberg (SPD) zu.
So soll die Verwaltung nun einen konkreten Vorschlag erarbeiten, wie ein Kreuzungs-Kompromiss zwischen Investor und Gemeinde aussehen könnte. Darüber soll der Planungsausschuss zu Jahresbeginn beraten.

Mehrere Ansichten der Ideenskizze als Anhang zum Protokoll der Sitzung sind zu finden im Info-System der Gemeinde unter: gemeinde-jade.de/buergerinformationssystem
Gelesen 1371 mal Letzte Änderung am Freitag, 13 Dezember 2019 12:34

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