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Freitag, 14 Februar 2020 10:22

Neue Huntebrücke soll 2026 fertig sein

geschrieben von Redaktion
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Huntebrücke neu: Statt der heute 36 Einzelpfeiler werden es zukünftig nur noch 14 V-förmige Pfeiler sein. Die Reduzierung führt dazu, dass sich keine Pfeiler mehr im Flussbett befinden werden Huntebrücke neu: Statt der heute 36 Einzelpfeiler werden es zukünftig nur noch 14 V-förmige Pfeiler sein. Die Reduzierung führt dazu, dass sich keine Pfeiler mehr im Flussbett befinden werden Grafik: Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Oldenburg
Landesbehörde hat Planung für Neubau konkretisiert - Kosten bei rund 50 Millionen Euro

Oldenburg.
Die Vorplanungen für den Neubau der Huntebrücke im Zuge der A 29 bei Oldenburg schreiten voran: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat jetzt eine Vorzugsvariante für den Ersatzbau sowie einen Zeit- und Bauablaufsplan vorgestellt.
Die heutige Autobahnbrücke über die Hunte wurde im Jahr 1978 errichtet und ist, das haben Untersuchungen vor einigen Jahren bereits ergeben, nicht zukunftsfähig, sprich: die Tragfähigkeit der alten Brücke auf Dauer nicht mehr gewährleistet, nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines weiter steigenden Verkehrsaufkommens.

Nach intensiven Untersuchungen in den letzten Wochen und Monaten sowie der Bewertung aller relevanten Kriterien hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) die Vorplanung nun abgeschlossen. Aus insgesamt zehn unterschiedlichen Varianten ermittelten die Planer eine Vorzugsvariante für das Bauwerk und trafen zudem eine Vorauswahl für das Rückbauverfahren der alten Brücke.
Im Zuge des Neubaus wird die bisherige Brücke vollständig abgerissen, also einschließlich der Widerlager und aller Pfeiler.

30 Meter hoch, 441 Meter lang
Grundsätzlich ändert sich an den Ausmaßen der Brücke auch mit dem Neubau nichts: Genau wie die derzeitige Brücke wird die neue Huntebrücke 441 Meter lang und knapp 30 Meter hoch sein. Der Gehweg unterhalb der Fahrbahn, der sich aktuell auf der westlichen – der Stadt zugewandten Seite – befindet, soll an gleicher Stelle wieder errichtet werden.
Die größte sichtbare Veränderung wird es bei den Brückenpfeilern geben, es werden unter dem Neubau deutlich weniger sein. Anstatt der aktuell 36 Einzelpfeiler wird es zukünftig insgesamt nur noch 14 Pfeiler geben, jeweils Doppelpfeiler in V-Form, s. Abbildung. Zwangsläufig sind die Pfeilerabstände künftig deutlich größer, im Bereich der Hunte steigt er von 55 auf dann 77 Meter. Das führt auch dazu, dass keine Pfeiler mehr im Flussbett stehen müssen. "Diese Tatsache wirkt sich positiv auf die Seeschifffahrtsstraße Hunte aus, die durch den Wegfall der Pfeiler deutlich sicherer wird. Und auch die Brückenfelder, in die die Huntebrücke aktuell eingeteilt ist, werden sich reduzieren: Anstatt über zehn Felder wird die neue Brücke nur noch über acht einzelne Brückenfelder verfügen", heißt es in einer Mitteilung der Landesbehörde.
Der Brückenüberbau des Ersatzneubaus der Huntebrücke wird zukünftig zudem als sogenannter Hohlkasten ausgebildet – aktuell besteht diese Konstruktion aus Plattenbalken. Eine solche Hohlkastenkonstruktion hat verschiedene Vorteile: Sie lässt sich durch ein spezielles Bauverfahren besonders zügig herstellen, ist begehbar und damit praktisch zu warten, sie lässt sich relativ einfach nachträglich verstärken und ist zudem noch die wirtschaftlichste Überbauvariante.

Das Bauverfahren
Die Herstellung des Ersatzneubaus der Huntebrücke wird im sogenannten Taktschiebeverfahren durchgeführt. Das Taktschiebeverfahren ist ein häufig praktiziertes Bauverfahren bei Großbrücken. Der Überbau der Brücke wird dabei in einzelne Segmente eingeteilt, die im sogenannten „Taktkeller“, dem Herstellungsplatz auf der Baustelle, nacheinander betoniert und anschließend mithilfe von Hydraulikpressen über die neuen Brückenpfeiler abschnittsweise längs in die Trasse der neuen Brücke eingeschoben werden. Dieser Verschub ist von Süden nach Norden geplant.

Der Rückbau
Auch den Rückbau der alten Brücke hat die NLStBV im Rahmen ihrer Vorplanung untersucht und eine Vorzugsvariante hierfür ermittelt: Die alte Huntebrücke wird durch ein Absenken der einzelnen Brückenteile mit sogenannten Litzenhebern – das sind hydraulische Geräte, mit denen besonders schwere Lasten getragen werden können – Stück für Stück abgebaut. Konkret werden oberhalb der alten Brücke sogenannte Rüstträger aufgebaut, die die alten Brückenteile stützen. Der alte Brückenüberbau wird darunter feldweise in Abschnitte zersägt und mit den Litzenhebern auf das Baufeld abgelassen. Dort werden die Einzelteile dann zerkleinert und abtransportiert. Im Zuge des Rückbaus wird zunächst das östliche Teilbauwerk (Fahrtrichtung Wilhelmshaven) abgebrochen und neu gebaut, anschließend das westliche.
Wie schon bei der Baustelle Brücke Alexanderstraße soll durch die jeweils nur halbseitig erfolgenden Arbeiten jeweils eine Fahrbahn stets für den Verkehr passierbar bleiben, um eine jahrelange Vollsperrung zu vermeiden.

Teil des Projektes Ersatzneubau Huntebrücke ist auch die Ertüchtigung der Betonfahrbahn der A 29 zwischen den Anschlussstellen Oldenburg-Ohmstede und Oldenburg-Hafen sowie der Ersatz des Brückenbauwerks der Anschlussstelle Oldenburg-Hafen, welches ebenfalls bauliche Mängel aufweist. Die Gesamtbauzeit wird voraussichtlich vier Jahre betragen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2022 geplant, mit einer Fertigstellung wird 2026 gerechnet. Die Kosten für das Gesamtvorhaben belaufen sich laut Landesbehörde auf ca. 50 Millionen Euro.
Gelesen 3293 mal Letzte Änderung am Freitag, 14 Februar 2020 11:29

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