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Freitag, 08 Dezember 2017 11:09

Für Baumarkt muss der Plan geändert werden

geschrieben von Michael Tietz
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Die große Halle – einst Aldi – steht seit fast einem Jahr leer. Nun gibt es den Wunsch, hier einen Baumarkt unterzubringen. Der Getränkemarkt links soll in dem Zuge um etwa ein Drittel vergrößert werden. Die große Halle – einst Aldi – steht seit fast einem Jahr leer. Nun gibt es den Wunsch, hier einen Baumarkt unterzubringen. Der Getränkemarkt links soll in dem Zuge um etwa ein Drittel vergrößert werden. Foto: M. Tietz
Ein Antrag auf Nachnutzung der Aldi-Immobilie an Rodenkirchener Straße liegt vor.

Varel.
Seit knapp einem Jahr steht der frühere Aldimarkt an der Rodenkirchener Straße in Varel leer – hier könnte im kommenden Sommer ein weiterer Baumarkt einziehen, sofern es in den politischen Gremien ausreichend Begeisterung für diese Überlegung gibt.
Bislang war unklar, was mit dem Marktgebäude unmittelbar an der Südender Leke geschehen soll: Einzelhandelsketten hatten bereits Interesse an dem Standort bekundet, doch Aldi hat die Hand auf der Immobilie und kein Interesse daran, hier Konkurrenten für das eigene Geschäft anzusiedeln. Der Discounter hatte den Standort bekanntlich Anfang 2017 aufgegeben, nachdem die neue Filiale neben dem Familazentrum eröffnet worden war. Nun also liegt der Vorschlag auf dem Tisch, hier einen Baumarkt einzurichten. Zugleich soll der noch im Gebäude ansässige Getränkemarkt vergrößert werden. Das Problem: Derzeit lässt der – eben vorhabenbezogene – Bebauungsplan auf dem Grundstück explizit nur die Nutzung als „Verbrauchermarkt“ mit bis zu 750 Quadratmetern Verkaufsfläche und „Getränkemarkt“ mit maximal 420 Quadratmetern zu. Für die beabsichtigte Umnutzung und die Erweiterung des Getränkemarktes um rund 150 Quadratmeter ist also eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Der Baumarkt soll innerhalb des Gebäudebestandes eingerichtet werden, hinzukommen soll hier lediglich eine Außenverkaufsfläche von 125 Quadratmetern ganz am Ende des heutigen Parkplatzes. Der Getränkemarkt soll laut Planung um gut vier Meter nach Südosten ausgedehnt werden, dafür würden einige Parkplätze entfallen müssen.

Im Planungsausschuss stellte Stadtplaner Olaf Freitag das Ansinnen des Investors vor, der die Immobilie von Aldi übernehmen würde, sofern das Vorhaben grünes Licht bekommt. Zunächst gehe es um einen Einleitungsbeschluss, betonte Freitag, Details würden im folgenden Bauleitverfahren noch geklärt. Dabei muss unter anderem geprüft werden, ob die Planung mit dem Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt in Einklang zu bringen ist. Außerdem sei ein neues Lärmemissionsgutachten beizubringen, erklärte Freitag.
Gerade die Frage nach der Verträglichkeit der Sortimente bietet immer wieder Zündstoff, seitdem es seinerzeit eine recht erbitterte Auseinandersetzung um die Famila-Erweiterung auf der Schützenwiese gegeben hatte. Zweimal ist das Einzelhandelsentwicklungskonzept, das seinerzeit im Zuge der Familaexpansion erstellt worden war, schon angepasst worden: für die Aldi-Umsiedlung auf die Schützenwiese und für den an der Panzerstraße geplanten Raiffeisen-Warenmarkt.
So hält sich die Begeisterung darüber, das Konzept erneut zu ändern, Kritiker sagen gar „aufweichen“ zu müssen, in Grenzen. Sigrid Busch von den Grünen forderte daher zunächst, den Punkt noch einmal zur Beratung in die Fraktionen zu verweisen. Es gebe noch einige Fragen, die zu klären seien, bevor man sich diesem Ansinnen stelle, so Busch.
Axel Neugebauer (Zukunft Varel) erklärte, dass eine Nachnutzung des leeren Marktes wünschenswert sei. Er erinnerte daran, dass sich mit dem Umzug von Aldi die Nahversorgungssituation für den Raum Streek und Büppel verschlechtert habe, daran werde allerdings auch ein Baumarkt nichts ändern.

Vom Wunsch auf Vertagung des Punktes offenkundig überrascht, betonte Olaf Freitag, dass es zunächst um einen Aufstellungsbeschluss zu Einstieg in das Planänderungsverfahren gehe, in dessen Verlauf dann Antworten auf die – mutmaßlichen – offenen Fragen geliefert würden. Der Antragsteller werde erst entsprechende Gutachten beauftragen, wenn die Stadt ihre grundsätzliche Bereitschaft signalisiere, den Überlegungen nahezutreten. Dennoch blieb der Ausschuss bei der Gepflogenheit, dem Wunsch auf Vertagung zu entsprechen.
Das wiederum sorgte für Verdruss insbesondere bei Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: Er wies darauf hin, dass zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit ein Tagesordnungspunkt in die Fraktionen verwiesen worden sei, was nicht eben dazu diene, die Arbeit der Gremien effizient zu halten. Zudem ziehe das weitere Sitzungstermine nach sich, was Zeit und Geld koste. Wagner appellierte an die Ausschussmitglieder, sich im Vorfeld der Sitzungen kundig zu machen, damit Ausschüsse und in der Folge auch die Verwaltung effektiv arbeiten könnten.
Am kommenden Dienstag, 12. Dezember, 17 Uhr, wird der Planungsausschuss nun erneut über die gewünschte Änderung des Bebauungsplans beraten. Außerdem geht es um eine kleine Änderung im Zusammenhang mit einem Gewerbegrundstück am Tennisplatz Varel sowie um den Antrag für Einleitung eines Bürgerdialogs zum Thema „Perspektiven einer fortschrittlichen Verkehrsführung in der Stadt Varel“ sowie die Konstituierung einer Planungsgruppe zu diesem Thema.
Gelesen 1030 mal Letzte Änderung am Freitag, 08 Dezember 2017 11:17

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