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Donnerstag, 29 März 2018 13:02

Dreimal um den Globus – mit dem Fahrrad

geschrieben von Anke Kück
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Das Ehepaar Dunekerke hat bei den Fahrradtouren schon einiges gesehen und erlebt – und so verwundert es nicht, dass die robusten Räder wohlbehütet in einer Garage mit Teppichboden auf den nächsten längeren Einsatz warten. Das Ehepaar Dunekerke hat bei den Fahrradtouren schon einiges gesehen und erlebt – und so verwundert es nicht, dass die robusten Räder wohlbehütet in einer Garage mit Teppichboden auf den nächsten längeren Einsatz warten. Foto: Anke Kück

Trude und Dieter Dunekerke halten sich mit Radreisen fit und jung

Varel. Insgesamt 129.597 Kilometer, also mehr als dreimal um den Erdball – und das alles mit dem Fahrrad: Trude und Dieter Dunekerke sind beide fast 80 Jahre alt, aber wenn sie von ihren Radtouren erzählen glaubt man das nicht: „Seit 1990 führen wir Buch und zu 99 Prozent starteten wir direkt vor der Haustür in der Vareler Koppenstraße. Wir beide sind seit unserer Kindheit begeisterte Radfahrer.“
Wenn sie von ihren Touren erzählen, spürt man das förmlich. Und diese Touren gehen sehr oft in Richtung Westen. „Es ist so schön, in Holland zu fahren, die Radwege sind wirklich wunderbar und das Knotenpunktsystem hilft sehr bei der Tourenplanung.“

„Ein E-Bike brauchen wir noch nicht!“

Meistens fahren die beiden aktiven Rentner zu viert, gemeinsam mit Cousin und Cousine, und natürlich mit einem ganz normalen Fahrrad: „Ein E-Bike brauchen wir noch nicht, unsere Räder laufen doch noch gut.“
Besonders gerne erinnert sich Trude Dunekerke an die langen Reisen: „Dann leben wir schon mal dreieinhalb Wochen aus den Radtaschen, das klappt prima. Anfangs waren die Etappen oft bei knapp 100 Kilometern täglich, heute fahren wir nicht mehr ganz so weit.“
Dass die Anreise für Besuche in Hamburg selbstverständlich auch mit dem Fahrrad gemacht wird, verwundert nicht und die Begeisterung ist auch hier spürbar: „Die Fahrt entlang der Elbe ist immer wieder ein Erlebnis und es ist toll, wie mein Mann mich sicher durch die Innenstadt führt“, berichtet Trude Dunekerke lächelnd.
Immer hat sie während der Reisen auch ein Tagebuch geführt, darin finden sich Erinnerungen an witzige Begebenheiten, Wetterkapriolen und Angaben, wo übernachtet wurde: „Wenn ich irgendwann mal nicht mehr ganz so fit bin, kann ich so all unsere Erlebnisse nochmal beim Lesen Revue passieren lassen.“
Wenn Trude und Dieter Dunekerke anfangen diese Erlebnisse zu schildern, strahlen beide und sprühen vor Unternehmungslust: „Toll waren auch Fahrten mit Rad und Nachtzug – da sieht man nachts die Städte vorbei flitzen – bis nach Basel, als wir unter anderem in der Love-Parade in Amsterdam stecken geblieben sind“, erinnern sich beide. Schließlich musste sogar ein versehentlich entsorgtes Fahrrad wieder gesucht werden – aber wie so oft ging am Ende alles gut aus und heute ist genau diese Panne eine der spannenden Erinnerungen.
Gefahren sind die beiden auch mehrfach schon in Dänemark und natürlich in vielen Regionen Deutschlands: „Beim Fahrradfahren fühle ich mich frei und es gibt immer wieder super Abenteuer zu erleben“, sagt Trude Dunekerke voller Überzeugung.
Das Besondere seien bei ihren Fahrten die Erlebnisse mit Land und Leuten – und natürlich auch manch kleine Panne, die irgendwie auch immer wieder zu bewältigen war: „Anfangs hatten wir immer wieder auch einen Platten. Mein Mann kann das aber inzwischen so schnell reparieren – ich sag immer, so schnell wie Michael Schumacher gefahren ist.“
Der Kontakt zu den Menschen mache das Besondere dieser Art zu Reisen aus, wie Dieter Dunekerke betont: „Das ist immer wieder ein richtiges Abenteuer, wenn man am Tag noch nicht weiß, wo man in der Nacht schlafen wird.“ Übernachtet wird immer spontan, meist in Privatquartieren. In Holland gibt es dafür einen sehr hilfreichen Führer „Vrienden op de Fiets“ mit dazugehöriger Landkarte. „Wir haben dadurch so liebenswerte Menschen kennengelernt, die oft sogar zu Freunden wurden – und das Frühstück ist auch immer wieder ein Erlebnis.“ Unterwegs wird dann meist gepicknickt: „Wir kaufen im Supermarkt ein, suchen uns ein idyllisches Plätzchen, vielleicht an einem See und machen es uns auf einer Decke gemütlich.“
Man sehe unterwegs so viel, erlebe die Tierwelt ganz nah und so sind die knapp 80-Jährigen überzeugt: „Das Radfahren hält uns fit – wir haben das beide besonders erlebt, als wir einmal gesundheitlich etwas angeschlagen waren. Wenn man fit ist, steckt man auch so etwas besser weg. Wir trainieren jeden Tag und machen unsere Touren – auch im Winter und bei jedem Wetter.“
Für den Fall der Fälle haben beide gute Regencapes und schwören auf Gummischuhe: „Die kann man einfach auskippen, mit einem Handtuch trocknen und weiter gehts.“ Wen wunderts, dass schon die nächste Tour ins geliebte Holland geplant ist. „Wir haben ja noch nicht alles gesehen“, betonen die Dunekerkes.
Gelesen 406 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 29 März 2018 14:02

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