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Mittwoch, 28 November 2018 16:41

500-Kilo-Bombe in Friedrichsfeld gesprengt

geschrieben von Michael Tietz
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Vorsicht, Lebensgefahr: Warnschilder wie dieses sind rund um das Gelände Friedrichsfeld aufgestellt. Am Mittwoch wurden bei den Rodungsarbeiten gleich mehrere Sprengkörper entdeckt, darunter eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde vor Ort gesprengt. Vorsicht, Lebensgefahr: Warnschilder wie dieses sind rund um das Gelände Friedrichsfeld aufgestellt. Am Mittwoch wurden bei den Rodungsarbeiten gleich mehrere Sprengkörper entdeckt, darunter eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde vor Ort gesprengt. Foto: Michael Tietz
Varel/Bockhorn. Die Detonationen waren kilometerweit zu hören, in der Umgebung erzitterten Fensterscheiben und klirrten die Gläser im Schrank: Am Mittwochnachmittag sind auf dem einstigen Bundeswehrübungsplatz Friedrichsfeld zwischen Altjührden und Osterforde Munitionskörper gesprengt worden, darunter eine 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Damals hatte Friedrichsfeld als Fliegerhorst gedient, insbesondere Start- und Ladebahnen waren zu Kriegsende bombardiert worden.
Derzeit laufen auf dem Gelände Räum- und Rodungsarbeiten, das insgesamt mehr als 250 Hektar große Gelände soll bekanntlich als Ausgleich für die Landschaftszerstörung durch die geplante A 20 herhalten und muss dafür umgestaltet werden, aus Waldbewuchs soll Feuchtgrünland werden.
Vor Beginn der Rodungs- und Erdarbeiten waren weite Teile des Geländes bereits vom Kampfmittelräumdienst untersucht worden, immer wieder waren dabei Sprengkörper entdeckt worden. Am Mittwoch nun war erneut Munition im Boden entdeckt worden, die nicht geborgen werden konnte, sondern vor Ort kontrolliert gesprengt werden musste.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Varel und der Polizei entschieden sich die Kampfmittelbeseitiger dazu, einen Bereich mit Radius von 1000 Metern um die Fundstelle räumen zu lassen. Davon betroffen waren Wohnhäuser etwa am Grabsteder Weg, am Grenzweg und am Mühlenweg. Auch die Straßen wurden gesperrt, etwa die Altjührdener Straße zwischen maschal und der B 437 und die Plaggenkrugstraße. Während Mitarbeiter des Stadtbetriebes sich um die Absperrungen kümmerten, kontrollierten Helfer der Feuerwehren die Rad- und Wanderwege im betroffenen Gebiet. Die Polizei evakuierte die Wohnungen und Betriebe. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über der Sperrzone, um etwaige Reiter oder Spaziergänger ausfindig zu machen.

Voll gesperrt wurde unter anderem die Kreisstraße 104 zwischen Seghorn und Altjührden. Foto: Anke Kück

Gegen 15 Uhr war es dann soweit, innerhalb von einigen Minuten knallte es zweimal. Zunächst waren mehrere kleine Sprengkörper gezündet worden, dann gab es eine zweite, deutlich stärkere Detonation. Kurz darauf gab es via Funk an alle Einsatzkräfte die Meldung "Sicherheit hergestellt, Sperrungen können aufgehoben werden." Die Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Die Polizei teilte noch mit, dass die kontrollierte Sprengung "erfolgreich und ohne besondere Vorkommnisse" verlaufen sei.

Erst vor einigen Monaten hatte der Landkreis Friesland ein Betretungsverbot für das Gelände erlassen, nachdem die Erkenntnisse des Räumdienstes ausgewertet worden waren. Die Gefahr sei zu groß, zuviel Munition noch im Boden, so die Begründung von Seiten der Behörden. Dieses Verbot für das Gelände, das zuvor von Spaziergängern, Reitern und Hundebesitzern gern und ausgiebig als Naherholungsgebiet genutzt worden war, hatte vielfach Kritik ausgelöst. Ebenso wie die Umgestaltungsarbeiten, sprich die Rodung des Geländes. Naturschützer hatten es wiederholt als Irrsinn bezeichnet, dass ein intaktes Naturgebiet mit Bagger und Kettensäge umgestaltet wird, um daraus wiederum Naturraum für andere "Zielarten", im wesentlichen Wiesenvögel, zu machen. Zuletzt war gar die Vermutung geäußert worden, das "plötzlich" beschlossene Betretungsverbot für die Öffentlichkeit sei nur erlassen worden, um ungestört die Fäll- und Erdarbeiten durchführen zu können.
Gelesen 907 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 28 November 2018 17:43

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