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Freitag, 04 Januar 2019 09:55

Bei Friesland Porzellan soll es nun doch weitergehen

geschrieben von Michael Tietz
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Blick in die Produktion der Porzellanfabrik in Varel-Rahling: Das Ende war für März 2019 beschlossen, nun aber soll es mit einem neuen Partner doch weitergehen. Blick in die Produktion der Porzellanfabrik in Varel-Rahling: Das Ende war für März 2019 beschlossen, nun aber soll es mit einem neuen Partner doch weitergehen. Archivbild: Friesland Porzellan
Für Ende März war das Aus nach fast 66 Jahren beschlossen. Nun aber gibt es eine neue Lösung zum Erhalt der traditionsreichen Fabrik.

Varel.
Eine gute Nachricht gibt es zu Jahresbeginn für den Produktionsstandort Varel: Die Fertigung in der Friesland-Porzellanfabrik an der Rahlinger Straße wird doch über das Frühjahr hinaus weitergehen. Im vergangenen Juli hatte das Unternehmen mitgeteilt, den Betrieb Ende März 2019 einstellen zu müssen. Am Donnerstag kam nun die Nachricht, dass Friesland-Porzellan sich mit der Royal Goedewaagen Gruppe zusammengeschlossen habe – die hat ihren Sitz ebenfalls in Friesland, allerdings in der gleichnamigen niederländischen Provinz. Royal Goedewaagen wurde 1610 gegründet und ist eines der ältesten Unternehmen Europas im Bereich Geschirr und Geschenkartikel. Beide Traditionsbetriebe haben nach eigenen Angaben eine neue Unternehmensgruppe gebildet, die RGW Friesland Porzellan-Gruppe.

Als Hauptgrund für den Entschluss zur Schließung hatte der damalige Geschäftsführer Uwe Apken die für ein kleines, eigenständiges Unternehmen schwierige Entwicklung am Markt angegeben. Da Friesland im Gegensatz zu vielen anderen Marken ausschließlich in Deutschland fertigt, könne das Unternehmen dem Preisdruck des Handels nicht länger trotzen, hieß es im Juli. Hauptabnehmer des Friesland-Geschirrs sind seit geraumer Zeit Warenhausketten, der Möbelhandel, Facheinzelhändler sowie der Internethandel. Kleinere Einzelhandelsgeschäfte würden zunehmend aufgegeben oder sich zumindest von der Porzellanabteilung verabschieden. ""Dies ist ein allgemeines Phänomen im Einzelhandel, aber auch speziell einer seit Jahren anhaltenden Marktsättigung im Bereich Geschirr zuzuschreiben und dem abnehmenden Interesse der Endkunden an hochwertigen Servicen. Wie in vielen Bereichen wird hier inzwischen eher zu Billigprodukten gegriffen", teilte Friesland Porzellan seinerzeit mit. Im Juni war es zu einem deutlichen Umsatzeinbruch gekommen. „Das Sommerloch begann dieses Jahr früher und wird größer als in den Jahren zuvor“, erklärte dazu die Vertriebsleiterin Angelika Pietsch.

Nun aber scheint es mit der neuen Partnerschaft wieder eine Perspektive zu geben. Die Belegschaft der Friesland-Porzellanfabrik nahm die Nachricht mit großer Erleichterung auf, rund 60 Mitarbeiter sind noch beschäftigt. Sie hatten mit der Ankündigung für das Aus im März ihrer Entlassung entgegengesehen. Einen Monat nach Bekanntgabe der Entscheidung zur Schließung war Geschäftsführer Uwe Apken im August überraschend gestorben, seither führt seine Frau Jutta Over-Apken die Geschäfte. Weitere Details zur Zukunft des Vareler Standorts wollen Jutta Over-Apken und Yvonne Kooi, Geschäftsführerin der Royal Goedewaagen, an diesem Freitag mitteilen.

Die Friesland Porzellanfabrik GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen, seit 65 Jahren auf die Herstellung von Porzellan- und Steingutgeschirr spezialisiert. Die Firma wurde 1953 von Horst Bentz gegründet, um Gebrauchsgeschirr für die Marke „Melitta“ herzustellen. Seit 1982 wird der Name „Friesland“ auch für die Produkte benutzt. Zu den Klassikern zählen die Porzellan-Serie "Jeverland" und das Ceracron-Service "Ammerland", auch der Melitta-Porzellanfilter ist ein Klassiker der Firma. Die Produkte werden unter einem Dach gefertigt, kontrolliert und versendet. Ein Großteil geschieht in Handarbeit.
Gelesen 1652 mal Letzte Änderung am Freitag, 04 Januar 2019 10:48

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