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Freitag, 25 Januar 2019 12:26

Mehr als 400 Jahre Büppeler Geschichte

geschrieben von Anke Kück
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Vertreter des Heimatvereins und der Geschichtsgruppe bei der Übergabe der Dokumente (v.l.): Udo Klün, Hermann Poek, Gerold Ostendorf, Rainer Urban, Christian Michalke, Klaus Büntemeyer und Detlef Antons. Vertreter des Heimatvereins und der Geschichtsgruppe bei der Übergabe der Dokumente (v.l.): Udo Klün, Hermann Poek, Gerold Ostendorf, Rainer Urban, Christian Michalke, Klaus Büntemeyer und Detlef Antons. Foto: Anke Kück
Geschichtsgruppe der Dorfgemeinschaft übergab Dokumentensammlung an das Vareler Heimatmuseum.

Varel.
Mehr als dreißig Ordner, ebenso viele Themenhefte, dazu Filme, Bücher und Karten wurden jetzt von der Geschichtsgruppe Büppel an den Heimatverein in Varel übergeben. Weit mehr als 400 Jahre Büppeler Geschichte sind darin dokumentiert: Die ersten Häuser wurden um 1500 gebaut, dazu gehörte auch die Schäferei Juilfs (Oldenburger Straße 100) und das Haus der Familie Theilen am Flachsweg 47.
Gerold Ostendorf, Hermann Poek, Christian Michalke und auch August Osterloh haben sich viele Jahre für das Archiv, in dem man praktisch zu jedem Haus und zu jeder Familie in Büppel etwas finden kann, engagiert. Zudem wurden mehr als ein Dutzend Themenausstellungen organisiert.

Brandstiftung, Verfolgung und die Ziegeleigeschichte
Dabei sind spannende und auch beeindruckende Geschichten zu Tage gekommen: So zum Beispiel die des 12-Jährigen, der als er sich Kartoffeln im Wald rösten wollte, eine Brandstiftung beging und dafür sechs Wochen inhaftiert wurde. Oder die von Hinrich Eilers, der es wagte, sich in den dreißiger Jahren politisch kritisch zu äußern und es 1938 schaffte die Worte „Hitler“, „Synagogenbrände“ und „Judenverfolgung“ in einem Satz zu nennen. Er sah sich danach so großem Druck ausgesetzt, dass er sich ab 1938 in keiner Weise mehr politisch äußerte.
Wichtiger Teil der Büppeler Geschichte ist auch die Ziegelei Brumund, in der der erste Ringofen des Oldenburger Landes zum Einsatz kam. Sie ist im Jahre 1893 abgebrannt und wurde schließlich am Vareler Hafen wieder aufgebaut. Auch Flachs hatte in Büppel eine große Bedeutung und hierüber gibt es im Archiv sogar einen Film mit dem Titel „Vom Flachs zum Leinen“.

Nun sei es an der Zeit, die Dokumente in andere Hände zu übergeben. Und eigentlich sind sie sicher: „Wir sind praktisch in jedem Haus gewesen und haben nachgefragt. Wir finden in Büppel auch keine historischen Dokumente mehr“, erklärt Gerold Ostendorf schmunzelnd. Er war viele Jahre Lehrer an der Büppeler Schule.
Im Vareler Heimatmuseum werden jetzt alle Dokumente „enteisent“ was heißt, dass Büro- oder Heftklammern und auch Plastikhüllen sorgfältig entfernt werden. Anschließend bleibt die Sammlung als Ganzes erhalten, wird sachgerecht in Kartons bei stets gleichbleibenden Temperaturen (dafür sorgt eine Klimaanlage) gelagert und dokumentiert.
So ist sichergestellt, dass die Dokumente noch in mehreren hundert Jahren gut erhalten und für die Nachwelt gesichert sind.
Zugänglich sind diese für alle Interessierten. Es kommt häufiger vor, dass recherchiert wird, sei es für Artikel oder für Bachelorarbeiten oder ähnliches. „Wir haben hier einen kleinen Arbeitsplatz, an dem alles gesichtet werden kann, mitgenommen werden darf natürlich nichts“, erklärt Detlef Antons vom Heimatmuseum.
Übrigens: das Buch von Gerold Ostendorf „Büppel einst und jetzt“ ist bei der Bäckerei Kappen wieder zu erwerben. Auf 86 A4-Seiten bieten etwa 150 Fotos Vergleiche zwischen gestern und heute, mit Ansichten von Hausstellen, Geschäften und Betrieben. Es vermittelt einen kleinen Eindruck vom früheren Dorfbild. Alte Anzeigen von Betrieben und frühere Ansichten von Straßen und Wegen sowie chronologisch geordnete Angaben zu Geschäften und Betrieben runden den kleinen Geschichtsband ab.

Und wer mehr wissen möchte über die Geschichte Büppels, der kann jetzt beim Vareler Heimatverein fündig werden.
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