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Dienstag, 25 Juni 2019 15:30

Das Jubiläum wird gefeiert – natürlich im Watt

geschrieben von Michael Tietz
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Ebbe und Flut formen entlang der Nordseeküste eine einmalige Naturlandschaft. Vor zehn Jahren wurde die Wattenmeerküste Niedersachsens von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Das Jubiläum wird an diesem Wochenende auch in Dangast zelebriert. Ebbe und Flut formen entlang der Nordseeküste eine einmalige Naturlandschaft. Vor zehn Jahren wurde die Wattenmeerküste Niedersachsens von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Das Jubiläum wird an diesem Wochenende auch in Dangast zelebriert. Foto: Michael Tietz
Zehn Jahre Weltnaturerbe: Internationale Fahrradtour macht Station in Dangast – Abendführung am Samstag

Dangast.
Das Wattenmeer feiert Jubiläum: Zehn Jahre ist es her, dass die ersten Teile der Wattenmeerlandschaft vor der deutschen und niederländischen Nordseeküste von der UNESCO-Kommission zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Am 26. Juni 2009 sprach das in Sevilla tagende UNESCO-Welterbekomitee die Anerkennung zunächst für das Wattenmeer der Niederlande, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins aus; der Wattenmeeranteil Hamburgs kam zwei Jahre später hinzu, der Dänemarks im Juni 2014.

Das Weltnaturerbe Wattenmeer – das sind rund 11.500 Quadratkilometer Wattlandschaft auf einer Länge von rund 500 Küstenkilometern. Schon seit mehr als einer Generation steht dieses Gebiet unter Schutz – im deutschen und dänischen Wattenmeer als Nationalparks, in den Niederlanden wurden sogenannte staatliche Naturdenkmale ausgewiesen.
Das Wattenmeer ist nicht weniger als ein Ökoystem der Extraklasse: die weltweit größte Wattlandschaft und damit einzigartig auf der Erde. Wind und Wellen formen Watten, Priele, Dünen und Strände täglich neu. Mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten sind hier heimisch, mehr als zehn Millionen Zugvögel nutzen den Lebensraum vor den Küsten jedes Jahr als Rastplatz und Energietankstelle.

Jeden Tag führen die Mitarbeiter des Nationalpark-Hauses Dangast Menschen direkt hinein ins Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Führungen und Workshops rund um das Ökosystem sind zunehmend gefragt, berichtet Lars Klein als Leiter der Info- und Bildungseinrichtung in der einstigen Dangaster Dorfschule. Der Status Weltnaturerbe habe das Interesse der Menschen verändert: „Die Gäste sind neugierig und wollen ganz gezielt mehr wissen über das Wattenmeer. Oft haben sie auch schon ein größeres Vorwissen als das früher der Fall war.“ Gerade die Feriengäste kämen nun in dem Bewusstsein an die Nordsee, dass es hier nicht nur schön und erholsam ist, sondern dass man es auch mit einer einmaligen und fragilen Naturlandschaft zu tun hat.
Aus Anlass des Jubiläums der Weltnaturerbeanerkennung für das Wattenmeer hat das Team vom Dangaster Nationalpark-Haus unter anderem eine besondere Veranstaltung für diesen Samstag, 29. Juni, ausgearbeitet. Um 18.30 Uhr beginnt eine exklusive Abend-Wattführung „Was lebt denn da im Watt?“ mit Lars Klein am Dangaster Strand. Startpunkt ist der Haupteingang des Weltnaturerbeportals. Die knapp 90-minütige öffentliche Führung richtet sich an alle barfuß- und schlickerprobten Kinder und Erwachsenen. Die Gebühren betragen 6 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder und Jugendliche, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Vor und nach der Wattführung gibt es am Strand unterhalb des Portals eine kulinarische Stärkung aus Essen und Getränken.

Die Wattführung ist Teil des Programms um eine internationale Fahrradtour anlässlich des Weltnaturerbejubiläums, die an diesem Abend aus Dänemark kommend Dangast erreicht. Unter dem Motto „Ein Wattenmeer. Zwei Räder. Drei Länder“ sind von den Niederlanden und von Dänemark aus zwei Radfahrergruppen gestartet, die entlang der niedersächsischen bzw. schleswig-holsteinischen Küste bis nach Wilhelmshaven fahren. Interessierte können Tagesetappen mitradeln. An diesem Samstag, 29. Juni, wird die von Dänemark kommende Gruppe von Tossens nach Dangast kommen, um am Sonntag weiter zum Ziel Wilhelmshaven zu radeln.

Infos unter: www.nationalpark-wattenmeer.de
www.nationalparkhaus-wattenmeer.de/dangast

Minister Lies: "Nicht auf dem Erreichten ausruhen"
Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies bezeichnet die Auszeichnung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe als "Ehre und Verpflichtung“: Das Wattenmeer stehe nunmehr aufgrund seiner herausragenden geologischen und ökologischen Bedeutung auf einer Stufe mit dem Grand Canyon und dem Great Barrier Reef. „Als Kind der Küste bin ich stolz auf diese Auszeichnung. Die Artenvielfalt des Wattenmeers ist einzigartig. 10.000 Tier- und Pflanzenarten finden in dem gezeitenabhängigen Feuchtbiotop eine Lebensgrundlage. Für Millionen von Zugvögeln ist das Watt eine wichtige Nahrungsquelle auf ihrer Reise. Das Prädikat „Weltnaturerbe“ ist aber auch eine Verpflichtung, dieses weltweit einzigartige Ökosystem für zukünftige Generationen zu erhalten.“

Olaf Lies warnte davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen. „Das Wattenmeer genießt heute zwar den notwendigen rechtlichen Schutz und große internationale Anerkennung, aber es gibt Herausforderungen, denen wir begegnen müssen, um das Weltnaturerbe Wattenmeer für die Zukunft zu sichern. Die UNESCO hat den Wattenmeerstaaten den konkreten Planungsauftrag gegeben, für das Welterbegebiet einen integrierten, übergreifenden Managementplan zu erarbeiten. Damit wollen wir den Schutz des Gebietes weiter harmonisieren und zukunftsfähig machen.“ Vor allem die Themen Müll im Meer und Risiken des Schiffsverkehrs stünden hier ganz oben auf der Agenda. Aber auch der Klimawandel bedrohe das Wattenmeer, so Lies.

Als positiv bezeichnete Lies die Diskussion um die Erweiterung der Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats. „Das ist eine Riesenchance für die Regionen entlang des Nationalparks“. Sie erhielten dadurch neue Fördermöglichkeiten und die Chance, sich als Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu positionieren. Interessierte Gemeinden sollten diesem freiwilligen Prozess offen gegenüber stehen, sagte Lies. „Das UNESCO-Biosphärenreservat unterstützt nahe des Nationalparks Wattenmeer ein lebenswertes Umfeld, in dem gesellschaftliche, touristische und wirtschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle spielen. Wir sollten diese Chance nutzen, und sie als Impuls für innovative und nachhaltige Ideen begreifen.“
Gelesen 933 mal Letzte Änderung am Dienstag, 25 Juni 2019 17:48

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