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Freitag, 28 Juni 2019 10:14

Vareler Windenergie-Zentrum wächst weiter

geschrieben von Michael Tietz
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Die Erdarbeiten für den Neubau laufen schon: Vor Ort informierten am Mittwoch Landrat Sven Ambrosy, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, WindGuard-Geschäftsführer Dr. Knud Rehfeldt und Kreis-Wirtschaftsförderer Rainer Graalfs (v. links) über das Vorhaben und die Förderzusage der N-Bank. Die Erdarbeiten für den Neubau laufen schon: Vor Ort informierten am Mittwoch Landrat Sven Ambrosy, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, WindGuard-Geschäftsführer Dr. Knud Rehfeldt und Kreis-Wirtschaftsförderer Rainer Graalfs (v. links) über das Vorhaben und die Förderzusage der N-Bank. Foto: Michael Tietz
Deutsche WindGuard expandiert: Millionen-Investition wird von N-Bank gefördert

Varel.
Der Ruf der Stadt Varel als international anerkanntes Technologiezentrum für Entwicklung und Dienstleistungen rund um die Windenergie wird weiter gefestigt: Das im Jahr 2000 in Varel gegründete Unternehmen Deutsche WindGuard wird seinen Stammsitz an der Oldenburger Straße ausbauen und ein zusätzliches Verwaltungsgebäude errichten. Der Neubau entsteht auf einer Grünfläche angrenzend an das bestehende WindGuard-Haus mitsamt Windkanal-Halle und praktisch direkt an der A 29. Damit wächst am Standort auch der Energiewende-Cluster: Gleich nebenan, am Umspannwerk der EWE, befindet sich bereits der Hybrid-Batteriegroßspeicher, der in erster Linie Strom aus Windenergie aufnehmen soll.

Am Mittwoch informierte Dr. Knud Rehfeldt, Geschäftsführer der Deutschen WindGuard, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sowie Landrat Sven Ambrosy und Kreis-Wirtschaftsförderer Rainer Graalfs über das Bauvorhaben und den geplanten Ablauf: Graalfs brachte dabei einen Förderbescheid mit, denn das Projekt wird auf Vermittlung des Landkreises mit rund 900.000 Euro durch die N-Bank gefördert. Das Geld stammt aus dem EU-Programm EFRE (Europäische Fonds für regionale Entwicklung).
Errichtet wird ein dreigeschossiges Bürogebäude, in dem später etwa 80 bis 100 Mitarbeiter Platz finden können. Insgesamt investiert das Unternehmen rund 4,5 Millionen Euro in das Projekt. Allein 500.000 Euro werden für Einrichtung und technische Ausstattung aufgewendet, denn im Neubau soll auch ein rund um die Uhr besetzter technischer Leitstand eingebaut werden, von dem aus Windparks in aller Welt überwacht und gesteuert werden können.

Die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans war vom Stadtrat im vergangenen September beschlossen worden, eine Baugenehmigung lag am Jahresende vor und inzwischen wurde mit den Erdarbeiten begonnen. „Wir hoffen, dass wir in der zweiten Jahreshälfte 2020 einziehen können“, sagte Knud Rehfeldt. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Vertretern der Kreisverwaltung für die Unterstützung bei den Förderanträgen wie auch bei Bürgermeister Wagner für die zügige und reibungslose Abwicklung der Bauleitplanung.
Landrat Sven Ambrosy brachte seine Begeisterung über die Innovationskraft und das Know-how im Unternehmen Deutsche WindGuard zum Ausdruck, „einer Perle“ im Landkreis. „Dieses Unternehmen treibt die Energiewende voran und ist ein schönes Beispiel dafür, dass Forschung und spezialisierte Technologie auch im ländlichen Raum stattfinden.“ Das Vorhaben sei von „regionaler Bedeutung“, so Ambrosy, deshalb sei es auch gelungen, bei der Förderung noch einen Zuschlag über die sonst übliche Quote hinaus zu bekommen. In diesem Zusammenhang lobte er die Bemühungen von Rainer Graalfs – der sei „ein Fuchs“, wenn es darum gehe, Förderrichtlinien zu durchforsten und für Unternehmen das Maximum herauszuholen. Graalfs betonte, dass es auch um Standortsicherung gehe. Die enorme Investition des Unternehmens diene dazu, qualifizierte Arbeitskräfte in Friesland zu halten. „Die Gefahr ist immer groß, dass diese Fachkräfte in Ballungszentren abwandern.“ Bei der Deutschen WindGuard sind nach Auskunft des Geschäftsführers viele hochqualifizierte Spezialisten beschäftigt – Ingenieure, Physiker und Techniker.
Bürgermeister Gerd-Christian Wagner erklärte, er sei stolz, dass der Betrieb Varel treu geblieben sei: „Wir sind als Stadt dafür sehr dankbar. Zugleich ist diese Entscheidung doch auch Ausdruck einer guten Partnerschaft“, so Wagner, der betonte, dass Unternehmen in Varel den Vorteil „kurzer Drähte“ genießen könnten.

Die Deutsche WindGuard
Die WindGuard-Gruppe beschäftigt gut 170 Mitarbeiter an Standorten in Varel, Elsfleth, Bremerhaven, Gelnhausen und Berlin sowie in China, Indien und den USA. Etwa 130 Mitarbeiter sind es am Hauptsitz in Varel. Das Unternehmen ist ein international operierender Dienstleister für die Windenergiebranche. Vorbereitende Maßnahmen wie Gutachten und Potenzialstudien, außerdem die technische Betriebsführung von Windparks, das Vermessen von Windenergieanlagen sowie die Kalibration von Sensoren in eigenen Windkanälen sowie etwa Sicherheitstrainings für Arbeiten an Offshore-Anlagen gehören zum Leistungsportfolio. Auch in der Forschung ist WindGuard aktiv, im Vareler Windkanal wird etwa für die Physikalisch-Technische Bundesanstalt die Windstärke-Einheit „Meter pro Sekunde“ definiert. „Hier wird so richtig Wind gemacht“, fasste Landrat Ambrosy zusammen. Damit das so bleibe, wollen Kommune und Landkreis die Unternehmensgruppe auch künftig nach Kräften unterstützen.
Gelesen 979 mal Letzte Änderung am Freitag, 28 Juni 2019 10:28

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