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Donnerstag, 01 August 2019 15:06

Weitere Gespräche um einen Kompromiss zu finden

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Das Waldstadion mit dem Schlackeplatz und der angrenzenden Grasfläche Das Waldstadion mit dem Schlackeplatz und der angrenzenden Grasfläche Foto: Anke Kück
Varel. Die Lösung liegt wohl in einem Kompromiss und daher stand am Schluss der Infoveranstaltung ein Appell von Kai Langer (Sprecher der Arbeitsgruppe Vereine) im Raum: „Lassen sie uns zusammenhalten, dann können wir wirklich etwas für den Vereins- und den Schulsport hier in Varel erreichen.“
Er bot dem Förderkreis Waldstadion an, ins Gespräch zu kommen und Vereine sowie Schulen mit ins Boot zu holen. Ein Austausch zwischen Förderkreis und der Verwaltung hatte bereits am Vorabend im Rathaus stattgefunden und weitere Gespräche wurden vereinbart. Norbert Ahlers vom Förderkreis signalisierte auch gegenüber Langer dafür die Bereitschaft und so kann man gespannt abwarten, wie es mit dem in Varel geplanten Bürger- und Sportpark weitergeht.

Zwei Projekt-Bausteine?

Möglicherweise wird aus einem Projekt nun eines mit zwei Bausteinen: Die Sportanlagen in Langendamm und als Nachnutzungskonzept für das Waldstadion ein Bürgerpark an der Windallee. Bei einer Infoveranstaltung im Vareler Rathaus vor knapp 100 Bürgern stellten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und die Verwaltung die aktuellen Pläne, für die derzeit eine Fördermöglichkeit von vier Millionen Euro im Raum steht, vor. Die Projektüberschrift lautet: „Sanierung Sportanlage Langendamm und Windallee durch Errichtung eines zentralen Sport- und Bürgerparks am zu sanierenden Standort Langendamm sowie Aufgabe des Standortes Wind- allee im Rahmen des Sportstättenentwicklungskonzeptes“. Was genau dort entstehen kann ist noch nicht festgelegt, es gibt lediglich erste Skizzen, die nun diskutiert werden sollen: Möglich ist ein Stadion mit einem Naturrasenspielfeld und einer Laufbahn, ein Kunstrasenplatz, ein Vereinsheim, Platz für Leichtathletikangebote und auch Freiraum für Bürger.
Bis Mitte September muss dieser Antrag konkretisiert und dem Ministerium vorgestellt werden. Wie der Antrag schließlich genau definiert wird, ist bis zum Ende dieses Jahres durch den Vareler Stadtrat zu beschließen. In der ersten Antragsbeschreibung wurde zur Finanzierung der Verkauf des Waldstadions mit dem Schlackeplatz und der angrenzenden Wiese eingeplant. Die jetzt vorgestellten Pläne sind insoweit verändert worden, als dass das Waldstadion für den Breiten- und Schulsport erhalten bleiben könnte, Schlackeplatz und angrenzende Wiese aber einer anderen Verwendung zugeführt werden.

Bürgerpark entwickeln

Der Förderkreis Waldstadion hatte Alternativvorschläge, die insbesondere die Flächen um das Waldstadion zu einem Bürgerpark entwickeln sollen, erarbeitet und Gelegenheit diese bei der Infoveranstaltung ebenfalls vorzustellen. Diese Ideen sind völlig anders, als im Förderantrag beschrieben. Norbert Ahlers forderte, den Antrag entsprechend zu verändern und die neue Fassung beim Ministerium einzureichen.
Davor warnte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: „Ich glaube nicht, dass wir die Förderkommission überzeugen, wenn wir jetzt mit einem völlig anderen Projekt dort vorstellig werden. Gerade unser Konzept hat doch dazu geführt, dass wir überhaupt ausgewählt wurden. Das Programm war schließlich um ein Vielfaches überzeichnet. Wir haben jetzt die riesige Chance etwas für den Sport in Varel zu bewegen.“ Hergen Eilers (CDU) ergänzte: „Wir haben mit unserem Antrag als eine von ganz wenigen Kommunen den Förderhöchstsatz erhalten. Wenn wir jetzt etwas völlig anderes beantragen fürchte ich, dass wir die vier Millionen nicht bekommen. Ich als Ratsvertreter fühle mich in der Pflicht, diese Chance auch zu nutzen. Für ein solch großes Projekt wünsche ich mir aber eine breite Mehrheit, das ist wichtig für die Akzeptanz der Anlage.“ Norbert Ahlers warb eindringlich für die Alternativplanung: „Auch wir wollen, dass die Sportler in Varel gut trainieren können, ein ganzjährig bespielbarer Platz muss her und das am Standort Langendamm. Das Waldstadion ist aber eine Perle, die soziales Leben im urbanen Raum möglich macht. Hier könnten wir einen Bürgerpark errichten, der den Namen auch verdient und eine Begegnungsstätte, die Varel besonders macht.“ Stadtplaner Olaf Freitag merkte an, dass man viele der geplanten Dinge möglicherweise auch auf dem Webereigelände realisieren könnte Dr. Heiko Schepker forderte jedoch: „Wir wollen das Waldstadion und die Flächen darum komplett. Wir wollen alles und sind auch bereit an anderen Stellen Einsparungen vorzunehmen.“ Die Ideen dazu würden zu gegebener Zeit vorgestellt. Große Fragezeichen bleiben weiterhin beim Thema Finanzierung. Aktuell ermittelt ein Planungsbüro konkrete Zahlen für die Antragsskizze der Verwaltung, einschließlich verschiedener Gutachten zum Beispiel zum Thema Lärm oder Luftqualität.

Die Finanzierung

Der Kämmerer Jens Neumann stellte den aktuellen Finanzierungsplan vor, der noch einen Erlös aus den Flächen Schlackeplatz und Wiese – als vorsichtige Schätzung – in Höhe von 1,25 Millionen Euro einplant. Und wurde deutlich: „Auf diese Beträge können wir nicht verzichten. Wir haben noch viele andere Projekte in der Stadt zu bewältigen. Ich nenne nur den Bedarf für neue Kindertagesstätten oder den Neubau des Feuerwehrhauses in Obenstrohe. Wir sind gezwungen sehr sorgsam mit unseren Finanzmitteln umzugehen. Dieser Realität müssen wir uns stellen.“ Der Förderkreis nannte eigene Zahlen, die noch zu belegen sind.

Stimmen der Zuhörer

Mehrer Zuhörer forderten, unbedingt auch die Folgekosten in die Entscheidung mit einzubeziehen. Das wurde seitens des Bürgermeisters als selbstverständlich bestätigt, allerdings brauche man dafür die Basisdaten, die ja derzeit erst ermittelt würden. Thema war außerdem den Naturschutz zu beachten und nicht weitere Flächen zu versiegeln. Man verliere möglicherweise die „Grüne Lunge Varels“. Anwohner in Langendamm wiesen auf mögliche Lärm- und Parkprobleme hin und auch verlängerte Fahrzeiten für den Schulsport wurden von den Zuhörern als Thema genannt.
Es wurde außerdem gefragt, ob Varel ein solches neues Stadion Typ B (mit sechs Laufbahnen) überhaupt brauche. Sportzukunft neu aufbauen Ein Sportler wies darauf hin, dass früher in Varel einmal 160 Kinder Leichtathletik betrieben hätten, heute sei die größte Abteilung in Obenstrohe – mit 30 Kindern. Kai Langer betonte: „Ich sage ‚Ja‘ zu einem Stadion Typ B, das auch in Zukunft wettkampftauglich ist. Es geht darum Sportler neu zu gewinnen, uns für die nächsten Jahrzehnte aufzustellen. Dafür müssen wir etwas bieten können. Unser Ziel ist es unsere Stadt auch für unsere Jugend und unsere Kinder attraktiv zu erhalten.“
Hartmut Ehmen (Vorsitzender JFV-Varel) ergänzte: „Mein Dank geht an die Stadt, dass sie diesen Antrag gestellt hat. Unsere Sportler fordern seit vielen Jahren Verbesserungen. Wir machen Jugendarbeit für 200 Jugendliche und Kinder. Seit langem warten wir auf entsprechende Spiel- und Trainingsmöglichkeiten.“ (ak)
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