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Freitag, 09 August 2019 12:35

Neues schaffen aus Plastikmüll und Altmetall

geschrieben von Michael Tietz
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Die kreative Arbeit kann beginnen: Gastgeber Diedel Klöver und Juan Miguel Cubas aus Pájara, Fuerteventura, bereiten sich auf das zweite Yard-Art-Symposium vor. Bis zum Ausstellungswochenende sollen neue Skulpturen fertig sein. Die kreative Arbeit kann beginnen: Gastgeber Diedel Klöver und Juan Miguel Cubas aus Pájara, Fuerteventura, bereiten sich auf das zweite Yard-Art-Symposium vor. Bis zum Ausstellungswochenende sollen neue Skulpturen fertig sein. Foto: privat
Zweites internationales Yard-Art-Symposium bei Diedel Klöver – Künstler aus Nigeria kann nicht einreisen

Varel.
Es werden in den kommenden zwei Wochen wieder reichlich Funken fliegen und Späne fallen in der Werkstatt von Diedel Klöver: An diesem Wochenende beginnt das zweite Yard-Art-Bildhauersymposium, zu dem der Schrottkünstler aus Rallenbüschen wieder kreative Kollegen eingeladen hat. Im vergangenen Jahr hatte das Symposium an der Dangaster Straße Premiere, dabei sind verschiedene Skulpturen entstanden, die inzwischen Plätze an öffentlichen Orten bekommen haben. Klövers „future fish“ beispielsweise ist am Vareler Hafen zu sehen, das Seepferd von Antonina Fatkhullina (Russland) steht inzwischen an der Rennweide in Dangast.
Auch bei der zweiten Auflage soll es wieder um das Thema „Recycling“ gehen und wieder gibt es eine internationale Besetzung: Schon eingetroffen ist Juan Miguel Cubas von der Insel Fuerteventura, in der nächsten Woche wird zudem Street-Art-Künstler Bordalo II aus Lissabon an den Jadebusen kommen. „Ich freue mich wirklich sehr, dass die beiden zugesagt haben, das wird eine tolle Zeit“, sagt Diedel Klöver, der selbst auch wieder eine Skulptur im Rahmen des Symposiums schaffen wird. Es soll noch nicht zuviel verraten werden, doch die Ergebnisse werden sicher einmal mehr beeindruckend sein, verspricht Klöver. Möglicherweise werden ein Eisbär und andere Tiere dabei eine Rolle spielen. Mit Cubas hat der Gastgeber bereits zusammengearbeitet, als er selbst auf Fuerteventura an einem Symposium teilgenommen hat. Beide werden vornehmlich mit Altmetall und Stein arbeiten.
Der portugiesische Künstler Bordalo II (gesprochen: Secundo) schafft hingegen vornehmlich aus Plastikmüll, Schrott und Farbe große Tierskulpturen an Wänden und Fassaden. Er will damit nicht zuletzt auf das Müllproblem und die Ausbeutung von Ressourcen hinweisen.

Eigentlich hatte es wieder ein Künstler-Quartett sein sollen, doch Ernest Nkwocha aus Nigeria wird, wie erst kurzfristig klar wurde, wohl nicht dabei sein können: Trotz intensiver Bemühungen und gründlicher Vorbereitung hat der Künstler letztlich von der Deutschen Botschaft kein Visum für die Reise nach Deutschland bekommen. „Das ist sehr bedauerlich, Ernest hätte mit seinen Projekten hier so wunderbar hineingepasst“, sagt Diedel Klöver. Der Nigerianer fertigt aus Reifen und anderen Fahrzeugteilen verblüffend lebensnah wirkende Tiere und Figuren. „Wir sind sehr enttäuscht, dass Ernest Nkwocha nicht kommen darf, die Behörden verhindern so einen sicher für alle Seiten bereichernden Kulturaustausch“, betont Diedel Klöver.
Trotz dieses Rückschlags will sich das verbliebene Trio nun umso motivierter ans Werk machen: Für die Arbeit von Bordalo II wird übrigens noch Material gesucht, insbesondere Schläuche, herkömmliche Gartenschläuche aus Kunststoff. Wer noch altes Material übrig hat, Länge und Format sind zweitrangig, darf das gern im Yard-Café an der Dangaster Straße 96 abgeben.

Apropos: Während des Symposiums sind Über-die-Schulter-Gucker wieder ausdrücklich erwünscht und willkommen: Immer nachmittags ist das Klöversche Yard-Café geöffnet. Das Finale findet dann am Donnerstag, 22. August, statt, bevor am 23. August die dreitägige Yard-Art-Ausstellung mit Diedel Klöver und Gästen beginnt.
Gelesen 328 mal Letzte Änderung am Freitag, 09 August 2019 12:36

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