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Freitag, 23 August 2019 11:38

Imposante Skulpturen mit ernster Botschaft

geschrieben von Michael Tietz
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Gastgeber Diedel Klöver und der portugiesische Künstler Bordalo II. vor dem Plastik-Dachs an der Dangaster Straße. Gastgeber Diedel Klöver und der portugiesische Künstler Bordalo II. vor dem Plastik-Dachs an der Dangaster Straße. Foto: Michael Tietz
Yard-Art Symposium „Recycling“ geht zu Ende – Präsentation bei Ausstellung an diesem Wochenende

Varel.
Er ist ohne Frage die Attraktion der diesjährigen Ausstellung Yard Art und wird auch nach dem Wochenende schon von der Dangaster Straße aus zu sehen sein: Der gut sechs Meter hohe Plastik-Dachs, den der portugiesische Künstler Bordalo II an einer Hallenwand befestigt hat. Bordalo war jetzt zusammen mit Miguel Cubas aus Spanien zu Gast beim 2. Yard-Art-Symposium, zu dem Schrottkünstler Diedel Klöver eingeladen hatte.
Bordalo hat bereits in vielen Ländern solche Kunststoff-Reliefs an Fassaden geschaffen, fast immer bildet er dabei Tiere ab, die im jeweiligen Land heimisch sind – oder sein sollten. Und immer verwendet er Plastik­abfälle. Schläuche, Kanister, Flaschen, Fässer und Körbe in allen bunten Farben. Zur Hälfte bleibt das Tier dann meist so bunt wie die verwendeten Einzelteile, zur anderen Hälfte wird es mit Sprühfarbe originalgetreu eingefärbt, so auch beim Rallenbüschener Dachs. Die Arbeit geht Artur Bordalo schnell von der Hand, das aktuelle Werk war nach weniger als zwei Tagen fertig. „Ich habe eine Idee im Kopf, dann mache ich mir eine einfache Zeichnung“, erklärt der 32-jährige Portugiese. Wie rasch es dann beim Aufbau der Skulptur vonstatten geht, darüber hat auch Gastgeber Diedel Klöver gestaunt: „Er hat angefangen, Plastikteile auf dem Boden zu arrangieren und die dann nach und nach befestigt. Dann haben wir einzelne Elemente an der Mauer hochgezogen und plötzlich schaute uns schon der Dachs an.“
Bordalo II ist in der Kunstwelt gerade gefragt, so konnte er auch nicht bis zur Yard-Art am Wochenende bleiben: Am Montag wartet das nächste Projekt in Norwegen. Diedel Klöver ist freilich stolz, dass es gelungen ist, auch zum zweiten Symposium so hochkarätige Künstler zu holen. Bereits seit zwei Wochen ist Bildhauer Juan Miguel Cubas von der Insel Fuerteventura in der Klöverschen Werkstatt dabei, eine Skulptur aus Stahl anzufertigen – mit Cubas ist Klöver befreundet, seit er auf Fuerteventura selbst an einem Symposium teilgenommen hat.

Finish mit der Flex: Juan Miguel Cubas wird bei der Yard Art am Wochenende eine imposante Skulptur aus Metall präsentieren, die er in den vergangenen zwei Wochen bei Diedel Klöver angefertigt hat. Foto: Michael Tietz


Der Gastgeber hat in den letzten Tagen auch eifrig geschweißt und gedengelt – der eiserne Tiergarten hinter der Linde bekommt Zuwachs: Ein Eisbär ist entstanden, gefertigt aus Schrauben und Bolzen, die aus Maschinen der Papier- und Kartonfabrik ausgemustert wurden. Der stolze Eisbär wird allerdings nicht fertiggestellt – nicht etwa aus Zeitgründen, sondern ganz bewusst: „Der Eisbär verschwindet“, sagt Klöver und verweist mit seinem neuen Werk so auf das zunehmende Artensterben und das Schwinden natürlicher Lebensräume.

Eisbär ohne Zukunft? Diedel Klövers neue Tierskulptur vermag einmal mehr zur beeindrucken – die Botschaft stimmt zugleich nachdenklich. Foto: Michael Tietz

Denn bei allem Spaß an der Arbeit und dem kreativen Austausch haben die Künstler eine ernste Botschaft, nicht von ungefähr geht es auch beim zweiten Symposium ums Recycling. Bordalo II will mit seinen imposanten Werken auf das gobale Müllproblem und die Ausbeutung von Ressourcen durch die Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen.
Zu sehen sind die neu entstandenen Objekte an diesem Wochenende, 23. bis 25. August, bei der inzwischen 16. Ausstellung Yard Art im Garten von Gracy und Diedel Klöver hinter der „Linde“ Rallenbüschen. Natürlich sind auf dem Grundstück eine Vielzahl weiterer Objekte zu entdecken, die Künstler sind zu Gesprächen vor Ort anzutreffen.

Denn bei der 16. Yard Art werden wie immer auch weitere Kreative aus der Region ausstellen, einige sind schon Stammgäste im Yard: Hilke Büsing präsentiert ihre neuesten Aquarelle und Acrylbilder. Peer Oliver Nau zeigt Skulpturen aus Holz, Gunnar Voigt eine Auswahl seiner Fotografien. Schmuckdesignerin Alex Strudthoff stellt neue Kreationen vor und erneut werden die Skulpturen der Schrottkünstler Willy Büsing und Diedel Klöver für viel Aufmerksamkeit sorgen.
Abgerundet wird die dreitägige Schau zudem durch ein besonderes kulinarisches Angebot, im Café gibt es zudem auch Tee, Kaffee und Kuchen.

>> Geöffnet ist die Ausstellung Yard Art im Garten an der Dangaster Straße 96 am Freitag von 16 bis 21 Uhr, am Samstag von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

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