Anzeigen

Redaktion

Media-Daten

 

Friebo

Bürozeiten:
Montags bis Donnerstag: 9 bis 13 Uhr und 14:00 bis 17 Uhr
Freitags: 9 bis 12 Uhr

Kontakt
Mittwoch, 13 November 2019 13:04

Brandstiftung: Polizei hat Verdächtigen ermittelt

geschrieben von Redaktion
Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Heimleiterin Eva-Maria Stenzel (li.) freut sich mit Tanja Müsker und der Pflegedienstleiterin Lidia Thomas über den Neustart des Marien-Stiftes. Heimleiterin Eva-Maria Stenzel (li.) freut sich mit Tanja Müsker und der Pflegedienstleiterin Lidia Thomas über den Neustart des Marien-Stiftes. Foto: Friesland-Kliniken
Nach dem Feuer Anfang Juli ist das St. Marien-Stift umfassend renoviert worden

Varel.
Wo vor gut drei Monaten noch beißender Brandgeruch in der Luft lag, riecht es nun nach Farbe, frischen Blumen und Desinfektionsmitteln. Fröhliches Stimmengewirr aus dem Aufenthaltsraum ist auf dem Flur zu vernehmen, kurz: Es ist wieder Leben im St. Marien-Stift eingekehrt. Nach dem Brand Anfang Juli, sind die meisten der ehemaligen Bewohner zurückgekehrt.
Die letzten Handwerker haben das Haus verlassen und die Bewohner freuen sich, wieder in ihren eigenen vier Wänden zu sein. Um die Strapazen und die Aufregung eines erneuten Umzuges möglichst gering zu halten, haben die Mitarbeiter des Marien-Stiftes sich bemüht, die Zimmer der Bewohner wieder so herzurichten, wie sie sie verlassen hatten. Lieb gewonnene Gegenstände, an denen das Herz hängt, wie eine Puppe aus den Kindertagen, wurden sorgsam gereinigt, aufbereitet und wieder an den alten Ort gestellt.

„Wir sind startklar. Alle Mitarbeiter sind da und die Normalität hat uns wieder – die Familie ist wieder vereint“, sagt Lidia Thomas. Sie ist die Pflegedienstleiterin des St.-Marien-Stiftes und hat während der Sanierungsphase immer Kontakt zu den Bewohnern gehalten. Gemeinsam mit ihrem Team unterstützte sie das Personal in den fremden Pflegeheimen, die plötzlich mehr Bewohner zu versorgen hatten. So riss der Kontakt zu den Senioren nie ab.
Nur wenigen Senioren war ein erneuter Umzug nicht mehr zuzumuten. Sie bleiben in dem Pflegeheim, in das sie in der Brandnacht evakuiert worden waren.
„Wir wollten unsere Bewohner in dieser schweren Zeit nicht allein lassen. Sie brauchen ihre festen Bezugspersonen. Deshalb haben wir uns auch nach der Evakuierung weiter täglich persönlich um sie gekümmert“, erklärt Thomas, für die Wärme und Zuwendung die tragenden Säulen ihrer Arbeit sind.

Auch Heimleiterin Eva-Maria Stenzel ist gut drei Monate nach dem Unglück noch voll des Lobes. „Wegen des mutwillig gelegten Brandes mussten für unsere 48 Bewohner innerhalb kürzester Zeit neue Heimplätze gefunden werden. Rettungskräfte, Mitarbeiter und freiwillige Helfer haben besonnen reagiert und mit angepackt. Die Pflegeheime der Region, von Hooksiel bis nach Rastede, haben uns nach Kräften unterstützt und unsere Bewohner schnell und unbürokratisch aufgenommen. Alles funktionierte reibungslos wie ein Schweizer Uhrwerk. Dafür sind wir allen Beteiligten heute noch hoch dankbar.“
Sobald wieder Ruhe eingekehrt ist, werden Lidia Thomas und ihre Kollegin Tanja Müsker sich auf den Weg machen, um sich bei den Pflegeheimen noch einmal persönlich zu bedanken.

Am 5. Juli war im Kellergeschoss des Wohn- und Pflegezentrums St. Marien-Stift ein Feuer ausgebrochen. In einem Lagerraum brannten Mobiliar und Matratzen, insbesondere wegen einer massiven Rauchentwicklung war schließlich das gesamte Gebäude geräumt worden. Nur durch gutes Zusammenspiel und rasches Eingreifen der Feuerwehr habe größerer Personen- und Sachschaden abgewendet werden können, so die Polizei. Schon nach der ersten Inaugenscheinnahme des Brandortes waren die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, richtete sich bald ein Tatverdacht gegen einen „verhaltensauffälligen Patienten, der nur wenige Stunden nach dem Brand das Krankenhaus verlassen hatte“, wie es in der Polizeimeldung heißt. Es wurde ein Verfahren wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet, nach wie vor steht dabei der 37-Jährige aus dem Ammerland im Fokus. Er soll im Keller des Pflegeheims Matratzen und andere brennbare Materialien vorsätzlich angezündet haben.

Der Verdächtige habe sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht geäußert, die Staatsanwaltschaft Oldenburg habe nunmehr über den weiteren Verfahrensgang zu entscheiden, heißt es von Seiten der Polizeiinspektion.
Gelesen 951 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 13 November 2019 13:10

Online lesen...

Leserreisen 2018

Facebook

Adresse

Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Elisabethstr. 13
Elisabethstr. 13
26316 Varel
26316 Varel

Bürozeiten:

Montag bis Donnerstag:
Montag bis Donnerstag:
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Freitag:
Freitag:
9 bis 12 Uhr
9 bis 12 Uhr