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Freitag, 06 Dezember 2019 11:22

Fußballvereine drängen auf Sportpark-Bau

geschrieben von Michael Tietz
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Ein ganzjährig bespielbarer Kunstrasenplatz ist seit Jahren die zentrale Forderung der Vareler Fußball-Vereine. Mit dem neuen Sportpark am Ortsrand von Langendamm soll nun in Sachen moderne Sportstätten der große Wurf gelingen. Eine veränderte Planung dafür wird am Dienstag vorgestellt. Ein ganzjährig bespielbarer Kunstrasenplatz ist seit Jahren die zentrale Forderung der Vareler Fußball-Vereine. Mit dem neuen Sportpark am Ortsrand von Langendamm soll nun in Sachen moderne Sportstätten der große Wurf gelingen. Eine veränderte Planung dafür wird am Dienstag vorgestellt. Symbolfoto
Umfassende Stellungnahme der AG Sportvereine – Modifizierte Planungsvariante wird vorgestellt

Varel.
Etwas ruhig geworden war es in den vergangenen Wochen um die Pläne für den neuen Sportpark Langendamm, nachdem im Sommer unter großem Zeitdruck und mit rascher Sitzungsfolge im Rathaus die Weichen für das Projekt gestellt worden waren. Das auch, um die in Aussicht gestellte Millionenförderung vom Bund einstreichen zu können.
Ihre Sorge um das Vorhaben hat angesichts der gefühlten Ruhe, die seit etwa acht Wochen herrscht, nun die Arbeitsgemeinschaft der Vareler Turn- und Sportvereine geäußert.

Noch immer keine Entscheidung
So wird auf die positive Beschlusslage zur Sportpark-Planung hingewiesen, „eine hochwillkommene Entscheidung“, wie Lüder Gutsche als Vorsitzender der Sportvereine-AG betont. Über Jahre hatten die Clubs und Mannschaften immer wieder insbesondere auf den Bau eines Kunstrasenplatzes gedrungen. Der ist nun, als integraler Bestandteil der vorgesehenen Wettkampfstätte, quasi in greifbarer Nähe. Und doch wird den Sportlern weiter Geduld abgerungen. „Leider“, so stellt Lüder Gutsche in der ausführlichen Stellungnahme fest, „kann diese Entscheidung noch nicht umgesetzt werden, da noch immer die letzte Entscheidung über die beantragten Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro aussteht.“ Bekanntlich war zwischenzeitlich insbesondere um die Zukunft des Waldstadions und der Flächen an der Windallee gerungen worden, nachdem dieses Gelände zunächst zur Finanzierung des Projektes zumindest teilweise hatte veräußert werden sollen.

Man begrüße es ausdrücklich, dass die traditionsreiche Sportanlage an der Windallee erhalten bleibe, es sei aber nunmehr wichtig, dass auch der neue Sportpark in Langendamm möglichst bald errichtet werden kann. Seit der Bestandsaufnahme für das Sportstättenkonzept seien mittlerweile drei Jahre vergangen, der erste Antrag zur Gewährung von Bundesfördermitteln liege schon mehr als ein Jahr zurück. „Das ganze Verfahren ist leider sehr zeitaufwändig“, bilanziert Lüder Gutsche: Trotz aller Diskussionen etwa über die Notwendigkeit der neuen Sportanlage, ihrer Verträglichkeit für die Umwelt und die Frage der Finanzierung sei aber letztlich die Errichtung der neuen Anlage nicht in Frage gestellt worden.
Insbesondere die Fußballmannschaften der Vareler Vereine seien aber gegenwärtig mit der Situation konfrontiert, die seinerzeit Auslöser war für den Antrag, in Büppel einen Kunstrasenplatz zu bauen. Wetterbedingt seien bereits eine große Zahl von Fußballspielen abgesetzt und der Trainingsbetrieb eingestellt worden. Die Stadt habe Sportplätze inzwischen bis Ende Januar gesperrt, die Arbeitsgemeinschaft sieht eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Vareler Vereine, die zum Teil um den Aufstieg in eine höhere Spielklasse oder den Verbleib darin kämpfen müssen.
Es handele sich dabei, wie Lüder Gutsche betont, nicht nur um Amateursport. So würden etwa die 1. Frauenmannschaft des TuS Büppel und die B-Juniorinnen des gleichen Vereins die Stadt Varel in der dritt- bzw. zweithöchsten deutschen Spielklasse vertreten. Die Bedingungen aber, unter denen die Spielerinnen ihren Sport im Vergleich zu Mitbewerbern wie Hannover 96, Hamburger Sportverein, FC St. Pauli oder Holstein Kiel ausüben könnten, seien „nicht annähernd als konkurrenzfähig zu bezeichnen“, heißt es in dem Brandbrief an die Stadt. Zudem sei die gemeinsame Jugendabteilung der Vareler Fußballvereine nach wie vor ohne eigene „sportliche Heimat“. Es sei denkbar, dass sich die Sportvereine dereinst zu einem Verein zusammenschließen könnten, wie bei der Fußballjugend schon geschehen. Erste Gespräche über eine Fusionierung hätten bereits stattgefunden, berichtet der AG-Vorsitzende, „das wäre ein in ganz Niedersachsen einmaliger Vorgang“. Die Sportvereine seien mithin anpassungsfähig, würden aber auch den heutigen Anforderungen angepasste Bedingungen benötigen.

PKV meldete spät Bedenken an
Bedauerlich sei es aus Sicht der Vereine, dass sich die Papier- und Kartonfabrik erst so spät zum Vorhaben geäußert habe. Bekanntlich hatte die Unternehmensleitung Mitte September auf „erhebliches Störpotenzial“ hingewiesen und gar vorgeschlagen, die Stadt möge die Entwicklung des Sport- und Bürgerparks an der aktuell geplanten Stelle gegenüber des Werkzaunes aufgeben. Das war ein Paukenschlag, auch die Politik hatte sich von der recht deutlich formulierten Kritik des Unternehmens überrascht gezeigt.
Unter anderem hatte die PKV auf mögliche Verkehrsprobleme hingewiesen, wenn die Erschließung des Sportparks über eine Kreuzung direkt vor dem Werks­tor erfolgen sollte. Ferner auf mögliche Beeinträchtigungen durch Emissionen der Fabrik. Beide Argumente sind aus Sicht der AG Sportverein nicht tragfähig: Bei der Kreisstraße 111 handele es sich um einen öffentlichen Verkehrsweg, der nicht allein der Werkserschließung diene, führt Lüder Gutsche aus. Die Sportanlage an der Schule Langendamm, nur wenig weiter nordwestlich gelegen, könne ferner seit Jahrzehnten mit Blick auf etwaige Emissionen des Unternehmens problemlos genutzt werden.


Sportpark nicht in Frage stellen
Es sei richtig, Gespräche mit der PKV zu führen, um deren Vorstellungen bei Planungen berücksichtigen zu können. Doch der Sportpark, so der abschließende Appell des AG-Vorsitzenden Gutsche, dürfe nicht in Frage gestellt werden. „Im Gegenteil benötigen wir eine möglichst zügige Umsetzung und dazu auch regelmäßige Informationen zu deren Stand.“

>> Die wird es nun geben bei der Sitzung des Planungsausschusses am kommenden Dienstag, 10. Dezember, ab 17 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Präsentation einer möglichen neuen Konzeption für den Sportpark Langendamm. Bei der Modifizierung dürften ohne Frage die von Seiten der Papier-und Kartonfabrik eingebrachten Bedenken berücksichtigt worden sein.
Anfang Oktober hatte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner mitgeteilt, dass für die Umsetzung des Sport- und Bürgerparks in Langendamm etwas Zeit gewonnen wurde. Nach einem Koordinierungsgespräch bei der Förderstelle in Berlin sei dem Projekt wegen der Komplexität und der Antragsflut eine verlängerte Frist eingeräumt worden. Spätester Abgabetermin des endgültigen Antrages ist das erste Quartal 2020. Das erlaube, so Wagner damals, weitere Gespräche, um die Bedenken der PKV zu integrieren.
Zwar hat die Stadt damit einige Wochen Spielraum gewonnen, doch es bleibe bei einem wie man gemeinhin sagt, „sehr sportlichen“ Zeitplan hinsichtlich der Planungs- und Bauphase. Das freilich bewerten die fußballspielenden Vereine offenkundig anders.
Gelesen 1028 mal Letzte Änderung am Freitag, 06 Dezember 2019 11:29

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