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Dienstag, 28 Januar 2020 16:32

"Wir werden gemeinsam um jeden Arbeitsplatz kämpfen"

geschrieben von Redaktion
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ThyssenKrupp Aerospace hatte im Jahr 2011 den Standort am Aeropark in Varel bezogen, es war ein Vertrag mit Premium Aerotec über zehn Jahre geschlossen worden. Der wird nun nicht verlängert, der Konzern wird sich im März 2021 aus Varel zurückziehen. ThyssenKrupp Aerospace hatte im Jahr 2011 den Standort am Aeropark in Varel bezogen, es war ein Vertrag mit Premium Aerotec über zehn Jahre geschlossen worden. Der wird nun nicht verlängert, der Konzern wird sich im März 2021 aus Varel zurückziehen. Foto: Michael Tietz
Varel. „Arbeitsplatz statt Abfindung“ - das ist die zentrale Forderung der Mitarbeiter von ThyssenKrupp Aerospace am Standort Aeropark Varel. Am Dienstag waren nach Angaben der IG Metall Wilhelmshaven mehr als 150 Beschäftigte des ThyssenKrupp-Werkes in Neuenwege der kurzfristigen Einladung des Betriebsrats zu einer Betriebsversammlung gefolgt. Ab 14 Uhr wurde die Belegschaft durch Betriebsrat und IG Metall über den aktuellen Stand zur geplanten Werksschließung informiert. Wie berichtet, hatte die Konzernleitung entschieden, sich aus Varel zurückzuziehen und den Standort zum 31. März 2021 aufzugeben. Begründet worden war das in erster Linie mit dem Wegfall von Arbeitspaketen für den Airbus A 380.

„Wir am Standort wissen, dass das Aus des A 380 nur ein vorgeschobenes Argument für die Werksschließung ist. Noch vor einem halben Jahr wurde ein Standort in Rodgau/Heusenstamm geschlossen und die Arbeit zu uns nach Varel verlagert. Damals wurde gesagt, dass diese Maßnahme nachhaltig unsere Auslastung sichert. Arbeit haben wir genug“, erklärte Ricklef Bollwerk, Betriebsratsvorsitzender von ThyssenKrupp Aerospace in Varel in Richtung der Belegschaft.
Der Unmut bei den Arbeitnehmern ist groß. Die Belegschaft fordert Aufklärung und ein nachvo
llziehbares Konzept zur zukünftigen Ausrichtung des Aeroparks in Varel. Die Bereitschaft, um die Arbeitsplätze zu kämpfen ist groß. Betroffen sind von der Entscheidung zur Schließung bis zu 229 Stellen. „Ich bin nicht bereit, jetzt einfach in Verhandlungen um Abfindungen einzusteigen. Wir werden gemeinsam um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Dabei müssen wir beide Geschäftsführungen , also von Thyssenkrupp und Premium Aerotec, in die Pflicht nehmen“, so Felix Hartmann, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Wilhelmshaven. Begleitet wurde die Betriebsversammlung durch eine Solidaritätsaktion von Betriebsräten und Vertrauensleuten des benachbarten Premium Aerotec Werkes. Premium Aerotec ist der größte Kunde von ThyssenKrupp in Varel.
„Wir werden nicht zulassen, dass hier zwei Belegschaften gegen einander ausgespielt werden“, zeigte sich auch Martina Bruse, Geschäftsführerin der IG Metall Oldenburg/Wilhelmshaven, kämpferisch.

Bei einem ersten Sondierungsgespräch zwischen Betriebsrat, IG Metall und Vertretern der Politik sowie von ThyssenKrupp und Premium Aerotec in der vergangenen Woche waren keine Vorschläge unterbreitet worden, welche Lösungen es für die betroffenen Beschäftigten geben könne. Auch von Seiten der Politik wurde der Hinweis auf den Wegfall des A 380 aber als "vorgeschobenes Argument" zurückgewiesen. Arbeit sei genug da, die Luft- und Raumfahrtindustrie im Norden grundsätzlich sehr gut ausgelastet. Die Informationspolitik der Konzerne war von den Politikern scharf kritisiert worden.
Gelesen 1178 mal Letzte Änderung am Dienstag, 28 Januar 2020 16:57

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