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Donnerstag, 13 Februar 2020 12:44

Fliegerbombe in Friedrichsfeld unter Wasserkissen gesprengt

geschrieben von Michael Tietz
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Eine 250-Kilo-Fliegerbombe wurde in Friedrichsfeld entdeckt. Am Donnerstagnachmittag soll sie entschärft werden. Eine 250-Kilo-Fliegerbombe wurde in Friedrichsfeld entdeckt. Am Donnerstagnachmittag soll sie entschärft werden. Foto: Frank McAreavey
Friedrichsfeld. Auf dem Gelände des einstigen Flugplatzes Friedrichsfeld ist am Donnerstagmorgen erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden entdeckt worden. Der Sprengsatz liegt im südwestlichen Teil des Geländes, dort, wo sich zur Zeit des Krieges die Start- und Landebahn des Fliegerhorstes befand. Es handelt sich um eine 500-Pfund-Bombe, die mithilfe eines kleinen Baggers behutsam teilweise freigelegt wurde. Zunächst war eine Entschärfung versucht worden, doch kurz vor 16 Uhr stand fest: Die Bombe muss kontrolliert gesprengt werden.
Auf dem Gelände laufen bekanntlich umfangreiche Umgestaltungsarbeiten, das Gelände wird als Ausgleichsfläche für den 1. Abschnitt der geplanten Küstenautobahn A 20 genutzt. Unter anderem wurden bewaldete Bereiche in Offenland umgewandelt - immer wieder wurden dabei auf dem Gelände, das nach dem Krieg von der Bundeswehr genutzt wurde, Kampfmittel und Blindgänger gefunden. Die jetzt gefundene, 250 Kilogramm schwere Bombe gehört dabei zu den größeren Brocken.

Mehrere Bombenfunde in den vergangenen Jahren
Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Friedrichsfeld in Varel fanden Experten der Kampfmittelsondierung in den letzten Jahren bereits verschiedene nichtdetonierte Großkampfmittel. Dazu gehörten 42 Splitterbomben mit einem Gewicht von zehn bis 23 Kilogramm. Die größten Bombenfunde waren eine 500 Kilogramm schwere sowie eine 250 Kilogramm schwere Sprengbombe mit Langzeitzünder. Infolge des Fundes entschied die zuständige Gefahrenabwehrbehörde am 20. September 2018, das Gelände Friedrichsfeld für die nächsten drei Jahre zu sperren. Alle bisher gefundenen Bomben wurden entschärft bzw. kontrolliert gesprengt. Mittlerweile sind rund 85 Prozent der Sondierungsarbeiten abgeschlossen.

Jeder Fund scharfer Munition sorgt freilich für Verzögerungen und zusätzliche Kosten. So auch die Bombe vom 13. Februar: "Der vordere Zünder ist zu sehen", teilte am Mittag Frank McAreavey, Projektleiter der Kampfmittelsondierung in Friedrichsfeld, zunächst mit: Es wurde daraufhin versucht, den Zünder zu lösen und zu entnehmen. Aus Sicherheitsgründen musste dafür bereits ein Bereich mit Radius von 1000 Metern um den Fundort geräumt werden. Am Morgen hatte es eine Lagebesprechung mit den Ordnungsbehörden der Gemeinden Bockhorn und Varel gegeben, mit Polizei, Feuerwehren und der Landesbehörde für Straßenbau.
Mitarbeiter des Bockhorner Ordnungsamts sind daraufhin ausgeschwärmt, um die betroffenen Einwohner im Bereich Osterforde zu informieren. Etwa 350 Personen seien betroffen. Wenn in einem Haus niemand angetroffen wird, hinterlassen die Mitarbeiter einen Infozettel an der Tür mit den entsprechenden Handlungsanweisungen.
Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes vom Land Niedersachsen sind vor Ort und bereiten die Entschärfung vor. "Erst wenn Sicherheit gegeben ist, können die Maßnahmen beginnen", erklärte Frank McAreavey. Um kurz vor 16 Uhr kam dann die Nachricht, dass die Zünder nicht herauszubekommen seien. Somit blieb nur die Sprengung. Dabei sind zunächst die Feuerwehren gefragt: "Die Bombe müsste dabei durch zwei Wassersäcke mit je 25.000-Litern abgedeckt werden, um das Risiko von Splitterflug zu minimieren."

Die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr wurden vom Ordnungsamt und Bauhof der Gemeinde Bockhorn und der Polizei Varel koordiniert.
Um kurz vor 19 Uhr gab es dann einen gewaltigen Knall, die Bombe war gesprengt worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst gab um 19 Uhr Entwarnung. Nach Angaben von Frank McAreavey verlief die Sprengung ohne Zwischenfälle. Die Anlieger konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren, Wege und Straßen wurden um 19 Uhr wieder freigegeben.
Gelesen 2481 mal Letzte Änderung am Freitag, 14 Februar 2020 09:10

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