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Freitag, 20 März 2020 18:37

Coronakrise: Dangast macht dicht

geschrieben von Michael Tietz
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Spielplätze gesperrt, Tourismus grundsätzlich eingestellt, Restaurants ab morgen geschlossen: Alles ist zu. Spielplätze gesperrt, Tourismus grundsätzlich eingestellt, Restaurants ab morgen geschlossen: Alles ist zu. Foto: Michael Tietz
Dangast/Varel. Der Tourismusbetrieb in Dangast ist – wie in ganz Niedersachsen – nach neuen Erlässen der Landesregierung zur Wochenmitte im Grunde vollständig eingestellt worden. Bürgermeister und Landrat appellieren dringend an die Menschen, zu Hause zu bleiben und auch auf Ausflüge an die Küste zu verzichten.

Feriengäste müssen die Urlaubsquartiere verlassen und nach Hause zurückkehren: das Niedersächsische Gesundheitsministerium hat am Dienstag sämtliche Übernachtungen zu touristischen Zwecken untersagt. Zuvor waren bereits die ostfriesischen Inseln für den Besucherverkehr geschlossen und die Urlauber zur Heimkehr aufgefordert worden.
Mit dem Erlass ist die dringende Aufforderung verbunden, ab sofort Niedersachsen auch nicht mehr als Ausflugsziel zu wählen, so Staatssekretär Heiger Scholz, der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung in Hannover: „Übernachtungsmöglichkeiten für Urlauber wird es nicht geben und die Möglichkeiten der Verköstigung in Restaurants sind ebenfalls stark eingeschränkt. Der Appell lautet auch hier: Bleiben Sie zu Hause.“ Die Auflage, keine Betten für touristische Zwecke mehr zu vermieten, werde von den örtlichen Behörden kontrolliert.
Heiger Scholz erklärte: „Diese Maßnahmen sind wirtschaftlich schmerzhaft. Sie sind aber notwendig, um die Gesundheit aller zu schützen. Auch in Niedersachsen erleben wir in den letzten Tagen eine Dynamik bei der Entwicklung der Fallzahlen, die wir auf diese Weise brechen wollen. Mit dem Verbot von touristischen Übernachtungen sorgen wir dafür, dass der Eintrag von Ansteckungen aus anderen Ländern und Regionen verhindert wird.“

So hieß es am Mittwoch in einer öffentlichen Mitteilung der Kurverwaltung Nordseebad Dangast: „Normalerweise freuen wir uns sehr über euren Besuch – ob für wenige Stunden, einige Tage oder Wochen. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie bitten wir euch jedoch dringend, bis zum 18. April nicht zu uns zu fahren.“ In Dangast gebe es wie überall nur noch ein stark eingeschränktes Gastronomie-Angebot, ab dem Wochenende vermutlich gar keine Angebote mehr. Übernachtungen seien nicht möglich, die öffentlichen Einrichtungen wie Quellbad, Sauna, Nationalpark-Haus und Franz-Radziwill-Haus sind ohnehin geschlossen. „Macht es euch zuhause bei einer Tasse Ostfriesentee gemütlich und bleibt gesund!“, so die abschließende Empfehlung.



Hinweis am Weltnaturerbeportal Dangast: Der Fremdenverkehr im Nordseebad wurde eingestellt.


Besucherstopp in Dangast
Nahezu alle Einrichtungen in Dangast bleiben am Wochenende für den Publikumsverkehr geschlossen: Mit diesem Vorgehen wollen die Inhaber über die amtlichen Vorgaben hinaus die Menschen vom Besuch des Nordseebades abhalten. So bleiben zunächst das Heewen, der Imbiss Satt am Watt sowie die Restaurants Zweite Heimat, Mamma Mia und das Strandhotel Dangast geschlossen. Das teilte die Stadt Varel am Freitag mit. Öffentliche Einrichtungen sind bereits seit Mitte der Woche nicht mehr zugänglich. Dazu gehören das Quellbad, die Touristinfo und das Nationalpark Haus. Auch Spielplätze dürfen nicht mehr aufgesucht werden.
Das Kurhaus Dangast hat nach Mitteilung von Maren Tapken ebenfalls bis auf weiteres geschlossen, zudem gilt für den Strand und den Bereich um das Kurhaus die Aufforderung: „Bitte haltet Abstand zueinander, trefft Euch nicht in großen Gruppen. Auch an unserem Strand sind größere Zusammenkünfte nicht erlaubt.“
Gleichzeitig wurde ebenfalls per Erlass das Verbot von Sonntagsöffnungen für solche Geschäfte aufgehoben, die Waren des täglichen Bedarfs anbieten.
Die Erlaubnis zu Sonntagsöffnungen solle dazu beitragen, dass sogenannte Hamsterkäufe unterbleiben, so Scholz: „Die Versorgung der Menschen in Niedersachsen ist sichergestellt. Es gibt keinen Anlass für Hamsterkäufe. Sie sind vielmehr der einzige Grund, weshalb mancherorts einzelne Produkte vorübergehend nicht erhältlich sind. Meine dringende Bitte ist deshalb: Kaufen Sie nur das, was Sie wirklich brauchen und vor allem auch verbrauchen können.“

Update Freitag, 20. März, 18:30 Uhr:
Per Erlass hat das Land Niedersachsen nun die grundsätzliche Schließung von Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und Mensen angewiesen.
Es gelten Ausnahmen für Verkauf von Speisen und Getränken durch Außerhausverkauf und Lieferung. Der Verzehr ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zu den Betrieben unzulässig. Aus hygienischen Gründen wird darüber hinaus die bargeldlose Bezahlung empfohlen.
Gelesen 1379 mal Letzte Änderung am Freitag, 20 März 2020 19:23

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