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Samstag, 21 März 2020 14:01

So reagieren Polizei und Justiz auf Corona-Krise

geschrieben von Michael Tietz
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Das Kommissariat in der Vareler Bahnhofstraße ist rund um die Uhr besetzt. Das Kommissariat in der Vareler Bahnhofstraße ist rund um die Uhr besetzt. Foto: Michael Tietz
Die Polizei schließt die Station Bockhorn, die Beamten reduzieren den Bürgerkontakt.
Die Polizei setzt hinsichtlich der Einhaltung der Corona-Regelungen auf "Null Toleranz".

Varel/Wehde.
Auch die Polizei in Varel und in der Friesischen Wehe hat einige organisatorische Veränderungen vorgenommen und mit Blick auf den Infektionsschutz räumliche Konsequenzen gezogen. So wurde die Station Bockhorn am Mittwoch geschlossen, die Beamten wechselten zur Polizeistation Zetel.

„Auch wir müssen alles dafür tun, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen" erklärt Rainer Schönborn, der Leiter des Polizeikommissariats, die Maßnahmen. So sind die Bürger nunmehr aufgefordert, nur in zwingenden Notfällen zu den Dienststellen zu kommen.
Das Polizeikommissariat an der Bahnhofstraße in Varel verfügt über eine Schleuse, durch die Anliegen der Besucher ohne direkten Kontakt durch eine entsprechende Abtrennung geklärt werden können. Eine solche Schleuse gebe es in der Polizeistation Bockhorn nicht.
In der Polizeistation Zetel seien zwar nun mehr Beamte eingesetzt, die jedoch im Schichtbetrieb arbeiten, so dass sie nicht aufeinandertreffen, heißt es von Seiten der Polizei. Insgesamt sei der Schichtdienst neu geregelt worden, womit der Kontakt der Beamten untereinander reduziert werde.
Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland hat derweil auf alternative Anzeigemöglichkeiten hingewiesen: „Anzeigen und Hinweise können zum Beispiel über die Onlinewache der Polizei Niedersachsen (www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de) oder auch telefonisch über die örtlichen Dienststellen gegeben werden“, erklärte Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. Das Kommissariat in Varel ist rund um die Uhr besetzt und unter Tel. 04451-9230 zu erreichen.

Unterdessen setzen Polizei und Ordnungsbehörden seit Freitag "ohne jede Diskussion" die im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassenen Verbote und Regeln durch. Das kündigten übereinstimmen die Leitung der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland wie auch der Oldenburger Polizeipräsident Johann Kühme an.
"Wer es nicht kapiert oder ignoriert, dass dies eine brenzlige Situation für uns alle ist, dem wird es spätestens jetzt sehr deutlich mitgeteilt", betonte etwa Peter Beer, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. Überprüft werden seither mit deutlich verstärkten Kontrollen etwa die Einhaltung des gebotenen Mindestabstandes, die Schließungen von Geschäften und Restaurants, ebenso werden Ansammlungen von Menschen im Freien unterbunden. "Es geht darum, die konkreten Gefahren, die sich aus der Missachtung ergeben, sofort zu beenden. Und das werden wir tun", so Johann Kühme. Die Kräfte der Polizeidirektion werden bei diesen Maßnahmen von der Bereitschaftspolizei unterstützt. "Die Polizei appelliert an die Vernunft, Verantwortung, Einsicht und das Verständnis derjenigen Mitmenschen, die sich in den letzten Tagen nicht an die Verbote gehalten haben. Wir müssen die Einhaltung der Regeln konsequent überwachen, weil einige Menschen anscheinend nicht kapieren oder es einfach nicht kapieren wollen, worum es mittlerweile geht", betonte Polizeipräsident Kühme: "Es kann nicht sein, dass durch derartiges Verhalten letztendlich Menschenleben gefährdet werden können."


Amtsgericht Varel im Notbetrieb
Das Amtsgericht Varel schränkt die Zugangsmöglichkeiten ebenfalls noch weiter ein. Das Haus ist bis auf unbedingt durchzuführende Sitzungstermine, etwa in Haftsachen, grundsätzlich geschlossen. Es läuft nach Mitteilung von Amtsgerichtsdirektor Jörg Duvenhorst nur noch ein stark eingeschränkter Notbetrieb. In absolut unaufschiebbaren Fällen ist eine telefonische Kontaktaufnahme unter 04451/9677-0 möglich.
Soweit der Sitzungsbetrieb aufrechterhalten wird, bleibe er weiterhin öffentlich. Wer eine schriftliche Ladung zu einem Termin erhalten hat, ist auch weiter verpflichtet zu erscheinen, betont Duvenhorst.
Gelesen 803 mal Letzte Änderung am Samstag, 21 März 2020 17:23

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