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Mittwoch, 07 Oktober 2020 19:25

Bernd Redeker ist neuer ehrenamtlicher Bürgermeister

geschrieben von Michael Tietz
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Stadtrat musste Ämter neu vergeben. Zuschuss für Alte Kirche beschlossen.

Varel.
Die Mitglieder des Vareler Stadtrats haben am Mittwochabend Bernd Redeker (CDU) zum neuen stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Zudem ist Redeker als Beigeordneter neu in den Verwaltungsausschuss gewählt worden. Beide Ämter hatte zuvor CDU-Ratsherr Peter Nieraad aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Nieraad bleibt weiterhin Mitglied des Rates, konnte aber am Mittwoch nicht an der Stadtratssitzung in der Weberei teilnehmen.
Vor der Wahl eines Nachfolgers in der Funktion des ehrenamtlichen Bürgermeisters gab es anerkennende Worte für das bisherige Engagement Peter Nieraads: Seit fast 40 Jahren gehört der CDU-Mann dem Rat an, etwa 20 Jahre war er Mitglied des Verwaltungsausschusses und seit Anfang 2009 war er stellvertretender Bürgermeister und damit Vertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters Gerd-Christian Wagner bei repräsentativen Aufgaben.
"Wir sind Herrn Nieraad als CDU und auch als Stadtrat zu Dank verpflichtet, er hat der Stadt stets beste Dienste erwiesen", erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Hergen Eilers, bevor er seinen Parteikollegen Bernd Redeker für die Nachfolge vorschlug. Den Dankesworten in Richtung Nieraad schloss sich auch Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel) ausdrücklich an. Funke erklärte aber, seine Fraktion werde dem Vorschlag zur Neubesetzung der Ämter nicht zustimmen - diese Ablehnung richte sich aber ebenso ausdrücklich nicht gegen Bernd Redeker persönlich. Vielmehr sei sie wiederholter Ausdruck der Enttäuschung darüber, dass die Mehrheitsgruppe im Stadtrat der Fraktion Zukunft Varel nach der Wahl vor vier Jahren kein repräsentatives Amt zugebilligt hatte. Karl-Heinz Funke hatte der Ratsmehrheit seinerzeit daraufhin schlechten Stil und die Abkehr von lange gewahrten Gepflogenheiten im Rat vorgeworfen.

Eine kurze Debatte gab es über den Zuschuss der Stadt zu den Kosten für Umbau und Sanierung der Alten Katholischen Kirche an der Osterstraße - nicht etwa allerdings, weil der Zuschuss strittig ist, im Gegenteil: FDP-Ratsherr Jost Etzold bezeichnete die Größenordnung, mit der sich die Stadt nun an der Maßnahme beteiligt, als "beschämend". Wie berichtet, war ein Antrag des Fördervereins zur Wiederherstellung der Alten Kirche auf Zuschuss der Stadt in Höhe von 10.000 Euro gestellt worden. Das sei aber einem Missverständnis geschuldet, tatsächlich liege der Bedarf des Vereins zur Schließung der Finanzierungslücke um das Zehnfache höher, erklärte Etzold. "Angesichts der Gesamtkosten von rund 1,6 Millionen Euro, die zum größten Teil durch ehrenamtliche Bemühungen aufgebracht worden sind, hätte der Stadt eine Beteiligung von zehn Prozent, also mit 160.000 Euro, gut zu Gesicht gestanden", argumentierte Jost Etzold. Nicht zuletzt, da die Stadt durchaus Bedarf habe an einem kulturellen Treffpunkt, wie die Alte Kirche nun einer werden soll. Im Fachausschuss hatte man sich bereits darauf verständigt, die beantragte Summe um die Hälfte auf 15.000 Euro aufzustocken. Das wiederum bezeichnete Karl-Heinz Funke als "wohl ziemlich einmaligen" Vorgang: Er müsse doch davon ausgehen können, so Funke, "dass jeweils die Summe beantragt wird, die auch benötigt wird", vielmehr sei es doch eher üblich, dass die Gremien bei der Vergabe von Zuschüssen unterhalb der gewünschten Summe bleiben würden. Dennoch gab es einen Beschluss zur Gewährung der 15.000 Euro für den Förderverein.

Beschlossen hat der Stadtrat in der knapp einstündigen Sitzung zudem die neue Tarifstruktur für den städtischen Campingplatz in Dangast. In zwei Stufen werden die Stellplatzgebühren in den kommenden zwei Jahren deutlich angehoben, für einen Saisonplatz in erster Reihe sind dann bis zu 1990 Euro zu zahlen. Bürgermeister Gerd-Christian Wagner berichtete in der öffentlichen Sitzung auch noch einmal über den bestätigten Coronafall bei einer Mitarbeiterin der städtischen Kita Peterstraße. Bereits am Dienstagabend habe mach sich auf die vorübergehende Schließung der Einrichtung verständigt, so Wagner, der sich auch bei den betroffenen Eltern für das Verständnis bedankte. Man habe versucht, alle Familien noch am Dienstag zu informieren. Am Donnerstagmorgen, so die Hoffnung, würden dann weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen.
„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass das Coronavirus auch hier in Varel und in unseren Einrichtungen angekommen ist", sagte der Bürgermeister, "und dass es jeden jederzeit erwischen kann". Er appellierte an die Vareler, sich an die geltenden Regeln zu halten. Etwa vor einem Monat sei der nun eingetretene Fall zusammen mit den Kita-Leitungen durchgespielt worden, die dabei festgelegten Kommunikationswege hätten sich nun bewährt. "Es lief alles sehr reibungslos, die notwendigen Schritte wurden professionell abgearbeitet", betonte Gerd-Christian Wagner.
Gelesen 989 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 07 Oktober 2020 21:14

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